Drehstromladung

Alles rund ums Elektroauto-Laden / Ladeboxen / Ladegeräte

Re: Drehstromladung

Beitragvon MineCooky » Do 31. Aug 2017, 10:07

brushless hat geschrieben:
...Smart und MB ist Tesla Antriebsstrang...


Der Smart "ED3" (2012-2015) hat den Akku von Accumotiv und den Motor von EM-Motive, der neue Smart "ED4" (2017) hat den Motor der Zoe.
Der Smart "ED2" (2009-2012) mit Teslatechnik war lediglich als Versuchsfahrzeug unterwegs, kam aber nie bis zum Privatkunden.

Zum Thema:
Drehstromladung bis 11kW. Dazu noch DC 50kw und ich bin zufrieden. Ich will keinen 22kW-Lader bezahlen und unterhalten müssen, da zahl ich lieber an der DC-Säule ein paar Cent mehr für meinen Strom.
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Re: Drehstromladung

Beitragvon Flowerpower » Do 31. Aug 2017, 10:28

brushless hat geschrieben:
Mir fällt seit einiger Zeit auf, dass die Gleichstromladesäulen (Stichwort Triple Charger) beim Ausbau fast stagnieren.


Das stimmt einfach nicht.

Seit August 2015 hat sich die Anzahl aller Ladesäulen-Standorte in Deutschland verdoppelt.

Seit August 2015 hat sich die Anzahl aller CCS-Standorte in Deutschland vervierfacht.
Seit August 2015 hat sich die Anzahl aller Chademo-Standorte in Deutschland versechsfacht.
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Re: Drehstromladung

Beitragvon eDEVIL » Do 31. Aug 2017, 11:18

Gerade in letzter Zeit apssiert doch wieder etwas bei den tripple-ladern. Erst kürzlich an 3 T6R Staionen gewesen, die es erst seit kurzem gibt.

Vond er Anzahl der LAdepunkte her, ist natülrich klar, dass DC nicht so schnell wachsen kann, da es erhbelich mehr kostet.

Wieviel kostet denn AC 22KW mehr als 11KW AC im Auto, wenn man mal etwas höhere Stückzahlen kalkuliert?

Der Ansatz vom ZOE ist ja nicht sooo schlecht. man hätte einen Filter einbauen sollen und statt einer nichtssagenden Fehlermeldung alternativen wie Tesla bieten können.
An shclehcten Quelle reduziert dieser sukzessive seine LAdeleistung, aber man kann laden. ZOE zickt rum und läd dann gar nicht, da man am Auto nichts einstellen kann.
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Re: Drehstromladung

Beitragvon rolandk » Do 31. Aug 2017, 16:23

Taxi-Stromer hat geschrieben:
Aber bei den E-Fahrzeugen werden 11/22kW-Lader werden so gut wie nie angeboten...
Ich *hasse* Bevormundung!


Und wenn Du es selber nachrüstest, gibt's Ärger mit dem KBA :oops:

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Re: Drehstromladung

Beitragvon phonehoppy » Do 31. Aug 2017, 16:44

Ich glaube, der ganze Thread beruht auf einer Reihe falscher Annahmen:

1. Der Ausbau von DC-Ladern stagniert
--> Nie wurden so viele neue DC-Charger aufgestellt, als im letzten Jahr, vor allem auf Autobahnraststätten.
2. Die Fahrzeughersteller bieten keine Fahrzeuge mit Drehstromladung
--> Außer ZOE und Tesla können dies z.B. noch DB B-Klasse ED, BMW i3, Smart ED. Unter den Top 4 der am meisten neu zugelassenen BEVs finden sich fast nur welche, die Drehstromladung unterstützen.

Auch für mich als i3-Fahrer ist die Drehstromladung wichtig, aber hauptsächlich beim Laden zu Hause. Mein Auto steht in einem Gemeinschaftscarport ohne eigenen Stromanschluss. Vorübergehend kann ich jedoch einige Stunden täglich am Straßenrand vor der Haustür parken. Dann sollte das Auto innerhalb dieser Zeit voll werden. Mit 11kW ist das selbst bei ganz leerem Akku in ca. 3-3 ½ Stunden der Fall. Bei der Arbeit, die 180km Autobahnfahrt weit entfernt ist, bin ich ebenfalls darauf angewiesen, dass während meiner Arbeitszeit das Auto von ganz leer auf ganz voll geladen werden kann. Das könnte ohne Drehstromladung schwierig werden (Destination Charging).

Sonst nutze ich fast nur DC-Schnellladestationen, da auf einer längeren Strecke alles andere keinen Sinn hat.
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Re: Drehstromladung

Beitragvon Fire » Do 31. Aug 2017, 16:46

Wieso sind Gleichstromladesäulen eigentlich so massiv teurer als Wechselstromladesäulen.
Sind es die Stückzahlen?

Natürlich braucht es für DC noch einen Gleichrichter aber der sitzt sonst einfach im Auto und macht das Auto zwar etwas teurer aber ganz sicher nicht so viel wie eine DC Säule kostet.

Im Privatbereich sehe ich AC 22kW Wallboxes ab 500€, eine DC Ladestation mit 20KW kostet aber schnell mal 10'000€.

Bei den kommerziellen sind die Preise nochmals deutlich höher.
Kein Wunder verbreiten die sich in absoluten Stückzahlen deutlich langsamer als AC Stationen
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Re: Drehstromladung

Beitragvon EVduck » Do 31. Aug 2017, 16:56

Du brauchst relativ viel Technik, die mit hohem Entwicklungsaufwand erstellt werden muss. Dazu hast du relativ geringe Stückzahlen und große Konkurenz. Bei der AC Ladestation bruchst du außer dem Controler und dem Stecker / Steckdose nichts außergewöhnliches, hast kaum entwicklungskosten und relativ hohe Stückzahlen. Für das Ladegerät im Auto hast du den großen Vorteil, es muss nur für genau eine Konfiguration passen und du hast relativ hohe Stückzahlen. Wenn man noch etwas Hirn investiert (wie Renault , bzw. Conti, bzw. AC propuslsion oder wie die damals hießen), brauchst du kaum Hardware und nutzt gleich den Motorumrichter als Ladegerät.

Tesla nutzt das gleiche Ladegrät in den Fahrzeugen und in den Superchargern. Auch die haben etwas Hirn investiert...
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Re: Drehstromladung

Beitragvon kukuk-joe » Do 31. Aug 2017, 17:03

Ich denke mal hier wird der Markt es mit der Zeit regeln, welches Ladungssystem sich durchsetzt, die anderen werden dann wieder in der Senke verschwinden.
Das ist wie in den 1980er Jahren, als es mehrere Videosysteme gab. (Video 2000, Betamax, VHS)
Durchgesetzt hat sich dann das technisch schlechteste, dafür aber billigste System, nämlich VHS.

So ähnlich wird es wohl beim Ladesystem gehen, ich denke mal über kurz oder lang werden alle auf AC-Ladung mit Typ 2 Stecker umschwenken, auch wenn die anderen DC-Systeme deutlich höhere Ladegeschwindigkeiten und mehr Komfort bieten. Die Preise sind einfach zu hoch, der Otto-Normalverbraucher wird das nicht bezahlen. Deswegen werden diese Systeme aussterben.
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Re: Drehstromladung

Beitragvon phonehoppy » Do 31. Aug 2017, 17:13

kukuk-joe hat geschrieben:
I... ich denke mal über kurz oder lang werden alle auf AC-Ladung mit Typ 2 Stecker umschwenken, auch wenn die anderen DC-Systeme deutlich höhere Ladegeschwindigkeiten und mehr Komfort bieten. Die Preise sind einfach zu hoch, der Otto-Normalverbraucher wird das nicht bezahlen. Deswegen werden diese Systeme aussterben.


Das halte ich mal für eine sehr gewagte These! Die Tendenz geht nämlich genau in die andere Richtung. Mit AC höhere Leistungen zu erreichen ist viel teurer, als an DC-Schnellladestationen zu laden. Die ganze Technik, die jetzt in einer so teuren Säule steckt, müsste dann nämlich in jedes einzelne Auto hinein, und das wird mit Sicherheit teurer und ist überhaupt Unsinn.
Fahrzeuge wie der Hyundai IONIQ haben keinen Drehstromlader mehr, sondern setzen ganz auf die DC-Technik, der eingebaute AC-Lader reicht vielleicht noch für das Laden zu Hause über Nacht, ist im öffentlichen Bereich aber praktisch nutzlos. Ich befürchte, die Zukunft wird eher so aussehen, dabei können wir hier in Mitteleuropa auch sehr gut zu Hause 3phasig laden und haben dadurch einen enormen Zeitgewinn. Ich denke, mittelfristig werden zumindest Fahrzeuge mit einer Batteriekapazität über 60 kWh beides haben müssen: Wirkliches Schnelladen per Gleichstrom und einen mindestens 11kW Drehstromlader. Für mich wäre ein Fahrzeug mit einer anderen Konfiguration als dieser zumindest auf absehbare Zeit unattraktiv.
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Re: Drehstromladung

Beitragvon rolandk » Do 31. Aug 2017, 17:51

phonehoppy hat geschrieben:
Das halte ich mal für eine sehr gewagte These! Die Tendenz geht nämlich genau in die andere Richtung. Mit AC höhere Leistungen zu erreichen ist viel teurer, als an DC-Schnellladestationen zu laden.


EV-Duck hat es doch passend beschrieben und auch schon widerlegt. Nebenbei werden sich die Kosten für die Akkus zukünftig reduzieren (Tesla macht es gerade vor). Und wenn dann die Hersteller/Werkstätten zukünftig noch etwas verdienen wollen, tun sie gut daran, die Ladetechnik im Auto zu verbauen. Bei der (evtl. kommenden) Induktionsladung müßte im übrigen sowieso der Strom auch wieder gleichgerichtet werden, das wäre dann ein Aufwasch.

Und die Wartungskosten für am Strassenrand stehende DC-Lader lassen sich über den Strompreis nicht darstellen.

Sollte tatsächlich alles nach DC kommen, werden es die Werkstätten in Zukunft verdammt schwer haben. Denn bereits jetzt sind die Fahrzeuge recht wartungsarm. Mit DC geht noch weniger kaputt.

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