Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon e-beetle » Di 1. Mär 2016, 16:22

Aus einem Dokument von Delta Energy Systems:
"CL" = Current Limit / Strombegrenzer
"RFA" = Rectifier Fail Alarm / Überspannung, Überlastung, Temperatur

Typenschild.png
Spezifikationen
07/2007 Solec Riva Junior (8,7kWh)
12/2010 VW e-Beetle (26kWh)
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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon DeLike » Di 1. Mär 2016, 16:46

e-beetle hat geschrieben:
"CL" = Current Limit / Strombegrenzer

"AC ON" würde schon jeder verstehen :D

Mit 91% Effizienz und 1650W DC (wenn 33A) sieht es auch so ähnlich wie mit standardmäßigen Ladern.
2 NT 3,7kW AC und 3,3kW DC; 7,4kW AC und 6,6kW DC usw.
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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon Berndte » Di 1. Mär 2016, 17:09

Da hast du aber ordentlich Reserven gelassen.
Lt. Datenblatt gehen ja 12A INPUT.
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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon e-beetle » Di 1. Mär 2016, 17:16

Ja, wie Think schon schreibt, sollten 2.500W (Eingang) möglich sein, ohne an das Limit zu gehen.
Die Teile scheinen ja für den Telekom-Bereich zu sein, wo es auf Zuverlässigkeit ankommt.
Die haben da Reserven gelassen. 50A am Ausgang wäre mir persönlich allerdings auch etwas zu viel :-)
Na mal sehen, was wir aus den Dingern noch aller herauskitzeln ;-)
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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon LEMnet Hamburg » Di 1. Mär 2016, 19:40

Hallo Jungs,
seit bitte vorsichtig mit den Schätzchen!
Mir ist vor drei Jahren ein Delta abgeraucht als ich 45 A rausgeholt habe. War Hochsommer und ist leider einen Hitze-tot gestorben.
Ansonsten sind sie tatsächlich sehr solide.
Die Lüfter sind im übrigen Temperatur geregelt, ein Umbau ist daher nicht nötig.
Und die ungelabelten von Delike sind sehr stabil. Ich hatte ihm 9 abgenommen und die sind seit kurzem auch dauerhaft im Einsatz, Danke nochmal für die schnelle Sendung.
Ich schaffe nun gerade einen weiteres Fahrzeug an welches 710V Abschaltspannung benötigt. 12 Deltas in Reihe wird mir da etwas zu unübersichtlich, zumal ich nicht glaube, dass der Querschnitt der Ladeleitung 35A ab kann.
Ich wäre also sehr an einen Umbau oder Anleitung auf 110V interessiert, wer kann helfen?
Wer Details zur Verwendung des Laders benötigt googled mal nach "DELTA MCS-1800" oder fragt per eMail bei mir an.
Im MCS-1800 stecken die Dinger normalerweise drin.

Gruß,
Heiner
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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon e-beetle » Di 1. Mär 2016, 21:56

Ich habe heute ausprobiert, was die NTs liefern, wenn ich die Spannung auf 3,38V * 54 einstelle.
Angeschlossen bei ca. 55% SOC.
Wie vermutet, regelt das LG zu früh ab, bzw sofort.
Statt 32A läuft das LG mit ca. 20A an und regelt langsam aber stetig runter.
Deshalb: Wieder rauf mit der Spannung und bei 6,5A (für meine Akkus) abschalten.

@ Heiner: Ja, ich werde die auch nur bis max. 35A laufen lassen, derzeit 32A.

Michael
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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon Think » Di 1. Mär 2016, 22:10

Habe heute 5 Deltas von DeLike erhalten, welche auch alle funktionieren....waren übrigens auch sehr gut verpackt u.der Versand erfolgte nach Zahlung sehr zügig.
Herzlichen Dank an DeLike den ich deshalb auf diesem Weg allen weiteren Interessenten bestens weiterempfehlen kann..... :danke:
Übrigens hatte ich bei 40A Ausgangsstrom mit den Teilen noch nie Probleme, aber darüber würde ich auch nicht gehen wollen :!:
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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon DeLike » Di 1. Mär 2016, 23:09

e-beetle hat geschrieben:
Ich habe heute ausprobiert, was die NTs liefern, wenn ich die Spannung auf 3,38V * 54 einstelle.
Angeschlossen bei ca. 55% SOC.
Wie vermutet, regelt das LG zu früh ab, bzw sofort.
Statt 32A läuft das LG mit ca. 20A an und regelt langsam aber stetig runter.
Deshalb: Wieder rauf mit der Spannung und bei 6,5A (für meine Akkus) abschalten.

@ Heiner: Ja, ich werde die auch nur bis max. 35A laufen lassen, derzeit 32A.

Michael


Bin zwar kein Akku Specialist, aber verstehe nicht wie es 100% richtig funktionirt. Ich habe schon viel mal über 0,05C Stromstärke bei Ladeschlüßspannung mitgelesen, aber BMS hat normaleweise ca. 500-1000mA balancing current (Michael hat kein BMS, das weiß ich). Mir ist bekannt was BMS macht wenn eine Zelle vollgeladen ist und andere noch nicht. Jetzt habe ich eine Frage, ob ein BMS wirklich 6,6-6,7+ A für vollgeladene Zelle "sperren" bzw. in die Wärme umwandeln kann, weil der Strom weiter fließen soll, sogar wenn noch eine Zelle nicht fertig wäre.
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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon e-beetle » Mi 2. Mär 2016, 12:06

Das sprengt wahrscheinlich den Thread, wenn wir das hier aufdröseln :-)

Kurzer Versuch das zu erklären:
Eine gemeine LiFePO4 Zelle ist zu 100% voll, wenn sie im unbelasteten Zustand eine Polspannung (+ zu -) von 3,38V hat.
Dieser Wert variiert von Zellchemie und Herstellungsverfahren und sollte aus dem Datenblatt entnommen werden.

Um die Zelle zu laden kann man also 3,38V an die Zelle anlegen und warten, bis die Zelle nach vermutlich ein paar Wochen oder Monaten 3,38V erreicht hat. Denn: je niedriger der Unterschied zwischen angelegter Spannung (z.B. Ladegerät) und Zeltspannung (Pole) ist, um so kleiner wird der Strom. Praktisch vergleichbar mit dem Wasserdruck auf einer Leitung. Das plätschert nur noch tröpfchenweise ;-)

Darum erhöht man die angelegte Spannung so sehr, bis man den maximalen Ladestrom erreicht hat.
Bei LiFePO4 Zellen typischerweise 0.3C.
Auch hier kann man natürlich mehr nehmen, nur sind die angegebenen Zyklen immer unter Annahme eines vorgegebenen Ladestroms zu sehen.
Lade ich mit 3C statt 0.3C, kann ich davon ausgehen, dass weniger Zyklen erreicht werden.

Am Anfang und Ende der Ladekurve beginnt der Stress für die Zelle, darum sollte man diese meiden und nicht z.B bis ans Maximum der Möglichkeiten gehen.
Deshalb lade ich nur bis 3,5V und stoppe bei ca. 6A.

Für einzelne Zellen im Labor oder auf der Werkbank ist das alles noch kein großes Thema, wenn aber 50 oder gar 96 Zellen in Reihe liegen, wird die Sache schon interessanter :-)

Das ist übrigens auch eine zentrale Kritik meinerseits an den "typischen" BMS, denn die haben meist zu kleine Beipassströme um volle Zellen aus dem Spiel zu nehmen.
Denn wenn eine Zelle in der Reihe bereits voll ist und durch die Reihenschaltung weiterhin der komplette Strom durch den Strang muss, wird diese u.U. überladen.
Und wenn ein BMS diesen Strom in Wärme umwandeln würde, muss man sich mal die Dimensionen überlegen:
Sagen wir mal von den 96 Zellen sind 10 schon fertig und der Rest wird munter weitergeladen und das Pack zu "balancieren".
Dann wird, meist über Widerstände, der Ladestrom (hier 6A) mal Zellspannung (hier 3,6V) in Wärme verbraten: 21,6W pro Zelle und das solange, bis auch die letzte Zelle voll ist.
Das kann schon mal kuschelig warm werden ;-)

Aber dazu habe ich hier im Forum und in meinem Blog schon einiges geschrieben.
Das würde hier wohl zu weit vom Thema wegführen.

Also wenn nicht anders bekannt durch Datenblatt, bei LiFePO4:
max. Ladeentspannung 3,6V
max. Ladestrom 0.3C
abschalten bei 0.05C Ladeendstrom

Hoffe das war etwas verständlich :-)
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Re: Ladegeräte auf Basis von Delta Electronics ESR-48/30D

Beitragvon DeLike » Fr 4. Mär 2016, 20:32

Berndte hat geschrieben:
Ich habe mal die Umbauanleitung von DeLike hier in einem zusammengefasst.
Bitte im ersten Beitrag hier verlinken.


Hallo,

haben Sie heute endlich die Netzteile bekommen? ;) Hermes macht Spaß :D Bitte hier Ihre Erfahrung mit Umbau auf bis 67V posten. Möglicherweise mit Bilder. Jede Kleinigkeit könnte wichtig sein.

Gruß DeLike
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