11kw Lader mit falscher Spannung

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11kw Lader mit falscher Spannung

Beitragvon Cavaron » Sa 21. Sep 2013, 11:32

Hi Leute - ich habe mir in einer Nacht- und Nebelaktion (es musste schnell gehen, aber es war legal ;) ) einen 11kw Drehstromlader gesichert. Leider stellte sich dann hinterher raus, dass er für mein EV eine zu geringe Spannung hat bzw. sich nicht in so hohem Rahmen anpassen lässt (läuft bei 72v bis ca. 88v, ich brauche aber 213v). Hat jemand eine Idee, was man da machen kann? Verkauf oder Tausch liegt nahe, aber vielleicht gibt es auch eine Lösung mit einem DC-Spannungswandler? Leider aber offensichtlich verstehe ich nicht all zu viel von der Elektrik.
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Re: 11kw Lader mit falscher Spannung

Beitragvon bm3 » Sa 21. Sep 2013, 12:06

Hallo,
welcher Hersteller / Typ ist es ?
Dürfte höchstwahrscheinlich sehr schwierig mit einer Anpassung werden.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: 11kw Lader mit falscher Spannung

Beitragvon Cavaron » Sa 21. Sep 2013, 12:20

NG9 von Zivan, leider das alte Modell. Das Neue kann größere Spannungsbereiche abdecken. Mit dem Hersteller hatte ich schon Kontakt, an dem Gerät selbst kann man wohl schlecht bis garnicht irgendwas umbauen (Aussage: ein Neues kommt sie billiger). Mh... tjo... will jemand tauschen? :|
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Re: 11kw Lader mit falscher Spannung

Beitragvon Rumstromerer » Sa 21. Sep 2013, 19:49

Das Gerät sieht interresant aus, leider habe ich nicht viel was ich zum Tausch anbieten könnte.

Wäre das Gerät denn grundsätzlich für Bleiakkus (derzeit 36 Zellen * 150Ah) und LiFePO4 (geplant 24 Zellen * 160Ah oder 200Ah) verwendbar?
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Re: 11kw Lader mit falscher Spannung

Beitragvon Cavaron » Sa 21. Sep 2013, 22:33

Hi Rumstromerer, hast ne PN.
Nachtrag dazu: 36 Blei-Zellen (bzw. generell alle Akku-Arten) gehen nicht, wenn der Spannungsbereich nicht zwischen 72 und ca. 80V liegt. Was sind es denn für Zellen und wie geschaltet? Also angenommen es wären 6V-Akkus von denen immer drei parallel geschaltet sind, dann wären es ja 72V und es ginge. Bei LiFePo geht es, wenn alle 24 in Reihe sind (3,2Vx24=76,8V).
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Re: 11kw Lader mit falscher Spannung

Beitragvon Drehstrom-Ivan » Mi 22. Jan 2014, 13:49

Dazu noch der obligatorische Hinweis:
Wer im Umgang mit solchen Spannung nicht geübt ist, sollte von solch einem Eigenbau Abstand nehmen. Hierbei hat man es mit potentiell tödlichen Spannungen zu tun, also nichts für Unbedarfte!
Guy
---

Grundsätzlich, geladen wird nicht mit Spannung, sondern mit STROM !
Die Spannung stellt sich an den Batterie-Klemmen automatisch an und wird von der
Steuer-Elektronik ausgewertet. Schon was von den Charge Curves gehört?
Wie kann man überhaupt irgendwas basteln, vovon man keine Ahnung hat?!

Ich hab auch Keine Ahnung, was für eine Battery du hast (213V ?),
für das Laden mit Drehstrom brauchs du nur 3 Dioden (eine pro Phase) und einen Widerstand.
Nach der Gleichrichtung des Drehstrom (halbe Welle pro Phase) hast du 320V DC.
In Reihe wird ein Widerstand geschaltet, der den Ladestrom bestimmt und die "Überspannung" verbrennt.
Also, willst du z. B. mit 10A laden, dann ist R=(320-213)/10=11 Ohm (und P=I²*R=1,1 kW verbrannte Leistung!)
Klar, die Batterie ist NICHT! galvanisch vom Netz getrennt.
Dafür hast du aber auch keinen LADER gebraucht!
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Re: 11kw Lader mit falscher Spannung

Beitragvon mlie » Mi 22. Jan 2014, 17:50

1. Wird seit etlichen Monden mit 6 Dioden an geladen, wenn überhaupt. Heutzutage geht das über Schaltnetzteile alleine wegen der PFC ab 60W Wirkleistung.
2. Wäre dein Laborversuchsaufbau durch die extremen Oberwellen im Netz ganz verboten. Im Gegensatz zu so ein bißchen 32A-Schieflast störst du dabei sogar echte andere Leute.
3. Wird dein Li-Akku über den Ripple nicht erfreut sein.
4. Glaubst du ernsthaft, wenn das so leicht wäre, würde Brusa und Konsorten für etliche hundert Euro beste Technik in das NLG5/6 einbauen und verkaufen? Das Ding ist vollgestopft mit überwachungs-, Ladekurven- und Sicherheitstechnik.
5. Verheizen wertvoller Energie in einem Widerstand ist bei geringen Strömen wie bei LED sinnvoll, bei der Größenordnung, die du da zurechtgerechnet hast, hättest du die Sinnfreiheit erkennen müssen.

Bei Bleiakkus mag so ein russisches Ladegerät funktionieren, da ist echt kaum was drin, aber hier wurde von Lithiumzellen geredet, die benötigen dringend mehr Betüdelung als einen Widerstand.
170 Mm elektrisch ab 11/2012.
Ein Eckpfeiler kann durchaus rund sein. Beethovens Neunte war übrigens NICHT ein Fräulein Hochleitner aus Passau...
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