AnalogEVSE Eigenentwicklung Ladesteuerung

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Re: AnalogEVSE Eigenentwicklung Ladesteuerung

Beitragvon bm3 » So 20. Dez 2015, 14:29

JanoS hat geschrieben:
...I am looking for a cheap home charger, where I do not have any socket in the garage, and I must install all cables from the main breaker of the house myself. Including the surge protector, FI protector, and some logic for Type 2 cable. Your design is very simple and intriguing, but I believe it needs FI A-EV to be compliant.


Hi JanoS

you can build in every FI switch type you want whereever you want between main breaker and the charging box including both itself ?
So what ?

greetings

Klaus
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Re: AnalogEVSE Eigenentwicklung Ladesteuerung

Beitragvon Badenser » So 20. Dez 2015, 20:23

Hallo, die negativen 12V werden meines Wissens nach von der Tesla-Fraktion benötigt. Daher sollte die Rechteckspannung die Du erzeugst immer +/-12 Vss sein.
PS: Ich hatte mir auch schon überlegt, ob man nicht einfach mit einem NE555 arbeiten kann

Das Auto wertet laut erster Fassung des Standards nur die positve Halbwelle aus, die negative Halbwelle wird für den Diodentest in der Ladesteuerung verwendet. Hiermit wird sichergestellt, dass ein Fahrzeug angeschlossen ist und nicht ein x-beliebiger Widerstand (z.B. Schlamm oder Kinderfinger). Ich habe auch schon Erweiterungen des Standards gelesen (kann mich aber leider nicht mehr erinnern wo), die mit dem Spannungspegel der negativen Halbwelle Ströme oberhalb des originalen Wertebereichs anzeigen. Das war mir aber alles zu kompliziert und drum habe ich mich nicht weiter damit befasst. Möglicherweise unterstützt Tesla so ein erweitertes Protokoll oder ist besonders penibel. Dann dürften Teslas aber auch an der Bettermann-Platine nicht laden können. Ist das so?

Wenn man nur die positive Halbwelle erzeugt, geht ein NE555. Für +/-12V sind allerdings mindestens 24V Speisespannung nötig, der 555 verträgt aber nur 18V. Also sind zusätzliche Puffer nötig und dann gehts auch schon leichter ohne 555. Die Impulsbreiteneinstellung ist beim 555 auch etwas beschränkt und aufwendig. Fazit: mit dem 555 geht es, ohne geht es aber besser ;)
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Re: AnalogEVSE Eigenentwicklung Ladesteuerung

Beitragvon lamouette » So 20. Dez 2015, 20:28

Badenser hat geschrieben:
. Dann dürften Teslas aber auch an der Bettermann-Platine nicht laden können. Ist das so?

An meiner Bettermann-Platine haben auch schon Tesla S geladen. Vermutlich auch schon ein Roadster mit Typ2 Adapter.
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Re: AnalogEVSE Eigenentwicklung Ladesteuerung

Beitragvon Badenser » So 20. Dez 2015, 20:31

Danke für die Info. Dann würde ich jetzt mal behaupten, dass Tesla die negative Halbwelle nicht braucht.
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Re: AnalogEVSE Eigenentwicklung Ladesteuerung

Beitragvon Michael_Ohl » So 20. Dez 2015, 21:08

In meiner mit einem 12F875 gebauten Lösung habe ich anfangs auch nur von 0 Volt bis plus 12 Volt gearbeitet. Ergebnis ist Kangoo lädt, ZOE lädt, E-Up lädt aber Tesla lädt nicht.
Der wertet also als einziges unserer E-Autos tatsächlich die -12 Volt aus. Die ersten Versuche habe ich dann mit einem Einweggleichrichter und Spannungsverdoppler gemacht um aus meinem 12 Volt Trafo auch noch einem -12 Volt zu machen. Eleganter ist aber einfach einen 2 * 12 Volt Trafo Brückengleichrichter + und - 12 Volt Regler IC und falls nötig für die Digitalelektonik noch einen Nachgeschalteten 5 Volt Regler IC zu nehmen. Den Ausgang vom PIC Microcontroller verstärkt dann ein einfacher Bipolartransistor dazwischen ein Kondensator als Pegelshifter.

mfg
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Re: AnalogEVSE Eigenentwicklung Ladesteuerung

Beitragvon umberto » So 20. Dez 2015, 21:25

lamouette hat geschrieben:
An meiner Bettermann-Platine haben auch schon Tesla S geladen. Vermutlich auch schon ein Roadster mit Typ2 Adapter.


Es gibt 2 Bettermann-Platinen. Eine aktuelle mit und eine relativ alte ohne -12V. An denen ohne tut's nicht.

Gruss
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Re: AnalogEVSE Eigenentwicklung Ladesteuerung

Beitragvon Badenser » So 20. Dez 2015, 23:26

Ah ok. Ich kannte nur die alte. Also brauchen die Teslas offensichtlich die negative Halbwelle. Ein Grund mehr, keine halbgaren Ladesteuerungen zu konstruieren.
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Re: AnalogEVSE Eigenentwicklung Ladesteuerung

Beitragvon tango » Mo 21. Dez 2015, 00:27

Hallo,
das ist ja mal eine kleine spannende Lösung!!! Und dann noch so gut dokumentiert und open Source. Respekt.

Was ist denn aus der Platinen-Macherei geworden? Zug schon abgefahren, oder noch gar nicht begonnen. Ich würde mich auch mal mit 3-4 Platinen beteiligen und die Welt um mich herum mit kleinen Ladeboxen beglücken.
Gruß

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Re: AnalogEVSE Eigenentwicklung Ladesteuerung

Beitragvon Ahvi5aiv » Mo 21. Dez 2015, 01:10

Badenser hat geschrieben:
Wenn man nur die positive Halbwelle erzeugt, geht ein NE555. Für +/-12V sind allerdings mindestens 24V Speisespannung nötig, der 555 verträgt aber nur 18V. Also sind zusätzliche Puffer nötig und dann gehts auch schon leichter ohne 555. Die Impulsbreiteneinstellung ist beim 555 auch etwas beschränkt und aufwendig. Fazit: mit dem 555 geht es, ohne geht es aber besser ;)


Wie weit sich die Impulsbreite einstellen lässt weiss ich jetzt nicht. Es würde ja ausreichen wenn er zwischen 6 und 40 A äquivalent schafft. Aber wenn Du meinst das das vermutlich nicht machbar ist, ok.
Als ±12V Treiber dürfte einfach ein passender Operationsverstärker gehen und die Schaltung nicht so sehr komplexer machen. ;)
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Re: AnalogEVSE Eigenentwicklung Ladesteuerung

Beitragvon ecopowerprofi » So 27. Dez 2015, 21:23

Auf der Basis von Badenser's Schaltung habe ich die Platine weiter entwickelt. Anlass war, dass ich um E-Mobile mit Überschüsse aus PV und/oder BHKW laden wollte. Unsere Speichersteuerung hat einen entsprechenden Ausgang mit 0 bis 20 mA. An diese Steuerung musste ich es anpassen. Zusätzlich wollte ich eine "Schnellladefunktion" damit auch bei fehlende Eigenerzeugung das E-Mobil geladen werden kann. Da Badenser für Testzwecke mir keine Platine zur Verfügung stellen konnte, musste ich eine eigenen Entwurf tätigen. Daher sind Ähnlichkeiten zwangsläufig. Beim Testen habe ich dann festgestellt, dass ich noch ein paar Kleinigkeiten modifizieren musste um einen stabilen Betrieb zu gewährleisten. Liegt wohl an den verwendeten Bauteilen. So wurden z.B. gleich die LM239 mit dem erweiterten Temperaturbereich verwendet. Die Platine habe ich inzwischen an 2 verschiedene ZOE's getestet. In Kürze werde ich noch von einem Renault/Nissan-Händler eine Nissan bekommen um weitere Tests zu machen. Ich sehe aber keine grundsätzliche Probleme. Ggf. muss man die einen oder anderen Widerstand etwas anpassen. Ich beabsichtige die Platine nicht nur für eigene Zwecke zu verwenden sondern diese auch der Community anzubieten. Jeder der will kann von mir eine fertige Platine beziehen.
LP_ecoEVSE.jpg
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
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