Ladelog mit Keba zu Hause (lokaler ocpp server)

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Ladelog mit Keba zu Hause (lokaler ocpp server)

Beitragvon okaegi » Do 11. Okt 2018, 21:18

Hallo Zusammen,
Nachdem ich meine Keba Ladestationen in Betrieb genommen habe, habe ich mir überlegt wie ich eine Ladeliste realisiere.
Ich möchte Ende Monat wissen, wann und wieviel Strom ich geladen habe.
Die Keba Stationen haben standardmässig ein OCPP Interface an Board.
Details zu den Stationen siehe hier:
private-ladeinfrastruktur/lastmanagement-mit-keba-zu-hause-t34877.html#p825805


Ich habe mich im Netz zum Thema OCPP schlau gemacht. Für mich waren alle angebotenen Lösungen zu teuer und zu schwerfällig und habem eine Funktionsumfang den ich nicht brauche (z.b. RFID Karten Überprüfung).
Ich habe dann hier im Forum das Programm "Steve" gefunden.
Steve ist ein ordentlicher OCPP Backend den man im Lan installieren kann.
Zuletzt geändert von okaegi am Do 11. Okt 2018, 22:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon okaegi » Do 11. Okt 2018, 21:30

So sieht ein Ladelog aus, welches ich vom Steve Server runterladen und im Excel öffnen kann:

excel.jpg
ladelog


Stop_value - Start_value = geladener Strom in KWh
(letzte Zeile: 214'483 - 187'897 = 26 kwh)

Dazu braucht es folgendes:
Einen lokalen Steve Server . Der wurde mir hier im Forum von einen Mitforist aufgesetzt.
Ein paar technischen Daten:
SteVe ist ein Open Source OCPP Server. Das System benutzt Raspbian Lite 9 ohne grafische Umgebung. Als Hardware wird ein „Raspberry Pi 3 Model B+“ mit einer 16 GB SSD Karte verwendet.
Die Parametrisierung ist relativ einfach
Zuletzt geändert von okaegi am Do 11. Okt 2018, 22:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ladelog mit Keba zu Hause (lokaler ocpp server)

Beitragvon okaegi » Do 11. Okt 2018, 21:39

Der Steve server hat eine feste IP Adresse und präsentiert im Browser so:

steve1.jpg
startbild


Als erstes muss man die Ladestationen eintragen (Charge Box ID):

Ich habe den Namen Keba genommen.

steve2.jpg
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Re: Ladelog mit Keba zu Hause (lokaler ocpp server)

Beitragvon okaegi » Do 11. Okt 2018, 21:52

auf der Keba Ladestation habe ich folgende Einstellungen gemacht (unter ocpp):

steve3.jpg


unter Central System Address die url vom lokalen Steve Server eintragen: (Achtung Case sensitive)

"http://192.168.1.69:8080/steve/services/CentralSystemService"

Unter Chargepoint Identity den Namen der ChargeBoxId aus Steve angeben.

Da ich für meine Ladestationen keine RFID Karten verwende, werden alle Ladevorgänge im Steve unter dem Predefined Token abgespeichert.
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Re: Ladelog mit Keba zu Hause (lokaler ocpp server)

Beitragvon okaegi » Do 11. Okt 2018, 22:07

Nach dem ersten Ladevorgang wird das token auf den Steve server übertragen:

steve4.jpg


Ich habe hier noch BLOCK ID Tag auf false gestellt. Ich habe keine Veränderung beim laden festgestellt aber wie gesagt meine Keba Ladestationen haben keinen RFID Kartenleser. Ebenso habe ich auf der Keba Ladestation die Authenisierung auf Aus gestellt.


Und so sieht im Steve ein Ladelog aus:


steve5.jpg


Ich bin rundum zufrieden mit der Lösung und der Steve server sieht so aus:
Dateianhänge
steve7.jpg
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Re: Ladelog mit Keba zu Hause (lokaler ocpp server)

Beitragvon marxx » Do 11. Okt 2018, 22:34

Schöne Dokumentation! Und das Raspi sieht schick aus an der Wand 8-)

Ich oute mich mal als der "Mitforist" :)

Angeregt durch okaegi (Danke!) habe ich ein Raspberry Image mit einem sich selbst startenden OCPP Steve Server erstellt. Damit kann man nun einfach das Image auf ein Raspberry Pi installieren, das Pi in's eigene Netzwerk hängen, mit Strom versorgen und seine OCPP fähige Ladestation damit verbinden.

Es funktioniert alles "out of the box", wie hier top beschrieben.

Gedacht ist das Image zum privaten rumdaddeln mit OCPP fähige Ladestationen. Das System läuft mit einem SteVe 3.0.3 Server. Ich habe meinen Segen der Entwickler von SteVe das Raspi Image zu veröffentlichen. Also wer es gerne testen möchte, findet alle Infos und die Downloads hier:

http://www.arachnon.de/wb/pages/de/lade ... i-ocpp.php

Disclaimer: Ich biete keinen großen Support oder laufende Updates. Das Ganze ist Hobby und just for fun ...

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Re: Ladelog mit Keba zu Hause (lokaler ocpp server)

Beitragvon Mad » Fr 12. Okt 2018, 10:42

Mal eine doofe Frage von einem Interessierten ...

In Deinem Image, wurden da schon Einstellungen für den Steve-Server vorab gemacht und festgelegt oder ist das eine Installation out-of-the-box.
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Re: Ladelog mit Keba zu Hause (lokaler ocpp server)

Beitragvon marxx » Fr 12. Okt 2018, 11:05

Wenn Du das Image auf das Raspberry Pi ziehst und das Pi startest, startet der SteVe Server automatisch mit.

Du kannst Dich dann über den Browser Deines PC's am SteVe Server anmelden und Deine OCPP fähige Ladestation registrieren.

Es läuft alles lokal in Deinem Netzwerk. Eine Internetverbindung wird nicht benötigt.

Einzig die IP-Adresse des Pi musst Du eventuell für Dein Netz anpassen.

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Re: Ladelog mit Keba zu Hause (lokaler ocpp server)

Beitragvon Mad » Fr 12. Okt 2018, 12:06

Sorry, das hat jetzt meine Frage nicht beantwortet, daher hole ich mal etwas weiter aus :)

Ich war nämlich irgendwann bei 5 Pis im Haushalt angelangt und habe entschieden das es besser ist einen Intel NUC zu betreiben und darauf dann mehrere virtuelle Server laufen zu lassen als Ersatz, als Betriebssystem kommt bei mir aber halt kein Raspbian sondern ein echtes Debian zum Einsatz und ich müsste Steve, wöllte ich es nutzen, quasi selber installieren.

Ich wollte daher eigentlich nur wissen, ob Du irgendwelche Einstellungen in Steve vorgenommen hast bei Deinem Image oder ob das Image gezogen wurde als die Software fertig war.

Sorry, ich hab mich damit noch nicht beschäftigt und hab mir gedacht bei dem Thread-Titel ich frage einfach mal nach :)
Wartet auf seinen Smart EQ
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Re: Ladelog mit Keba zu Hause (lokaler ocpp server)

Beitragvon marxx » Fr 12. Okt 2018, 18:06

Hi Mad,

ich habe das Image selbst gebaut. Dafür ein Raspbian Lite 9 genommen und die Umgebung zum Kompilieren von SteVe darauf aufgesetzt. Dann kompiliert (ohne weitere Einstellungen) und einige Scripte geschrieben, damit SteVe automatisch startet. Ach ja, das Zertifikat für verschlüsselte Kommunikation habe ich auch noch erstellt, wird aber für den privaten Gebrauch nicht zwingend benötigt.

Aus dem Ganzen habe ich dann ein Image gemacht und das kannst Du auf meiner Webseite für das Raspberry Pi runterladen.

NUC ist "Intel", Pi ist "arm". Wenn Du auf einem NUC SteVe laufen lassen willst musst Du SteVe selber darauf kompilieren. Ist aber kein Hexenwerk. Ist gut beschrieben auf der Github Seite von SteVe:

https://github.com/RWTH-i5-IDSG/steve

Have fun ...

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