Dauerbelastbarkeit Schukosteckverbindung

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Re: CEE Steckdosen finden

Beitragvon ecopowerprofi » Do 11. Feb 2016, 09:44

flow2702 hat geschrieben:
Einen Beleg für das "Schuko ist nur für 10A zugelassen"-Märchen hat trotzdem noch niemand gebracht.

Unverantwortlich solche Aussagen :twisted:
Ich habe genug davon reparieren müssen und spreche aus Erfahrung. Die Begründung habe ich in meinem letzten Beitrag geliefert. Aber dann besorge Dir mal die interne Prüfberichte der Hersteller.
Nochmal: Eine Schuko-Steckdose ist nicht für 16A Dauerbelastung geeignet.
Jeder der was anderes behauptet begeht Beihilfe zur Brandstiftung.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: CEE Steckdosen finden

Beitragvon Volker.Berlin » Do 11. Feb 2016, 10:55

Es sollte doch genügen, sich klar zu machen, dass der Schukostecker erfunden wurde, als es Verbraucher wie das E-Auto noch gar nicht gab. Dass so ein Wasserkocher oder ein Toaster für wenige Minuten mal (beinahe) 16 A zieht -- klar, dafür ist Schuko gemacht. Damals hat man Küchenherde und Waschmaschinen noch mit Drehstrom angeschlossen...

Dass eine top-gewartete Schuko-Steckdose an einen funkelnagelneuen Schuko-Stecker auch mal längere Zeit 16 A übertragen kann, ohne gleich abzufackeln -- ja, zum Glück ist das so. Aber was ist das denn für eine Aussage? Gegenfrage: Wieso gibt's auf Campingplätzen und Baustellen eigentlich so wenig Schuko-Dosen?

ecopowerprofi hat geschrieben:
Eine Schuko-Steckdose ist nicht für 16A Dauerbelastung geeignet.
Jeder der was anderes behauptet begeht Beihilfe zur Brandstiftung.

Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen.
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Re: CEE Steckdosen finden

Beitragvon flow2702 » Do 11. Feb 2016, 10:58

ecopowerprofi hat geschrieben:
flow2702 hat geschrieben:
Einen Beleg für das "Schuko ist nur für 10A zugelassen"-Märchen hat trotzdem noch niemand gebracht.

Unverantwortlich solche Aussagen :twisted:
Ich habe genug davon reparieren müssen und spreche aus Erfahrung. Die Begründung habe ich in meinem letzten Beitrag geliefert. Aber dann besorge Dir mal die interne Prüfberichte der Hersteller.
Nochmal: Eine Schuko-Steckdose ist nicht für 16A Dauerbelastung geeignet.
Jeder der was anderes behauptet begeht Beihilfe zur Brandstiftung.


Du findet also die Herstelleraussage "Nennstrom 16A" im Datenblatt der Steckdosen unverantwortlich? Du findest also die normgerechte Absicherung von Steckdosenstromkreisen mit 16A-LS-Schaltern, wie sie jeder Elektriker praktiziert, unverantwortlich?

Was wurden eigentlich für Geräte an diesen ganzen abgerauchten Dosen betrieben?

Nochmal: Sobald mir einer einen Beleg für dieses Märchen zeigt, schweige ich still für immer.
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Re: CEE Steckdosen finden

Beitragvon flow2702 » Do 11. Feb 2016, 11:53

Volker.Berlin hat geschrieben:
Es sollte doch genügen, sich klar zu machen, dass der Schukostecker erfunden wurde, als es Verbraucher wie das E-Auto noch gar nicht gab. Dass so ein Wasserkocher oder ein Toaster für wenige Minuten mal (beinahe) 16 A zieht -- klar, dafür ist Schuko gemacht. Damals hat man Küchenherde und Waschmaschinen noch mit Drehstrom angeschlossen...
Das hat doch nichts mit dem E-Auto zu tun. Wenn das so zutreffen würde, wie du schreibst, dann hätte es keinen Grund gegeben, solche Stromkreise flächendeckend und jahrzehntelang mit 16A abzusichern. Dann hätte es auch ne 10A- oder 13A-Sicherung getan. Denn LS-Schalter (Sicherungen) haben ja gerade den charmanten Vorteil, dass sie kurzfristig auch mal höhere Stromstärken zulassen.
Dass eine top-gewartete Schuko-Steckdose an einen funkelnagelneuen Schuko-Stecker auch mal längere Zeit 16 A übertragen kann, ohne gleich abzufackeln -- ja, zum Glück ist das so. Aber was ist das denn für eine Aussage?
Eine zweifelhafte. Ersetze "funkelnagelneu" durch "normgerecht installiert" und "top-gewartet" durch "überprüft" und wir kommen der Sache näher. Wer bezüglich seiner Installation Zweifel an diesen Voraussetzungen hat sollte es lieber lassen. Da solche Zweifel in der Regel angebracht sind, aufgrund der vorherrschenden Pfuscherei im E-Gewerbe, stimme ich ja zu, dass man es in der Praxis daher tatsächlich besser bleiben lässt. Dennoch ist die Aussage, Schuko sei nicht ausgelegt für 16A Nennstrom, in dieser Form falsch.
Gegenfrage: Wieso gibt's auf Campingplätzen und Baustellen eigentlich so wenig Schuko-Dosen?
Weil die CEE-Dosen mechanisch einfach viel robuster sind, und den widrigen Umwelt- und Nutzungsbedingungen in solchen Umfeldern wesentlich besser gewachsen sind.
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Re: CEE Steckdosen finden

Beitragvon ecopowerprofi » Do 11. Feb 2016, 18:59

flow2702 hat geschrieben:
Du findest also die normgerechte Absicherung von Steckdosenstromkreisen mit 16A-LS-Schaltern, wie sie jeder Elektriker praktiziert, unverantwortlich?

Alleine diese Frage bzw. Äußerung zeigt, dass Du von der Materie nicht verstehst. LS bedeutet "LEITUNGSSCHUTZ" und nicht Geräteschutz oder sonst was. Auch die Verteilungen, wie sie in Wohnhäuser eingebaut werden ist nicht für eine Dauerbelastung mit "Nennstrom" ausgelegt. Der HAK hat 63A. Versuch mal 43 kW über die "übliche" Verteilung dauerhaft zu ziehen. Wie volker.berlin schrieb haben die Verbraucher im Wohnhausbereich alle nur Kurzzeitbelastungen. Der VNB rechnet pro Haushalt mit einer Leistung von 2 kW pro Wohnung.
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Re: CEE Steckdosen finden

Beitragvon Fahren mit Strom » Do 11. Feb 2016, 20:34

flow2702 hat geschrieben:
Du findet also die Herstelleraussage "Nennstrom 16A" im Datenblatt der Steckdosen unverantwortlich? Du findest also die normgerechte Absicherung von Steckdosenstromkreisen mit 16A-LS-Schaltern, wie sie jeder Elektriker praktiziert, unverantwortlich?

Was wurden eigentlich für Geräte an diesen ganzen abgerauchten Dosen betrieben?

Nochmal: Sobald mir einer einen Beleg für dieses Märchen zeigt, schweige ich still für immer.

Die Herstelleraussage ist nicht unbedingt "unverantwortlich", aber auf jeden Fall irreführend. Es müsste ergänzend dazu erwähnt werden, dass 16A Nennstrom auf keinen Fall für langfristige Dauerbelastung zulässig ist!
An den "abgerauchten Dosen" wurde mit Sicherheit kein Gerät >16A betrieben, sonst hätte der LS nach kurzer Zeit getrennt.
Ein häufiger Grund für das Abrauchen ist erhöhter Übergangswiderstand durch verschmutzte oder korrodierte Kontaktstifte, auch durch ausgeleierte Kontaktfedern in der Dose. Auch unzureichend angezogene Schrauben an den Anschlussklemmen in Dose und Stecker.

In CH gibt es keine Schuko. Also musste ich mir für Elektrofahren nach D einen Adapter auf CEEblau bauen. Den habe ich im letzten Hochsommer an einer in der prallen Sonne stehenden EnBW-Säule eingesteckt. Nach zwei Stunden Laden musste ich den überhitzten Schuko mit einem Putzlappen abziehen. Der Steckergriff war schon arg "flexibel" und stank nach heissem Gummi. Für mich unverständlich, warum in so vielen deutschen Ladestationen Schukodosen verbaut werden.
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Re: CEE Steckdosen finden

Beitragvon flow2702 » Fr 12. Feb 2016, 00:52

ecopowerprofi hat geschrieben:
flow2702 hat geschrieben:
Du findest also die normgerechte Absicherung von Steckdosenstromkreisen mit 16A-LS-Schaltern, wie sie jeder Elektriker praktiziert, unverantwortlich?

Alleine diese Frage bzw. Äußerung zeigt, dass Du von der Materie nicht verstehst. LS bedeutet "LEITUNGSSCHUTZ" und nicht Geräteschutz oder sonst was. Auch die Verteilungen, wie sie in Wohnhäuser eingebaut werden ist nicht für eine Dauerbelastung mit "Nennstrom" ausgelegt. Der HAK hat 63A. Versuch mal 43 kW über die "übliche" Verteilung dauerhaft zu ziehen. Wie volker.berlin schrieb haben die Verbraucher im Wohnhausbereich alle nur Kurzzeitbelastungen. Der VNB rechnet pro Haushalt mit einer Leistung von 2 kW pro Wohnung.


Es wird immer wilder... Die Steckdose gehört also nicht zur Leitung. Interessant. Davon abgesehen: Ich zitiere mal die DIN VDE 0660: "Schutzschalter trennen Verbraucher oder Anlagenteile selbsttätig vom Netz, wenn eine Überlastung, ein Kurzschluss oder eine gefährliche Berührungsspannung auftritt."
Noch ein Zitat: "Leitungsschutzschalter schützen Leitungen und Anlagen gegen Überlastung und Kurzschluss."

Und wenn ein HAK nicht für den Nennstrom ausgelegt ist (was ja an sich schon ein grober Verstoß wäre), wie betreiben wir denn dann hier die 43kW-Ladestationen, ohne dass ein Haus nach dem anderen in Flammen aufgeht?

Du hast keine Ahnung, was Nennstrom bedeutet. Du hast keine Ahnung, wie ein LS-Schalter funktioniert. Beim Rest zweifle ich langsam auch.
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Re: CEE Steckdosen finden

Beitragvon flow2702 » Fr 12. Feb 2016, 01:04

Fahren mit Strom hat geschrieben:
Die Herstelleraussage ist nicht unbedingt "unverantwortlich", aber auf jeden Fall irreführend. Es müsste ergänzend dazu erwähnt werden, dass 16A Nennstrom auf keinen Fall für langfristige Dauerbelastung zulässig ist!
Dann wäre es nicht mehr der Nennstrom. Leute, "Nennstrom", "Nennleistung", das sind feststehende Definitionen! Die gerade dafür geschaffen wurden, dass es keine irreführenden Angaben mehr gibt. Da gibt's nichts zu rütteln oder einzuschränken.

An den "abgerauchten Dosen" wurde mit Sicherheit kein Gerät >16A betrieben, sonst hätte der LS nach kurzer Zeit getrennt.
Also ein Gerät mit weniger Stromaufnahme. Aha. (Scheinbar gibt es ja außer nem E-Auto eh nichts, was 16A Strom braucht.) Wenn die Steckdose jetzt aber schon bei einem Gerät, dass keine 16A aufnimmt, abraucht, dann liegt es ja vielleicht doch an der Installation... Schon mal drüber nachgedacht?

Und woher kommt dann eigentlich diese willkürliche Grenze von 10A, die ja dann angeblich gerade noch in Ordnung ist? Warum nicht 14A? Oder 13A, wie die nächstniedrigere Normsicherung? Oder warum nicht 9A oder 6A?
Warum gerade 10A? Wo steht das? In den Normen steht es nicht, in den Datenblättern der Hersteller auch nicht. Wo kommt das also her?

Ein häufiger Grund für das Abrauchen ist erhöhter Übergangswiderstand durch verschmutzte oder korrodierte Kontaktstifte, auch durch ausgeleierte Kontaktfedern in der Dose. Auch unzureichend angezogene Schrauben an den Anschlussklemmen in Dose und Stecker.
Möglich. Und damit eine nicht (mehr) normgerechte Installation.

In CH gibt es keine Schuko. Also musste ich mir für Elektrofahren nach D einen Adapter auf CEEblau bauen. Den habe ich im letzten Hochsommer an einer in der prallen Sonne stehenden EnBW-Säule eingesteckt. Nach zwei Stunden Laden musste ich den überhitzten Schuko mit einem Putzlappen abziehen. Der Steckergriff war schon arg "flexibel" und stank nach heissem Gummi. Für mich unverständlich, warum in so vielen deutschen Ladestationen Schukodosen verbaut werden.
Vielleicht war ja dein Adapter Mist. Die Steckdose scheint es ja ausgehalten zu haben.
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Re: CEE Steckdosen finden

Beitragvon Volker.Berlin » Fr 12. Feb 2016, 01:35

Lieber flow2702, es wäre nett wenn Du Dich mit Deinem Kreuzzug wider die Vernunft in einen eigenen Thread verkrümeln könntest. Vielleicht könnte ja ein Moderator hier mal alle Beiträge, die nichts mit "CEE Steckdosen finden" zu tun haben, aussortieren. Danke.
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Re: CEE Steckdosen finden

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 12. Feb 2016, 05:10

flow2702 hat geschrieben:
Und woher kommt dann eigentlich diese willkürliche Grenze von 10A, die ja dann angeblich gerade noch in Ordnung ist?

Du bist fanatisch aber sehr unwissend. Stand mal auf jeder Schuko-Steckdose drauf (zu diesem Thema gabs die gleiche Diskussion im PV-Forum und dort habe ich entsprechende Beweismittel eingestellt). Bei BJ gabs vor 40 Jahren das gleiche Kontaktmaterial (die heutigen Oberteile passen immer noch auf die damalige Unterteile) wie heute.

Hier noch mal ein Zitat:
Wikipedia hat geschrieben:
Mit der Nutzung des Steckersystems Schuko wird davon ausgegangen, dass eine Spannung von 207 V bis 253 V (Nennspannung: 230 V, Toleranz ±10 %) bei 50 Hz (Toleranz ±2,5 Hz) zur Verfügung steht. Die üblichen Installationen sind mit 16 Ampere abgesichert, diesen Strom können Schuko-Stecker und -Dosen im Haushaltsbereich zeitlich begrenzt, jedoch nicht dauerhaft übertragen.

Ursächlich sind die

vorgegebenen, begrenzte Kontaktflächengrößen
durch Regelungen festgelegten, maximalen Kräfte beim Steckvorgang, welche die möglichen Kontaktpressungen
konstruktiv limitierten
Oxidation der Kontaktoberflächen

Folge kann eine Erwärmung bis hin zu Schäden durch Verschmorungen oder Bränden sein.

Für Dauerströme bis 16 A sind die blauen, umgangssprachlich „Camping- oder Caravanverbinder“ genannten Steckverbinder nach IEC 60309 besser geeignet. Dort sind nicht nur die Kontakte deutlich größer ausgeführt, die Steckverbinder sind auch für Außeneinsatz spezifiziert. Der Kontaktdruck und damit verbunden die Steckkräfte können durch die mechanische Ausführung größer gewählt werden.


PS: Bei mir zu Hause sind alle Stromkreise auch der EH, GS, WM und TR mit nur L10A Abgesichert. Mir ist in den letzten 30 Jahre nicht ein einziges mal eine Sicherung auf Grund der Belastung durch ein Gerät gefallen.
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