ladekabel stromstärke

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ladekabel stromstärke

Beitragvon grünholzschneider » Di 28. Jun 2016, 20:13

Hallo, ich habe demnächst einen Berlingo Electric mit chademo und typ1. Nun möchte ich noch ein kabel für das Laden unterwegs kaufen. Ich brauche 6 Meter und Typ1 auf Typ 2. Die Kabel werden aber in unterschiedlichen Stromstärken angeboten. Nun kann ich ja nur einphasig laden, also muss das kabel ja nicht für soviel Strom ausgelegt sein. Gibt es (zB. bei 20A) Probleme mit der Ladesäule oder ist das unproblematisch.

Der Einstieg in die E- mobilität ist garnicht so einfach...

Gruß, Kay
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Re: ladekabel stromstärke

Beitragvon spark-ed » Di 28. Jun 2016, 20:48

Einige Ladesäulen werten den Codierwiderstand vom angeschlossenen Kabel aus, so dass bei zu geringem Querschnitt gar keine Ladeung ermöglicht wird.
In einem sehr praxisfremd hergeleiteten Szenario könnte theoretisch ein fehlerhaft höherer Ladestrom fliessen und die Absicherung der Ladesäule wäre dann nicht an den nachgeschalteten Querschnitt angepasst.
Dazu wird der Widerstand im Kabel CC-CP ausgewertet. Dieser darf für die Ladesäule höchstens 220 Ohm betrangen (für 6mm²/ 32A)

Natürlich will man normalerweise nicht so einen Tampen für 16A 1-phasig mitschleppen. Ungefestigte Naturen könnte das bezüglich Codierwiderstand ja fast schon auf illegale Ideen bringen 8-)
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Re: ladekabel stromstärke

Beitragvon Rainer » Di 28. Jun 2016, 20:49

Ja, bei einigen älteren Mennekes Ladesäulen in Hamburg (vielleicht auch anderswo) ist das Laden mit 16A auf der einen Seite und 32A auf der anderen Seite möglich. Schließt man ein 20A Kabel an der 32A Seite an, wird das Laden blockiert. Aufgrund der Widerstandscodierung des Ladekabels erkennt die Säule, dass das Kabel nicht für 32A ausgelegt ist. Man muss hier unbedingt die 16A Seite benutzen. Hier ist der Besitz eines Ladekabels, wie der Nissan Leaf (32A/einphasig) hat sehr praktisch, wenn die 16A Seite bereits von einem anderen Fahrzeug belegt ist. Bei neueren Ladesäulen in HH und auch bei RWE, EWE und TNM Ladestellen gibt es keine Probleme mit dem 20A Ladekabel. Viel Spaß mit dem neuen E-Berlingo wünscht Rainer
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Re: ladekabel stromstärke

Beitragvon grünholzschneider » Di 28. Jun 2016, 22:27

...dh. mit 32A wäre ich auf der sicheren seite?
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Re: ladekabel stromstärke

Beitragvon Rainer » So 3. Jul 2016, 19:38

Das ist Korrekt! Größerer Kabelquerschnitt hatte schon bei Starthilfeprozeduren von Verbrennungsmotoren stets Vorteile. Im Winter beobachtet man nicht selten, dass Versuche des netten Nachbarn, Starthilfe zu bieten, fehlschlagen. Ein Pannenhelfer vom ADAC hat jedoch sofort Erfolg mit seiner Anlage. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass der Kabelquerschnitt meines Starthilfekabels für die erforderliche Amper Zahl zu gering war. Gerade in der Elektromobilität gilt, Kabel und Steckdosen nicht überlasten. Daher resultiert wohl auch die Abschaltung mancher 32 A Ladesäulen, wenn 20A Ladekabel verwendet werden.
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Re: ladekabel stromstärke

Beitragvon almendro » So 10. Jul 2016, 19:42

Mit 32A bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite und wirst nicht so oft Ladeabbrüche erleben.
z.B. Type 2 auf Typ 1, schnelladen.de
Vorteil ist, dass du es ev. beim nächsten Auto auch noch verwenden kannst und der Preisunterschied ist nicht soo hoch!
lG
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Re: ladekabel stromstärke

Beitragvon Fluencemobil » So 10. Jul 2016, 20:05

Rainer hat geschrieben:
Ja, bei einigen älteren Mennekes Ladesäulen in Hamburg (vielleicht auch anderswo) ist das Laden mit 16A auf der einen Seite und 32A auf der anderen Seite möglich. Schließt man ein 20A Kabel an der 32A Seite an, wird das Laden blockiert. Aufgrund der Widerstandscodierung des Ladekabels erkennt die Säule, dass das Kabel nicht für 32A ausgelegt ist. Man muss hier unbedingt die 16A Seite benutzen. Hier ist der Besitz eines Ladekabels, wie der Nissan Leaf (32A/einphasig) hat sehr praktisch, wenn die 16A Seite bereits von einem anderen Fahrzeug belegt ist. Bei neueren Ladesäulen in HH und auch bei RWE, EWE und TNM Ladestellen gibt es keine Probleme mit dem 20A Ladekabel. Viel Spaß mit dem neuen E-Berlingo wünscht Rainer

Die 2 Ladepunkte mit je 2 Anschlüssen die die Stadtwerke Eisenach dieses Jahr neu errichtet haben, kann man alle nur mit 32A Kabel benutzen.

Schon schräg die deutschen, im SLAM Projekt wegen die chademolader ausgeschlossen und in Eisenach die E-Golffahrer.
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Re: ladekabel stromstärke

Beitragvon PowerTower » Fr 15. Jul 2016, 09:51

Als VW Fahrer würde ich einfach bei Kauf des Wagens das BMW i3 Ladekabel für 180 Euro mitnehmen. Das wirkt nicht nur deutlich hochwertiger (Lapp) als das VW Ladekabel (Kopp), sondern ist auch gleich mit 32 A kodiert und rollt sich sogar von allein auf. Schon wird man nicht mehr diskriminiert.
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Re: ladekabel stromstärke

Beitragvon ecopowerprofi » So 17. Jul 2016, 13:06

spark-ed hat geschrieben:
Dazu wird der Widerstand im Kabel CC-CP ausgewertet.

Nicht CP sondern PP. Für Typ1 würde ich 3 x 6² nehmen. Dann kann man sowohl mit 16 als auch mit 32 A laden. Der Ladestrom wird beim Typ1 nur über das CP-Signal feswtgelegt. Die Ladesäule wertet die PP-Leitung gar nicht aus sondern hat auf dem PP-Anschluss den max. Ladestrom der Säule kodiert
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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