Hausanschluss dimensionieren

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Hausanschluss dimensionieren

Beitragvon 0000 » So 21. Aug 2016, 00:25

Hallo zusammen,

Neue Hausanschlüsse werden von meinem EVU mit 30kW dimensioniert. Das erscheint mir schon für eine 22kW Wallbox etwas schwach dimensioniert.

Was sollte man planen? Reichen 40kW oder besser gleich 60kW? Die Kosten des EVU sind tragbar, was kommt denn in der Hausinstallation an Mehrkosten auf einen zu wenn man 50/60kW nimmt?

Mfg

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Re: Hausanschluss dimensionieren

Beitragvon mlie » So 21. Aug 2016, 00:45

43kW (3x63A) als Hausanschluss ist ein guter Wert und noch nicht mit Mehrkosten verbunden, der Zählerschrank ist nämlich eh auf 63A ausgelegt. Du zahlst also nur den Baukostenzuschuss für das Upgrade 50A->63A. Alles andere bleibt gleich.

Über 80A auf EINEM Anschluss wird teurer, da gibt es dann Messwandler für den Zähler, der dazugehörige Wandlerschrank schlägt doch kräftig ins Kontor. Und allzu hübsch ist son Ding auch nicht.

Mein EVU hat mir vorgeschlagen, wenn ich auf 100A aufrüste (mit kräftigem Münzeinwurf "Baukostenzuschuss" 63A->100A, 100A ist das Maximum an meiner Hauszuführung ohne Buddellei), könnte ich auf Wandlermessung verzichten, wenn ich einen zweiten Zähler beauftrage. Der natürlich dann monatlich kosten würde. Also ein Zähler 3x63A für die Stromtankstelle, ein Zähler 3x40A für das Resthaus.
Vielleicht geht sowas bei dir auch, zur Not mietet deine Frau halt 1m² Garten bei dir und beauftragt dafür einen Extrazähler. :lol:
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Ein Eckpfeiler kann durchaus rund sein. Beethovens Neunte war übrigens NICHT ein Fräulein Hochleitner aus Passau...
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Re: Hausanschluss dimensionieren

Beitragvon 0000 » So 21. Aug 2016, 01:41

Der Baukostenzuschuss ist tatsächlich überschaubar.

Wie rechnet man das eigentlich aus? 63A*400V*3 kommt jedenfalls nicht hin mit 43kW.

Danke für die Infos schon mal.

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Re: Hausanschluss dimensionieren

Beitragvon Lokverführer » So 21. Aug 2016, 01:56

0000 hat geschrieben:
Wie rechnet man das eigentlich aus? 63A*400V*3 kommt jedenfalls nicht hin mit 43kW.

Die Nennspannung zwischen Außenleiter und Neutralleiter beträgt 230 V und nicht 400 V und schon passt es...
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Re: Hausanschluss dimensionieren

Beitragvon 0000 » So 21. Aug 2016, 01:58

Hoppala, da war ich wohl in der falschen Spannung unterwegs. Danke!

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Re: Hausanschluss dimensionieren

Beitragvon ecopowerprofi » So 21. Aug 2016, 06:02

Für eine 22kW-Ladebox plus Hausversorgung reichen die 30 kW (wahrscheinlich sind es 3 x 50A Sicherungen) allemal. Die Sicherungen im HAK lösen erst beim doppelten Nennstrom also ca. 100A nach ca. 60 Min. aus. Bei einer Berechnung geht man von einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 0,3 aus. Ein Haushalt ohne Wallbox hat eine Anschlussleistung von ca. 18 kW. Davon 30% sind ca. 5 kW als Spitzenleistung (entspricht auch die in der Praxis gemessenen Werte). Zusammen mit der Wallbox käme man auf ca. 27 kW. Man muss bedenken, dass, wenn man ca. 4000 kWh für den Haushalt im Jahr benötigt, die mittlere Leistung nur 0,5 kW beträgt. Ein Emobil kommt auf einen Jahresbedarf von nur 3000 kWh. Somit beträgt die mittlere Jahresleistung nur ca. 1 kW. Die sind weit weg von 30 kW.

Für die ganz ängstlichen können wir unsere Wallbox um eine Leistungsregelung für kleines Geld erweitern. Verkauf ich gerne aber hier überflüssig. Eher würde ich der Wallbox einen Umschalter spendieren um z.B. zwischen 3,7 kW (Normalladung) und 22 kW (Schnellladung) schalten zu können. Bei vorhandene PV würde ich auch über eine Überschussladung nachdenken.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Hausanschluss dimensionieren

Beitragvon Michael_Ohl » So 21. Aug 2016, 06:19

3000kWh entspricht bei 15kWh/100km einer Fahrstrecke von 20000km bei mir sind es etwas mehr bei anderen mag es nur gut die hälfte sein.

mfg
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Re: Hausanschluss dimensionieren

Beitragvon Cavaron » So 21. Aug 2016, 06:51

In ein par Jahren legen die Leute ihren Hausanschluss sowieso still, weil die Selbstversorgung mit PV und Akku günstiger kommt ;)

Was nicht heißen soll, das man jetzt keine 43kW Wallbox für die Allgemeinheit bereitstellen soll (je mehr, desto besser).
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Re: Hausanschluss dimensionieren

Beitragvon ChrisB » So 21. Aug 2016, 07:10

Wir hatten nur 3x25 A (Altbau). Habe die Hausanschlussleistung dann auf 3x50 A erhöhen lassen. Das hat inkl. Sicherungstausch und Steuern 91,04 € gekostet. Zum Vergleich: Erhöhung auf 3x63 A hätte 879,84 € gekostet (inkl. Baukostenzuschuss). War mir zu viel.
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Re: Hausanschluss dimensionieren

Beitragvon Solarstromer » So 21. Aug 2016, 08:35

Wenn die NH Sicherungen im Hausanschlußkasten 63A haben, darf dann im Zählerschrank der einzige, selektive Leitungsschutzschalter (SLS) auch mit 63A dimensioniert sein? Passt das von der Auslösereihenfolge?

Wenn ich den SLS auf 63A vergrößere, reicht dann die interene Verkabelung des Zählerschrankes mit 10mm² noch?

Die Leitungen zu den beiden Unterverteilungen sind jeweils 10mm². Verlegeart ist NYM im Rohr (Betondecke) und NYM unter Putz. Ich denke mit der Vergrößerung des SLS von 35A auf 63A muss ich diese vor den Zählerabgangsklemmen absichern. Mit 40A?
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