Interesse am SMA bidirektionalem Laden

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Re: Interesse am SMA bidirektionalem Laden

Beitragvon Datenknecht » Mi 17. Feb 2016, 07:45

mlie hat geschrieben:
Und jetzt pack da mal ein oder zwei Wamas (3kW+2,3kW), Wäschetrockner (2,3kW) oder den Geschirrspüler (2,3kW) obendrauf, dann ist man schon wieder im Netzbezug.

Das was du dir da vorstellt ist ja eine andere Hausnummer. Aber deine 8 kW wirst du nie benötigen. Wenn man alles gut abstimmt sollten die 4,6 kW ausreichend sein. Deine Geräte brauchen ja nicht über die gesamte Betriebszeit die volle Leistung.
Ganz ohne Netzbezug ist es aber ein doch erheblich höherer Aufwand.

Als Beispiel hier unser Waschmaschine:
Waschmaschine.jpg
Leistungsaufnahme Waschmaschine

Die Waschmaschine war hier 4x in Betrieb. Der erste Hugel entsteht beim Waschgang mit 30°C, einer der Anderen war mit 90°C.
Man erkennt, dass nur zu Beginn eine Leistung von bis zu 2,3 kW benötigt wird. Beim Waschgang selbst sind es ca. 120 W. Das Schleudern kommt dann wieder auf ca. 400-500 W.
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Re: Interesse am SMA bidirektionalem Laden

Beitragvon Maverick78 » Mi 17. Feb 2016, 08:59

Ich halte von der Idee rein gar nichts. Zumindest für mich persönlich ist sie bei aktuellen Batteriegrößen nicht praxistauglich, da ich morgens ein volles Auto brauche. Wenn die Kapazitäten die Reichweiten von 300km überschreiten, schaut es anders aus. Oder wenn die Arbeitgeber tagsüber günstig PV Strom am Arbeitsplatz abgeben und ich den Strom nach Hause fahre.
Die große Frage die sich mir aber stellt: Was sagend en die EV Hersteller dazu? Denn immerhin handelt es sich um eine deutliche Mehrbelastung der Batterie (Zyklenzahl). Ich denke das einige Hersteller in diesem Fall die Garantien auf die Batterien einschränken werden.
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Re: Interesse am SMA bidirektionalem Laden

Beitragvon maroe » Mi 17. Feb 2016, 11:25

Meinst du die Batterie wird da wirklich signifikant belastet? 2,5 kw Leistung ist doch für so ein batterie er wie eine leichte Massage!

Wenn du den akku im vollem umfang brauchst kannst du ihn klar nicht noch als homespeicher nutzen.

Aber wieviele ev's haben eine stecke von wenigen Km zu leisten und benötigen nur einen Bruchteil ihrer Kapazität.

Diese Nutzer könnten dann das ev noch als speicher fürs Haus nutzen.
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Re: Interesse am SMA bidirektionalem Laden

Beitragvon bm3 » Mi 17. Feb 2016, 12:36

Hallo,
Irgendwo läuft doch schon länger ein Projekt zusammen mit SMA und V2G oder V2H. Mit dem DC-Ladeanschluss der Fahrzeuge. SMA hat also schon die Technik um ein E-Fahrzeug über die DC-Schnittstelle ans Haus anzubinden. Es ist nur noch eine Frage ob und wie SMA das anbietet.
Was mir an SMA nicht gefällt, die haben sich für die AC-Kopplung aller Geräte entschieden und gehen nun nicht mehr davon ab. Eventuell ein Fehler, wenn man bedenkt dass es darum geht PV-Anlage, Speicher und E-Fahrzeug zu koppeln, die alle auf DC-Technik basieren. Für Leute die schon einen Teil SMA-Geräte zuhause haben ist es natürlich erstmal einfacher. Aber DC-Wandlung hätte deutlich weniger Verluste.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Interesse am SMA bidirektionalem Laden

Beitragvon maroe » Mi 17. Feb 2016, 12:41

Ich denke der Markt übt an dieser stelle noch zu wenig Druck aus.

Schlicht und einfach ist hier noch kein ausreichend großer Markt da.

Ja ich habe den modifizierten WR von sma schon einen eup laden sehen.
Das ganze ist jetzt glaube ich aber auch schon 3 Jahre her.
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Re: Interesse am SMA bidirektionalem Laden

Beitragvon Maverick78 » Mi 17. Feb 2016, 12:46

Das bringt aber auch andere Probleme mit sich. Eine DC-DC Speicherung hätte erst mal Vorteile, jedoch kommt es da immer auf den Einsatzort an. Typischerweise gibt es aktuell keine (mir bekannten) käuflichen Speicher die für den Außeneinsatz (Temperaturen unter 0°C) geeignet sind mit Ausnahme der Tesla Powerwall. Hier hätte natürlich eine V2H Lösung schon Vorteile, wenn man eine Anlage auf dem Carport hat.
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Re: Interesse am SMA bidirektionalem Laden

Beitragvon Solardrive » Sa 19. Mär 2016, 20:51

maroe hat geschrieben:
Ich denke der Markt übt an dieser stelle noch zu wenig Druck aus.

Schlicht und einfach ist hier noch kein ausreichend großer Markt da.

Ja ich habe den modifizierten WR von sma schon einen eup laden sehen.
Das ganze ist jetzt glaube ich aber auch schon 3 Jahre her.



Ich fahre einen Citroen C-Zero und betreibe eine PV-Anlage mit Überschusseinspeisung. Ich würde sehr gerne den Fahrzeugspeicher für die Speicherung tagsüber und Abgabe in der Nacht einsetzen. Weiss jemand von erhältlichen Komponennten, die für den Zweck einsetzbar sind, oder so etwas in der Praxis macht . Auf Experimente würde ich mich einlassen.
Das Fahrzeug hat ja einen DC Ladeanschluss für Hochstromladung. Der wäre doch direkt nutzbar für einen SMA Batteriewechselrichter. Freue mich auf weiterführende Infos diesbezüglich.

Danke
Andreas
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Re: Interesse am SMA bidirektionalem Laden

Beitragvon Impact » Sa 31. Mär 2018, 23:56

bm3 hat geschrieben:
Irgendwo läuft doch schon länger ein Projekt zusammen mit SMA und V2G oder V2H. Mit dem DC-Ladeanschluss der Fahrzeuge.
HIer der Abschlußbericht zum Forschungsprojekt "Intelligente Netzanbindung von Elektrofahrzeugen zur Erbringung von Systemdienstleistungen – INEES":
www.sma.de/fileadmin/content/global/Pre ... _druck.pdf
SMA hatte für dieses Forschungsprojekt eine Kleinserie von 40 dreiphasigen bidirektionalen 10-kW-DC-Ladestation (Wallbox) für den nicht öffentlichen Einsatz im Haushalts- und Gewerbebereich gebaut.
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Re: Interesse am SMA bidirektionalem Laden

Beitragvon TimoS. » So 1. Apr 2018, 00:16

Der Preis ist entscheidend. Ich wäre nicht bereit mehr als 1500€ für eine sagen wir 11kW dreiphasige Lösung auszugeben.
VW e-up! seit Juli 2014; PV-Anlage mit 10kWp seit Juni 2013; Tesla Model ☰ reserviert
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Re: Interesse am SMA bidirektionalem Laden

Beitragvon Solarstromer » So 1. Apr 2018, 07:58

Das ist doch ganz einfach, das bidirektionale Laden muss in Solarwechselrichter integriert werden und darf kein eigenständiges Gerät mit doppelt gemoppeltem Inverter sein. Dann klappt das auch mit dem Preis.

Mir ist es unverständlich weshalb SMA nicht in diesen Markt einsteigt, PV und Elektroautos bilden eine Symbiose. Wer eine PV Anlage hat, der wird sich früher oder später schon wegen der Stromeigennutzung Gedanken über ein EV machen. Und wer ein EV hat, denkt doch zwangsläufig an eigene eigene PV Anlage.

Da liegt es auf der Hand beides miteinander optimal zu koppeln. SMA hat alles was man dazu braucht. KnowHow/Erfahrung auf höchstem Niveau bei Invertern und einen Energiemanager zur Regelung des ganzen Geraffels. Die müssten es nur machen.
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