Ladeinfrastruktur für Doppelgarage

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Re: Ladeinfrastruktur für Doppelgarage

Beitragvon Ragnarok » Sa 2. Jan 2016, 21:21

Die wichtigste Frage ist für mich: Welche EVSE soll ich nehmen?
Ich würde gerne den maximalen Strom per Netzwerk vorgeben können, vielleicht auch über eine Zwischenstufe wie einen RaspberryPi.

Privat werde ich mir erst in vielen Jahren ein Elektroauto kaufen, daher können wir die zweite Box erstmal ausklammern.
Prinzipiell will ich ja mal in (ferner) Zukunft mit dem gespeicherten PV Strom das Elektroauto laden bzw. tagsüber mit Überschußladung. Diesen Anwendungsfall will ich jetzt gleich berücksichtigen.
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Re: Ladeinfrastruktur für Doppelgarage

Beitragvon lingley » Sa 2. Jan 2016, 22:32

Ich rate dir für die Übergangszeit bis feststeht was du privat fahren willst, wann die PV installiert und in welcher Größe, ob mit oder ohne BatterieSpeicher und welche Hausautomation es schlußendlich sein soll, eine 22kW mobile Ladebox an der CEE32 zu benutzen. Denn wer weiß schon was in "paar Jahren" ist ?

fertige Lösungen zur PV-Überschußsteuerung, z.B. mit FHEM/Linuxserver, SMA SmartMeter, E3/DC, Sunwatch, Schletter u.a. findest du bereits schon hier und im TFF Forum.

Eine selbst gebaute feste Ladebox alles im Eigenbau mit PV-Überschuß zu betreiben ist in der Praxis nicht so trivial.
Das Herzstück, die Überschußermittlung und -regelung der verschiedenen Einzelequipments ist der Knackpunkt der "do it yourself" Stategie. Es gibt einige Controller die sich fernsteuern lassen aber meist properitär=teuer, wenige die ein offenes Protokoll haben und da tüftle ich hier schon länger rum und scheitere :? wohl gerade an einem funktionierenden Algorythmus zur Steuerung einer openEVSE im Zusammenspiel mit meinem PV-Datenlogger ...
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Re: Ladeinfrastruktur für Doppelgarage

Beitragvon rolandk » Sa 2. Jan 2016, 23:09

PV auf Garagendach?

Wenn Du damit mindestens 30kWp hin bekommst, kannst Du Dir Gedanken für eine Ladestrategie machen. Wenn nicht und Du nicht gerade ein Fahrzeug ständig zum Laden angeschlossen hast (also entweder zwei Fahrzeuge, oder tagsüber steht das Fahrzeug dort), dann würde ich an Deiner Stelle erst einmal ein klein wenig rechnen.

Hier einige Faktoren zur Kalkulation:

1. Wann und wieviel Leistung kann einerseits die Anlage liefern? Dabei ist u.a. die Jahreszeit, das Wetter und die Uhrzeit zu beachten. Z.B. liefert eine Anlage mit 7kWp nur für eine kurze Zeit mittags diese Leistung und die auch nur dann, wenn es das Wetter zulässt.

2. Wie effektiv lädt das Fahrzeug? Wenn nur 7kWp (s.o.) auf der Anlage liegt und das Haus selber z.B. gerade 2kW benötigt, bleiben 5kW übrig. Gehen in so einem Fall durch Ladeverluste ein Großteil des produzierten Stroms in Wärme veloren?

3. Wann wird das Fahrzeug tatsächlich benötigt. Nicht, das während der optimalen Ladezeit das Fahrzeug benötigt wird.

Und letztlich: macht das Fahrzeug das auf und ab mit bzw. noch schlimmer, das ein-/ausschalten, weil die Grund-Strommenge eben nicht reicht, um die Ladung zu initiieren.

Und dann bleibt in der Summe die Überlegung, ob es sich wirklich lohnt.....
Ja, technisch ist das durchaus realisierbar, alles schon gemacht und durchgespielt. Meine Hausanlage mit knapp über 7kWp ist für den Zoe defintiv zu klein, um das wirklich sinnvoll durchzuziehen.

In den seltensten Fällen lohnt sich dieser Aufwand.
Und wenn die Anlage groß genug ist, interessiert DIch so eine Steuerung sowieso nicht mehr. Da schaut man vormittags in den Himmel, stellt den Strom für 11kW ein, und hofft, das die nächsten 8 Stunden das Wetter so bleibt.

Roland
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Re: Ladeinfrastruktur für Doppelgarage

Beitragvon lingley » Sa 2. Jan 2016, 23:53

Richtig Roland, außer man ist geil auf so was ...

Zusammenfassend vielleicht bemerkt:
Eine mobile Ladebox an der CEE32 benutzen, kann man später auch noch unterwegs gebrauchen.
Denn wer weiß wo die Entwicklung in ein paar Jahren bis zu deiner Entscheidung angekommen ist.

Und dann bleibt in der Summe die Überlegung, ob es sich wirklich lohnt.....
In den seltensten Fällen lohnt sich dieser Aufwand.
Und wenn die Anlage groß genug ist, interessiert DIch so eine Steuerung sowieso nicht mehr.
Da schaut man vormittags in den Himmel, stellt den Strom für 11kW ein, und hofft, das die nächsten 8 Stunden das Wetter so bleibt.
Oder halt auf Vollgas, wenn's brennt ...
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Re: Ladeinfrastruktur für Doppelgarage

Beitragvon rolandk » So 3. Jan 2016, 00:07

Ach Lingley.... ja latürnich....

erstmal ein "Frohes neues....." und so....

Leider ist es so, das es viele Leute gibt,die so etwas tatsächlich ernsthaft in Erwägung ziehen und sich am Ende wundern, das es eben nicht geht. Jedenfalls nicht so, wie sie es sich erhofft haben. Genauso könnte man versuchen mit einer Schachtel "Welthölzer" (kennt die noch jemand?) einen Topf Suppe heiß zu machen (ohne weiteren Brennstoff!).

Oder an Omas Steckdose den i3 mit 32A laden ....

Ich möchte ja niemanden davon abhalten, seine Erfahrungen zu machen. Und Du hast schon recht, wenn man geil darauf ist, so etwas zu machen, dann sollte man das auch tun. Geht mir ja nicht anders.

Aber als ich PV-Anlage auf Doppelgarage gelesen habe, sah ich so im inneren Auge eine 4kWp-Anlage ....
Und als nächstes kommen unsere Freunde mit der Guerilla-PV-Anlage .... mit dem Wunsch, die an die hauseigene Wallbox anzudübeln.

Ist doch auch "nur Strom" .... Klar, alles kein Problem, mit drei Anlagen gibt's sogar Drehstrom..... dann rotiere ich nämlich :-)

Also, auf ein erfolgreiches 2016 .... auch an den Rest der verpeilten Truppe der anonymen E-Fahrer hier im Forum. Man sieht sich.... früher oder später.

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Re: Ladeinfrastruktur für Doppelgarage

Beitragvon lingley » So 3. Jan 2016, 00:59

rolandk hat geschrieben:
Ach Lingley.... ja latürnich....
erstmal ein "Frohes neues....." und so....

Oh.. wie unhöflich von mir ...tschuldigung, na klar ... ein frohes neues, an Alle hier !
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Re: Ladeinfrastruktur für Doppelgarage

Beitragvon Ragnarok » So 3. Jan 2016, 18:03

Vielen Dank für die Kommentare, so richtig lohnen wird es sich natürlich nicht. Aber es wird mir Spaß machen... :D
Bei den derzeitigen Preisen lohnen sich Elektroautos auch nur selten, trotzdem fahren schon einige die Fahrzeuge...

Ich habe auf dem Hausdach schon eine 7kWp Anlage und auf der Garage sind es dann nochmal 3-4kWp. Ich plane auch gleich einen Batteriespeicher einzusetzen und damit sollte es dann schon gut laufen. Mit Speicher ist die Regelung auch einfacher, da der Speicher die Schwankungen ausgleicht. Ich werde es wohl mit der OpenEVSE und RaspberryPi Version mal versuchen.

Ladetechnisch wird sich bei onboard Geräten bei 3,6 bis 11kW einpendeln, je nach Fahrzeugklasse und Anspruch.
Damit ich auch 1-phasig 32A laden kann, plane ich halt die zwei 22kW Ports.
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Re: Ladeinfrastruktur für Doppelgarage

Beitragvon Berndte » So 3. Jan 2016, 18:55

Wann "lohnen" sich denn Alufelgen und Ledersitze?
Rechnet auch keiner den ROI aus ... :roll:

Wenn du einen Batteriespeicher planst um damit dein Fahrzeug unterstützt zu laden solltest du aber locker 30-40kWh Nutzkapazität haben. Bei einer 10kWp PV-Anlage haut das sowieso nur die Sommermonate hin.
Ich habe selber diese Größe und ab Oktober brauchst da überhaupt nichts zu regeln... da reichen die 1-2kW gerade mal für die Last im Haus aus.

Rechnen wird sich diese ganze PV-Optimierungs-Laderei sowieso nicht... ist halt Spielerei und das sollte man als Hobby betrachten, wo keiner nach den Kosten fragt.
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Re: Ladeinfrastruktur für Doppelgarage

Beitragvon Ragnarok » So 27. Mär 2016, 21:41

Ich habe mir auf dem Workshop nahe Augsburg nun einen Doppellader gebaut.
Leider bin ich nicht ganz fertig geworden, das war ein bisschen viel für einen Tag.
Offene Punkte:
- Displays und Taster einbauen
- Platinen richtig befestigen
- Lastmangement implementieren

Fotos von der ersten Ladung werden folgen....
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Re: Ladeinfrastruktur für Doppelgarage

Beitragvon rolandk » So 27. Mär 2016, 22:19

rolandk hat geschrieben:
Man sieht sich.... früher oder später.


Oh... interessant, wenn man in die Zukunft schauen kann :-) Mein Beitrag kam vom Jahreswechsel, da stand der Termin für den Workshop Augsburg/München noch gar nicht fest ...

Gruss
Roland
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