Ladekabel mit ICCB

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Re: Ladekabel mit ICCB

Beitragvon green_Phil » Mi 29. Aug 2012, 15:23

Ist ja schon gut, wie konnte mir das entgehen ^^ :oops:

Ich werde mal Leschner/Bettermann anfragen, vielleicht geben die ja sogar qualifiziert Auskuft über unser Traumkabel...
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Re: Ladekabel mit ICCB

Beitragvon Guy » Mi 29. Aug 2012, 17:44

Da war Jogi die entscheidenden Sekunden schneller.

Dann hatte ich es ja fast richtig im Kopf, bis auf Pilot- / Näherungskontakt.

@Jogi
Da du dich damit etwas besser auskennst.
Würde aus deiner Sicht etwas gegen ein dreiphasiges CEE -> Typ 2 Kabel sprechen, bis auf die Sicherheitsbedenken?
Liegt bei einphasigen Adapterkabeln immer Spannung am Typ2-Stecker an oder ist im ICCB ein Relais integriert?
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Re: Ladekabel mit ICCB

Beitragvon EVplus » Mi 29. Aug 2012, 21:55

Hallo liebe Leute,

bin noch in den Ferien und daher nur selten online. Ich habe in den letzten 4 Wochen auch nicht alles "mitgekriegt" was so in den "Foren" läuft... war wohl auch besser so....

Zum Ladekabel:

Die Lösung mit der Ladebox mobil ist eine Sache. Mit der von mir getesteten Ladebox funtioniert das , mit 32A Vorgabe durch die Ladebox, einphasig und dreiphasig. Die Umkodierung auf 16A ist bei der getesteten Ladebox zwar möglich, aber für den "Mobilbetrieb" unpraktikabel, da zu kompliziert.

Kurz vor meinen Ferien habe ich noch die Teile aus USA für das open EVSE Projekt erhalten. Die Platinen liegen bei mir und ich werde im Okt/ Nov daran gehen ein Ladekabel nach meinen Vorstellungen "zusammen zu schustern".

Von 6A einphasig bis 32A dreiphasig. Wahrscheinlich wird es nicht den dt. Normen entsprechen... Ich werde es auch nur im Ausland einseten.... ;)

Zu gegebener Zeit werde ich wieder darüber berichten.

Viele Grüsse EVplus
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Re: Ladekabel mit ICCB

Beitragvon Jogi » Mi 29. Aug 2012, 23:26

Guy hat geschrieben:
Würde aus deiner Sicht etwas gegen ein dreiphasiges CEE -> Typ 2 Kabel sprechen, bis auf die Sicherheitsbedenken?

Ein Problem liegt in der universellen Einsetzbarkeit, also (per Adapter) z. B. auch an Schukodosen, die eben nur 10A Dauerstrom vertragen, ohne Schmorschäden davonzutragen.
Das ließe sich noch durch entsprechenden Codewiderstand bei Verwendung eines Schukoadapters verhindern, erfordert aber einen gewissen Aufwand bei der Konfiguration der Kombination Adapter-Ladekabel und eben die Einhaltung genau dieser Kombination durch den User. Also ist die Geschichte nicht DAU-sicher.
Wer ein bißchen Ahnung hat, kann so ein System problemlos handhaben, aber würdest du das deiner 18-jährigen Tochter überantworten wollen?
Ich gebe zu, daß auch einphasige Systeme dieser Problematik unterliegen, aber eben nur bis max. 16A, und nicht bis 32A, die man sich halt für eine mobile 3~Lösung wünscht.

Ein anderes Thema ist die Wärmeentwicklung in einer dreiphasigen Box.
Mobile Lösungen sollten ja so kompakt und handlich wie nur möglich sein, aber genau das kollidiert mit der erforderlichen Wärmeableitung, besonders wenn ich mit 22kW laden will.

Liegt bei einphasigen Adapterkabeln immer Spannung am Typ2-Stecker an oder ist im ICCB ein Relais integriert?

Du meinst diese sogeannten "Notladekabel"(?).
Auch und gerade Die müssen DAU-sicher sein, deshalb wird auch hier der Ladestrom nur freigegeben (per Lastrelais), solange alle Parameter im grünen Bereich sind. Spannung, Erdung, Pilotsignal, Codewiderstand, sogar der Widerstand der Zuleitung wird überwacht (zumindest bei den teuereren Modellen), und, wenn er sich infolge von Erwärmung während des Ladens erhöht, wird der Ladestrom reduziert und ggf. sogar unterbrochen.


Gruß Jogi
Hinterher findet sich immer Einer,
der es schon vorher gewusst hat.
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Re: Ladekabel mit ICCB

Beitragvon Robert » Do 30. Aug 2012, 05:42

DAU ist eine Deutsche Anlagen Norm ?
Wie viel Spass macht dein Auto ?
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Re: Ladekabel mit ICCB

Beitragvon green_Phil » Do 30. Aug 2012, 06:20

Robert hat geschrieben:
DAU ist eine Deutsche Anlagen Norm ?

Fast. ;) DAU ist die an "GAU" angelehnte Abkürzung für den Dümmsten Anzunehmenden User.

Kann mir jemand genau erklären, warum sich möglicherweise zwei (allstromseitige) FI s in Reihenschaltung gegenseitig auslösen können? Ich habe mich mit einem ehemaligen Elektriker (mein Vater) unterhalten, er konnte sich nur vorstellen, dass... er war sich also nicht sicher, woran das liegen könnte.Er hatte dieses Problem nicht deutlich auf dem Schirm. Vielleicht ist es ja gar kein Problem.
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Ladekabel für Ampera/Volt i-MEV usw.

Beitragvon cameri » Do 30. Aug 2012, 06:56

http://www.rtp-service.de

Seit heute kann ich an allen Ladestationen mit 16A mein Ampera mit
voller Leistung (16A) laden.

Dank meinen beiden NEUEN Ladekabeln:
- Mobiles-Ladekabel mit zwei Ladestufen (16A und 9A) Type1
- Mode 3 Ladekabel Type2 auf Type1

Die Ladekabel können bei RTP SERVICE Henning Bettermann beschaft
werden. info @ rtp-service.de
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Re: Ladekabel mit ICCB

Beitragvon Guy » Do 30. Aug 2012, 10:59

Cameri, kannst du Preise nennen?
Jogi hat ebenfalls schon auf Henning Bettermann hingewiesen.

Achtung, nachfolgende Ausführung nicht für unerfahrene Hände gedacht

Jogi hat geschrieben:
Also ist die Geschichte nicht DAU-sicher.


Sicherheitsbedenken mal kurz beiseite.
Der Hintergrund meiner Idee ist, dass man sich so eine mobile Ladebox ersparen könnte. Ein passendes Kabel, CEE Drehstromstecker auf der einen, Typ 2 Stecker auf der anderen Seite, mit passendem Kommunikationsmodul, ohne die sonst verbauten Relais. Damit wäre Erwärmung kein Problem mehr. Voraussetzung wäre allerdings, dass die Elektroautos, trotz direkt anliegender Spannung, die Ladung nicht verweigern. Darauf zielte meine Idee ab. Quasi ein Drehstrom-Notladekabel für sachkundige Hände.

Deine Bedenken teile ich natürlich, so eine Bastellösung ist nicht für den allgemeinen Gebrauch gedacht. Sie wäre jedoch zu einen Bruchteil der Kosten zu haben und man würde sich ersparen, seine Ladebox durch die Gegend zu fahren.

Guy
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Re: Ladekabel mit ICCB

Beitragvon green_Phil » Do 30. Aug 2012, 11:53

Guy,

ich habe mich gestern noch mit Herrn Bettermann in Verbindung gesetzt. Es klingt alles ziemlich vielversprechend, ich melde die Ergebnisse hier, sobald wie möglich. Derzeit behandeln wir eben noch technische Details. Ich verspreche, es dauert nicht so lange wie bei Renault ;)

Phil.
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Re: Ladekabel mit ICCB

Beitragvon Jogi » Do 30. Aug 2012, 13:25

Guy hat geschrieben:
Ein passendes Kabel, CEE Drehstromstecker auf der einen, Typ 2 Stecker auf der anderen Seite, mit passendem Kommunikationsmodul, ohne die sonst verbauten Relais. Damit wäre Erwärmung kein Problem mehr. Voraussetzung wäre allerdings, dass die Elektroautos, trotz direkt anliegender Spannung, die Ladung nicht verweigern.

Ich hab' da tatsächlich auch schon daran gedacht, liegt ja nahe.
Und es könnte sogar funktionieren.
Allerdings muß man dem Lader im Auto eine korrekt installierte und ausgestattete Box "vorgaukeln". Das kann die OpenEVSE Platine bestimmt.
Wahrscheinlich würde es sich hier empfehlen, die fahrzeugseitige Kupplung so zu modifizieren, dass sie in zwei Stufen eingesteckt werden kann:
Zuerst muß der Lader das Signal (12V/1kHz) von der Platine zurückbekommen, erst danach (die Wartezeit kann von Auto zu Auto unterschiedlich sein) sollten die Pins für den Ladestrom schließen.
Beim Abziehen der Kupplung, während der Ladevorgang noch läuft, sollte man aber zuerst den Signalkontakt öffnen (z. B. per Reed-Schalter), bevor man die Kupplung zieht.
Bei Fahrzeugen, die mehr als 16A pro Phase ziehen können, muß man ggf. mittels eines Codewiderstandes zwischen PE und PP dem Lader den maximalen Ladestrom mitteilen.
Alles machbar, aber der User muss jeweils genau wissen was er tut, und warum.

Und wenn euch irgendwann mal jemand fragt, wer euch auf solch abenteuerliche Ideen gebracht hat, werde ich alles leugnen!

Gruß Jogi
Zuletzt geändert von Jogi am Do 30. Aug 2012, 15:17, insgesamt 1-mal geändert.
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der es schon vorher gewusst hat.
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