Absicherung Ladesteckdose CEE bzw. Typ 2-Wallbox

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Absicherung Ladesteckdose CEE bzw. Typ 2-Wallbox

Beitragvon Spürmeise » Mo 21. Okt 2013, 22:36

Hi,
was ist eigentlich die korrekte Absicherung (Nennstrom, Charakteristik) für eine (einphasige) CEE Ladesteckdose bzw. eine (einphasige) Typ 2-Wallbox, über die jeweils 16A (also 3,68 kW) fließen sollen? Angenommen, die Grenzlängen der Zuleitung (je nach Querschnitt und Nennstrom des Automaten) werden eingehalten.

Erzeugen die Ladegeräte (wie ein Trafolader vor 20 Jahren...) eine Stromspitze beim Einschalten, die eine Sicherung mit Nennstrom öfter auslösen lassen? Dass die 16A-Sicherung trotz niedriger Stromeinstellung (z.B. 13A) fliegt, wird jedenfalls beim Volvo V60 Hybrid berichtet.
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Beitragvon ATLAN » Mo 21. Okt 2013, 23:06

Korrekt und auch Betriebssicher ist Absicherung mit Nennstrom (16A), Charakteristik C , Für ZE-Ready meine ich sogar mal D gelesen zu haben. Kennlinie B würe ich eher versuchen zu vermeiden, siehe Volvo-Problematik.

MfG Rudolf
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Re: AW: Absicherung Ladesteckdose CEE bzw. Typ 2-Wallbox

Beitragvon molab » Mo 21. Okt 2013, 23:06

Hi,

16A Sicherungen mit Charakteristik C meine ich sind etwas träger und sollten funktionieren.
Spannungsspitzen habe ich am Smart - Lader aber auch noch nicht beobachtet.

Grüße
Georg
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Re: Absicherung Ladesteckdose CEE bzw. Typ 2-Wallbox

Beitragvon Spürmeise » Di 22. Okt 2013, 00:07

Ok danke, Charakteristik C hieße dann auch 0,1s-Abschaltung erst bei 160A Kurzschlussstrom. Bislang war ein LSS mit C-Charakteristik (dafür 20A) nur für den Leitungsschutz für die Zuleitung zur Ladebox vorgesehen. Dieser 20A-LSS "C" soll nämlich möglichst nie auslösen, da im (normalerweise nicht zugänglichen) Gebäudeanschlussraum verbaut.

Die Ladebox soll an der Leitungseinführung also ein zusätzliches Schaltorgan bekommen.

Angenommen, man möchte neben der darin einzubauenden CEE-Dose noch eine Schuko-Dose für Reservezwecke haben, die aber nie (verschlossenes Gehäuse) gleichzeitig verwendet wird. Darf man an einem LSS mit "C" bzw. (vorgesehen) an einem FI/LS mit "C" (z.B. Hager FI-LS 1P+N 6kA C-16A 30mA Typ A) zusätzlich eine Schuko-Dose anschließen?

(Anm.: FI-Typ A weil kein ZOE). Wegen dem FI, braucht man den "unbedingt", im ICCB ist ja auch einer mit 30 mA eingebaut? Aber wahrscheinlich verbessert der separate FI wieder die Unempfindlichkeit eines "C"-Automaten.
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Re: AW: Absicherung Ladesteckdose CEE bzw. Typ 2-Wallbox

Beitragvon molab » Di 22. Okt 2013, 06:26

FI und LSS arbeiten unabhängig voneinander. Eine Schuko - Dose würde ich zwar eher mit 13A absichern, kann man ja in Reihe schalten im Kasten. Wenn es vom Platz her nicht anders geht und nur Du den Schlüssel hast, geht sonst notfalls auch die 16A Absicherung. Viele Schukos sind 16A abgesichert - und schmelzen bei 15A Dauerlast, ohne dass eine Sicherung auslösen würde. Egal ob träge oder nicht. Bei 16A Absicherung musst Du halt wissen, wofür Du die Schuko nimmst... zum Laden mit >13A jedenfalls nicht :-)
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Re: AW: Absicherung Ladesteckdose CEE bzw. Typ 2-Wallbox

Beitragvon Spürmeise » Di 22. Okt 2013, 07:52

molab hat geschrieben:
Wenn es vom Platz her nicht anders geht und nur Du den Schlüssel hast, geht sonst notfalls auch die 16A Absicherung. Viele Schukos sind 16A abgesichert

ok, ich würde freilich max. 13 A von der Schuko abnehmen, ab mir geht es darum, ob eine Schuko-Dose an einem 16A LSS "C" zulässig ist. Sonst passt der größere (> 2 TE) Miniverteiler nicht in Gehäuse, und ich würde auf die Schuko verzichten.

Eigentlich ist es merkwürdig, dass heutige 3,7 kW-Lader so große Einschaltströme (>80 A) haben können. Die Einstellung am ICCB (also ob 6 oder 16 A) dürfte für den möglichen Einschaltstrom auch unerheblich sein. Liegt der maximale Sinuswert im Augenblick des Stromeinschaltens durch den ICCB an und der Kondensator wird mit hohem Strom geladen, hätte man Pech und die "B" Sicherung fliegt. Es sei denn, es gibt im modernen Ladegerät doch eine Einschaltstrombegrenzung, dann wäre aber kein Typ C erforderlich.
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Re: Absicherung Ladesteckdose CEE bzw. Typ 2-Wallbox

Beitragvon mlie » Di 22. Okt 2013, 09:22

Der Lader an sich hat nicht notwendigerweise einen Einschaltstrom, der Kangoo zumindest fährt an der Wallbox eine Rampe bis zu den 16A, sehr schön an einem Ferrari-Zwischenzähler zu sehen. Getestet mit B13 (sic!), kein Problem, auch wenn der nomal 3A zuviel zieht.

Wenn du eine gefallene Sicherung im Hausanschlussraum vermeiden willst, lass dort eine Neozed-Sicherung setzen, die wird nur bei einem massiven Kurzschluss mit durchbrennen, und dann hast du eh andere Probleme.
Bei Überlast kommt in der Regel immer der nachgeschaltete LSS mit C16 (C16 wäre jedenfalls meine Empfehlung).
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Nichts ist so dringend, als dass es morgen nicht noch dringender wäre.
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Re: AW: Absicherung Ladesteckdose CEE bzw. Typ 2-Wallbox

Beitragvon Hasi16 » Sa 21. Dez 2013, 13:03

molab hat geschrieben:
FI und LSS arbeiten unabhängig voneinander. Eine Schuko - Dose würde ich zwar eher mit 13A absichern, kann man ja in Reihe schalten im Kasten. Wenn es vom Platz her nicht anders geht und nur Du den Schlüssel hast, geht sonst notfalls auch die 16A Absicherung. Viele Schukos sind 16A abgesichert - und schmelzen bei 15A Dauerlast, ohne dass eine Sicherung auslösen würde. Egal ob träge oder nicht. Bei 16A Absicherung musst Du halt wissen, wofür Du die Schuko nimmst... zum Laden mit >13A jedenfalls nicht :-)


Hallo,

es ist desöfteren zu lesen, dass Schuko-Stecker 16A auf Dauer nicht packen. Nach langer Recherche habe ich nur herausgefunden, dass der Aufdruck 16A (10A) bedeutet, dass 16A Wechselstrom und 10A Gleichstrom zulässig sind.
Da in der Regel Schukos mit 16A abgesichert sind wundert es mich sehr, dass "das mutmaßlich schwächste Glied" in der Kette 16A nicht aushalten soll.
Sorry, aber für so fahrlässig halte ich die VDE nicht... insbesondere als normaler nicht-Elektriker kann man das gar nicht wissen.
Daher meine Frage: In welcher Norm steht, dass Schukos 16A Dauerlast nicht aushalten?

Viele Grüße
Hasi16
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Re: Absicherung Ladesteckdose CEE bzw. Typ 2-Wallbox

Beitragvon mlie » Sa 21. Dez 2013, 14:19

Da gibt es keine Norm für, die 16A sind problemlos auch von SchuKo ertragbar, WENN man nicht die Baumarktscheisse nimmt UND der Stecker auch vernünftig angeklemmt ist.

in der Praxis sind mehr als max. 13 A für Schuko nicht auf Dauer zu schaffen. Und wenn die Steckdose schon älter ist, kannst du deinen Schuko-Prospekt gleich zweimal vergessen.

Ist so ähnlich wie die 170km Reichweite vom Kangoo, du kannst gerne eine Reise mit 167 km Strecke bei vollem Akku planen und auf die Papierwerte bestehen, wenn du mitten im Wald auf die ZE-Services wartest. Die Macht des Faktischen hat dich dann genauso eingeholt wie bei einem Schukostecker an 16A...
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Re: AW: Absicherung Ladesteckdose CEE bzw. Typ 2-Wallbox

Beitragvon Joe-Hotzi » Fr 24. Jan 2014, 00:30

Hasi16 hat geschrieben:
... Nach langer Recherche habe ich nur herausgefunden, dass der Aufdruck 16A (10A) bedeutet, dass 16A Wechselstrom und 10A Gleichstrom zulässig sind.
Daher meine Frage: In welcher Norm steht, dass Schukos 16A Dauerlast nicht aushalten?

Ich weiß nicht recht, wo Du das "recherchiert" hast, aber die 16A(10A) bedeuten:
- 16A kurzzeitige Belastung
- 10A Dauerbelastung

Das Schukosystem ist m.W. überhaupt nicht für Gleichstrom :? vorgesehen sondern für AC 230V /16A max.

Selbst die angegebenen 10A/2,3kW sind für billige Schukokomponenten oft ein Grund zum "Dahinschmelzen". Die Norm spezifiziert "Dauerlast" mit 6Stunden bspw. nennt sich die blaue CEE 230V/16A Steckverbindung /Camping/Caravan) auch L+N+PE, 6h. Diese Aussage findest Du für Schuko nicht. Die Kontaktierung ist bei Schuko nur punktuell und die Alterung tut ein übriges ...

Die 230V Kreise werden (in D) mit 16A abgesichert - also müssen die "Anbauteile" auch 16A/3,6kW verkraften - aber eben nicht als Dauerlast. Und die "kurzzeitige Belastung" wird in China wohl anders definiert als in Deutschland.

Es gibt durchaus die Möglichkeit, beschwerdefrei mit Schuko etwas mehr als 2,3kW zu nutzen nach meiner Erfahrung durch:
- hochwertige Stecker mit Schraubkontaktierung und Aufnahmemöglichkeit 2,5qmm oder größer
- Herstellerzulassung für 16A bspw. mit stärkeren Kontaktfedern (oft bei Dosen in hochwertigen Baustromverteilern)
- Solide Gehäuse (bspw. kein PVC!, also "Vollgummi", Duroplast wie "Amaplast" o.ä.)
- Hammerzeichen - Kennung für erschwerte Bedingungen ...

Wichtig ist m.E., die Zuleitung im Stecker (bei Ladedosen natürlich möglichst auch, kann man aber eben nur daheim beeinflussen) IMMMER in 2,5qmm oder stärker auszuführen, nicht wegen der ohmschen Verluste. Zur Not nur auf 20-30cm (evtl. Adapter auf das sichere CEE). Denn durch das Leitungskupfer wird evtl. entstehende Wärme (Du kennst ja die Qualität der Dose meist nicht) abgeführt. Klar geht bei hochwertigen Teilen auch 1,5qmm - aber wenn Du unterwegs einem Stromspender die Dose ruinierst, bekommt der nächste wohl kaum noch "Saft". Von Brandgefahr mal abgesehen.
Dateianhänge
Schuko-Stecker_2x_freigestellt-beschriftet.jpg
Das sind Stecker, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe. Achtung: Den Mennekes gibt es gleichaussehend in schlechterer Billigausführung mit PVC!
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