CCS/Chademo mit 11/22kW für Zuhause?

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Re: CCS/Chademo mit 11/22kW für Zuhause?

Beitragvon 150kW » Mo 27. Feb 2017, 11:52

Nordstromer hat geschrieben:
Und das glaube ich mittelfristig nicht. Auch ohne AC werden EVs in Zukunft gekauft. Gerade wer keine Heimladeoption hat wird das weniger vermissen.
Eine Menge Leute hat die Möglichkeit aber. Ganz zu schweigen von Laden am Arbeitsplatz, beim Einkaufen, P&R etc.
Ein Auto ohne AC laden wird sicher auch Käufer finden, viele werden das aber nicht sein. Abgesehen von dem Problem das CCS ohne die Typ2 Buchse gar nicht funktioniert.

Nordstromer hat geschrieben:
Und AC mit 22kW ist langsam im Vergleich zu möglichen 400kW DC und evt. noch mehr
Das interessiert beim Nachtladen zuhause keinen.

Ludego hat geschrieben:
Ich vermute auch das da was in Richtung CCS geplant ist, vielleicht sogar so das nur Zugriff mit speziellen Marken hat, bzw eine DC Gebühren anfällt ähnlich der Batteriemiete. Ich vermute auch das wir demnächst einen Zusammenschluss von RWE und einem Autohersteller, vielleicht VW sehen werden. RWE bzw innogy ist so zurzeit nicht tragbar und Autokonzerne denen es zurzeit ja noch blenden geht, kämen so günstig an know how in Sachen Infrastruktur.
Ich kann leider nicht zu viel sagen, aber innogy hat DEFINITIV in den nächsten Jahren kostenloses AC laden auf dem Schirm. Die denken da eher an andere Geschäftsmodelle...


Was verschwinden wird sind Fahrzeuge die nur AC laden (derzeitiger ZOE). Der Trend geht zu AC laden Zuhause und beim Parken und DC für Langstrecke (kurze Pause).
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Re: CCS/Chademo mit 11/22kW für Zuhause?

Beitragvon Vanellus » Mo 27. Feb 2017, 11:59

Tschuldigung für OT:
Viele hier und eigentlich alle Verbrenner-Fahrer setzen Tanken und Laden gleich und vergleichen es, d.h. man steht am Auto, bzw. nebenan bei McDonald's und wartet bis der Wagen voll ist.
Meine Praxis sieht ganz anders aus. Ich fahre nicht zum Laden (so wie ich zum Tanken gefahren bin), jedenfalls in mindestens 95% der Ladevorgänge nicht. Ich lade, während ich arbeite, einkaufe, beim Sport oder im Kino bin. Dafür brauche ich 22 kW-Ladesäulen, 11 kW gehen auch, nicht aber 3,7 kW. Das ist - neudeutsch - Destination-charging. Im Unterschied zum Tanken stehe ich nicht beim Auto und warte bis er voll ist. Das ist aber noch in den Köpfen vieler, die das eben vom Tankvorgang kennen. Ich bin für eine halbe bis 8 Stunden mit etwas anderem beschäftigt, lade gleichzeitig und gut ist. Ich brauche keine 400 kW-Lademöglichkeit. Stattdessen eher noch weitere Destination-charger. Und es werden auch aktuell noch 10-20mal mehr AC-Ladesäulen mit 2x22 kW aufgestellt als DC-Lader. Und es kommen immer noch kostenlose dazu.
Wenn ich heute nach Hamburg fahre (100 km hin) lade ich am Zielort an einer Säule von Hamburg-Energie mit 22 kW parallel zu meinem Besuch und nicht an der Autobahn mit 43 kW, weil ich dort darauf warten muss. Die Säule an meinem Zielort ist mir viel wichtiger als die Unterwegs-Säule, wo ich warten muss.
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Re: CCS/Chademo mit 11/22kW für Zuhause?

Beitragvon Nordstromer » Mo 27. Feb 2017, 12:19

Das ist wirklich sehr OT. Ich habe ja erklärt von welchem Szenario ich warum ausgehe.
AC wird wohl verschwinden auf Sicht. Erst von drei auf eine Phase und dann nur noch Schuko und am Ende nur sehr leistungsfähiges DC.
AC war für den Anfang um es praktikabel zu machen und um uns anzufixen. Daher auch oft kostenlos. Fiel und fällt bei der Handvoll nicht ins Gewicht. Und meist sind die Ladesäulen AC zugeparkt. Bei mir ist eine die ist nahezu permanent mit Verbrennern zugeparkt und btw legal!

Wenn wir ehrlich sind müssten wir zumindest auch nachvollziehen können warum Staat und Anbieter uns u.v.a. die zukünftigen EV Fahrer an einer DC-Säule will. Es geht ums Geld und da können wir machen was wir wollen. So lange wir das EV samt Ladeinfrastruktur nicht selbst bauen werden es andere tun und die Rahmenbedingungen auch selbst festlegen. Am Prinzip Profit!

Ich beschäftige mich daher in diesem thread damit ob wir und andere in der Lage wären ein CCS Gegenmodell auf die Beine zu stellen und somit Wettbewerb zu erhalten. Wenn nicht wird es wie bei allen Dingen laufen. Intransparenz und Preise die man nicht nachvollziehen kann.
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Re: CCS/Chademo mit 11/22kW für Zuhause?

Beitragvon MineCooky » Mo 27. Feb 2017, 12:37

Nordstromer hat geschrieben:
AC wird wohl verschwinden auf Sicht. Erst von drei auf eine Phase und dann nur noch Schuko und am Ende nur sehr leistungsfähiges DC.


Bestest Beispiel hierfür sind der BMW i3 und der neue eGolf :thumb: Die Zukunft liegt im Schnarchladen, damit hat man ja auch locker in Null-Komma-Nix 100.000km auf dem Auto. :lol:
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Re: CCS/Chademo mit 11/22kW für Zuhause?

Beitragvon Ludego » Mo 27. Feb 2017, 12:38

Aber das ist doch wieder der Weg in die Richtung wie beim Verbrenner extra zum Tanken zu fahren, anstatt zu laden wenn das Auto sowieso steht. Aber die Frage ist wieweit auf die deutsche Situation Rücksicht genommen wird, das Problem mit den Laternen Parkern ist nun mal eher ein deutsches Problem, da wir eine Mieternation sind und auch in den Vorstädten viele keinen eigenen Ladeplatz haben.
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Re: CCS/Chademo mit 11/22kW für Zuhause?

Beitragvon 150kW » Mo 27. Feb 2017, 12:54

Nordstromer hat geschrieben:
Wenn wir ehrlich sind müssten wir zumindest auch nachvollziehen können warum Staat und Anbieter uns u.v.a. die zukünftigen EV Fahrer an einer DC-Säule will. Es geht ums Geld und da können wir machen was wir wollen.
Unter der Prämisse das der Staat nur einer Stelle sieht Geld einnehmen zu können. Das ist aber falsch. Da gibt es neben der reinen KFZ Steuer noch zich andere Möglichkeiten den Verlust der Mineralölsteuer zu kompensieren.
Zudem sind DC Säulen teuer, daher geht es "auf der Gegenseite" ebenso ums Geld. Mit AC Säulen lässt sich auch Geld verdienen. Vielleicht sogar mehr, da sie öfters genutzt werden können.
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Re: CCS/Chademo mit 11/22kW für Zuhause?

Beitragvon Nordstromer » Mo 27. Feb 2017, 13:10

Das kann jeder selbst beurteilen. Ich denke nicht das AC auf lange Sicht bleiben wird. Die Hersteller kann man nicht dazu zwingen und Staat und Anbieter (das können am Ende auch Hersteller selbst sein) würden so ein Modell naturgemäß bevorzugen.
Das ist noch möglich ist ist kein Beweis. Ich denke klar erkennbar wird dieser Trend erst in 5-7 Jahren.
Wenn DC Säulen 400kW und mehr anbieten werden die richtig lukrativ. Und nicht nur für den Anbieter auch für den Staat. Voraussetzung ist aber wie beim Verbrenner das man dann dort laden muss. Und hier schließt sich mittel- bis langfristig für mich der Kreis.
Diese ganzen Gefechte um eine oder drei Phasen bringen dabei wenig wenn wirklich AC DC weichen muss.
Ich wüsste aus Sicht der Unternehmen auch kein Argument warum man uns als Kunden da entgegenkommen sollte. Es geht um sehr viel Geld. Auch DC Säulen werden günstiger. Vor allem aber in dem Zusammenhang wo man als Fahrer eines EV keine Option mehr beim laden hat ist es genauso wie beim Verbrenner.
Und btw Tankstellen sind auch kein dt. Phänomen. Die gab und gibt es überall.
Mann kann dann sogar noch scheinheilig erklären das so auch die Laternenparker nicht mehr ausgeschlossen wären. Wirtschaftlich sinnvoll denn jeder soll am Ende zur DC Tanke.
Auch wenn es pessimistisch klingen mag ich gehe stark davon aus das es so in etwa ablaufen wird und das 100km dann so ca. 8-12€ kosten werden. Die Akkus könnten überschaubar groß bleiben. Aber bezahlen müssen wir das am Ende alles wenn wir keine Alternative haben.
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Re: CCS/Chademo mit 11/22kW für Zuhause?

Beitragvon CCS=SuperPlus135 » Mo 27. Feb 2017, 13:23

Danke für diesen Info-Thread! Sehr interessant.
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Re: CCS/Chademo mit 11/22kW für Zuhause?

Beitragvon E-auto2014 » Mo 27. Feb 2017, 13:49

Der CCS Standard unterstützt bidirektionales laden, der Hersteller muss es nur implementieren oder gar nur aktivieren. Es also nur wollen!
2014, mein erstes e-Auto ist ein e-Golf. Bild

Wir sind dabei! 3. internationales e-Golf Treffen 28.-30.09.2018


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Nächstes Treffen am Sonntag 21.10.2018
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Re: CCS/Chademo mit 11/22kW für Zuhause?

Beitragvon 150kW » Mo 27. Feb 2017, 14:01

E-auto2014 hat geschrieben:
Der CCS Standard unterstützt bidirektionales laden, der Hersteller muss es nur implementieren oder gar nur aktivieren. Es also nur wollen!
Aber erst mit Version 3.0
Und 2018 soll erst 2.0 eingeführt werden.

CCS Spec 1.2.7 hat geschrieben:
In addition to the CCS 2.0 features CCS 3.0 will support
 Wireless communication,
 Inductive charging,
Reverse Power Transfer and support for Electric Busses (e.g. Pantograph).


Und auch ganz interessant:
CCS 1.0 charging stations shall support 0-80kW with DIN SPEC 70121:2014
CCS 2.0 charging stations shall support 0-350kW with ISO15118-2:2014 and ISO15118-3:2015 and 0-80kW with DIN SPEC 70121:2014.
CCS 2.0 charging stations shall support 200V - 1.000 V.
CCS 2.0 vehicles and charging stations shall support ISO15118 External Identification Means (EIM) mandatory and Plug and Charge (PnC) optional
CCS 2.0 vehicles and charging stations shall be prepared to update from EIM to PnC (e.g. TLS and XML Certificates)
CCS 2.0 vehicles and charging stations shall support ISO15118 Plug and Charge (PnC) mandatory in 2020.
Vehicles requesting more than 80kW charging power shall request ISO15118 communication protocol in supportedAppProtocolReq message. If charging station denies support of ISO15118 communication protocol vehicle shall request DIN SPEC 70121 communication protocol in supportedAppProtocolReq message with charging power <80kW.
Charging Station shall not provide more than 80kW max power in ChargeParameterDiscoveryRes message when DIN SPEC 70121:2014 communication is established.
Charging Station shall provide its max. possible power in ChargeParameterDiscoveryRes message when ISO15118 communication is established. (not adapted to request from vehicle)
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