Internes Ladegerät mit DC statt AC speisen

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Internes Ladegerät mit DC statt AC speisen

Beitragvon Ladesäule » Mi 12. Okt 2016, 18:27

Hallo,
Ich habe gelesen dass der onboard Charger von Elektrofahrzeugen(für AC-Ladung ) auch laden könnte wenn man ihn an eine DC Ladestation anschließt.
Also sollte das Fahrzeug geladen werden wenn man theoretisch eine große Batterie nutzt
und mit DC den Ladestecker Typ 2 ansteuert .
Hat hier jemand nähere Informationen oder technischen Kontext?

Vielen Dank!
Zuletzt geändert von TeeKay am Do 13. Okt 2016, 11:46, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: In passendes Forum verschoben und Titel konkretisiert
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Re: Ladekanister mit Stecker Typ 2

Beitragvon HubertB » Mi 12. Okt 2016, 19:49

Sinn sich nicht erschließt ob Deiner Frage.
Google Übersezung?
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Re: Ladekanister mit Stecker Typ 2

Beitragvon Yorch » Mi 12. Okt 2016, 20:15

Es kommt auf die Topologie des Netzteils an und natürlich ob es entsprechende Überwachungen auf Unter/Überspannung /Freuqnez etc. hat.

Die meisten Netzteile sind wohl so aufgebaut, dass es einen Gleichrichter gibt und danach einen Hochfrequenztrafo zur galvanischen Trennung. Dem Gleichrichter ist es erstmal egal, ob da eine Wechselspannung oder eine Gleichspannung anliegt. Um einen guten Leistungsfaktor zu erreichen, wird die Stromaufnahme proportional zur Spannung gesteuert. Wenn diese Schaltung dumm genug ist und nicht auf die Frequenz achtet, sollte man z.B. statt 230V AC auch mit 180...250 V DC laden können.

Wer traut sich ?


So, jetzt wieder zu meinem Lieblingsthema: Wenn man etwas im Netz sucht, findet man folgendes Patent von Renault:
https://www.google.com/patents/US20120286740

Wenn Renault das wirklich so gebaut hat wie in diesem Dokument müsste die Zoe mit gegebener Hardware, nur durch Softwareumschaltung auch an DC-Mid laden können oder auch an jeder anderen beliebigen DC Quelle wie einer LKW Batterie oder einem Solarmodul mit maximal 400V Leerlaufspannung.

Wie geil wäre das, am Tesla Supercharger laden zu können, oder im tiefsten Indien etc. einfach eine 20kW Solaranlage ins Dorf zu stellen ohne Umrichter und Speicher, an der günstige Elektrotaxis etc. im Wechsel laden?


*Diese Nachricht zertört sich nach dem lesen von selbst*


PS: Insgeheim hoffe ich ja, dass ein findiger Chinese sich nicht um Patentrechte kümmert...
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Re: Ladekanister mit Stecker Typ 2

Beitragvon gthoele » Do 13. Okt 2016, 08:57

Ich weiß es vom neuen Ladegerät meines Fahrzeuges: Da darf ich auch Gleichstrom eingangsseitig reintun, wenn ich denn welchen hätte, ist ganz offiziell möglich.
Nützt nur nix.

Am CHAdeMO oder CCS kommt zu hohe Spannung raus. 400V Gleichstrom ist meinem Ladegerät zu viel.
Und weil dann ja immer noch das Ladegerät dazwischen ist wird's auch nicht schneller als bei Wechselstrom. Warum sollte man das - bei der in Deutschland sehr guten Verfügbarkeit von Wechselstrom - also machen...

Einen Anwendungsfall kenne ich aber: Ich könnte meinen Wagen direkt an der (Blei-)Batteriebank großer Solar-Inselanlagen oder USVs aufladen. Wenn dieser Trend mit den autarken Gebäuden mit Solaranlagen, aber ohne Stromnetzanschluß mal weitergeht könnte das mal interessant werden.

Na ja, und das stimmt auch, für meinen Wagen ist damit eine "Zusatzbatterie" möglich. Ein paar volle Autobatterien einpacken und während einer Pause nachladen.
Aber da würde ich lieber einen pflanzenölfähigen Generator mitnehmen.
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Re: Ladekanister mit Stecker Typ 2

Beitragvon Dachakku » Do 13. Okt 2016, 14:13

gthoele hat geschrieben:
Ich weiß es vom neuen Ladegerät meines Fahrzeuges: Da darf ich auch Gleichstrom eingangsseitig reintun, wenn ich denn welchen hätte, ist ganz offiziell möglich.
Nützt nur nix.




Welches Fahrzeug, welcher Lader ?

Im Grunde eine feine Sache wenn man eine Solarfläche mit einer max, Spannung von 250 Volt hat.

Praktisch von der Spannungsseite kein Problem. Die meisten Module leisten 8A. Da wird es schon schwierig.
Die Verschaltung müsste Reihe und Paralell sein um die ca. 220V unter Last UND (netto) 10-12A ( die 8A sind Laborwerte , kalte Zellen und volle Sonne) sicher zu stellen.
Dann einfach in den Lader (Ziegel) speisen. Die gängige Solarverschaltung geht aber in Richtung Spannung, niemand verschaltet seine Anlage unnötig auf hohe Stromstärken wenn die Wechselrichter in der Regel bis 600 Volt ab können.

Ich könnte mir mit wenigen Handgriffen an eine meiner Anlagen 250V max. abziehen, ABER nicht die Stromstärke.
Die Spannung würde ins Bodenlose fallen und der Ziegel würde aussteigen. Der Versuch ist also von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Auf jeden Fall wäre so ein Laden energetisch außerordentlich effizient.
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Und wenn ich über's Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker:" Schau dir das an, nicht mal schwimmen kann der."
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Re: Internes Ladegerät mit DC statt AC speisen

Beitragvon Ahvi5aiv » Di 18. Okt 2016, 15:11

Die CHADEMO liefert auch weniger. ich kenne säulen die auch weit unter 200 v liefern
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Re: Internes Ladegerät mit DC statt AC speisen

Beitragvon Ladesäule » Do 27. Okt 2016, 15:42

Hat jemand einen Schaltplan von einem internen Ladegerät das normalerweise
mit Typ2 AC geladen wird?

Würde gerne einen Test starten, das interne Ladegerät anstatt mit AC direkt mit DC anzusteuern. (AC wird ja eh gleichgerichtet)
Sollte ja laut manchen Nutzern bei einigen Fahrzeugen möglich sein, vll hat hier jemand mehr Erfahrung
oder Wissen dazu?
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Re: Ladekanister mit Stecker Typ 2

Beitragvon Mei » Do 27. Okt 2016, 22:01

Yorch hat geschrieben:
........ Dem Gleichrichter ist es erstmal egal, ob da eine Wechselspannung oder eine Gleichspannung anliegt. ......


Das ist erstmal richtig.
Aber:
Wenn Gleichspannung anliegt, dann sind 2 Dioden dauerhaft mit vollem Strom belastet.
Mit Wechselspannung wird der Strom auf 4 Dioden aufgeteilt.

Das heisst, mit Gleichstrom kann die Belastung für den Gleichrichter höher sein.

Wenn alles auf Kante gebaut ist, kann es den Gleichrichter zerreissen. Und bei solchen Leistungen ist zu erwarten, dass nicht allzuviel Reserve drin ist.

Also Vorsicht bei Experimenten.
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Re: Ladekanister mit Stecker Typ 2

Beitragvon Mei » Do 27. Okt 2016, 22:04

Dachakku hat geschrieben:
....Ich könnte mir mit wenigen Handgriffen an eine meiner Anlagen 250V max. abziehen, ABER nicht die Stromstärke.
Die Spannung würde ins Bodenlose fallen und der Ziegel würde aussteigen. Der Versuch ist also von vornherein zum Scheitern verurteilt.
...


Viel einfacher wäre es gleich in die Chademo oder CCS Dose zu speisen.
Dazu muss halt die Solarspannung höher als die Akkuspannung sein.
Eine Einfach Diode als Rückflusschutz und eine simple Trennung wenn maximale Ladespannung erreicht ist, würde dann aber reichen.
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Re: Internes Ladegerät mit DC statt AC speisen

Beitragvon Karlsson » Do 27. Okt 2016, 22:14

Ist nichts mit einfach einspeisen. Auf den Polen ist ja kein Saft. Der Wagen will erst kommunizieren.
Man bräuchte halt einen passenden DC-DC Wandler und die passende Kommunikation mit dem Fahrzeug.

Und das nur, um mit PV ein bisschen direkter zu laden? Wenn man über AC geht, funktioniert der Lader auch mit Netzstrom. Macht doch irgendwie mehr Sinn.
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