ein paar Eindrücke zur wallb-e eco 2.0

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Re: ein paar Eindrücke zur wallb-e eco 2.0

Beitragvon BED » So 17. Jan 2016, 14:49

@Powertower:

Kannst Du nach einigen Monaten Neues zur Wallbe eco berichten?
Wie funktioniert der Schlüsselschalter? Ich würde mir wünschen: mit dem Schlüsselschalter sperrt oder aktiviert man die Ladestation. Wenn man dann tatsächlich laden möchte, drückt man den Knopf?!
Wie verhält sich die Station im Sommer bei starker Sonneneinstrahlung bzw. Hitze?
Wie lang ist das Spiralkabel?
Gab es Probleme mit der Zoe oder kannst Du mit 22kw laden?
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Re: ein paar Eindrücke zur wallb-e eco 2.0

Beitragvon PowerTower » So 17. Jan 2016, 16:20

Hallo BED,

neben dem Schlüsselschalter gibt es keinen weiteren "Knopf" an der Box. Das was man daneben sieht ist nur eine Signalleuchte, um Fehlermeldungen des Controllers sichtbar zu machen.

Mit dem Schlüsselschalter wird die Ladefreigabe am entsprechenden Controllereingang (EN - enable charging) signalisiert.
-> Schlüsselschalter aus: Controller ist an, bei Verbindung mit Fahrzeug wird der Ladevorgang verweigert
-> Schlüsselschalter an: Controller ist an, bei Verbindung mit Fahrzeug wird der Ladevorgang automatisch gestartet

Wie sich die Station bei extremen Wetterverhältnissen verhält, kann ich dir noch nicht sagen. Habe sie erst Anfang September in Betrieb genommen und jetzt im Winter habe ich gerade kein Fahrzeug zum testen. Sonneneinstrahlung hält sich in Grenzen, da sie zur Ostseite installiert ist. Bekommt also nur ein bisschen Morgensonne ab, ansonsten steht sie im Schatten.

Im Winter kommt möglicherweise ein weiteres Problem dazu. Wenn es während des Ladevorgangs regnet und man anschließend die nasse Kupplung in die passgenaue Parkposition schiebt und es dann nachts aufgrund der Temperaturen gefriert, dann ist es möglich, dass die Kupplung am Gehäuse festfriert. Ob das jetzt eher ein theoretisches Problem ist oder tatsächlich so kommen kann, mag ich nicht zu beurteilen. Zumindest jetzt bei -5°C und Schnee auf der Wallbox geht die Kupplung sehr leichtgängig in der Parkposition zu bewegen.

Allerdings hat die wallb-e eco 2.0 wohl mittlerweile ein Designupdate an der Stelle bekommen, wie auf Seite 1 zu lesen. Damit hat sich dieses Thema vermutlich schon erledigt.

Das Spiralkabel ist mit 4 Meter Länge angegeben, wobei ich es mangels Notwendigkeit noch nicht auf diese Länge strecken musste. Ich würde hier auch nicht an die Grenze des Möglichen gehen, da man sonst über die elastische Verformung hinaus geht und das Kabel sich dann nicht mehr auf Ursprungslänge zusammenkürzt. Direkt nach der Montage hatte ich etwa 20 cm Bodenfreiheit, nun sind es nur noch 5 cm! Allerdings sind die jetzt schon seit mehreren Monaten stabil, es scheint also seine vorläufige Endposition gefunden zu haben.

Die Box ist die 11 kW Ausführung. Angeschlossen ist sie aktuell allerdings nur einphasig, so dass man nur mit 3,7 kW laden kann. Mit meinem ehemaligen Think, einem BMW i3 und einem ZOE Q210 (13%/Stunde) hat es einwandfrei funktioniert. Die Box ist Z.E. ready spezifiziert. Die 22 kW Ausführung kann nicht mit einem Spiralkabel konfiguriert werden. Dieses längt sich durch das Eigengewicht ganz extrem und die Kräfte auf die Anschlussdose im Fahrzeug sind auch ganz ordentlich. Ist also nur bedingt empfehlenswert.

Ich bin nach wie vor zufrieden mit der Wallbox, weil sie sehr einfach gehalten ist und trotzdem hochwertige Komponenten zum Einsatz kommen. Optisch macht sie an der Edelstahlsäule ebenfalls einen guten Eindruck. Ich würde sie wieder kaufen, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in Ordnung, das Design funktional.

Gruß
Micha
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Phoenix Spiralkabel in 11 kW (5x2,5mm²) Ausführung - längt sich durch Benutzung
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Re: ein paar Eindrücke zur wallb-e eco 2.0

Beitragvon Ernesto » So 27. Nov 2016, 13:52

Hallo, schöne Berichterstattung, vielen Dank.
Diese Wallbox viel mir optisch auch sehr positiv auf. :-)
Meine Frage.
Wenn ich einen Schnarchlader habe z.B. wie in deinem Fall der VW E-Up lädt dieser mit 3,6KW sollte es ja kein Thema mit der Schieflast geben.
Meine Frage ist dann immer, warum baut man sich eine Wallbox mit abgespeckter Leistung und nicht gleich eine 22KW dahin?
Ich meine, ich würde doch gleich auf das gehen was möglich ist, weil man weis ja nicht was in Zukunft kommt.
Ich überlege auch schon länger was ich mache und vor allem wie ich es richtig mache.
Die 22KW Wallbox lädt doch auch nur so schnell, wie das Fahrzeug kann.
Evt kann mir jemand die Sichtweise schildern damit ich es aus einer anderen Perspektive sehen kann.
Gruß Tino
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Re: ein paar Eindrücke zur wallb-e eco 2.0

Beitragvon PowerTower » So 27. Nov 2016, 21:54

Die Wallbox war ja vor dem e-up! da, es hätte auch genauso gut ein ZOE werden können.
Eine 22 kW Wallbox hätte außer Mehrkosten keinen Vorteil gebracht.
- Es wäre nicht möglich gewesen, eine Zuleitung 5x6mm² bzw. 5x10mm² in den Keller zu legen (Kabel zu dick).
- Die Wohnung ist mit 35 A abgesichert, dadurch ist der für die Wallbox zur Verfügung stehende Strom auf 16-20 A begrenzt.
- Mein Fahrprofil benötigt zu Hause keine Ladegeschwindigkeit von 120-150 km/Stunde.
- Und ganz wichtig: es gibt kein sinnvoll funktionierendes Spiralkabel für 22 kW.

Demnach handelt es sich hierbei nicht um eine Wallbox mit abgespeckter Leistung, sondern für den gewählten Einsatzort um das Optimum bzw. das maximal Mögliche. Ich habe ja trotzdem noch zwei Phasen Reserve und könnte beim nächsten Auto immer noch deutlich schneller laden, als das aktuell der Fall ist. Nach wie vor ist die Ladestation aber einphasig angeschlossen, da bisher keine Notwendigkeit bestand, diese teure Umrüstung durchzuführen (Austausch FI+LS-Schalter).
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Re: ein paar Eindrücke zur wallb-e eco 2.0

Beitragvon Ernesto » So 27. Nov 2016, 22:42

Vielen Dank für deine Sicht auf die Dinge. Sehe es nun ein wenig anders. ;-)
Wenn ich z.B. den Ioniq kaufe, würde in dem Sinne ja auch eine 4,6KW Wallbox langen. Das ist das maximale was meine Stadtwerke 1ph. erlauben. Wobei ich ja auch nur mit 3x35A abgesichert bin.
Wobei ich noch nicht so recht verstanden habe, was die Unterschiede in den Wallboxen ausmacht. von z.B. 3,6KW zu 22KW
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Re: ein paar Eindrücke zur wallb-e eco 2.0

Beitragvon HubertB » So 27. Nov 2016, 22:52

Bei der 22kW müssen Kontakte und Kabelquerschnitte auf 32A ausgelegt sein, zusätzlich muss der Schütz entsprechend dimensioniert sein. Das ganze dann mit mehr Phasen. Wenn LS und FI in der Box sind kommen die noch hinzu. Ein FI Typ B ist deutlich teurer. Das einzige was gleich bleibt ist Gehäuse und EVSE Controller.

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Re: ein paar Eindrücke zur wallb-e eco 2.0

Beitragvon Baseln » Sa 6. Jan 2018, 11:14

Hallo,
hier ein paar Eindrücke von der neuen Wallbe Eco 2.0 11KW mit RCM Modul.
Durch den Einbau des RCM Modules in die Wallbox ist kein teurer FI Typ B oder A EV mehr notwendig. Die Wallbox ist klein und kompakt und ich habe sie ohne die Kabelaufwickelhilfe montiert, da ich sie ohne ein festes Kabel haben wollte, also mit der TYp 2 Dose. Der Schlüsselschalter schlatet die Ladung frei, die LED neben dem Schlater leuchtet grün bei Bereitschaft und rot bei einer Ladestörung.

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