CEE32 5pol. Dose: separater FI?

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CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon phonehoppy » Mo 27. Feb 2017, 17:24

Hallo liebe Forumsgemeinde,

da einige von Euch ja Erfahrung beim Betrieb einer eigenen Ladestelle zu Hause haben, und ich mir überlege, zwecks schnellerer Ladung zu Hause eine 400V, 32A-Lademöglichkeit einzubauen, hätte ich da mal eine Frage:

Im Moment lade ich zu Hause über eine selbst installierte 230V/16A CEE (blau) Dose, an die ein ICCB von "Der Ladekabelshop" angeschlossen ist, die das Laden mit 16A unterstützt. Der ICCB meines Autos kann nur Schuko, und da maximal 12A, also habe ich eine etwas bessere Ladeleistung als bei einem reinen Schukoanschluss. Die blaue CEE-Dose hat eine eigene Sicherung, womit dieses Konstrukt mit Sicherheit regelkonform und unproblematisch ist.

Nun ist mir aber das Laden mit den so möglichen 3,7kW manchmal immer noch zu langsam, und ich überlege, den Anschluss durch Verlegen einer neuen Leitung und Installation einer roten CEE-Dose und eines NRGKick oder ähnlichen Ladenetzteils auf mindestens 11kW aufzurüsten, oder besser noch 22kW. Mein i3 kann zwar mit AC momentan maximal 11kW, aber wenn dann mal ein neues Auto kommt, das evtl. schnelleres AC-Laden kann, will ich nicht noch einmal alles umbauen.
Eine fest installierte Wallbox möchte ich ebenfalls nicht, denn ich will das ganze auch mal mitnehmen können, falls ich in eine Gegend komme, wo CEE-Dosen die einzige Lademöglichkeit sind.

Laut VDE ist ja für eine CEE-Dose, die von "Laien" bedient wird, ein FI-Schalter notwendig. Bedeutet dies, es muss ein SEPARATER FI-Schalter für die Dose sein, oder ist das auch erfüllt, wenn die Dose in das normale Hausnetz integriert ist, und dieses insgesamt mit einem FI-Schalter gesichert ist?

Und was ist, wenn ich jetzt tatsächlich gleich eine 32A-Installation mache: Kann ich diese dann trotzdem in das normale Hausnetz integrieren, wo sonst alle Stromkreise nur mit 16A abgesichert sind?

Noch etwas: Im Internetshop wird für den NRGKick angegeben, dass ein FI-Schalter bereits integriert ist und dass man sich daher den FI an der Anschlusseite sparen könne. Das kann ich aber nicht so ganz glauben, da sich die Vorschrift ja auf eine CEE-Dose bezieht, and der ja alles mögliche angeschlossen werden kann, so dass man sich bei der Fehlerstromabsicherung doch wohl kaum auf ein nur vielleicht an der Dose eingestecktes Gerät verlassen kann?

Ich hab so den Verdacht, dass die Angabe im NGRKick-Internetshop da etwas irreführend ist...

P.S.: Der Hausanschluss ist mit 3x80A abgesichert, das dürfte insgesamt mehr als ausreichend für den normalen Hausverbrauch plus 22kW-Ladegerät sein. Mir ist auch klar, dass die Energieversorger (oder eher Netzbetreiber) von ihrer Seite eine vertragliche Begrenzung für den Energieverbrauch von Einzelgeräten haben bzw. sich da eine gesonderte Genehmigungspflicht vorbehalten, aber das werde ich wohl klären können.

EDIT: Aha, ich sehe gerade dass man auf der Homepage von NRGkick inzwischen den Hinweis entfernt hat, man würde dank des integrierten FI auf der Anschlusseite etwas einsparen...
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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon AbRiNgOi » Mo 27. Feb 2017, 17:36

dickes Kabel und gut ists. Der FI vom Haus (Typ A) kann verwendet werden, solange Du keine Umrichter gesteuerte Gleichstromverbraucher anschließt. (Aktuell nur Renault ZOE oder die großen gelben Baukräne).
Generell aber wird zu mehr als einem FI im Haushalt geraten, ist aber nicht verpflichtend. (Ausfallsicherheit und so, blöd wenn Dir der i3 (oder das in der Pfütze liegende Ladekabel) den FI schmeißt und deine Kühltruhe taut auf, das Problem hast Du jetzt aber auch schon. Auch kann so ein Gerät schnell man 10mA Fehlerstrom haben, das kann sich dann im Haus summieren und der 30mA FI fliegt raus. Wenn man die Verbraucher aufteilt, fällt auch dieses Problem weg)
Das das NRGKick auch an allen nicht abgesicherten oder wegen der Typ A oder B Geschichte falsch abgesicherten Steckdosen trotzdem noch normgerecht funktioniert ist nett, aber für Dich als i3 Fahrer nicht von Bedeutung. Würdest Du überlegen eine ZOE anzuschaffen, wäre vielleicht ein eigener FI neben Deiner aktuellen Hausinstallation an zu raten, aber selbst da gehen die Meinungen auseinander, ob das NRGKick das kann, oder ob eh auch bei ZOE alles egal ist oder eben nur ein Typ B ist das Wahre.
Eine Farge würde ich noch stellen: Welchen Anschluss haben oder werden die CCS Homecharger verlangen. Weil ich denke, 2013 war sicher die Zeit der AC Lader, aber das hat sich bald erledigt und dann werden die billigen 20kW CCS Lader für die eigene Garage ein Thema werden. Du willst an die Zukunft denken, ok, die ist aber nicht Wechselstrom.
Zuletzt geändert von AbRiNgOi am Mo 27. Feb 2017, 18:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon phonehoppy » Mo 27. Feb 2017, 17:54

AbRiNgOi hat geschrieben:
... das Problem hast Du jetzt aber auch schon.


Ja, eben, man muss ja nur mal N mit PE kurzschließen, was sicherheitstechnisch ja eigentlich kein Problem ist, aber der FI schaltet dann natürlich aus, weil Fehlerstrom ist Fehlerstrom...

AbRiNgOi hat geschrieben:
Eine Farge würde ich noch stellen: Welchen Anschluss haben oder werden die CCS Homecharger verlangen. Weil ich denke, 2013 war sicher die Zeit der AC Lader, aber das hat sich bald erledigt und dann werden die billigen 20kW CCS Lader für die eigene Garage ein Thema werden. Du willst an die Zukunft denken, ok, die ist aber nicht Wechselstrom.


Ja, das ist mir auch klar und da bin ich in der Einschätzung genau Deiner Meinung. Momentan sind allerdings die DC-Lader für zu Hause noch sehr teuer. Aber auch so eine Überlegung war der Grund, das ganze über eine Steckdose zu machen und einen im Vergleich zu einer fest installierten Wallbox auch noch relativ günstigen und variablen NRGKick (oder ähnlich).
Auch die DC-Lader müssen ja irgendwie ans Hausnetz angeschlossen werden, und da wäre etwas anderes als 400V, 50Hz, 16, 32 oder 63A schon sehr exotisch. Der Traum wäre natürlich so etwas wie eine Powerwall, die dann direkt über Gleichstrom das Auto laden kann und ansonsten PV-Energie speichert, aber davon bin ich bei mir zu Hause leider noch weit entfernt.
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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon kaiuwe » Mo 27. Feb 2017, 18:27

Wir haben vor kurzem ebenfalls eine CEE-Dose mit 22 kW von einem Elektriker verlegen lassen, um mit dem NRGkick zu laden. Der Elektriker hat diese Leitung mit einem eigenen FI abgesichert.
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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon juanmax » Mi 26. Apr 2017, 17:30

kaiuwe hat geschrieben:
Wir haben vor kurzem ebenfalls eine CEE-Dose mit 22 kW von einem Elektriker verlegen lassen, um mit dem NRGkick zu laden. Der Elektriker hat diese Leitung mit einem eigenen FI abgesichert.


Ist der FI neben den CEE-Dose oder im Haus Hauptverteiler installiert worden?
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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon Frankenwild » Mi 26. Apr 2017, 18:41

Hallo, ich fahre eine Zoe mit 40 KWh Batterie. Zum Laden habe ich ein fettes Kabel mit 5x6quadrat zum Unterverteiler gelegt. Dort wird das Kabel über einen TypA FI separat abgesichert, falls der Mader suizid begehen will.
Ich verwende eine mobile Wallbox von Bettermann. Dort habe ich mir einen teueren TypB FI zusätzlich einbauen lassen. War nicht billig, aber im Garantiefall fehlt da jetzt nix mehr.
Für die Bettermannbox gibts ein Kabelset für 16 A Drehstromdose/ blaue Dose und Schuko. Ich lade gewöhnlich mit der 32 A Dose und bis zu 22 KW. Allerdings kann ich die Ladeleistung dimmen, was ich auch gewöhnlich mache, um Wärmeverluste geringer zu halten.
Demnächst kommt eine PV-Anlage. Mit der Box kann dann je nach Sonnenlage automatisch angepasst geladen werden. So vermeide ich, den Speicher der PV Anlage leer zu ziehen.
VG Uwe ;)
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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon kassiopeia » Mi 26. Apr 2017, 18:51

Frankenwild hat geschrieben:
...zum Unterverteiler gelegt. Dort wird das Kabel über einen TypA FI separat abgesichert, falls der Mader suizid begehen will.
Ich verwende eine mobile Wallbox von Bettermann. Dort habe ich mir einen teueren TypB FI zusätzlich einbauen lassen. War nicht billig, aber im Garantiefall fehlt da jetzt nix mehr.

Das ist aber nicht gerade die optimale Kombination, da der FI Typ B Fehlerströme unter 30 mA durchlässt.
Ein solcher Gleichfehlerstrom kann den FI Typ A in der Unterverteilung blind machen, d.h. der schaltet dann nicht mehr wenn ein Wechselfehlerstrom egal welcher Stromstärke am Eingang liegt.
Sollte am Typ A nichts als das EV mit dem Typ B hängen macht das zwar nichts, aber dann könnte man sich den FI in der Unterverteilung auch gleich kpl. sparen...
lg kassi

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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon Volker.Berlin » Do 27. Apr 2017, 07:33

Ich weiß, das will wieder keiner hören, aber die richtige Antwort lautet: Lass Dir vom Fachmann eine normale Wallbox installieren.
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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon marxx » Do 27. Apr 2017, 08:20

Ich habe auch noch etwas was keiner hören will :D

FI-B hinter FI-A ist nicht erlaubt.
FI-B hinter FI-B ist erlaubt.
FI-EV hinter FI-A ist erlaubt.

Ich habe bei mir im CEE32 Anschluss einen FI-B verbaut, dahinter hängt meine Wallbox ebenfalls mit FI-B.

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Re: CEE32 5pol. Dose: separater FI?

Beitragvon UliZE40 » Do 27. Apr 2017, 08:22

@marxx: Genau. Das ist nämlich nicht richtig.

Fazit: Die CEE-Dose vom Elektriker mit einem eigenen FI (Typ A) unabhängig von der restlichen Hausinstallation ausstatten lassen und daran dann deine (mobile) "Wallbox" anschließen.
Ohne (weiteren) FI Typ B (in der mobilen Wallbox enthalten) dürfen daran allerdings keine Anlagen mit Umrichter direkt betrieben werden.

Dazu gibt es aber auch einen Wiki-Artikel...
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