GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon Bernd_1967 » Di 28. Feb 2017, 19:27

PowerTower hat geschrieben:
Das hat nichts mit rechnen zu tun. Weder ein Fahrzeughersteller noch ein Hersteller von Ladeinfrastrukturkomponenten wird ein Produkt entwickeln, bei dem ein Leitungsschutzschalter unter ungünstigen Umständen nach 2-3 Stunden Laden wegen "freier Auslegung der Norm" auslösen kann.

Stimmt, vom Leitungsquerschnitt hast du nicht gesprochen, wohl aber vom Austausch des Sicherungsautomaten. Dir sollte bekannt sein, dass man nicht einfach so 32 A gegen 40 A tauschen kann, wenn die Strombelastbarkeit des bereits verlegten Kabels unter Berücksichtigung des Querschnitts und Verlegeart dies nicht hergibt. Art und Leistung des Betriebsmittels hat darauf keinen Einfluss, höchstens ob du Charakteristik B oder C nehmen möchtest. Ich glaube das weißt du aber selbst.


Was willst Du uns eigentlich sagen?
Ich soll keine 20A Sicherung nehmen?
Werde vielleicht mal bei der 16A Sicherung mit der Wärmebildkamera alles beobachten, wenn ich den e-Golf habe.
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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon Karsten 404E » Di 28. Feb 2017, 20:16

Wir reden ja hier vom GTE und nicht vom Renault.

Ich hatte zuerst auch Sorgen, dass die B16 nach 2 Stunden fliegt.

Nein! Der GTE zieht eher 15,5A statt 16A laut meinen Meßgeräten.
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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon ecopowerprofi » Di 28. Feb 2017, 21:30

Es geht hier weder um den GTE noch um den Renault. Es geht nur darum wie man in eine zuverlässigen E-Installation eine Wallbox mit 3,7 kW absichert. Das nächste Auto muss ja nicht zwingend ein GTE sein. Oder es kann ja auch mal Besuch kommen und die haben z.B. einen Ioniq, C350E oder sonst was. Wenn man eine Wallbox installiert, dann sollte jedes beliebige Auto daran ohne Bedenken laden können.
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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon Bernd_1967 » Di 28. Feb 2017, 22:04

ecopowerprofi hat geschrieben:
Es geht hier weder um den GTE noch um den Renault. Es geht nur darum wie man in eine zuverlässigen E-Installation eine Wallbox mit 3,7 kW absichert. Das nächste Auto muss ja nicht zwingend ein GTE sein. Oder es kann ja auch mal Besuch kommen und die haben z.B. einen Ioniq, C350E oder sonst was. Wenn man eine Wallbox installiert, dann sollte jedes beliebige Auto daran ohne Bedenken laden können.


Das sehe ich genau so.
Man muss ja das Ganze auch mal historisch sehen:
Als die Normen für Sicherungsautomaten geschaffen wurden, hat niemand daran gedacht, dass jemand 16A Dauerstrom über 15 Stunden und mehr auf einen Automaten gibt.
Wahrscheinlich haben die da mal an Minuten gedacht und wenn doch Dauerleistung, OK, dann darfs halt warm werden.
Nun wissen, wir, dass wir die Sicherung bewusst im Grenzbereich betreiben werden.
Wenn ich auch wüsste, dass es nie mehr als 16,000A wären, dann finde ich den Rat von ecopowerprofi doch gut, die nächst größere Sicherung zu nehmen.
Überlegt einfach mal, wie Normen entstehen.
Da gucken Leute, was passiert und schreiben Vorschriften, wie es besser gemacht wird.
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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon Bernd_1967 » Mi 29. Mär 2017, 13:14

ecopowerprofi hat geschrieben:
Bernd_1967 hat geschrieben:
Also ist der Strom dann max. 17,5A. Da nehme ich doch keine 20A Sicherung , oder?
Die 16er müsste bei mir erst mal raus fliegen. Dann käme eine 20er rein.

Die Erfahrung lehrt, dass die 16 A Sicherung irgendwann raus fliegt. Die Sicherung wird beim Laden ständig an der Leistungsgrenze oder knapp darüber betrieben. Nach einiger Zeit wird man an der Sicherung eine deutliche Temperaturerhöhung feststellen. Kleine Netzspannungsschwankungen führen dann zu Leistungsschwankungen und die lösen dann die Sicherung aus.

PS: Man sollte eine Sicherung nie mit mehr als dem Nennwert betreiben. Also bei möglichen 17,5 A keine 16 A Sicherung verwenden. Sinkt die Netzspannung auf ca. 212 V ab kann der 3,7 kW Lader lt. Norm den Strom auf 17,5 A anheben um die Ladeleistung von 3,7 kW zu halten. Man weiß ja nie wie die Norm vom Programmierer angewendet bzw. ausgenutzt wird.



Noch eine Frage dazu:
Wenn ich 20A Automaten nehme für 11kW Lader, welche Charakteristik wäre da sinnvoll?
Möglichst schnell, da 20A höher als 16A?
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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon ecopowerprofi » Do 30. Mär 2017, 14:58

Bernd_1967 hat geschrieben:
Wenn ich 20A Automaten nehme für 11kW Lader, welche Charakteristik wäre da sinnvoll?

Da fast alle Lader einen sog. "Softstart" haben kann man sowohl B oder C nehmen. Die Charakteristik bezieht sich nur auf den magnetischen Auslöser. Der Unterschied liegt nur im Bereich von 5- bis 10-fachen Nennstrom. Ab 10-fachen Nennstrom sind die gleich schnell und bis 5-fachen Nennstrom machts der thermische Auslöser.
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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon Bernd_1967 » Do 30. Mär 2017, 19:14

ecopowerprofi hat geschrieben:
Bernd_1967 hat geschrieben:
Wenn ich 20A Automaten nehme für 11kW Lader, welche Charakteristik wäre da sinnvoll?

Da fast alle Lader einen sog. "Softstart" haben kann man sowohl B oder C nehmen. Die Charakteristik bezieht sich nur auf den magnetischen Auslöser. Der Unterschied liegt nur im Bereich von 5- bis 10-fachen Nennstrom. Ab 10-fachen Nennstrom sind die gleich schnell und bis 5-fachen Nennstrom machts der thermische Auslöser.


Ich habe vor die Sicherungen (bleibe dann erst mal bei den gekauften 16A Typen) mit etwas Abstand zu montieren.
Ist das OK? Kommt keine Sammelschiene dran.
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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon ecopowerprofi » Do 30. Mär 2017, 19:31

Bernd_1967 hat geschrieben:
mit etwas Abstand zu montieren.

Das ist sehr gut. :thumb:
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