Anfängerfrage: Bringt Starkstrom etwas vs. Schuko?

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Re: Anfängerfrage: Bringt Starkstrom etwas vs. Schuko?

Beitragvon phonehoppy » Do 9. Nov 2017, 11:10

Wie schon gesagt kommt es sehr auf das Auto an, ob ein dreiphasiger Anschluss überhaupt etwas bringt. Wenn es aber ein Auto wird, bei dem das sinnvoll ist (ZOE, i3, Tesla, BYD E6 etc.) denke ich, folgendes wäre zu beachten:

Den für die Küche bereits gelegten 3-Phasen-Anschluss darf man für eine normale Wallbox nicht unverändert nutzen, denn da sollte man einen FI (Fehlerstrom-Schutzschalter) Typ B oder Typ EV haben, und der Umbau im Verteilerkasten des Hauses/der Wohnung kann mehr oder weniger aufwändig sein, so dass man überlegen muss, ob nicht ein ganz neu ordentlich verlegtes Kabel besser ist, als ein Herausführen des Kabels aus der Küche in die Garage. Ich hätte aber einen Alternativvorschlag: Anstelle einer Wallbox würde ich eine normal (z.B. 3x16A, wie es beim Küchenanschluss wohl schon ist) abgesicherte rote CEE-16-Dose in der Garage installieren. Daran kann dann ein kabelintegrierter Ladeadapter (ICCB) angeschlossen werden, wie z.B. der JuiceBooster 2 oder der NRGKick. Die sind mit ca. 1000 Euro zwar etwas teurer als eine Wallbox, können dafür aber auch überallhin mitgenommen werden, so dass man z.B. im Urlaub dann auch an jeder gängigen Steckdose, von der Haushaltssteckdose bis zur dreiphasigen roten 32A CCE-Dose (mit max. 22kW Leistung) laden kann. Der JuiceBooster 2 hat z.B. ein ausgeklügeltes Adaptersystem, mit dem für jeden Anschluss die richtige Leistung voreingestellt wird, und die notwendige Absicherung und Fehlerstromerkennung ist bereits im Adapter selbst eingebaut, so dass an der Hausinstallation nichts geändert werden muss. Damit spart man dann die Mehrkosten, die so ein Gerät gegenüber einer Wallbox kostet, dann evtl. wieder ein.

Wie gesagt, das alles ist nur interessant, wenn man ein Auto hat, das auch mehr als einphasig laden kann... Und dann ist die Frage, ob man es aufgrund des Nutzungsverhaltens überhaupt für notwendig hält, mit höherer Geschwindigkeit laden zu können.

Die Schuko-Haushaltssteckdose würde ich aber nicht als Dauerlösung betrachten. Zumindest würde ich an einem vorhandenen Anschluss in der Garage eine Schuko- durch eine blaue CEE-16-Dose (Camping-Stecker) ersetzen, das ist für den Dauerbetrieb sicherer, und es kann damit auch dauerhaft etwas schneller geladen werden.
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Re: Anfängerfrage: Bringt Starkstrom etwas vs. Schuko?

Beitragvon different » Do 9. Nov 2017, 20:11

Danke Phonehoppy. Ich bin immer noch in der Evaluierung der Möglichkeiten und nehme Deinen Hinweis gerne für meine Gespräche mit dem Elektriker mit!
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Re: Anfängerfrage: Bringt Starkstrom etwas vs. Schuko?

Beitragvon trekki1990 » Do 9. Nov 2017, 21:15

Stimme dem was Phonehoppy gesagt hat zu. So hab ich es auch vor. Wie gesagt normale CEE Dose und die Ladeadapter. Ich bestelle mir den GO-E. Der ist transportabel und kann auch mit einer Halterung in der Garage befestigt werden.

Ich würde nicht vom Küchenanschluss abzweigen, auf Grund wie oben mehrfach erwähnt, entweder Braten in der Röhre oder Auto laden...

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Re: Anfängerfrage: Bringt Starkstrom etwas vs. Schuko?

Beitragvon different » Do 30. Nov 2017, 13:23

Hallo,

nun geht es wieder weiter in meiner Suche nach der besten Möglichkeit mein e-Auto im trauten Heim zu laden.

Heute hatte ich Besuch von einem Handwerker der beim Bau des Hauses auch die Verkabelung gemacht hat. Wir sind darauf gekommen, dass die einzig praktikable Möglichkeit wirklich ist die Leitung des Küchenherds (doppelt abgesichert) in die Garage zu bringen und somit mit 16A laden zu können.

Nun meine Frage bei der ihr mir helfen könnt:
Kann ich nicht jetzt schon mit meinem 220V Schuko-Anschluss über einen CEE16 Stecker mit 16A und somit 3,7 KW laden? Dann hätte das doch überhaupt keinen Vorteil für mich, oder etwa?

Zum Hintergrund, für mich und die Frau des Hauses ist es keine wesentliche Einschränkung wenn wir - wenn das Auto auflädt - den Herd nicht nutzen können und uns für das ein, oder andere entscheiden müssen. Wichtig wäre nur zu verstehen ob damit überhaupt ein Gewinn in Sachen Ladezeit/Energie erzeugt wird...

Dankeschön :-)
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Re: Anfängerfrage: Bringt Starkstrom etwas vs. Schuko?

Beitragvon trekki1990 » Do 30. Nov 2017, 13:33

different hat geschrieben:
Hallo,

nun geht es wieder weiter in meiner Suche nach der besten Möglichkeit mein e-Auto im trauten Heim zu laden.

Heute hatte ich Besuch von einem Handwerker der beim Bau des Hauses auch die Verkabelung gemacht hat. Wir sind darauf gekommen, dass die einzig praktikable Möglichkeit wirklich ist die Leitung des Küchenherds (doppelt abgesichert) in die Garage zu bringen und somit mit 16A laden zu können.

Nun meine Frage bei der ihr mir helfen könnt:
Kann ich nicht jetzt schon mit meinem 220V Schuko-Anschluss über einen CEE16 Stecker mit 16A und somit 3,7 KW laden? Dann hätte das doch überhaupt keinen Vorteil für mich, oder etwa?

Zum Hintergrund, für mich und die Frau des Hauses ist es keine wesentliche Einschränkung wenn wir - wenn das Auto auflädt - den Herd nicht nutzen können und uns für das ein, oder andere entscheiden müssen. Wichtig wäre nur zu verstehen ob damit überhaupt ein Gewinn in Sachen Ladezeit/Energie erzeugt wird...

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Klar. Wenn der Stromkreis entsprechend abgesichert ist und die Leitung dahin mind. 2,5mm2 sind, würde meiner Meinung nach nichts dagegen sprechen.

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Re: Anfängerfrage: Bringt Starkstrom etwas vs. Schuko?

Beitragvon different » Do 30. Nov 2017, 13:42

trekki1990 hat geschrieben:
different hat geschrieben:
Hallo,

nun geht es wieder weiter in meiner Suche nach der besten Möglichkeit mein e-Auto im trauten Heim zu laden.

Heute hatte ich Besuch von einem Handwerker der beim Bau des Hauses auch die Verkabelung gemacht hat. Wir sind darauf gekommen, dass die einzig praktikable Möglichkeit wirklich ist die Leitung des Küchenherds (doppelt abgesichert) in die Garage zu bringen und somit mit 16A laden zu können.

Nun meine Frage bei der ihr mir helfen könnt:
Kann ich nicht jetzt schon mit meinem 220V Schuko-Anschluss über einen CEE16 Stecker mit 16A und somit 3,7 KW laden? Dann hätte das doch überhaupt keinen Vorteil für mich, oder etwa?

Zum Hintergrund, für mich und die Frau des Hauses ist es keine wesentliche Einschränkung wenn wir - wenn das Auto auflädt - den Herd nicht nutzen können und uns für das ein, oder andere entscheiden müssen. Wichtig wäre nur zu verstehen ob damit überhaupt ein Gewinn in Sachen Ladezeit/Energie erzeugt wird...

Dankeschön :-)
Klar. Wenn der Stromkreis entsprechend abgesichert ist und die Leitung dahin mind. 2,5mm2 sind, würde meiner Meinung nach nichts dagegen sprechen


Weil ich mit 16A aus einem CEE16 Stecker über eine lange Zeit mit 16A laden kann und mir Schuko irgendwann abrauchen würde oder warum bist Du genau dafür...? Danke!
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Re: Anfängerfrage: Bringt Starkstrom etwas vs. Schuko?

Beitragvon trekki1990 » Do 30. Nov 2017, 13:47

Sorry irgendwie steh ich grad auf dem Schlauch.... Hattest doch gefragt ob es gehen würde die Schuko durch eine blaue CEE Dose zu ersetzen und damit dauerhaft 16A laden zu können. Oder hab ich da was falsch verstanden?

Gruß
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Re: Anfängerfrage: Bringt Starkstrom etwas vs. Schuko?

Beitragvon different » Do 30. Nov 2017, 15:26

trekki1990 hat geschrieben:
Sorry irgendwie steh ich grad auf dem Schlauch.... Hattest doch gefragt ob es gehen würde die Schuko durch eine blaue CEE Dose zu ersetzen und damit dauerhaft 16A laden zu können. Oder hab ich da was falsch verstanden?

Gruß
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Kurz zusammengefasst ist es: Leitung (16A) in Garage rauslegen um Schuko durch CEE abzulösen, welchen Mehrwert erhalte ich und würdet Ihr das von Euch subjektiv betrachtet machen :)
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Re: Anfängerfrage: Bringt Starkstrom etwas vs. Schuko?

Beitragvon trekki1990 » Do 30. Nov 2017, 15:30

Also ich wäre aus folgenden Gründen dafür:

- man kann mal schneller Laden falls erforderlich
- ist sicherer (Stichwort Erwärmung an Schuko)
- zukunftssicherer (ich habe ja gleich 32A hingehauen...)
- man muss nicht auf seinen Braten verzichten :D

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Re: Anfängerfrage: Bringt Starkstrom etwas vs. Schuko?

Beitragvon phonehoppy » Mo 4. Dez 2017, 10:44

different hat geschrieben:
Kurz zusammengefasst ist es: Leitung (16A) in Garage rauslegen um Schuko durch CEE abzulösen, welchen Mehrwert erhalte ich und würdet Ihr das von Euch subjektiv betrachtet machen :)


Du meinst in diesem Fall sicher eine blaue CEE -Dose, also einphasig. Und ja, das bringt etwas, denn an Schuko laden die meisten E-Autos nur mit 12 A, an CEE blau (mit dem richtigen Ladekabel) aber mit 16 A, also 3,7kW


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