Laden mit NRGKick

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Re: Laden mit NRGKick

Beitragvon GanslerT » Di 16. Jan 2018, 17:52

Hallo zusammen,

ich schon was aus der Diskussion gelernt.

Ein eigener FI für die Starkstromleitung zur CEE-Dose ist durchaus sinnvoll, weil beim Auslösen des AC-Fehlerstromschalters nicht gleich die ganze Hausverteilung ohne Strom ist, sondern eben nur die Zuleitung zur CEE-Dose. Macht also schon Sinn.

Jetzt werfe ich aber noch etwas Anderes in den Ring:

Auf der Web-Site vom NEGKick-Hersteller steht folgendes als Eigenschaft des NRGKick:

Mit einem integrierten Fehlerstromschutzmechanismus (DC & AC), der permanent mögliche Fehlerströme überwacht, bietet NRGkick höhere Betriebssicherheit als andere Ladeeinheiten


Als Nichtelektriker würde ich jetzt sagen FI für AC und FI für DC ist im NRGKick verbaut und somit trennt der NRGKick beim Auslösen des FI die Stromverbindung, also noch bevor überhaupt der FI in der Stromunterverteilung ansprechen kann, ergo braucht man doch keinen eigenen FI in der Unterverteilung. Oder doch, oder was?

Viele Grüße

Thomas
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Re: Laden mit NRGKick

Beitragvon kub0815 » Di 16. Jan 2018, 18:11

Eine CEE Steckdose muss einen FI haben weil du ja nicht weist was an der Steckdose angeschlossen wird.
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Re: Laden mit NRGKick

Beitragvon Ladesaeule » Di 16. Jan 2018, 18:43

Wiese hat geschrieben:
Dazu hätte ich eine Frage:

Der NRGKick kostet rund nen Tausender, der Go-e Lader rund 700 €.
Hat der NRGKick Vorteile, die die 300 Euro rechtfertigen?


Das normale Ladekabel kann im Kofferraum verbleiben, während der NRG-Kick an der Wand hängen bleibt - zumindest bei den meisten Fahrten, wo nicht damit zu rechnen ist, dass ich den NRG-Kick auch benötige.
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Re: Laden mit NRGKick

Beitragvon tango » Di 16. Jan 2018, 19:25

GanslerT hat geschrieben:
Als Nichtelektriker würde ich jetzt sagen FI für AC und FI für DC ist im NRGKick verbaut und somit trennt der NRGKick beim Auslösen des FI die Stromverbindung, also noch bevor überhaupt der FI in der Stromunterverteilung ansprechen kann, ergo braucht man doch keinen eigenen FI in der Unterverteilung. Oder doch, oder was?


Richtig, der NRGkick hat einen Fehlerstromdetektor für Gleichstrom UND für Wechselstrom verbaut. Und das gute: er setzt sich auch selbst wieder zurück, anders als der FI im Sicherungskasten, der rausfliegt wie eine Sicherung und erst manuell wieder eingeschaltet werden muss. Er muss auch nicht wie ein FI im Sicherungskasten regelmäßig ausgelöst werden, um "Hängenbleiben" zu verhindern (wissen die meisten Leute nicht und sie machen es daher auch nicht).

FI sind bei allen Neuinstallationen von Elektroanlagen seit einigen Jahren vorgeschrieben und zwar für alle Stromkreise, an denen STECKDOSEN hängen (auch CCE-Dosen sind STECKDOSEN!). Bei einer Nachrüstung besteht nur die PFLICHT zur Installation von FI im nachgerüsteten Zweig und nicht für die gesamte Hausinstallation. Auch wenn es nicht Pflicht ist, so ist es doch sehr sinnvoll, eine den aktuellen Vorschriften entsprechende Elektroinstallation zu haben, ganz besonders, wenn man Photovoltaik (oder andere Erzeuger) und Großverbraucher wie Elektroautos hat.

Mein NRGkick lädt sehr zuverlässig. Ich habe aber auch noch eine andere Wallbox mit einen eingebauten selbstrücksetzenden FI-B, da fliegt der FI-A im Verteilerkasten gelegentlich raus.
Gruß

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Re: Laden mit NRGKick

Beitragvon Wiese » Di 16. Jan 2018, 23:12

Ladesaeule hat geschrieben:
Wiese hat geschrieben:
Dazu hätte ich eine Frage:

Der NRGKick kostet rund nen Tausender, der Go-e Lader rund 700 €.
Hat der NRGKick Vorteile, die die 300 Euro rechtfertigen?


Das normale Ladekabel kann im Kofferraum verbleiben, während der NRG-Kick an der Wand hängen bleibt - zumindest bei den meisten Fahrten, wo nicht damit zu rechnen ist, dass ich den NRG-Kick auch benötige.


Ok, beim NRGKick ist also das Typ 2 Kabel dabei, beim go-e muss man das eigene nehmen. Hmm, das ist jetzt nicht wirklich ein großer Unterschied.

Danke für die Info.
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Re: Laden mit NRGKick

Beitragvon GanslerT » Mi 17. Jan 2018, 07:18

@Wiese: Ich kann jetzt auch keine großen Unterschiede feststellen. Ich muss ehrlich gestehen ich habe mir den go-echarger gar nicht angeschaut. Vielleicht ist ein Unterschied in der Verarbeitung. Hierzu kann ich nur sagen der NRGKick schaut ziemlich gut verarbeitet aus. Ein Vorteil ist vielleicht, dass die eingestellten Stromstärken auf der Bedieneinheit schön ablesbar sind und es auch für Dummies erkennbar ist welche Amper bei welcher Steckdose eingestellt werden dürfen. Bei Regen ist es vielleicht auch von Vorteil wenn das Kabel aus einem Guss ist. Da hätte ich jetzt nur bei einer Steckdose schon etwas Bauchschmerzen.

Zurück zum Thema: Ok ich bin überzeugt. Ich werde in meiner Stromunterverteilung an der Zuleitung zu der CEE-Dose einen zusätzlichen FI einbauen lassen. Platz ist da und im Fall der Fälle ist nicht die ganze Bude dunkel.

Vielen Dank an alle Mitdiskutierer!

Viele Grüße

Thomas
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Re: Laden mit NRGKick

Beitragvon Buffy » Mi 17. Jan 2018, 08:22

GanslerT hat geschrieben:
Hallo Buffy,

und klappt das Laden mit dem NRGKick bei dir gut, oder hast du auch manchmal Probleme?

Viele Grüße

Thomas

Ich hol mir mein eAuto erst nächste Woche ab. Derweil liegt der NRGKick noch originalverpackt und unangetastet in der Packung. Dein Thread hat uns aber auch beunruhigt ;) Wir werden es aber pragmatisch machen und mal keinen eigenen FI installieren (lassen) und schauen, was passiert. Wenn wir dann öfter Stromausfälle haben, werden wir wohl was tun, wenn nicht dann nicht.
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Re: Laden mit NRGKick

Beitragvon kub0815 » Do 18. Jan 2018, 15:04

Was hängt den alles an dem FI? Hoffentlich keine Kühltrue oder Heizung
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Re: Laden mit NRGKick

Beitragvon GanslerT » Fr 19. Jan 2018, 11:40

Hallo zusammen,

ich glaube ich kann jetzt etwas Licht ins Dunkel bringen. Ich habe heute bei DiniTech dem Hersteller des NRGKick angerufen. Also der Techniker hat mir erklärt, dass der NRGKick schon einen AC und DC FI hat und die Fehlerstöme auch überwacht und beim Überschreiten eines Schwellenwertes auch auslöst und die Stromverbindung trennt. Allerdings ist die Auslöseschwelle in aller Regel höher als bei den FIs in der Hausverteilung, was bedeutet, dass in vielen Fällen der FI in der Hausinstallation vor dem NRGKick auslöst und somit doch die ganze Unterverteilung ohne Strom wäre. Er meinte auch, je mehr Verbraucher an einem FI hängen, desto eher löst der FI aus, da sich die Fehlerströme addieren.

Er rät grundsätzlich eine eigene Zuleitung zur CEE Dose mit eigenem FI Typ A zu installieren.

Gerade bei einer ZOE ist das wichtig, weil die relativ häufig Fehlerströme beim laden produziert.

Das Laden unterwegs ist auf jeden Fall kritisch zu sehen, da man ja die Installation nicht kennt. Er hat gesagt wer wäre da eher vorsichtig. Sind z.B. die Phasen vertauscht dann rappelts im Karton. Im Zweifelsfall lieber weiterfahren oder wenn es denn sein muss mit Schuko laden.

Also anstecken und losladen is nicht. Hm - "Überall schnell laden..." ist dann wohl eher PR. Ich vermute aber, das ist bei allen mobilen Ladern so.

Ich bin jetzt auf jeden Fall soweit, dass ich mir eine neue Leitung mit Sicherungen und FI zur Garage ziehen lasse. Die vorhandene Leitung ist schon 40 Jahre alt und wer weis was die damals verkabelt haben.

An der Unterverteilung wo die CEE Dose jetzt dran hängt, hängt praktisch alles Andere dran, Heizung, Gefriertruhen, Kühlschrank, Licht einfach alles. Wenn da regelmäßig der Strom weg ist, dann ist die Begeisterung für das E-Autofahren bei meiner Frau aber ganz schnell weg. Das Risiko gehe ich nicht ein.

Hoffen wir mal, dass der NRGKick gescheit lädt und eine Weile hält, sonst war es keine gute Investition.

Vielleicht ist das ja auch für Andere interessant.

Viele Grüße


Thomas
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Re: Laden mit NRGKick

Beitragvon tango » Fr 19. Jan 2018, 12:07

Der NRGkick ist ein gutes, solides, verlässliches Gerät. Es hat mich nie im Stich gelassen, wenn die Installation davor ok war.
Aber das muss sie halt sein fachgerecht, solide verlässlich. Und da lohnt sparen nix, da handelt man sich nur Ärger ein. Die Leitung wird ja nicht bei jedem Autotausch gewechselt sondern soll ja wieder einige Jahrzehnte halten.
Gruß

tango

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