CEE-Steckdose als Verbindung zur Wallbox?

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Re: CEE-Steckdose als Verbindung zur Wallbox?

Beitragvon JoDa » Mi 24. Aug 2016, 20:30

@ annachi
Sehr fairer Preis vom Elektriker!
Verstehe nicht warum sich das vorhandene 20m Kraftstoffkabel nicht zur fixen Verlegung eignen soll. (Die zur flexiblen Verlegung gedachten feindrähtigen Kabel mit Gummimantel sind hochwertiger als die zur fixen Verlegung. Möglicherweise ist es ein 5x4mm2 Kabel welches bei fixer Verlegung (wegen der schlechteren Wärmeabgabe) nur für 25A Dauerstrom zulässig ist.)
Die Notwendigkeit, das Kinder- und blicksicher an der Decke zu installieren, verstehe ich nicht. Über die Sicherung im Verteilerkasten lässt sich die Dose doch abschalten. Vor jedem Laden kurz Sicherung hoch - und gut ist....

Ordnungsgemäße Hausinstallationen sind so aufgebaut das man ohne Werkzeug nicht versehentlich in den Stromkreis geraten kann. Selbst bei nicht ordnungsgemäßen Geräten (z.B. gebrochene oder aus Wand gerissene Steckdose) oder wenn man mit Werkzeug (z.B. Wenn man wie ich als 4jähriger mit Mamas Stricknadeln in den Löchern der Haushaltsteckdose stochert) fahrlässig einen spannungsführenden Leiter berührt bekommt man maximal einen unangenehmen aber nicht lebensgefährlichen Stromschlag. Da der 30mA FI-Schalter den Strom schnell genug unterbricht. (Trotzdem würde ich mein Leben nicht riskieren, um die Funktion des FIs zu Testen ;) )

Wenn dein Haus nicht älter als 20-30 Jahre ist wird es schon zumindest einen 30mA FI TypA haben. (Deshalb hat der Elektriker auch auf den Einbau eines zusätzlichen FIs nicht bestanden.)
Aber wie gesagt, üblich ist es für jede CEErot-Dose einen eigenen FI zu montieren. Die Elektriker argumentieren mit der steigenden Ausfallsicherheit. Hat das Haus nur einen FI und löst er aus so ist das gesamte Haus stromlos. :(
Ich sehe das anders. Wenn das gesamte Haus stromlos ist fällt mir der Fehler sofort auf und nicht erst wenn ich zum nicht geladenen Auto komme. :)
Zuletzt geändert von JoDa am Do 25. Aug 2016, 09:17, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon Lokverführer » Mi 24. Aug 2016, 20:41

Alles über einen FI ist aber auch deshalb problematisch weil einige Geräte auch bei ordnungsgemäßem Betrieb einen geringen Ableitstrom haben. Betreibt man genügend dieser Geräte an einem FI können diese Ströme so hoch werden dass der FI auslöst ohne dass ein Fehler vorliegt.

ZOE soll ja auch so ein Kandidat sein der ein paar mA Fehlerstrom mitbringt.hier im Forum gab es doch schon mal jemanden bei dem ständig der FI flog wo noch das ganze Haus dran hing
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Re: CEE-Steckdose als Verbindung zur Wallbox?

Beitragvon JoDa » Mi 24. Aug 2016, 21:00

@ Lokverführer
... Das ist der Grund warum sich die 10mA FIs nicht durchgesetzt haben.

Ich hatte jedenfalls noch keine Fehlauslösungen, obwohl ich nur einen einzigen 30mA FI für ein ganzes Haus verwende. (Größeres Haus samt Hobbywerkstädte, Tauchwasserpumpe, eine ZOE, ... )
Da Renault bei dreiphasigem Laden der ZOE einen Schutz vor Gleichstromfehlern empfiehlt, habe ich meinen 40 Jahre alten 100mA FI TypAC durch einen stoßstromfesten 30mA FI TypB getauscht. (Damit sollte der FI auch in einigen Jahren noch "Stand der Technik" sein.)
Für meine PV-Anlage habe ich, gemäß der Empfehlung der Installationsanleitung meines PV-Wechselrichters, einen eigenen FI TypA montiert. (Dies war unnötig da mein trafoloser PV-Wechselrichter eine allstromsensitive Fehlerstromschutzeinrichtung eingebaut hat. Nach der gültigen Ausführungsnorm für PV-Anlagen hätte ich für meinen Wechselrichter sogar einen eigenen FI-Schalter Typ B montieren müssen, weil im Wechselrichter eingebaute Fehlerstromschutzeinrichtungen für die Norm nicht relevant sind. :wand: )

Wenn es zu wiederholten Fehlauslösung des einzigen 30mA FIs kommen sollte (wegen schlecht isolierter Geräte, weil mehr als 3 ZOE gleichzeitig laden :D ), kann man ja nachträglich noch zusätzliche 30mA FIs einbauen.
Einige Netzbetreiber fordern bei Neuanlagen ja sowieso schon mindestens zwei FIs. Und wenn sich die FI-Hersteller in den Normungsgremien durchsetzen sind sowieso bald LS/FI-Kombigeräte für Neuanlagen Vorschrift ...
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Re: CEE-Steckdose als Verbindung zur Wallbox?

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 26. Aug 2016, 04:22

JoDa hat geschrieben:
weil mehr als 3 ZOE gleichzeitig laden

Der ZOE löst beim Fehlen einer Phase während des Ladens den FI aus. Daher muss man (hat nix mit einer Norm zu tun) eine zum Laden eines ZOEs benutzte Drehstromsteckdose einen eignen FI spendieren.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: CEE-Steckdose als Verbindung zur Wallbox?

Beitragvon pvmobilat » Fr 26. Aug 2016, 06:35

Didi hat geschrieben:
Hallo,

der KIA Soul EV ist auch ein interessantes Auto, habe ihn auch kürzlich probegefahren . Du solltest aber beachten, das der keine Internetverbindung hat. Es gibt, soweit mir bekannt, keine App bzw. Kommunikation mit dem Auto. Wenn der Ladevorgang also unterbrochen wird, bekommt man keine Mitteilung. Dann wäre es gut, wenn die Wallbox hier die Lücke schließt.


Bei KIA Soul EV braucht man sich da keine Sorgen machen. Er verträgt problemlos Änderung des Ladestroms während der Ladung (entsprechend PV-Erzeugung) und wenn die Ladung gestoppt wird und später wieder über die Ladestation aktiviert wird, funktioniert das problemlos!

Beim Ladebeginn reicht daher die Kontrolle, ob die Ladung beginnt.
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Re: CEE-Steckdose als Verbindung zur Wallbox?

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 26. Aug 2016, 19:39

pvmobilat hat geschrieben:
Bei KIA Soul EV braucht man sich da keine Sorgen machen. Er verträgt problemlos Änderung des Ladestroms während der Ladung (entsprechend PV-Erzeugung) und wenn die Ladung gestoppt wird und später wieder über die Ladestation aktiviert wird, funktioniert das problemlos!

Beim ZOE auch. Aber was der nicht mag, ist beim dreiphasigen Laden den Ausfall einer Phase.
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Re: CEE-Steckdose als Verbindung zur Wallbox?

Beitragvon annachi » Sa 3. Sep 2016, 12:48

JoDa hat geschrieben:
@ annachi
Verstehe nicht warum sich das vorhandene 20m Kraftstoffkabel nicht zur fixen Verlegung eignen soll. (Die zur flexiblen Verlegung gedachten feindrähtigen Kabel mit Gummimantel sind hochwertiger als die zur fixen Verlegung. Möglicherweise ist es ein 5x4mm2 Kabel welches bei fixer Verlegung (wegen der schlechteren Wärmeabgabe) nur für 25A Dauerstrom zulässig ist.)


(War ein paar Tage unterwegs, daher jetzt erst die Antwort)
Ja, genau das war das Problem. Hab beim Laden mit der crOhm-Box am "Provisorium" inkl. des 20m-Kabels in der vergangenen Woche schon gesehen, dass 32A dann nicht funktionieren. Insofern bin ich mit der jetzigen Lösung des dickeren Kabels sehr zufrieden: Gestern wurde alles fertig, Zoe lädt nun in Rekord-Geschwindigkeit. Alles prima.
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Re: CEE-Steckdose als Verbindung zur Wallbox?

Beitragvon JoDa » Sa 3. Sep 2016, 14:24

Danke für die Antwort. Freue mich für dich! :)
Übrigens:
Beim nochmals durchlesen ist mir ein Freudscher Versprecher aufgefallen: Kraftstoffkabel statt Kraftstromkabel :lol:
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Re: CEE-Steckdose als Verbindung zur Wallbox?

Beitragvon MineCooky » Sa 3. Sep 2016, 16:10

Genau das was Du da vor hast, haben wir in unseren beiden Garagen, jede Garage eine CEE 32A Dose und einen NRGkick um zu laden. Funktioniert Einwandfrei, war uhrsprünglich für den Smart gedacht, kommt aber auch mit der Zoe und dem Tesla klar :)
Stolzer Fahrer seines Smart EDs, ohne 22kW-Lader. Einer der drei ElectricDrivers.
Mitglied bei Electrify-BW, ein gemeinnütziger Verein von eFahrer für eFahrer und Interessierte.


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Re: CEE-Steckdose als Verbindung zur Wallbox?

Beitragvon Ahvi5aiv » Do 8. Sep 2016, 07:19

ecopowerprofi hat geschrieben:
Beim ZOE auch. Aber was der nicht mag, ist beim dreiphasigen Laden den Ausfall einer Phase.

Das mag kein Drehstrom-Brückengleichrichter getriebenes Netzteil. Der Smart mit dem 22kW Ladegerät könnte da auch Probleme bekommen.
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