Ladegerät defekt - Elektroniker anwesend? :)

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Ladegerät defekt - Elektroniker anwesend? :)

Beitragvon Stephan » Fr 21. Feb 2014, 12:27

Hallo,
ich habe ein Elektromopped : http://www.goingelectric.de/garage/stephans-EMotorrad/42/
Leider ist das Ladegerät defekt. Es handelt sich um dieses Teil: http://www.bmsbattery.com/alloy-shell/457-alloy-shell-900w-lifepo4li-ionlead-acid-battery-ev-charger.html

Kurze Beschreibung des Problems: Im letzten Sommer ist das Teil mal abgeraucht, hat aber weiterhin funktioniert. Im vergangenen Winter wollte ich das Motorrad wieder laden und die ganze Garage hat nach verbranntem Zeug "geduftet". Nach dem Öffnen des Gerätes ist mir direkt die Drosselspule hinter dem Trafo aufgefallen. Auch die Kondensatoren zum Glätten der Spannung waren ziemlich heiß geworden.
Habe dann, nach Absprache mit einem Bekannten, die Drossel neu gewickelt und die Kondensatoren ausgetauscht. Zusätzlich habe ich noch einen Lüfter installiert, der künftiges Heißwerden verhindern soll.
Es funktioniert soweit, nur leider geht der Ladestrom nicht hoch und bleibt die ganze Zeit bei 1,3 A. Eigentlich sollten es 12 A sein. Die Spannung lässt sich normal regeln.
Jemand eine Idee, was es noch sein kann?

Schon einmal danke für die Hilfe :)
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Re: Ladegerät defekt - Elektroniker anwesend? :)

Beitragvon mlie » Fr 21. Feb 2014, 12:30

Ist da vielleicht irgendwo ein Strommesswiderstand, der seinen Wert verändert hat?
150 Mm elektrisch ab 11/2012.
Nichts ist so dringend, als dass es morgen nicht noch dringender wäre.
Ein Eckpfeiler kann durchaus rund sein.
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Re: Ladegerät defekt - Elektroniker anwesend? :)

Beitragvon Kim » Fr 21. Feb 2014, 13:15

Wer hat denn die Potentiometer dermassen "schepps" aufgelötet? :D

Aber abgesehen von der Ästhetik: kann einer dieser Potis defekt oder verstellt sein?

Du hast ja sicher ein Ohmmeter und kannst die grob testen...
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Re: Ladegerät defekt - Elektroniker anwesend? :)

Beitragvon Stephan » Fr 21. Feb 2014, 13:42

mlie hat geschrieben:
Ist da vielleicht irgendwo ein Strommesswiderstand, der seinen Wert verändert hat?


So wie ich das verstanden habe, misst das Gerät den Strom über einen Shunt. Die 1,3 A am Ausgang habe ich mit drei Messgeräten geprüft.

Kim hat geschrieben:
Wer hat denn die Potentiometer dermassen "schepps" aufgelötet? :D

Aber abgesehen von der Ästhetik: kann einer dieser Potis defekt oder verstellt sein?

Du hast ja sicher ein Ohmmeter und kannst die grob testen...


Ja, die "kleben" da schon recht krumm dran. Ich wars nicht :D
Gute Idee, werde die Potis mal durchmessen!
Danke schonmal :)
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Re: Ladegerät defekt - Elektroniker anwesend? :)

Beitragvon bm3 » Fr 21. Feb 2014, 14:09

Hallo,
ein Shunt ist ein Strommesswiderstand und wenn der schonmal irgendwann zu einem Großteil "verdunstet" ist, also sein Widerstand sich erhöht hat begrenzt das Ladegerät früher und müsste der mal neu.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Ladegerät defekt - Elektroniker anwesend? :)

Beitragvon STEN » Fr 21. Feb 2014, 14:28

Der Widerstand R1 hat sich einseitig ausgelötet - vermutlich durch die große Hitze.
(letztes Bild unten links!) Auch sehen die Dioden in der nähe der ausgeglühten Drossel
etwas in Mitleidenschaft gezogen aus.
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Re: Ladegerät defekt - Elektroniker anwesend? :)

Beitragvon Stephan » Fr 21. Feb 2014, 15:14

bm3 hat geschrieben:
Hallo,
ein Shunt ist ein Strommesswiderstand und wenn der schonmal irgendwann zu einem Großteil "verdunstet" ist, also sein Widerstand sich erhöht hat begrenzt das Ladegerät früher und müsste der mal neu.

Den Shunt kann man auf dem letzten Bild ganz unten erkennen. Ist mehr ne Drahtbrücke, die dann den Spannungsabfall misst.

STEN hat geschrieben:
Der Widerstand R1 hat sich einseitig ausgelötet - vermutlich durch die große Hitze.
(letztes Bild unten links!) Auch sehen die Dioden in der nähe der ausgeglühten Drossel
etwas in Mitleidenschaft gezogen aus.


Oh ja, da pack ich glaube ich mal neue Teile rein. Danke! Werde dann den Widerstand prüfen und die Dioden wechseln und danach neue Bilder reinstellen. Jetzt muss ich wieder alles auseinander bauen -.- Naja, besser als was neues zu kaufen ;)
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Re: Ladegerät defekt - Elektroniker anwesend? :)

Beitragvon Stephan » Fr 21. Feb 2014, 17:34

So, alles fertig. Die Dioden sind alle in Ordnung. Den Widerstand habe ich festgelötet und das Relais getauscht.
Man beachte das Logo auf dem neuen Relais. Wer hätte das gedacht?!: Für einen Verbrenner bestimmt landet das Teil in dem Ladegerät eines selber gebauten Elektromotorrades! Was für eine glückliche Wendung :D
Gehe gleich in die Garage und teste mal aus.
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Ist wohl ordentlich warm geworden
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Re: Ladegerät defekt - Elektroniker anwesend? :)

Beitragvon Stephan » Fr 21. Feb 2014, 19:10

So, getestet: Leider keine Besserung.
Habe diesmal ein Thermometer mitgenommen und nach wenigen Minuten mit 1,3 A an der Drosselspule über 50 Grad gemessen. Das kann doch nicht richtig sein oder?!
Zudem sollte im Normalfall das Relais angehen, wenn man die Batterie anklemmt (tut es auch) und ausgehen, wenn man die Batterie wieder abklemmt. Das passiert aber leider nicht. Kann es sein, dass die Steuerung irgendwo einen Defekt hat?
Bei dem Wetter möchte ich das Motorrad endlich mal wieder bewegen.
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Re: Ladegerät defekt - Elektroniker anwesend? :)

Beitragvon bm3 » Fr 21. Feb 2014, 20:15

Die Frage ist ja, was ist die Steuerung ? Eiǹ kleines IC, oder ein MP ?
Wenn es irgendwie noch läuft, wie du es ja schilderst geht grundsätzlich die Steuerung noch, dann sind es wohl irgendwelche Komponenten um sie herum die nicht gehen.
Die Funktion des Relais erschließt sich mir allerdings auch noch nicht. Wozu soll es denn überhaupt zu- und abschalten ?
Diese Ladegeräte fahren normalerweise bis zu einer genau festgelegten Höchstspannung beim Laden und bleiben da.
Einen Schaltplan hast du natürlich nicht ? :mrgreen:

Viele Grüße:

Klaus

editiert: sehe gerade 88$, naja, besser du bestellst es neu oder ein anderes....
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