Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon Spüli » Mo 15. Jan 2018, 15:26

snaptec hat geschrieben:
Bei 1,5 kwp bin ich mir nicht sicher ob das Auto überhaupt scho laden kann.

Bei Typ2 ist das PWM-Signal nach unten auf mindestens 6A begrenzt.
230V x 6A = 1.380W

Wie viele Stunden im Jahr eine 1,5kWp-Anlage über 1,4kW abgeben kann, sollte sich an einer Hand abzählen lassen.
Gruß Ingo
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon snaptec » Mo 15. Jan 2018, 15:32

beim Ioniq z.B. gehen immer mindestens 2kw drüber wie ich bis jetzt probiert habe.
Das variiert dann je nach Auto wohl.
Wollte es nur erwähnt haben. Dazu kommen dann noch WR verluste.

Wenn die Anlage als Insel ohne Netz und Batterie arbeitet ist sie bei 1200W Abgabe Nutzlos, kann noch nichts dran laden...


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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon R4MP » Mo 15. Jan 2018, 16:14

Sehr tolles Thema :)

Kommt mir gerade wie gerufen, denn wir möchten für unser Eigenheim ebenfalls auf das Flachdach eine PV-Anlage installieren lassen. Gibt es Erfahrung zu PV-Anlagen mit Batterie, die verwendet werden für den Eigenverbrauch + Einspeisung + e-Auto?

Wir haben einfach mal grob überschlagen, dass wir für eine Wohneinheit im Zweifamilienhaus 4000 kWh/Jahr + 2000 kWh/Jahr für das e-Auto einplanen. Haben derzeit Kontakte zu diversen Anbietern, die uns nun anhand von Daten und Bildern einige Konzepte erstellen, jedoch würde ich gerne mehr aus der "Runde" hier erfahren.

Vorhanden ist eine Dachfläche von 124qm auf dem Hauptgebäude und keine Beschattung. Laut Aussage vom Solarpotentialkataster der Stadt, dass wir hier ideale Bedingungen haben. Die Idee ist hier tagsüber den Strom einzuspeisen (noch gibt es ja ein paar Cent) und einen Teil in eine Batterie/Akku für den Abend zu speichern. Da wir von drei Fahrzeugen derzeit ein e-Auto haben und dort demnächst die Wallbox installieren (Förderung sei Dank!), möchten wir natürlich den Sonnenstrom wenn es möglich ist gut mitnutzen.

Freue mich über den Austausch von Informationen zum Thema :)
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon snaptec » Mo 15. Jan 2018, 16:21

Am sinnvollsten wird sein das Dach mit PV vollzumachen. Entweder 9,9kwp oder etwa ab 13kwp+ (Stichwort eeg umlage)
Der speicher rechnet sich (finanziell) nicht wirklich.
Lädt dieser (nachts) das auto, bleibt für das Haus nichts übrig.
Nicht zu vergessen die verluste von pv -> Speicher, Speicher -> 220v -> auto.

Nach Möglichkeit tagsüber laden, Rest einspeisen.

Das ist aber nur meine persönliche Meinung.
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon Spüli » Mo 15. Jan 2018, 16:23

Moin!
Die Dachgröße hört sich doch schon einmal gut an. Wende Dich doch einfach mal an einen Profi und lass Dir eine schlüsselfertige Anlage anbieten. Ein Anbieter mit gutem Ruf im PV-Forum wäre zum Beispiel Korten aus dem Münsterland:
http://www.pv-korten.de/
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon Shakespeare » Mo 15. Jan 2018, 16:32

Spüli hat geschrieben:
snaptec hat geschrieben:
Bei 1,5 kwp bin ich mir nicht sicher ob das Auto überhaupt scho laden kann.

Bei Typ2 ist das PWM-Signal nach unten auf mindestens 6A begrenzt.
230V x 6A = 1.380W

Wie viele Stunden im Jahr eine 1,5kWp-Anlage über 1,4kW abgeben kann, sollte sich an einer Hand abzählen lassen.


Ok, dann brauch ich 8 oder mehr Panels, damit die Stromstärke auch bei Bewölkung nicht unter 6A fällt.
Dadurch wird's noch unrentabler für mich.

Vielleicht noch eine persönliche Bemerkung.
Mag sein dass manche von euch so jung und optimistisch sind, um in Dekaden zu planen und zu rechnen.
Ich kann und will das mit meinen 65 Jahren und einigen überstandenen Krankheiten so leider nicht mehr angehen.
Alles was über zwei Jahre benötigt um wenigstens einigermaßen kostendeckend zu sein, ist für mich nicht mehr attraktiv.

Bevor ich das ganze durchgerechnet habe, hatte ich so ein Bauchgefühl, oder eine Wunschvorstellung, dass sich eine genau meiner Situation angepasste PV-Anlage in zwei Jahren durch die Ersparnis beim Stromversorger amortisiert hat. Dem ist leider nicht so.

Ich werde jetzt mal die EnBW anrufen und fragen welchen Rabatt man bei garantiertem Bezug von mehr kWh bekommt.

Ein Freund berichtete mir neulich von einem Bekannten, der eine Solar-Pufferbatterie zu Hause hat. Sein Stromanbieter bietet ihm ab und zu an, zu einem bestimmten Zeitpunkt seine Batterie zu laden und dafür sogar vom Versorger Geld zu erhalten.
Kennt jemand solch einen Tarif?
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon snaptec » Mo 15. Jan 2018, 16:39

Ich bin u30, da rechne ich natürlich ganz anders, kann deine Rechnung aber durchaus nachvollziehen.

Solche Tarife gibt es wohl, meist aber in Kombination mit PV, gibt es hier auch Threads drüber -> Stichwort Sonnenbatterie

Aber irgendwie fragwürdig ob sich das zur klassischen PV rechnet. Von der Amortisationszeit mal ganz zu schweigen.


Günstiger wird es meine ich ab einigen 100t kWh/Jahr. Aber hier bitte nochmal selber schlau machen.
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon Solarmobil Verein » Mo 15. Jan 2018, 16:44

Bei 124qm Dachfläche bekommst du bei heute verfügbaren Modulen rund 26kWp unter, wenn man die Fläche voll ausnutzen kann.

EEG-Umlage ist so ein Stichwort.
Bei einer Anlage <10kWp muß auf den Eigenverbrauch noch keine EEG-Umlage gezahlt werden. Erst wenn die Anlage >=10kWp hat, ist sofort EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch fällig.
Die EEG-Umlage ist auch fällig, wenn der Eigenverbrauch >10MWh pro Jahr beträgt, was bei 4000kWh Gesamtverbrauch und dem, was die E-Autos dann noch ziehen, eher unwahrscheinlich ist.

Zwei Möglichkeiten:
1. Das Dach im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten so weit wie möglich vollpflastern. Bei dem vergleichsweise geringen Eigenverbrauch ist das mit der EEG-Umlage eher marginal.
2. Mehrere Anlagen mit je <10kWp im Jahresabstand montieren. Die gelten dann als separate Anlagen, auch wenn es ggf. technisch nur eine ist. Mehrere Wechselrichter sind auch nicht unbedingt ein Nachteil ...

Ich habe mich für Möglichkeit 2 entschieden.


Speicher ist jetzt so eine Sache.
Separat betrachtet muß der gut 15-20 Jahre lang bei 75% Durchsatz (gemessen an der Netto-Kapazität) pro Tag laufen, damit ggü. dem Bezugspreis vom Strom in etwa Preisparität erreicht ist. So gesehen rentiert sich das eher nicht.
Im Paket mit der PV-Anlage verschiebt es den Zeitpunkt der Amortisation nach hinten, aber innerhalb der 20jährigen Laufzeit kommt man normalerweise trotzdem ins Plus.

Es ist halt die Frage, ob sich die Anlage möglichst schnell rechnen soll (kein Speicher), oder ob man eigenen Strom auch nachts in Auto laden können will und einem der Zeitpunkt für die Amortisation nicht ganz so wichtig ist. Eine Geldfrage ist es natürlich auch, ob man das so zur Verfügung hat und ausgeben kann.
Muß aber jeder für sich durchrechnen.

Ich habe bei PV-Anlage Teil 1 eine Tesla PW1 dabei, bei PV-Anlage Teil 2 kommt eine PW2 dazu.
Sind dann insgesamt 19.5kWp und netto knapp 20kWh Speicher.
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon bm3 » Mo 15. Jan 2018, 17:42

Shakespeare hat geschrieben:
Spüli hat geschrieben:
snaptec hat geschrieben:
Bei 1,5 kwp bin ich mir nicht sicher ob das Auto überhaupt scho laden kann.

Bei Typ2 ist das PWM-Signal nach unten auf mindestens 6A begrenzt.
230V x 6A = 1.380W

Wie viele Stunden im Jahr eine 1,5kWp-Anlage über 1,4kW abgeben kann, sollte sich an einer Hand abzählen lassen.


Ok, dann brauch ich 8 oder mehr Panels, damit die Stromstärke auch bei Bewölkung nicht unter 6A fällt.
Dadurch wird's noch unrentabler für mich.

Vielleicht noch eine persönliche Bemerkung.
Mag sein dass manche von euch so jung und optimistisch sind, um in Dekaden zu planen und zu rechnen.
Ich kann und will das mit meinen 65 Jahren und einigen überstandenen Krankheiten so leider nicht mehr angehen.
Alles was über zwei Jahre benötigt um wenigstens einigermaßen kostendeckend zu sein, ist für mich nicht mehr attraktiv.
...



Wie soll sich das denn in 2 Jahren rechnen ? Wir haben das mal mit einer EEG-Anlage aus Konkursmasse mit Selbstmontage in unter 5 Jahren geschafft, aber das war eine einmalige glückliche Aktion und schon ziemlich rekordverdächtig.
Das ist in 2 Jahren so wie du dir das vorstellst nicht machbar !
Diese Art von Argumentation ist mir auch sowas von suspekt...
Eine kurze Geschichte dazu, ein Bekannter von mir in deinem Alter etwa rief mich an und wollte dass ich ihm bei der Beschaffung eines 12kW-Wechselrichter-Ersatzgerätes und dem Austausch seines defekten Gerätes gegen dieses helfe. Haben wir auch zusammen gemacht im Oktober 2017. Dabei erzählte er mir so beiläufig dass er Krebs hat und in Behandlung ist. Seit Dezember ist er nun verstorben, hat aber noch Frau und Kinder,Enkel...zurückgelassen.
Wenn du nicht mehr wie 2 Jahre heute vorausplanen möchtest dann schreibe bitte den Gedanken an PV ab und mache dir noch ein schönes Leben für die nächsten 2 Jahre. Blöd ist aber wenn man dann noch deutlich länger lebt aber schon innerlich verstorben ist :mrgreen: und bei uns "rauschen" die Lebensjahre gefühlsmäßig zur Zeit einfach nur so vorbei. Unsere erste PV-Einspeiseanlage ging im Januar 2005 ans Netz und da müssen wir uns so langsam schonmal zu Gedanken machen wie es mit ihr nach den 20 Jahren denn weitergehen soll. Selbst bezahlt gemacht hat die sich inzwischen aber schon.
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Re: Laden eines Elektroautos mit Photovoltaik

Beitragvon R4MP » Mo 15. Jan 2018, 19:18

Hallo,

schon mal danke für die vielen Infos :)

Das Dach kann gut zugepflastert werden gehe davon aus, dass hier wegen Dachluke und zwei Schornsteinen noch rund 110qm übrig bleiben. Bin derzeit dabei mit den Stadtwerke Bochum über eine Pacht-Option zu verhandeln, da dort sehr viel zu einem guten Kurs angeboten wird.

Noch denke ich, bin ich in meiner Überlegung zu verbissen und denke zu "quadratisch" bzw. kompliziert.
Derzeit grob berechnet ergibt sich mit Batterie bei ca. 8000-10000 kWh pro Jahr eine Amortisation nach 9-10 Jahren.

Eventuell lasse ich die e-Auto Geschichte aus der Rechnung raus, denn so große Batterien muss man erst einmal haben um hier die Fahrzeuge zu laden. Eventuell einfach wenn dann tagsüber geladen wird am Wochenende das Auto einbeziehen. Denn am Tage selbst bin ich nicht zu Hause.

Möchte halt auch für die Lebensdauer der Anlage weit genug denken. Da kommt halt gerade das Thema e-Auto dazu. Wenn man dann schon den Eigenverbrauch deutlich runterzieht, dann sollte die Summe für die e-Autos weniger ins Gewicht fallen.

Habe eigentlich vor das gesamte Haus einzubeziehen bei zwei Parteien, denn dort sind die Schwiegereltern (Rente) auch am Tage ein Verbraucher, jedoch müsste dann für deren Zähler eine Anlage dazu.

Also alles ein wenig komplexer und bin mal gespannt was nachher bei rumkommt.
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