Mit welchem Leitungsquerschnitt zur 11kW/22kW Wallbox?

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Re: Mit welchem Leitungsquerschnitt zur 11kW/22kW Wallbox?

Beitragvon STEN » Fr 1. Feb 2013, 15:00

Wow - 5*25qmm !
Nimmt dies dann nicht langsam die Abmessungen eines Abwasserrohres an? :lol:
Welchen Biegeradius muß ich denn da so einhalten?
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Beitragvon Ihno » So 22. Feb 2015, 17:39

Moin !

Weiß hier zufällig jemand, welchen Querschnitt man direkt bei einer CEE Rot 32A 5 Pol in die Klemmen bekommt ?
6 sicher 10/16 ?
Gruß
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Re: Mit welchem Leitungsquerschnitt zur 11kW/22kW Wallbox?

Beitragvon Berndte » So 22. Feb 2015, 18:17

Einfach einen Kleinverteiler davor, evtl. kann man ja daneben noch eine Schukodose für den Staubsauger bauen.
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Re: Mit welchem Leitungsquerschnitt zur 11kW/22kW Wallbox?

Beitragvon mlie » So 22. Feb 2015, 20:11

Ansonsten hab ich an eine 32A CEE schon mal 10mm² angeklemmt, aber das war kein echter Spaß, weil der Klemmenraum nun nicht wirklich für sowas störrisches gedacht ist.
16mm² könnte man als Einzelleiter (also NYY-J 5g16) eventuell da auch reingeprimelt bekommen, aber der Nutzen erschliesst sich mir dann nicht mehr, dann doch besser wie von Berndte vorgeschlagen einen kleinen kleinverteiler setzen.
170 Mm elektrisch ab 11/2012.
Ein Eckpfeiler kann durchaus rund sein. Beethovens Neunte war übrigens NICHT ein Fräulein Hochleitner aus Passau...
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Re: Mit welchem Leitungsquerschnitt zur 11kW/22kW Wallbox?

Beitragvon Lokverführer » So 22. Feb 2015, 22:02

Das steht doch eigentlich in den technischen Datenblättern der Dosen. Bei den meisten habe ich was von 6 mm² gelesen, manche auch 10 mm².
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Re: Mit welchem Leitungsquerschnitt zur 11kW/22kW Wallbox?

Beitragvon DrElectro » Mi 31. Okt 2018, 22:53

STEN hat geschrieben:
Genau in diesem Zwiespalt befindet man sich ja.

Es würden für die 22kW Wallbox sogar eine 5*4 qmm Leitung genügen.
Hätte 1,9% Leitungsverlust zur Folge - qausi 400W ins Erdreich.

( Bei 5*6 qmm 1,3% Leitungsverlust - 280W in den Boden;
bei 5*10qmm 0,8% Leitungsverlust - 170W in den Boden;
bei 5*16qmm 0,5% Leitungsverlust - 105W in den Boden)

Aber was ist Vorschrift ?



Hallo, der Thread ist schon etwas älter, aber ich finde im Netz kaum Material ueber die Kabelauslegung speziell von Ladesaeulen.

Ich moechte wissen, wie gross ich meine Zuleitung zu einer 22-kW-Ladesäule wählen muss.

An die Berechnungsformel zu der hier auch ein Link gegeben wurde erinnere ich mich dunkel aus dem Physik-Unterricht.

So ganz klar ist mir diese Berechnung jedoch noch nicht:

1.) Welchen cosinus phi wähle ich für die Ladesäule? Soweit ich weiß, bewegt sich der Kosinus phi je nach induktiver oder kapazitiver Last zwischen 0 und 1, wobei er weder 0 noch 1 werden kann. Da wir am Ende eine Batterie anschließen und die eher kapazitiv als induktiv ist (Eine Batterie hat einen Aufbau wie ein Kondensator, da zwei Platten?)

2.) Woher weiß ich den Stromwert, den ich zur Berechnung benötige? Da ich nur die Angabe 22kW-Ladesäule habe, kann ich daraus nur den Stromwert mit der Formel P=U*I*Wurzel(3)
Somit komme ich bei 22kW und 400V auf einen Stromwert von 32 A. Aber ist dieser Stromwert der Stromwert für eine Phase oder der Wert für alle drei Phasen? Beim Drehstrom habe ich ja schließlich 3 Phasen und oft die Angabe "3x ... A". Und wenn es "3x32A" sind, müsst ich dann in die Berechnungsformel nicht 3x32A also 96A einsetzen und damit rechnen?

3.) Spannungsfall: Darf hier bei Zuleitungen von Ladesäulen von den 3 Prozent Spannungsfall abgewichen werden? Ich lese immer wieder von 5% Spannungsfall...

So, ich hoffe jemand kann mir hier weiterhelfen.
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Re: Mit welchem Leitungsquerschnitt zur 11kW/22kW Wallbox?

Beitragvon PowerTower » Do 1. Nov 2018, 09:20

Es wird kein Akku angeschlossen, sondern ein Ladegerät. Was dahinter passiert ist der Ladesäule herzlich egal. ;) Die Ladegeräte sind bereits entsprechend ausgelegt um den maximal zur Verfügung gestellten Strom der Ladesäule nicht zu überschreiten. Der Leistungsfaktor beträgt bei den üblichen Ladegeräten >0,95.

22 kW bedeuten einen Strom von 32 A je Phase. Jede Phase hat ihre eigene Leitung, also rechnet man eben nicht mit 96 A, sondern mit drei gleichzeitig belasteten Adern zu je 32 A.

Der Mindestquerschnitt setzt sich wiefolgt zusammen:
- Verlegeart (typischerweise A oder B2), siehe Tabelle
- Spannungsabfall <3%, siehe Rechner

Anhand der Verlegeart wären 6 mm² ausreichend, aber nicht empfohlen. 10 mm² ist besser. Für den Spannungsabfall ist nun noch die Länge der Leitung entscheidend. Es kann sein, dass der Querschnitt nochmal eine Nummer größer gewählt werden muss, aber definitiv nicht kleiner. Bei 10 mm² wäre in dem Fall eine Leitungslänge von 30 Metern (einphasig) bzw. 60 Metern (dreiphasig) zulässig. Kannst du nicht ausschließen, dass auch mal einphasig ladende Fahrzeuge angeschlossen werden, so ist der kleiner Werte entscheidend. Hast du nun mehr als 30 Meter Leitungslänge, musst du 16 mm² verlegen.
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Re: Mit welchem Leitungsquerschnitt zur 11kW/22kW Wallbox?

Beitragvon ecopowerprofi » Do 1. Nov 2018, 16:29

PowerTower hat geschrieben:
Bei 10 mm² wäre in dem Fall eine Leitungslänge von 30 Metern (einphasig)

Mit 32A komme ich bei 6² 1-phasig auf 36m und bei 10² 1-phasig auf 60m. Bei 3-phasiger Belastung liegt man jeweils bei der doppelten Länge. Die Fahrzeuge mit 1-phasige Ladegeräte haben nur 6,6 kW also ca. 28,5A. Damit kommt man 1-phasig bei 6² sogar auf eine Länge von 45m. Unter einer Zuleitungslänge von 30m reicht 6² vollkommen aus.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Mit welchem Leitungsquerschnitt zur 11kW/22kW Wallbox?

Beitragvon DrElectro » Di 6. Nov 2018, 18:09

Cool, danke schon mal für eure ausführlichen Antworten!

PowerTower hat geschrieben:
22 kW bedeuten einen Strom von 32 A je Phase. Jede Phase hat ihre eigene Leitung, also rechnet man eben nicht mit 96 A, sondern mit drei gleichzeitig belasteten Adern zu je 32 A.


Heißt das ich habe pro Phase eine Leistung von 22kW/3= 7,33333 kW? (wenn es eine symmetrische Belastung ist) ?

PowerTower hat geschrieben:
Der Mindestquerschnitt setzt sich wiefolgt zusammen:
- Verlegeart (typischerweise A oder B2), siehe Tabelle
- Spannungsabfall <3%, siehe Rechner


Danke für den link! Welche Verlegeart nehme ich wenn ich das Kabel im rohr und dieses im Erdreich verwende? B1, B2 wie beim Elektroinstallationsrohr (wobei das ja auf Wand verlegt wird)?

PowerTower hat geschrieben:
Anhand der Verlegeart wären 6 mm² ausreichend, aber nicht empfohlen. 10 mm² ist besser. Für den Spannungsabfall ist nun noch die Länge der Leitung entscheidend. Es kann sein, dass der Querschnitt nochmal eine Nummer größer gewählt werden muss, aber definitiv nicht kleiner. Bei 10 mm² wäre in dem Fall eine Leitungslänge von 30 Metern (einphasig) bzw. 60 Metern (dreiphasig) zulässig. Kannst du nicht ausschließen, dass auch mal einphasig ladende Fahrzeuge angeschlossen werden, so ist der kleiner Werte entscheidend. Hast du nun mehr als 30 Meter Leitungslänge, musst du 16 mm² verlegen.


Das heißt, wenn du eine Kabelquerschnittsberechnung/Kabelauslegung machst, dann verwendest du nicht die Formel (Drehstrom): A= (Wurzel(3)*I*cosphi*l)/(y*Ua)
sondern du benutzt zuerst die Tabelle Verlegeart und berechnest dann den Spannungsfall?

Ich habe übrigens für einen Strom von 32A (also es wird von der 22kW Ladesäule nur eine Phase voll belastet) über eine einfache Länge von 30m folgendes ausgerechnet:

A= (Wurzel(3)*I*cosphi*l)/(y*Ua)
A= (1,732*32A*0,95*30m)/(56*12V)
A= 2,35 qmm


Wenn ich dagegen alle drei Phasen voll belaste (also 3x32A=96A) habe, komme ich auf:

A= (Wurzel(3)*I*cosphi*l)/(y*Ua)
A= (1,732*96A*0,95*30m)/(56*12V)
A= 7,05 qmm

Das heißt wenn ich garantieren könnte, dass nur eine Phase maximal mit 32A belastet wird (zum Beispiel wenn nur einphasige Verbraucher, sprich zu ladende Autos angeschlossen werden) würde ein Kabel von NYY-J 4x2,5 qmm reichen? Oder ist das Ergebnis der Gesamtquerschnitt des Kabels? Also alle Einzeladern zusammen?

Wenn ich dagegen drei Phasen voll belasten würde (Worst Case), dann benötige ich einen Querschnitt von 1x7,5 qmm (gibts glaube ich). Oder brauche ich dann ein NYY-J 4x7,5 qmm, also 7,5 pro Ader? Eigentlich doch nicht, ich habe doch den Querschnitt für alle drei Adern zusammen berechnet?


Ist das richtig, oder hab ich irgendwo einen Fehler drin in meiner Denke? Ihr kommt doch irgendwie auf andere Werte.
DrElectro
 
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