Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon Berndte » Fr 4. Mär 2016, 21:58

Hallo,

ja, heute angekommen. Danke schon mal.
Eines habe ich mal zerlegt und mache mich morgen an den Umbau.
Drei Stück habe ich mal in Reihe geschaltet und auf jeweils 58V gedreht.
Da dran meinen Heizlüfter und eine Glühlampe zur Kontrolle.

Zum Testen brauche ich aber wohl noch stärkere Verbraucher.
Rein rechnerisch dann 10 Heizlüfter :shock:

Wie macht ihr den Stromabgleich?
Spannung ist ja kein Problem, aber wie will man 30A DC abgleichen ohne entsprechende Last?
Stück Schweißdraht?
Was passiert bei Stromgrenze? Wird die Spannung runter gefahren, bis der maximal eingestellte Strom passt?
Abschalten würde ja kontraproduktiv sein und so beim Akku laden nicht funktionieren.

Sehr positiv ist, dass die PSU ihre Ausgangsspannung sehr soft hochfahren und auch auf der Netzseite keine Einschaltspitzen verursachen. Auch beim zerlegten Modell sieht man, dass das keine Billigware ist! Hochwertig verarbeitet und sehr kompakt gebaut.

Intern scheint schon eine Bypassdiode zu sitzen, schaltet man die PSU in Reihe aber legt nur eines an AC, so fallen ca. 1-2V an den nicht aktivierten PSU ab. Morgen obduziere ich mal ein Gerät.

Gruß Bernd
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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon DeLike » Sa 5. Mär 2016, 00:20

Berndte hat geschrieben:
Hallo,
1. ja, heute angekommen. Danke schon mal.

2. Wie macht ihr den Stromabgleich?
Spannung ist ja kein Problem, aber wie will man 30A DC abgleichen ohne entsprechende Last?
Stück Schweißdraht?
3. Was passiert bei Stromgrenze? Wird die Spannung runter gefahren, bis der maximal eingestellte Strom passt?
4. Abschalten würde ja kontraproduktiv sein und so beim Akku laden nicht funktionieren.

5. Sehr positiv ist, dass die PSU ihre Ausgangsspannung sehr soft hochfahren und auch auf der Netzseite keine Einschaltspitzen verursachen. Auch beim zerlegten Modell sieht man, dass das keine Billigware ist! Hochwertig verarbeitet und sehr kompakt gebaut.

Gruß Bernd


Ich hab die Fragen nummeriert damit kommen wir mit Antworten klar.

1. Bitte noch mal. Gerne wieder.

2. Normalerweise sind die Netzteile vom Werk auf bis 30A eingestellt. Noch eine wichtige Kleinigkeit - in Reihenschaltung max. Stromstärke = min. eing. Stromstärke an einem Netzteil. Also würde 3 Netzteile bis 8A, 30A und 32A eingestellt bekommt man max. bis 8A. Ich habe gehört dass Netzteile von DELL oder HP als Schweißtechnik im Notfall genutzt wurden. Wie verhält sich Delta keine Ahnung.
Ohne entsprechende Last ist für mich unvorstellbar. Wie gesagt drehen Sie Poti für Stromstärke bis minimum, es wäre mindenstens 8A, dann haben Sie an DC von alle 3 NT in Reihe max. bis 8A und dann mit Akku beim Laden NUR bis ca. 80% SoC (ab ca. 80% SoC ist der CV Modus) bis 30A einstellen wäre möglich.
Ein NT (mit 37-42V eingestellt) kann 3×12V 60+ Ah Bleiakku in Reihe laden. Vermutlich mal 30A bzw. 0,5C kurzfristig machen keinen Brand :o :lol:

3. Stromgrenze sollte eigentlich einfach als CC (constant current) Modus bleiben bis die Spannung hochfährt dann CV (constant voltage).

4. Keine Panik. Akku laden funktioniert problemlos. Lesen Sie bitte letzte Nachrichten von Michael ;)

5. Ein mal sehen viel besser als viel lesen bzw. hören. Ich glaube manche Menschen möchten die Bilder sehen 8-)

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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon Berndte » Sa 5. Mär 2016, 12:10

Hallo,

Also den Stromabgleich an der AC Seite machen?
Es geht ja darum, dass ich bei meiner Reihenschaltung mit 6 PSU auf 395V DC die Netzteile gleichmässig belaste.
Ich würde also jedes Einzelne ohne Last auf 395/6 = 65,8V einstellen.
Aber die Strombegrenzung muss dann ja auch erfolgen.

Klar kann ich an AC auf genau 8A einstellen und bei 2 Netzteilen parallel an einer AC Phase sind das dann 16A und genau passend für eine CEE Rot 16A.
Aber es reizt natürlich, wenn man vielleicht auch mit den 6 Netzteilen an CEE32 mit maximaler Power laden kann.
So benötige ich evtl. in der Grundausstattung nur die 6 PSU und komme so auf XX kW Ladeleistung.

Ich werde mir wohl mal was bauen, um die Netzteile mal richtig auf Last zu testen... vielleicht eine Zusammenschaltung diverser Heizlüfter?

Wie habt ihr die Anschaltung an den Fahrzeugakku gelöst?
Sind die bei euch immer an DC verbunden, oder noch mit einem Ladeschütz davor?

Gruß Bernd

Bilder:

1x
IMG-20160304-WA0014.jpg


2x
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3x
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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon Mittelhesse » Sa 5. Mär 2016, 12:23

@ Berndte

diesen Blog kennst du schon oder?
LG Stefan

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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon Berndte » Sa 5. Mär 2016, 12:25

Jupp... lese ich auch neuerdings mit.
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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon DeLike » Sa 5. Mär 2016, 13:43

Berndte hat geschrieben:
Hallo,

1. Also den Stromabgleich an der AC Seite machen?

2. Aber die Strombegrenzung muss dann ja auch erfolgen.

3.Klar kann ich an AC auf genau 8A einstellen ...

4. Wie habt ihr die Anschaltung an den Fahrzeugakku gelöst?
Sind die bei euch immer an DC verbunden, oder noch mit einem Ladeschütz


Hallo,

1.
Code: Alles auswählen
Ausgangsstrom einstellbar "normal": 8 - 30A


2. CC Modus constant current - konstante Stromstärke.

3. Mit einem Wattmeter für Schuko Steckdose wäre es möglich. Zuesrt alles gut berechnen. Nach der Ladung auf die max. Stromstärke und Leistung beachten.

4. In umgebauten E-Autos, die ich kenne, ist alles mit einem BMS 12V Relais mit 230V Kontaktengruppe und Kontaktor gesichert. 16A bzw. 32A Schütze zwischen Netzteile AC seitig und Ladedose z.B. Typ 2 ist wünschenswert.
BMS.jpg


Gruß DeLike
Zuletzt geändert von DeLike am Sa 5. Mär 2016, 13:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon Berndte » Sa 5. Mär 2016, 13:44

Ich habe mal ein wenig gesucht nach dem "Bypass":

Gefunden habe ich in der Nähe des DC Ausganges 4 Stück Mosfet: HUF75545P3 - Fairchild
IMG_20160305_122822.jpg


Werden diese hier als Inversdiode genutzt?

Ich habe mal PLUS und MINUS der Ausgangsklemmen eingezeichnet.
Eigentlich macht das so keinen Sinn, da an Source und Gate jeweils MINUS anliegt.
Habe ich hier einen Denkfehler?
Huhu, haben wir hier ein paar begabte Elektroniker?
IMG_20160305_122646.jpg

IMG_20160305_122728.jpg


Gruß Bernd
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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon Oliver » Sa 5. Mär 2016, 16:59

Also das ist etwas schwierig zu beurteilen nur aufgrund der Bilder:
  • Ich denke nicht, dass das "Minus" auf dem ersten Bild (Oberseite, Zinnfläche) das gleiche ist wie auf dem zweiten (Unterseite)
  • Drain (mittlerer Pin und Flange) ist auf der Oberseite mit der grossen Fläche verbunden.
  • Source ist auf der unteren Seite mit der grossen Fläche verbunden.
  • Gate ist auf der unteren Seite über die dünnen Traces weg geführt.

Hast du vielleicht beim Durchmessen die anti-parallele Diode mitgemessen und deshalb gedacht, die obere und untere Fläche ist beides Minus?
Könnte sein, dass die vier Mosfets zur Strom- / Spannungs-Regelung verwendet werden.
Oliver
 
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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon Berndte » Sa 5. Mär 2016, 17:03

Ich habe die Beschriftung durch bloßes "Ansehen" der Platine gemacht.
Bin ein wenig verwirrt. Aber ich kann nochmal genauer schauen und auch mal "unter Dampf" nachmessen.
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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon Berndte » Sa 5. Mär 2016, 17:19

Zum Umbau auf 67V:

Zuerst mal die Hose voll, weil nach dem Umbau die Ausgangsspannung sehr kurz um die 70V war und dann ging die gelbe CL an und keine Ausgangsspannung mehr. Auch Runterdrehen der Spannung am Trimmpoti und EIN/AUS brachte keine Änderung.
Keine Ausgangsspannung und gelbe LED!

Also alles mal wieder zusammen gebaut, weil ich dachte es muss irgendwo eine Masseverbindung rein.
Aber jetzt habe ich bemerkt, dass ist beim Verbinden der beiden Platinen eine Stiftleiste daneben gedrückt habe.

Richtig zusammen gebaut funktionierte auch alles wieder wie gewünscht.

Kurze Anmerkungen:
Serienmässig lässt sich die Spannung mittels Trimmpoti von 38,4V bis ca. 60,5V hochdrehen, dann kommt die rote RFA LED und der Ausgang wird abgeschaltet. Reset nur durch Netz AUS... warten bis alles still geworden ist ... Einschalten.

Dreht man das blaue Poti für den Überspannungsschutz auf der Platine auf Anschlag Uhrzeigersinn, so kann man bis ca. 65V die Ausgangsspannung einstellen, ohne dass die RFA kommt. Mehr geht hier auf Grund des Einstelltrimmpoti nicht. Man hört dass es überspringt.

Wenn also jemand eine Ausgangsspannung bis 65V braucht, dann benötigt man keinen Lötkolben, sondern muss nur einen Deckel entfernen (3 Schrauben) und das blaue Poti hochdrehen. Keine weiteren Umbauten nötig.

Ich möchte aber gern bis 67V haben und so habe ich erst einmal RE133 auf 1kOhm geändert.
Jetzt kann ich bis 67,2V hochdrehen und es kommt wieder der Überspannungsschutz (rote RFA).
Das ist jetzt vielleicht ok, wenn man zB. auf 66V gehen will, aber doch sehr hart an der Auslösegrenze.

Daraufhin habe ich auch noch RE53 von 24kOhm auf ca. 39kOhm geändert.
Jetzt kann ich als Ausgangspannung auch dauerhaft 68V einstellen.
Läuft auch stabil ohne Überspannungsabschaltung.

Allgemein: Vor dem Ändern/Umlöten am besten den Spannungstrimmer komplett runter auf die niedrigste Spannung drehen, denn sonst kommt nach dem Umbau ziemlich schnell die RFA Auslösung. Besser also dann nach dem Umbau wieder hochdrehen und mittels Multimeter kontrollieren.

Den Umbau habe ich hier nochmal kurz mit Bildern zusammen gefasst:
ladeequipment/ladegeraete-auf-basis-von-delta-electronics-esr-48-30d-t15620-20.html#p320865
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