Entfall des Ladegerätes im Auto

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Re: Entfall des Ladegerätes im Auto

Beitragvon Spüli » Mo 16. Jul 2018, 13:39

Moin!
Der Brusa-Lader mit 22kW ist immerhin mit 12kg (plus Kühltechnik) angegeben.
Angenommen da sind drei identische Bauteile (3x 1 Phase) drin, würden es immer noch 4-5kg für einen einphasigen Lader sein.
Gruß Ingo
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Re: Entfall des Ladegerätes im Auto

Beitragvon Blue shadow » Mo 16. Jul 2018, 13:45

Was sind 12 kg bei 2000 kg...ein besuch all you can eat?

Ich hatte bei webasto angefragt, ob deren 24 kw dc live charger auch für den mobilen Einsatz geeignet ist?
Sie sagten nein...begründung habe ich vergessen und Gewicht finde ich nicht mehr.
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Re: Entfall des Ladegerätes im Auto

Beitragvon Priusfahrer » Mo 16. Jul 2018, 13:47

kub0815 hat geschrieben:
Warum wiegt dann ein mobiler CCS Lader um welten mehr als 1kg? so 20-30kg?
https://www.designwerk.com/mobiles-dc-l ... -kw-mdc22/


Gehäuse, Kühlung, Kabel, Stecker und Komponenten, die ein Bordlader nicht braucht. Außerdem ist der noch nicht auf Gewicht optimiert.
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Re: Entfall des Ladegerätes im Auto

Beitragvon harlem24 » Mo 16. Jul 2018, 13:55

TeeKay hat geschrieben:
@harlem24: Du verschätzt dich. UBS schätzt den Preis des 7,4kW Laders im Bolt auf 273 USD, Munro auf 598 USD. Für 2025 geht UBS von einem Preis von 205 USD aus. Das sind nun 7,4kW und nicht 3,7kW - den Preis kannst du aber trotzdem nicht einfach halbieren. :)

Ich habe ein externes 7,4kW Ladegerät für den Ampera-E. Das ist total unpraktisch. Es nimmt im Kofferraum massig Platz weg, ist laut, braucht im Sommer Frischluft zur Kühlung, man hat Kabelgedöns ohne Ende und gleichzeitig fährt man unter der Motorhaube 50% ungenutzten Raum umher. Außerdem muss die Heckklappe immer einen Spalt offen bleiben. Ich glaube im Elweb gabs schonmal Fotos von einem i-Miev, dem man durch den Spalt eine brennende Zigarette ins Auto warf. Wer meint, externe Ladegeräte wären was tolles, lügt sich doch selbst in die Tasche. Platz ist im Auto genug, 200 USD kriegt auch jeder Hersteller unter und alles andere als fest eingebaut ist einfach nur extrem unpraktisch.


Ich kenne jetzt nicht die Konstruktion des GM Laders, vermute aber, dass er ähnlich konstruiert ist, wie die von Tesla oder VW, nämlich mehrere Ladegeräte in Reihe geschaltet. Sprich bei 2 3,7kW Geräten sind wir nicht weit von den 100€ entfernt.

Das externe CCS-Ding ist ja auch ne ganz andere Nummer. Sowas funktioniert imho nur wenn man es an die Wand schraubt. Und da sprechen halt noch die geringen Stückzahlen gegen eine weitere Verbreitung.

@Spüli

Wie alt ist der Brusa mittlerweile? 6/8 Jahre? Ich kann mir gut vorstellen, dass die Entwicklung bei solchen Geräten auch nicht stehen bleibt.
Gruß

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Re: Entfall des Ladegerätes im Auto

Beitragvon Priusfahrer » Mo 16. Jul 2018, 15:03

Guckt doch mal bei Wechselrichter. Hier liegen wir derzeit irgendwo bei etwa 50€/KW. Gewicht unter 1000g/KW. Hab gerade einen 5KW (Spitze 10KW) gesehen, der etwa 2,6kg wiegt und 120€ kostet.

Wechselrichter ist jetzt nicht so der allerbeste Vergleich, da doch noch etwas aufwändiger wie ein normales Netzteil, welches in erster Linie nur gleichrichtet. Den Rest übernimmt eh das BMS und das benötigt man so oder so.
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Re: Entfall des Ladegerätes im Auto

Beitragvon Michael_Ohl » Mo 16. Jul 2018, 15:47

Im Gegensatz zum Ladegerät hat der Wechselrichter nur die PFC und den Drehstromteil. Eine galvanische Trennung ist nicht vorhanden. Damit entfällt die hälfte des Gewichtes und ein erheblicher Teil der Kosten.

mfG
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Re: Entfall des Ladegerätes im Auto

Beitragvon Mei » Di 17. Jul 2018, 05:58

Irgendwie sind die meisten Meinungen hier im Forum nicht basierend auf Fakten, sondern auf hörensagen oder Newslettern.

Hier mal ein 3kW Netzteil:
https://de.tdk-lambda.com/KB/TPS3000-Datasheet.pdf

3,2kg

und hier der Preis:
http://www.newark.com/tdk-lambda/tps300 ... p/14AC0934

Bei 1000 Stück wird es natürlich billiger.
Aber auf 100€ wird es nicht gehn.
Leichter machen geht auch, aber kostet wieder Geld.
Kleiner machen das gleiche.
Bei dem Beispiel fehlt noch Automotive, was das ganze nochmal teuer macht.
GTE 09/17 [PHEV][aktiv auf Benzin]
iOn 09/16 [BEV][Winterschlaf. Strom zu Schade zum Heizen]
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Re: Entfall des Ladegerätes im Auto

Beitragvon Priusfahrer » Di 17. Jul 2018, 11:20

Michael_Ohl hat geschrieben:
Im Gegensatz zum Ladegerät hat der Wechselrichter nur die PFC und den Drehstromteil. Eine galvanische Trennung ist nicht vorhanden. Damit entfällt die hälfte des Gewichtes und ein erheblicher Teil der Kosten.


Ja ich sagte ja, dass das nicht so 100% vergleichbar ist. Wollte damit nur zeigen wohin der Preis bei entsprechenden Stückzahlen gehen kann. Vor 20 Jahren haben Wechselrichter noch mindestens das 10 Fache gekostet.

Bei der PV nähern wir uns langsam 1€/Wp in Summe. Da ist Installation und Wechselrichter schon mit dabei. Vor 10 Jahren waren dies noch 5€. Selbst die optimistischsten Experten hatten damals nicht solch einen Preisverfall vorhergesagt. Ähnlich ist es derzeit bei Akkus. Kostete vorwenigen Jahren die kWh noch 1000€ sind wir heute irgendwo bei 150-250€. In naher Zukunft wird die 100€ Grenze fallen.

Und bei den Fahrzeugladegeräten reden wir nicht von 1 oder 2 Millionen sondern in 10 Jahren vielleicht von 10-20 Millionen Stück, die der Weltmarkt braucht. Leichter und kleiner machen kostet dann kein Geld sondern spart welches, da schlicht und einfach Rohstoffe eingespart werden. Die höheren Entwicklungskosten spielen bei den Stückzahlen kaum noch eine Rolle beim Preis.
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Re: Entfall des Ladegerätes im Auto

Beitragvon TeeKay » Di 17. Jul 2018, 20:47

Priusfahrer hat geschrieben:
Wechselrichter ist jetzt nicht so der allerbeste Vergleich, da doch noch etwas aufwändiger wie ein normales Netzteil, welches in erster Linie nur gleichrichtet. Den Rest übernimmt eh das BMS und das benötigt man so oder so.

Warum zum Geier denkt seit 5 Jahren (seit ich Elektroauto fahre) gefühlt jeder, es ginge bei einem Autoladegerät nur um die Gleichrichtung? Dann wird der Conrad-Katalog aufgeschlagen, 10 1 Euro Gleichrichter rausgesucht und behauptet, zusammen mit einem Kabel aus dem Baumarkt und einem 3D-Druck-Stecker hätte man für 100 Euro einen 50kW Chademo gebastelt. Wenn das so einfach wäre, hätte es die Industrie bereits gebaut.

Bei einem Ladegerät geht es eben nicht nur um Gleichrichtung. Es geht vor allem darum, zu jeder Zeit in Sekundenbruchteilen einen vom BMS vorgegebenen Strom mit definierter Spannung zu liefern. Ein simpler Gleichrichter wirft hinten immer den gleichen Strom mit der gleichen Spannung raus. Damit kann keine LiIon-Batterie geladen werden.
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Re: Entfall des Ladegerätes im Auto

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 18. Jul 2018, 04:48

Priusfahrer hat geschrieben:
Vor 20 Jahren haben Wechselrichter noch mindestens das 10 Fache gekostet.

Da hatte jeder WR noch einen Trafo, weil man eine galvanische Trennung haben musste. Aus Kostengründen hat man dann die Vorschriften auf Druck der PV-Industrie angepasst.

TeeKay hat geschrieben:
Bei einem Ladegerät geht es eben nicht nur um Gleichrichtung. Es geht vor allem darum, zu jeder Zeit in Sekundenbruchteilen einen vom BMS vorgegebenen Strom mit definierter Spannung zu liefern. Ein simpler Gleichrichter wirft hinten immer den gleichen Strom mit der gleichen Spannung raus. Damit kann keine LiIon-Batterie geladen werden.

+1 :thumb:

Daher glaube ich nicht, dass die Li-Technik der Weisheit letzter Schluss ist. Nicht umsonst können sich Pb-Akku trotz hohem Gewicht in Bereichen wo das Gewicht keine Rolle spielt oder sogar Vorteile hat (Gabelstapler) immer noch behaupten. Sobald man eine Tecnologie hat, die ein vergleichbares Gewicht wie die Li-Technik hat aber so robust wie die Pb-Technik ist, wird diese die Li-Technik ersetzen.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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