GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon Bernd_1967 » So 26. Feb 2017, 09:07

ecopowerprofi hat geschrieben:
Nee, 25 us entsprechen 1,5 A. Also es können bei eingestellten 16 A (= 133 us) max. 17,5 A und min. 14,5 A fließen. Wenn man jetzt auch noch die Netztoleranz von +/- 10% berücksichtigt, kann die Ladeleistung zwischen 14,5 A x 207 V = 3 kW und 17,5 A x 253 V = 4,43 kW liegen. Wenn aber ein Lader mit 3,7 kW angegeben wird, wird der intern eine Strombegrenzung auf der Gleichspannungsseite haben und damit die Ladeleistung auf ca. 3,7 kW begrenzen.


Also ist der Strom dann max. 17,5A. Da nehme ich doch keine 20A Sicherung , oder?
Die 16er müsste bei mir erst mal raus fliegen. Dann käme eine 20er rein.
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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon ecopowerprofi » So 26. Feb 2017, 10:06

Bernd_1967 hat geschrieben:
Also ist der Strom dann max. 17,5A. Da nehme ich doch keine 20A Sicherung , oder?
Die 16er müsste bei mir erst mal raus fliegen. Dann käme eine 20er rein.

Die Erfahrung lehrt, dass die 16 A Sicherung irgendwann raus fliegt. Die Sicherung wird beim Laden ständig an der Leistungsgrenze oder knapp darüber betrieben. Nach einiger Zeit wird man an der Sicherung eine deutliche Temperaturerhöhung feststellen. Kleine Netzspannungsschwankungen führen dann zu Leistungsschwankungen und die lösen dann die Sicherung aus.

PS: Man sollte eine Sicherung nie mit mehr als dem Nennwert betreiben. Also bei möglichen 17,5 A keine 16 A Sicherung verwenden. Sinkt die Netzspannung auf ca. 212 V ab kann der 3,7 kW Lader lt. Norm den Strom auf 17,5 A anheben um die Ladeleistung von 3,7 kW zu halten. Man weiß ja nie wie die Norm vom Programmierer angewendet bzw. ausgenutzt wird.
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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon Bernd_1967 » So 26. Feb 2017, 12:29

ecopowerprofi hat geschrieben:
Bernd_1967 hat geschrieben:
Also ist der Strom dann max. 17,5A. Da nehme ich doch keine 20A Sicherung , oder?
Die 16er müsste bei mir erst mal raus fliegen. Dann käme eine 20er rein.

Die Erfahrung lehrt, dass die 16 A Sicherung irgendwann raus fliegt. Die Sicherung wird beim Laden ständig an der Leistungsgrenze oder knapp darüber betrieben. Nach einiger Zeit wird man an der Sicherung eine deutliche Temperaturerhöhung feststellen. Kleine Netzspannungsschwankungen führen dann zu Leistungsschwankungen und die lösen dann die Sicherung aus.

PS: Man sollte eine Sicherung nie mit mehr als dem Nennwert betreiben. Also bei möglichen 17,5 A keine 16 A Sicherung verwenden. Sinkt die Netzspannung auf ca. 212 V ab kann der 3,7 kW Lader lt. Norm den Strom auf 17,5 A anheben um die Ladeleistung von 3,7 kW zu halten. Man weiß ja nie wie die Norm vom Programmierer angewendet bzw. ausgenutzt wird.


Das mit dem Erhitzen der Sicherung bei ständig 16 Ampere hatte ich auch schon befürchtet.

Aber meinst Du denn, dass die Ladeschaltung die Leistung konstant hälst?
Ich dachte immer, dass der Ladestrom konstant gehalten wird, und daher die Leistung schwanken würde.
Muss ich mal beobachten, was richtig ist.
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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon ecopowerprofi » So 26. Feb 2017, 12:36

Hängt vom Lader ab und wie der Programmierer die Norm umgesetzt hat. Das dürfte von Fahrzeugtyp zu Fahrzeugtyp unterschiedlich sein.

Da man nie weiß wie der jeweilige Lader programmiert wurde, werden an den öffentlichen Ladestationen die PW auf Nennstrom minus die 1,5 A eingestellt. Für den privaten Bereich stelle ich immer Nennstrom ein und empfehle die nächst größere Sicherung.
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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon Bernd_1967 » Mo 27. Feb 2017, 12:46

Was ist denn bei 22kW Ladern? Würdest Du dann auch mehr als 32A, 35(?), empfehlen?
Ich werde den Effekt bei meinem einphasig ladenden GTE die nächsten Tage beobachten und berichten, ob der Strom- oder Leistungsgeregelt arbeitet.
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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon ecopowerprofi » Mo 27. Feb 2017, 15:15

Der nächst größere Sicherungsautomat ist B40. Den würde ich bei 22 kW empfehlen. Man kann aber auch, wie ich es gemacht habe weil ich keine Lust hatte die Automaten zu wechseln, die PW des CP-Signal etwas zurücknehmen. Jetzt macht unsere 22 kW Wallbox halt nur 20 kW. Hat sich auch noch keiner beschwert und uns reichts.

PS: Soll mal einer kommen. Kostenlos laden und dann noch beschweren. :shock:
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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon PowerTower » Di 28. Feb 2017, 10:12

Der Leitungsschutzschalter wird nicht nach der Leistung ausgewählt, sondern nach dem vorhandenen Leitungsquerschnitt, Leitungslänge und Verlegeart. Daher sein Name. Der Ladecontroller muss dann entsprechend darauf eingestellt werden, nicht anders herum. Mir ist kein Fahrzeug bekannt, dessen Ladegerät mit konstanter Leistung lädt und auch kein Ladecontroller vom namhaften Hersteller, dessen PWM Signal bei 16 A Vorgabe zwischen 14,5 und 17,5 A schwankt. Das wäre beides ziemlicher "Pfusch".
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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon ecopowerprofi » Di 28. Feb 2017, 13:34

PowerTower hat geschrieben:
nach dem vorhandenen Leitungsquerschnitt

Vom Leitungsquerschnitt habe ich nicht gesprochen. Ich gehe davon aus, dass der beauftragter Elektriker den für die erforderliche min. Absicherung geeigneten Querschnitt verwendet. Klar kann man eine 22 kW Wallbox an ein Kabel mit 2,5² anschließen und eine Vorsicherung von 16 A wählen. Dann braucht man sich nicht wundern wenn diese nach 5 Min. fliegt. Also man wählt die Sicherung nach der zu erwartende Belastung aus um dann den passenden Querschnitt nach Verlegeart (UP, AP usw.) zu wählen.

PowerTower hat geschrieben:
Mir ist kein Fahrzeug bekannt, dessen Ladegerät mit konstanter Leistung lädt und auch kein Ladecontroller vom namhaften Hersteller, dessen PWM Signal bei 16 A Vorgabe zwischen 14,5 und 17,5 A schwankt. Das wäre beides ziemlicher "Pfusch".

Nach Norm aber zulässig. Ob das Pfusch ist, will ich mal bestreiten. Wenn der Hersteller der Ladeeinrichtung die Netzspannungsschwankungen ausgleicht um die Ladeleistung konstant zu halten, kann der Strom sehr wohl zwischen diesen Werten schwanken.

3,7 kW bei max Netzspannung von 253 V (+10%) würde einen Strom von 14,6 A bedeuten und bei 207 V (-10%) 17,8 A.
Bei konstanten Strom schwankt die Leistung entsprechend. Kennst Du die Vorgaben des Fahrzeugherstellers ob die Leistung oder der Strom konstant zu halten ist. Die Norm schreibt da nix vor.

Erst denken, dann rechnen und dann posten. Soll helfen.
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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon PowerTower » Di 28. Feb 2017, 14:02

Das hat nichts mit rechnen zu tun. Weder ein Fahrzeughersteller noch ein Hersteller von Ladeinfrastrukturkomponenten wird ein Produkt entwickeln, bei dem ein Leitungsschutzschalter unter ungünstigen Umständen nach 2-3 Stunden Laden wegen "freier Auslegung der Norm" auslösen kann.

Stimmt, vom Leitungsquerschnitt hast du nicht gesprochen, wohl aber vom Austausch des Sicherungsautomaten. Dir sollte bekannt sein, dass man nicht einfach so 32 A gegen 40 A tauschen kann, wenn die Strombelastbarkeit des bereits verlegten Kabels unter Berücksichtigung des Querschnitts und Verlegeart dies nicht hergibt. Art und Leistung des Betriebsmittels hat darauf keinen Einfluss, höchstens ob du Charakteristik B oder C nehmen möchtest. Ich glaube das weißt du aber selbst.
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Re: GTE laden: Schuko-Adapter vs. 3.7kW Wallbox?

Beitragvon ecopowerprofi » Di 28. Feb 2017, 16:24

Renault liefert für den serienmäßigen Ladeziegel noch die Legrand Steckdose und FI/LS C20/0,03 Typ A mit. Warum wohl ??

Wer seine Installation immer an Oberkante Unterlippe betreibt, braucht sich über Störungen jeglicher Art nicht wundern.

PS: Die Wahl der richtigen Absicherung und des Kabelquerschnittes ist nicht die Sache des KFZ-Herstellers sondern des Installateurs.
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