32A-Stecker lädt nicht an 32A-Säule

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Re: 32A-Stecker lädt nicht an 32A-Säule

Beitragvon Berndte » So 26. Okt 2014, 21:04

bm3 hat geschrieben:
editiert: Auf Seite des Autosteckers nochmal PP nach PE kodieren ? Ich denke das wird gar nicht ausgewertet vom Auto bezüglich Ladestrom, die Pulslänge auf CP wird ausgewertet, das bringt nichts.


Hallo,

der Zoe wertet den entsprechenden Widerstand zwischen PP und PE definitiv aus.
Selber ausprobiert, man kann damit auch noch zusätzlich den Ladestrom stufenlos und unverzüglich einstellen.

Hier mal zwei getestete Zwischenwerte zusätzlich zu den offiziellen Einträgen bei Wikipedia:
150 Ohm -> 36A
147 Ohm -> 40A

Gruß Bernd
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Re: 32A-Stecker lädt nicht an 32A-Säule

Beitragvon graefe » So 26. Okt 2014, 22:40

mlie hat geschrieben:
@graefe
Die ladestation kann den Stromfluss NICHT drosseln. Die Ladestation kann das Auto bitten, nicht mehr als 20A zu ziehen und sich drauf verlassen. Verlässt sich die Station nicht drauf, wird der Stromfluss nicht freigegeben. Und das ist der Fall bei "deiner" Säule. ...


Die RWE-Säulen akzeptieren mein 20A-Kabel. Ist RWE nun ein Sicherheitsrisiko eingegangen? Ich würde das gerne wissen, weil ich sonst die Stadtwerke Düsseldorf bitten würde, deren Ladesäulen anzupassen.

Das das andere Ende belegt ist vom Smart ist naturlich doof. Aber besser als am besten noch ohne Schnelllader den 22kW Port zu blockieren wie bei den eDOWNS! der Metropolregion...


Naja. Die anderen können schön die "22kW-Seite" belegen (meinetwegen sogar mit Schuko), dann bleibt der 11kW-Anschluss für mein 16A-Kabel frei. ;)

Irgendwie ist das alles nicht gut gelöst. Wenn es stimmt, dass manche 11kW-Ports auch keine "zu großen" (32A) Kabel akzeptieren (http://www.goingelectric.de/forum/ladeequipment/projekt-umcodierbares-ladekabel-16a-32a-63a-t561.html#p5641), dann wäre der Irrsinn perfekt. Wie soll sich das Elektroauto so bei der Masse durchsetzen?

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Re: 32A-Stecker lädt nicht an 32A-Säule

Beitragvon STEN » Mo 27. Okt 2014, 00:17

[quote="graefe"
Die RWE-Säulen akzeptieren mein 20A-Kabel. Ist RWE nun ein Sicherheitsrisiko eingegangen? Ich würde das gerne wissen, weil ich sonst die Stadtwerke Düsseldorf bitten würde, deren Ladesäulen anzupassen.
[/quote]

Dann besteht wirklich ein Sicherheitsrisiko, wenn diese dir dann die 22kW freigeben.

Megamist ist natürlich, wenn eine 11kW Säule ein 32A oder ein 63A Kabel ablehnt.

Hintergrund der ganzen scheinbaren Ungereimtheiten ist, dass der ladesäulenseitige Leitungsschutz umgeschaltet werden muss, wenn ein schwächeres Kabel gemeldet wird. Bei den Kombisäulen wird bei Meldung eines Kabel mit einer Stromtragfähigkeit kleiner 32A und größer gleich 16A extra ein anderes Schütz aktiviert um Sicherungen mit 16A/Phase in den Strompfad zu schalten.

Viele Säulen können dies nicht, und akzeptieren nur Kabel >= 32A.
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Re: 32A-Stecker lädt nicht an 32A-Säule

Beitragvon Hasi16 » Mo 27. Okt 2014, 09:26

STEN hat geschrieben:
Dann besteht wirklich ein Sicherheitsrisiko, wenn diese dir dann die 22kW freigeben.

Hi,

das stimmt so nicht ganz. Berndte schrieb oben, dass der Wagen den Widerstand ausliest. Auch das stimmt in der Regel so nicht (wobei ich das bei der Zoe nicht weiß).

Der Ladecontroller gibt per PWM-Signal die Info ans Auto, was sich der Wagen maximal ziehen darf (also wie viel Ampere). So wird ja auch lastabhängiges Laden an PV-Anlagen realisiert.
Jetzt ist die Frage: Ist ein ausreichender Leitungsschutz gegeben, wenn die Säule 32 A kann, das Auto auch, das Ladekabel aber nur 20 A hergibt? Das Auto wird sich an die 20 Ampere halten, da die Säule genau das vorgeben wird. Manche Ladesäulenbetreiber sehen es so, andere so.

Viele Grüße
Hasi16
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Re: 32A-Stecker lädt nicht an 32A-Säule

Beitragvon Hasi16 » Mo 27. Okt 2014, 09:28

STEN hat geschrieben:
Dann besteht wirklich ein Sicherheitsrisiko, wenn diese dir dann die 22kW freigeben.

Hi,

das stimmt so nicht ganz. Berndte schrieb oben, dass der Wagen den Widerstand ausliest. Auch das stimmt in der Regel so nicht (wobei ich das bei der Zoe nicht weiß).

Der Ladecontroller gibt per PWM-Signal die Info ans Auto, was sich der Wagen maximal ziehen darf (also wie viel Ampere). So wird ja auch lastabhängiges Laden an PV-Anlagen realisiert.
Jetzt ist die Frage: Ist ein ausreichender Leitungsschutz gegeben, wenn die Säule 32 A kann, das Auto auch, das Ladekabel aber nur 20 A hergibt? Das Auto wird sich an die 20 Ampere halten, da die Säule genau das vorgeben wird. Manche Ladesäulenbetreiber sehen es so, andere so.

edit: Am besten man achtet bei Ladekabelkauf darauf, dass man ein 32 A-Kabel nimmt, auch wenn der Wagen nicht so viel kann. Dann hat man garantiert kein Problem.
Und noch eine Anmerkung: Ein- oder dreiphasig ist egal und habe ich auch nicht erwähnt, da hier wirklich nur die Stromstärke und nicht die Spannung oder die Anzahl der Phasen zählt.

Viele Grüße
Hasi16
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Re: 32A-Stecker lädt nicht an 32A-Säule

Beitragvon STEN » Mo 27. Okt 2014, 10:35

Hasi16 hat geschrieben:
Jetzt ist die Frage: Ist ein ausreichender Leitungsschutz gegeben, wenn die Säule 32 A kann, das Auto auch, das Ladekabel aber nur 20 A hergibt? Das Auto wird sich an die 20 Ampere halten, da die Säule genau das vorgeben wird. Manche Ladesäulenbetreiber sehen es so, andere so.
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Eben nicht, da ein Fehlerfall auch im Auto auftreten kann, und dann brennt das Kabel und die Sicherung
löst nicht aus.
Und die Ladesäulenbetreiber haben hier übrigens gesetzlich keinen Freiraum. Ein 20A Kabel darf nur an einer 11kW
(oder kleiner) Säule freigegeben werden.
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Re: 32A-Stecker lädt nicht an 32A-Säule

Beitragvon EVplus » Mo 27. Okt 2014, 10:45

STEN hat geschrieben:
... und dann brennt das Kabel und die Sicherung löst nicht aus.



32A Kabel mit 2,5 mm² Kabelquerschnitt ....so ein Kabel hält viel aus.

CEE32A ,2,5mm.jpg
Quelle : amazon
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Re: 32A-Stecker lädt nicht an 32A-Säule

Beitragvon Hasi16 » Mo 27. Okt 2014, 10:50

STEN hat geschrieben:
Und die Ladesäulenbetreiber haben hier übrigens gesetzlich keinen Freiraum. Ein 20A Kabel darf nur an einer 11kW
(oder kleiner) Säule freigegeben werden.

Mag sein, aber praktisch machen es doch viele Ladesäulenbetreiber anders.
An einer 43 kW-Säule dürfte man dann ja auch nicht mit einem 22 kW-Kabel laden.
Und sind crohm-Boxen eigentlich am Rand der Legalität?

Ich denke, dass das Auto hier das elektronische Equipment an Bord hat den LS sicherzustellen. Aber wo steht das geschrieben? Weder deine noch meine Aussage kann ich verifizieren!

Viele Grüße
Hasi16
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Re: 32A-Stecker lädt nicht an 32A-Säule

Beitragvon Hasi16 » Mo 27. Okt 2014, 10:54

EVplus hat geschrieben:
32A Kabel mit 2,5 mm² Kabelquerschnitt ....so ein Kabel hält viel aus.

Ist da nicht nur 20 Ampere zulässig?!
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Re: 32A-Stecker lädt nicht an 32A-Säule

Beitragvon PowerTower » Mo 27. Okt 2014, 13:31

Der elektrische Verbraucher hat niemals (!) für die elektrische Sicherheit zu sorgen. Dass ein E-Auto natürlich mehr Probleme als ein Wasserkocher erkennen kann ist bekannt, ändert aber nichts an den Vorschriften nach DIN VDE 0100.

Demnach muss die Ladeinfrastruktur die Schutzeinrichtung übernehmen.

Eine 43 kW (63 A) Ladesäule darf selbstverständlich auch ein 32 A und 20 A Ladekabel freigeben, wenn - und das wurde hier schon richtig erwähnt - die Ladesäule mit den notwendigen Leitungsschutzschaltern und entsprechender Umschalttechnik mit Schützen ausgerüstet ist. Bei 43 kW Ladesäulen stellt sich die Frage meist nicht, weil das Kabel fest montiert ist (Ausnahmen bestätigen die Regel). Ebenso machen das z.B. die RWE Säulen, denn die akzeptieren sowohl das 32 A kodierte Kabel als auch das 16 A kodierte Kabel, weil die notwendige Schutzausrüstung für beide Fälle integriert ist.

Besitzt eine Ladesäule nur einen 32 A Leitungsschutzschalter und man schließt ein 20 A kodiertes Ladekabel an, muss der Ladevorgang verweigert werden, weil im Fehlerfall das Ladekabel überlastet werden kann, ohne dass dabei der Leitungsschutzschalter auslösen muss. Anders herum darf eine Ladesäule mit 16 A Absicherung den Ladevorgang mit einem 32 A Kabel nicht verweigern.

Das ist auch alles kein Problem, wäre da nicht eine Sache: der Elektromobilist sieht eine Typ2 Steckdose und verbindet sein Fahrzeug. Der Ladewunsch wird abgelehnt, weil die Ladesäule sich nicht auf das Ladekabel einstellen kann. Nur leider sieht man von außen nicht unbedingt, ob die Ladesäule das Kabel akzeptiert oder nicht. Bei Vattenfall ist es z.B. aufgedruckt, eine Seite 16 A und die andere Seite 32 A. Ist die 16 A Seite belegt und ich will mit meinem 20 A Kabel an der 32 A Seite laden, wird das nicht funktionieren. Ein sehr unbefriedigender Zustand. Bei CEE ist das einfach zu unterscheiden, da gibt es für jede Leistung eine Steckdose unterschiedlicher Größe. Bei Typ2 sieht man das nicht. Da kann sich Lieschen Müller in Zukunft noch den Kopf zerbrechen.

Genau aus diesem Grund (und weil es billig war) habe ich jetzt auf 32 A Kabel umgerüstet. Das verlinkte Kabel bei Amazon darf nicht mit 32 A betrieben werden. Dies ist durch die Tabelle der Verlegearten definiert (In ist teilweise nicht korrekt, Iz passt aber soweit). Für 32 A braucht es mindestens 4 mm² (Renault ZOE), besser 6 mm² (BMW i3).
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