Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon R4MP » So 21. Jan 2018, 17:01

In unserem Fall schließen wir einen Kredit mit kfw Förderung aus. Denn es gibt in Zukunft noch andere Dinge und da muss man nicht einen Berg an Krediten haben. Das größte Problem ist einfach die Unsicherheit und fehlende Erfahrung bei dem Thema und auch wenn man mich steinigen möchte. Ich möchte die PV Anlage nicht um an die Umwelt zu denken, sondern in Zukunft meinen Energieverbrauch aufzufangen.
Werde nun bei diesen Paketangeboten noch zwei weite Anbieter befragen und dann noch einmal spitz nachrechnen.
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon Schneemann » So 21. Jan 2018, 18:32

Dachakku hat geschrieben:

Das wäre dann ein Fall für einen 300er Warmwasserspeicher in dem man mit Heizstab die Mittagspeaks gut verwerten kann wenn man nicht lädt, wäscht oder sonst was. Aus meiner Sicht bezahlbar und pragmatisch.

Immer noch besser als für 12 cent verschleudern.


Wir haben schon einen 160 L-Speicher, der reicht vollkommen. Fragt sich halt nur, ob man das nachrüsten kann.

Insgesamt möchte ich hier mal sagen, dass mir irgendeine Rendite relativ egal ist. Daher werde ich auch nicht vollkommen planlos mein Dach vollstopfen. Soviel erzeugen wie wir vernünftig und mit etwas Planung verbrauchen können, macht da für mich Sinn. Es macht ja ökologisch keinen Sinn, wenn dann an sonnigen Windtagen zig Windräder abgeschaltet werden, weil ich auf meinem Haus tagsüber 2 kWh verbrauche, aber 20 erzeuge. Dann soll lieber mein Nachbar die anderen 5 kWp auf sein Dach packen und auch selbst verbrauchen.

Wenn das bei allen Gebäuden der Fall wäre, wären wir schon ein ganzes Stück weiter.
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon Solarmobil Verein » So 21. Jan 2018, 18:59

Schneemann hat geschrieben:
Dann soll lieber mein Nachbar die anderen 5 kWp auf sein Dach packen und auch selbst verbrauchen.
Tut er, egal auf welchem Dach in der Nachbarschaft diese 5kWp sind ...
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon Yorch » So 21. Jan 2018, 19:09

Dachakku hat geschrieben:
Das wäre dann ein Fall für einen 300er Warmwasserspeicher in dem man mit Heizstab die Mittagspeaks gut verwerten kann wenn man nicht lädt, wäscht oder sonst was. Aus meiner Sicht bezahlbar und pragmatisch.

Immer noch besser als für 12 cent verschleudern.


Naja, besser 12 cent für den Strom bekommen und 7 cent für das Gas bezahlen, als den guten Strom zu verheizen. Was anderes ist es natürlich, wenn der Netzbetreiber anfängt, die Anlagen ferngesteuert zu drosseln oder es dynamische Einspeisevergütungen gibt, die dann Mittags gegen 0 gehen.
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon bm3 » So 21. Jan 2018, 19:14

Den Anti-Rendite-Gedanken kann ich noch gut nachvollziehen wenn man alles was man braucht hat. Wenn aber irgendwann in noch ferner Zukunft mal kurzzeitig ein Teil der deutschen PV-Anlagen und Windenergieanlagen zusammen abgeschaltet werden müssten wegen gleichzeitiger Überproduktion, das wird aber noch lange dauern und diese Konstellation ist übers Jahr auch höchst selten überhaupt mal möglich, eher ergänzen die sich ja beide recht schön, dann empfinde ich das durchaus als kein großes Übel. Abregeln können muss man bei den EE immer. Das gehört einfach dazu wenn man hin zu immer mehr Anteil der EE im Netz will. Auch die PV-Anlagen sind ja deshalb schon netzstabilisierend und abschaltbar ausgelegt und wenn da mal irgendwann deswegen 2% oder gar 5% aufs Jahr gesehen an PV-Erträgen verloren gehen... naja 8-), das fällt dann unter "Schwund". Dafür bringt jedes neu installierte KWp eine umweltfreundliche Grunderzeugung den ganzen Tag über, auch bei Regenwetter und zählt das nicht mehr ?
Vorher sind da auch noch ein paar andere Kraftwerke die vom Netz genommen werden sollten. 6GW alleine an Kohlekraftwerken empfiehlt ja die Bundesnetzagentur jetzt dauerhaft vom Netz zu nehmen, nur tut es niemand.
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon Shakespeare » So 21. Jan 2018, 19:55

Als Threadersteller möchte ich gerne noch mal auf mein Eingangsposting zurückkommen und meine Fragen von damals noch mal präzisieren:
Angenommen ich installiere für meinen Smart eine 3 kWp Anlage und es verdunkelt sich der Himmel. Wie reagiert der Wechselrichter? Wie reagiert das Fahrzeug?
Schält der WR ab, wenn er die vom Fahrzeug geforderte Leistung nicht mehr bringen kann?
Kann das Fahrzeug die geforderte Leistung reduzieren (z. B. auf nur 1,6 kW)?
Das sind alles Dinge die ich leider nicht weiß. Vielleicht kann mir das jemand aus Erfahrung beantworten. (Bitte keine Spekulationen).
Was passiert, wenn meine PV mehr Leistung liefern kann als das Fahrzeug mit der Schuko-Ladeeinrichtung aufzunehmen in der Lage ist?
Generell würde mich interessieren wie das Wechselspiel WR-Fahrzeug funktioniert.

Wie schon erwähnt, vor dem Hintergrund einer eventuell anstehenden Heizungserneuerung mit dann obligatorischer PV-Installation, kann ich mir vorstellen, die PV im Vorgriff darauf bereits jetzt zu installieren, um damit mein Auto zu laden.
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon bm3 » So 21. Jan 2018, 20:02

Wir müssen da zuerst mal klären, du willst eine reine "Inselanlage" betreiben die nicht ans öffentlich Stromnetz angeschlossen ist ? oder das Ganze "netzparallel" betreiben mit Einspeisung von Überschüssen ins netz und bei zu wenig vom Dach mit Bezug aus dem Netz ? Nicht netzparallel, also Inselanlage zu betreiben bedeutet automatisch dass ein ausreichend großer Akku als Pufferspeicher mit angeschlossen werden muss, das kann ich dir jetzt schon schreiben, jedenfalls wenn du das mit Wechselrichter machen willst, vielleicht beantwortet das auch den Großteil deiner Fragen schon. Oder du bekommst irgendwo ein E-Auto mit einer direkten Schnittstelle an den Akku her, die sind aber zur Zeit schwer zu bekommen, dann sparst du dir sogar den Wechselrichter. Beziehungsweise gibt es zwar diese Schnittstellen überdimensioniert für Schnellladung mit CCS und Chademo, aber mir ist bis jetzt kein Gerät bekannt was das für den Direktanschluss einer PV-Anlage nutzen kann und alles CCS oder Chademo-Equipment ist aktuell viel zu teuer für sowas wie bei dir angedacht.
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon Fluencemobil » So 21. Jan 2018, 20:37

Shakespeare hat geschrieben:
Als Threadersteller möchte ich gerne noch mal auf mein Eingangsposting zurückkommen und meine Fragen von damals noch mal präzisieren:
Angenommen ich installiere für meinen Smart eine 3 kWp Anlage und es verdunkelt sich der Himmel. Wie reagiert der Wechselrichter? Wie reagiert das Fahrzeug?
Schält der WR ab, wenn er die vom Fahrzeug geforderte Leistung nicht mehr bringen kann?
Kann das Fahrzeug die geforderte Leistung reduzieren (z. B. auf nur 1,6 kW)?
Das sind alles Dinge die ich leider nicht weiß. Vielleicht kann mir das jemand aus Erfahrung beantworten. (Bitte keine Spekulationen).
Was passiert, wenn meine PV mehr Leistung liefern kann als das Fahrzeug mit der Schuko-Ladeeinrichtung aufzunehmen in der Lage ist?
Generell würde mich interessieren wie das Wechselspiel WR-Fahrzeug funktioniert.

Wie schon erwähnt, vor dem Hintergrund einer eventuell anstehenden Heizungserneuerung mit dann obligatorischer PV-Installation, kann ich mir vorstellen, die PV im Vorgriff darauf bereits jetzt zu installieren, um damit mein Auto zu laden.


Bin zwar nicht vom Fach, würde aber sagen (wenn es günstig sein soll), einfach den Smart über gute schuko oder blaue CEE Dose mit ca. 10A Laden sobald die Sonne rauskommt. Nach 3-4 Stunden ist er wieder (war ja nicht leer) voll. Die 1-2 kWh pro Tag, die durch eine halbwegs gute Steuerung des ladevorganges durch eine wallbox (1000,-€ wenn durch pv steuerbar?) gespart werden können, machen sich in 2 Jahren nicht bezahlt.
Ein "Speicher" mit dem man zum einkaufen fahren kann und denn man sowieso schon hat, ist für viele der Traum. Vor allendingen wenn er mittags zu Hause sein kann. :)
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon Fluencemobil » So 21. Jan 2018, 20:48

R4MP hat geschrieben:
In unserem Fall schließen wir einen Kredit mit kfw Förderung aus. Denn es gibt in Zukunft noch andere Dinge und da muss man nicht einen Berg an Krediten haben. Das größte Problem ist einfach die Unsicherheit und fehlende Erfahrung bei dem Thema und auch wenn man mich steinigen möchte. Ich möchte die PV Anlage nicht um an die Umwelt zu denken, sondern in Zukunft meinen Energieverbrauch aufzufangen.
Werde nun bei diesen Paketangeboten noch zwei weite Anbieter befragen und dann noch einmal spitz nachrechnen.


Wie groß das Risiko von defekten teilen der pv in den 18 Jahren der pachtlaufzeit ist, können dir die Fachleute sagen. Ich würde aber immer eine vergleichrechnung aufstellen. Wenn aber die KfW nur 1-2 % Zinsen für 10 Jahre möchte und die Anlage eher dein "eigentum" ist als bei der Pacht Variante, ist das doch auch ein gutes Gefühl.
Ob nun 75,-€ ? Ratenzahlung oder 86,-€ pachtzahlung bei der Nächten Finanzierung besser sind, kann sicher ein bänker sagen. ;)
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon Dachakku » So 21. Jan 2018, 20:50

Shakespeare hat geschrieben:
Angenommen ich installiere für meinen Smart eine 3 kWp Anlage und es verdunkelt sich der Himmel. Wie reagiert der Wechselrichter? Wie reagiert das Fahrzeug?


Um den TE nicht zu verunsichern bleibe ich mal beim klassischen Netzwechselrichter-PV-Betrieb der in 99% aller Fälle zum tragen kommt. "Standard" . ( Mit Insel verunsichern wir einen Laien nur ! )

Kurz knapp und verständlich für den TE:

Du hast also den Smart am Ziegel mit 8A an Schuko im Hausnetz angeschlossen. Er lädt IMMER.
Einstecken und laden mit 8A (Stufe 1 ) beginnt. Idiotensicher.
Der WR speist automatisch bei Sonne ein, um den musst du dich GAR NICHT kümmern. Dito Idiotensicher.

Als Beispiel nun einige Ladezeitpunkte:

Es ist Nacht: Du beziehst 100% Strom von extern, du kaufst volle 8A für den Smart für 30cent kw/h .

Es wird/ist heller, bedeckt: Es besteht ggf. ein "Patt", die Anlage liefert 8A und dein Smart zieht 8A. Du kaufst nichts mehr ein.

Mittags volle Sonne : Dein Smart zieht 8A und du verkaufst den Reststrom oder schaltest den Ziegel auf 12A hoch.
Du kaufst auch nichts mehr ein, verkaufst ggf. für 12 cent kw/h

Dämmerung: Dein Smart zieht wie immer 8A , die PV-Anlage liefert nur noch 4A, du kaufst also die Differenz = 4A .
Du kaufst 4A für 30cent kw/h

Keiner zu Hause, Urlaub: Du verkaufst den gesamten Ertrag für 12 cent kw/h (abzüglich Tages-Strom für deine Gefriertruhe, etc.)

Alles Automatisch.

Deine Möglichkeiten dabei beschränken sich nur drauf, möglichst bei Sonne den Smart zu laden, aber laden kannst du immer. Du kannst nur die Kosten kontrollieren. Sonne=preiswert, Nacht=teuer.

Du kannst auch in obigem Text den Smart durch Waschmaschine oder Trockner ersetzen.

Ich hoffe ich habe es allgemeinverständlich und bildlich gut beschrieben.


PS:
Bitte jetzt keine Spitzfindigkeiten wann (bei wie viel Lux) eine 3kwp Anlage welche Leistung liefert. Der TE ist Laie.
Obige Beschreibung dient nur zur GROBEN Veranschaulichung der Stromflüsse.
Smart Cabrio Brabus Exclusiv ED

Und wenn ich über's Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker:" Schau dir das an, nicht mal schwimmen kann der."
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