Ladestationen Tiefgarage Eigentümergemeinschaft

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Ladestationen Tiefgarage Eigentümergemeinschaft

Beitragvon mbrod » Fr 29. Apr 2016, 00:28

In unserer Eigentümergemeinschaft gibt es bisher nur an 3 von 32 Stellplätzen Stromanschlüsse, die jeweils bei den Stromzählern der Wohnung auflaufen. Weitere 8 Eigentümer haben Interesse bekundet, einen Stromanschluss nachzurüsten. Dabei spielt Elektromobilität noch eine untergeordnete Rolle. Man will aber für die Zukunft gerüstet sein. Konkret planen wohl 2 Eigentümer die Anschaffung eines EV.
Ursprünglich dachte ich grundsätzlich 3-phasig zu verlegen. Da aber jeder Eigentümer das gleiche Recht hat nachzurüsten, könnte in der Zukunft der Fall auftreten, dass alle Schnell-Laden wollen, was ein entsprechendes Lastmanagement voraussetzen würde.
Inzwischen bin ich der Meinung nur noch einphasig zu verlegen, wie auch die bisherigen 3 Anschlüsse. Schnell-Laden zu einem späteren Zeitpunkt z.B. über Allgemeinstrom realisieren. Zwei öffentliche Schnell-Lademöglichkeiten (20 kW, Aldi Süd) gibt es in jeweils 5 km Entfernung.
Was meint ihr?
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Beitragvon Hachtl » Fr 29. Apr 2016, 00:41

Kommt darauf an, wie Dick die Leitung des Energieversorgers ist.

Aber einphasig 32 A sind besser als nix [SMILING FACE WITH SMILING EYES]

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Re: Ladestationen Tiefgarage Eigentümergemeinschaft

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 29. Apr 2016, 04:09

Ich geh da mal von aus, dass die WG sich in D befindet. Bei 32 WE hat dann der Hausanschluss einen Sicherungskasten mit 250A und ein entsprechendes Zuleitungskabel von 3 x120/95². Über den Gleichzeitigkeitsfaktor ergibt sich dann einen max. Strom für die WG im ungünstigsten Fall von ca. 160A bzw. eine max. Leistung von ca. 110 kW. Verbleibt eine Reserve von ca. 90A bzw. 62 kW. Daraus ergibt sich, wieder unter Berücksichtigung des Gleichzeitigkeitsfaktors, dass man pro WE eine max. Last von ca. 2,4 kW zur Verfügung hat. Bei Renault lädt der Ziegel an einer normalen Schuko mit 2,3 kW was für eine Ladung über Nacht mehr als ausreichend ist. Auch fest installierte Wallboxe würde ich auf 10 bis 13 A begrenzen. Für die EG könnte man später noch eine Ladestation mit 22 kW vorhalten, da diese ersten selten benutzt werden wird und zweitens wenn dann nur für eine halbe bis eine Stunde benötigt würde. Die vorgenannten Zahlen beinhalten alle schon einen Sicherheitszuschlag und entsprechen dem Vorgehen bei der Auslegung einer Wohnhausinstallation. Auch bezüglich der Sicherungen im HAK (Größe NH1) braucht man sich keine Gedanken machen. Die lösen erst beim doppelten Nennstrom nach ca. 2 Std. aus.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Ladestationen Tiefgarage Eigentümergemeinschaft

Beitragvon TobsCA! » Fr 29. Apr 2016, 06:51

Bei mir ist es ähnlich, nur größer.
Bei mir sind es ca. 300 Wohnungen. Ebensoviele Garagen.

Aktuell bin ich wohl der einzige mit EV, läuft , da Twizy, noch über die Schuko die fürs Garagentor installiert wurde.

WEnn nächstes Jahr die Zoe kommt will ich richtung CEE Blau gehen, das reicht über Nacht locker da ich beim Arbeitgeber auch laden kann.
Auf meine Twizy Lademöglichkeit angesprochen wollte man keinen Schnellschuss machen sondern gleich an die Zukunft denken.
Was in der Hausverwaltung aktuell passiert ?! keine Ahnung.
Das Problem wird sein: Tiefgarage mit 7 Stockwerken nach unten. Kein Zugang zum Wohnungszähler möglich.
Hatte mir vorgestellt das man Zentral je Stockwerk eine Leistung legen kann, bei bedarf wird dort angeschlossen bis zu einer Obergrenze an Ladeplätzen. Abrechnung über Dienstleister. Eventuell irgendwas das kommuniziert. Pro Stockwerk 50kw. Und die LAdestationen sind auf das Auto eingestellt. und dann wird solang aufgeteilt bis alles aufgebraucht ist. WEnn die ersten fertig sind werden nach und nach die nächsten geladen.

Aber wer bietet so ein ganzheitliches Konzept an ?

Ich habe noch eine Mietwohnung in einem 18 Parteien Haus. Dort werde ich bei der nächsten Eigentümerversammlung mal das Thema ansprechen und schauen was passiert.

MfG
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Re: Ladestationen Tiefgarage Eigentümergemeinschaft

Beitragvon spark-ed » Fr 29. Apr 2016, 07:27

TobsCA! hat geschrieben:
Eventuell irgendwas das kommuniziert. Pro Stockwerk 50kw. Und die LAdestationen sind auf das Auto eingestellt. und dann wird solang aufgeteilt bis alles aufgebraucht ist. WEnn die ersten fertig sind werden nach und nach die nächsten geladen.

Möglich ist alles. Ich würde aber auch die Lösung ähnlich der von Ecopowerprofi bevorzugen. Wallboxen auf 10A begrenzt und je 20 Stellplätze für den Schnellladebedarf einen gesonderten 22kW Ladeplatz (z.B. mit Parkscheibe begrenzt auf 1h, ggf. bei Leistungsmangel mit Lastabwurf für die Dauerlader)
So ergibt sich auch ohne Lastmanagement ein schön flaches Lastprofil.
Ich schätze, durchschnittlich steht ein Auto über Nacht mindestens 10h. Damit kann eine tägliche Fahrleistung von mindestens 100km abgedeckt werden, bei größeren Akkus kann man über mehrere Tage theoretisch Fahrleistung sammeln. Die 5%, die damit nicht auskommen, müssen sich zusätzlich kurz an den Schnellader hängen.
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Re: Ladestationen Tiefgarage Eigentümergemeinschaft

Beitragvon mbrod » Fr 29. Apr 2016, 08:09

:danke: an ecopowerprofi für diese Fachinformationen!
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Re: Ladestationen Tiefgarage Eigentümergemeinschaft

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 29. Apr 2016, 08:13

TobsCA! hat geschrieben:
Eventuell irgendwas das kommuniziert. Pro Stockwerk 50kw. Und die LAdestationen sind auf das Auto eingestellt. und dann wird solang aufgeteilt bis alles aufgebraucht ist. WEnn die ersten fertig sind werden nach und nach die nächsten geladen.

Das ist genau das Konzept, was wir mit unserem Regler machen können. Die Wallboxe sind geregelt und der Regler gibt die max. Ladeleistung vor. Laden nicht alle so stehen dann die, die laden, eine höhere Ladeleistung zur Verfügung. Abrechnen kann man über normale einzelne kleine Stromzähler. Der Regler kann die Zählerdaten erfassen und dann über Netzwerk/Internet an eine zentrale Stelle übertragen.
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Re: Ladestationen Tiefgarage Eigentümergemeinschaft

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 29. Apr 2016, 08:20

mbrod hat geschrieben:
:danke: an ecopowerprofi für diese Fachinformationen!

Bitte gern geschehen. Sollte die Hausverwaltung abgesichert sein wollen, machen wir auch eine entsprechende Planung mit Berechnung.
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Re: Ladestationen Tiefgarage Eigentümergemeinschaft

Beitragvon motoqtreiber » So 1. Mai 2016, 07:10

In unserer Tiefgarage geht es etwas kleiner zu. Nach ersten Gesprächen darf ich einen Antrag stellen, irgendeine vorhandene Leitung anzapfen zu dürfen und bei meinem Stellplatz lokal einen Zähler zu installieren.

Wird also nur 220V mit max 10 A werden, aber ist eh nur für den Winter und dann über Nacht. Sonst hab ich vor dem Haus Strom von der Solaranlage. Die tiefen Temperaturen und die ausgekühlte Batterie haben die Reichweite brutal schrumpfen lassen. Deswegen bei Kälte lieber in die TG.

Frage: Kostet so ein Zähler monatlich Gebühren?
Ich brauche keine Absperrung, keinen Vertrag, weil ich den verbrauchten Strom mit der Hausverwaltung abrechne.
Ciao,
motoqtreiber

(Dieses Jahr wird es ein VW e-up, Golf GTE, i3Rex oder ...) -> Es wurde ein etron!
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Re: Ladestationen Tiefgarage Eigentümergemeinschaft

Beitragvon ecopowerprofi » So 1. Mai 2016, 09:20

motoqtreiber hat geschrieben:
Frage: Kostet so ein Zähler monatlich Gebühren?

Gar nix, wenn man einen regenerierten Ferraris-Zähler verwendet. Man muss nur einen kaufen. Kostet ca. 40 bis 60€. Das passende Zählergehäuse z.B. von Hensel ca. 100€.
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