Kia Soul EV jetzt noch kaufen?

Re: Kia Soul EV jetzt noch kaufen?

Beitragvon Widdy2000 » Sa 11. Mär 2017, 15:07

R_aus_S hat geschrieben:

Irgendwie scheinen sich also alle alle an 400V - 5% = 380V heranzutasten, vielleicht auch, weil es in diesem Spannungsbereich jede Menge bewährte und preiswerte Bauteile aus dem normalen Stromnetz gibt.

Roland


Die Spannung des 3 Phasen Wechselstromnetzes von 230/400 Volt hat mit der DC Akkuspannung von um die 400 Volt nix zu tun bzw. limitiert die Spannung des Wechselspannungsnetz noch lange nicht die Ladespannung.

Die 400 bzw. 230 Volt die Du kennst und mit einem beliebigen Multimeter messen kannst sind der Effektivwert der Spannung.
Wenn man nun die Wechselspannung bzw. die 3 phasige Wechselspannung auf einen Gleichrichter gibt und diesen zur Glättung Kondensatoren verpasst, wird aus:

230 Volt Wechselspannung rund 325 Volt Gleichspannung
und
aus 400 Volt Wechselspannung rund 565 Volt Gleichspannung.

abzüglich (Spannungsfall an den Dioden/Tyristoren) der Gleichrichterschaltung.

Denn die Kondensatoren laden sich bis zum Spitzenwert der Wechselspannung auf. Dieser ist um den Faktor Wurzel 2 höher als der Effektivwert.

Auch ist es bei der heutigen Leistungselektronik kein Problem mehr Spannungen entsprechend hochzutransformieren (auch Gleichspannungen).

Es steht also genug Ladespannung aus dem normalen öffentlichen Stromnetz zur Verfügung.

Die Wahl der DC Batteriespannung hängt wohl von 2 Faktoren ab.

Hohe Spannung bedeutet weniger Strom bei gleicher Leistung.
Bedeutet. Leiterquerschnitte etc. können kleiner gewählt werden.
=> Spart Gewicht!
Jedoch müssen Isolierungen stärker ausgelegt werden.
Abstände der Leiterbahnen auf Platinen und Abstände der Anschlüsse/Verbindungen im Akku müssen vergrößert werden.
=> Kostet Platz!

Niedrigere Spannung bedeutet mehr Strom bei gleicher Leistung.
Hat die gegenteiligen Auswirkungen wie mehr Spannung.

Es gilt hierbei sicherlich den richtigen Mittelweg zwischen Platzersparnis/Gewichtseinsparung/Entwicklung der Verlustleistung/ etc. zu finden...


Ich denke jedoch auch an länderspezifische Vorgaben was mitunter die verwendeten Akkuspannungen betrifft.
Vergessen darf man natürlich auch nicht die USA.
Hier beträgt die Netzspannung nur 120/360 Volt AC da sind dann natürlich ohne größere DC/DC Wandler keine so hohen Ladeabschlußspannungen drin wie bei uns.
Zuletzt geändert von Widdy2000 am Sa 11. Mär 2017, 15:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kia Soul EV jetzt noch kaufen?

Beitragvon Widdy2000 » Sa 11. Mär 2017, 15:22

Solarstromer hat geschrieben:
Ich habe mich auch schon gefragt, weshalb die 500V nicht näherungsweise ausgenutzt werden. Das würde schließlich die Ladeleistung erhöhen und die Ladezeit verkürzen. Ob die DC Ladegeräte die 500V wirklich können?


Mehr Spannung bedeutet mehr Zellen in Reihe zu schalten.
Mehr Zellen in Reihe bedeutet auch wieder einen größeren Innenwiderstand des Akkus.
Das wiederum begrenz den Ladestrom und erzeugt beim Laden und auch beim Entladen Verluste in Form von Wärme.

Es gilt auch hier den Mittelwert zu finden.
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Re: Kia Soul EV jetzt noch kaufen?

Beitragvon R_aus_S » Sa 11. Mär 2017, 17:24

Weg. hat geschrieben:
PowerTower hat geschrieben:
...
Die Schnellladesäulen können überwiegend 500 V DC liefern. Warum man die Fahrzeuge branchenweit auf etwa 300-380 V Nennspannung auslegt, kann ich dir auch nicht plausibel begründen. Möglicherweise ist das tatsächlich den Kosten geschuldet oder ein Tribut an bestimmte länderspezifische Vorgaben.


Für die Schnellladesäulen ist die Ladeschlussspannung des Akkupacks interessant, die wird beim 30kWh Soul bei rund 410-420V liegen.
Da ist aber immer noch genügen Luft nach oben.

Stimmt, Du hast recht - die angegebene Spannung von 375V ist _nicht_ die Ladeschlussspannung. Trotzdem komisch, dass es in so kleinen Schritten Richtung 500V geht, die laut Chademo-Spec möglich sind. Aber vielleicht ist es auch die Angst vor Toleranzen und Spannungsabfall auf dem Weg vom Lader zum Akku, die die Hersteller einen Sicherheitsabstand einhalten lässt (und Kia hat den Abstand jetzt eben etwas verringert).

Das mit dem höheren Innenwiderstand (was hier schon genannt wurde) stimmt zwar, dafür habe ich bei gleicher Leistung aber einen niedrigeren Strom und für mich sieht das so aus, als würde es dadurch sogar besser: Beispiel 1kW aus der Batterie ziehen bei 100V und 10A und fiktiven 1 Ohm Innenwiderstand macht P = I^2 *R = 100W Verlust (die Spannung geht also auf 90V runter und es kommen noch 900W an), während das gleiche bei 200V, 5A und dann 2 Ohm Innenwiderstand nur noch 50W Verluste kostet (die Spannung geht auf 190V runter und es kommen noch 950W an).
noch ohne E-Auto :(
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Re: Kia Soul EV jetzt noch kaufen?

Beitragvon Solarstromer » Sa 11. Mär 2017, 19:27

Weg. hat geschrieben:
Nur in Fällen wo der Strom, also die 125A bei den 50kW Säulen, die Begrenzung ist, würde es die Ladezeit verkürzen.


Die meisten DC-Ladesäulen zeigen Strom und Spannung nicht an, die DBT machen es aber. Soweit ich mich erinnere, habe ich an diesen Säulen noch nie Ströme über 115A gesehen. Wenn die Ladeschlussspannung z.B. 400V ist, dann wäre das eine Ladeleistung von 46kW.

Nur, die Ladeschlussspannung wird beim bisherigen Soul EV erst bei ca. 74% SOC erreicht. Wenn die Ladespannung z.B. bei 380V ist, dann sind das nur 43,7kW.

In beiden Fällen ist man eben deutlich entfernt von 50kW Ladeleistung.

Da geht der überarbeitete Soul EV schon in die richtige Richtung. Ich kenne die Ladeschlussspannung von den Soul Zellen jetzt nicht genau. Nehmen wir mal 4,15V an, dann sind das bei 100 in Reihe geschalteten Zellen 415V. Bei 115A sind das 47,7kW. Das ist natürlich besser als die 46kW, aber halt immer noch keine 50kW.

Ich verstehe es nicht, weshalb die Hersteller die 500V nicht näherungsweise ausnutzen.
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