Akku-Jungbrunnen ?

Akku-Jungbrunnen ?

Beitragvon Gaggl » Mi 18. Okt 2017, 08:42

Hallo,
in der neuen RADWELT, Hauszeitschrift des ADFC, ( Allgemeiner deutscher Fahrradclub ). steht ein Artikel über PEDELEC-Akkus.
Hier wird die These vertreten das ein Aufladen des Akkus meistens nur bis 80 % die Lebensdauer desselben " verdoppeln " würde.
Bauweise ist ja ähnlich wie im PKW. Frage an die Spezialisten in der Elektro-elektronischen Welt : Kann das sein ????
Oder eher Fake ?
Grüße....
Gaggl
 
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Re: Akku-Jungbrunnen ?

Beitragvon E-lmo » Mi 18. Okt 2017, 08:47

Das wird bei den Fahrzeug-akkus schon so gehandhabt.
Angezeigte 100% sind nie reale 100% Akkustand.
Seit Mai 2016 mit einem e-UP unterwegs
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Re: Akku-Jungbrunnen ?

Beitragvon Fire » Mi 18. Okt 2017, 08:47

Ja, das ist durchaus so dass es dem Akku besser tut im mittleren Bereich geladen zu werden. Ob die Grenze nun genau bei 80% ist darüber lässt sich natürlich streiten. Bei den Autos ist es aber so dass die Hersteller daran auch von sich aus schon gedacht haben und deshalb ein Unterschied zwischen Nettokapazität und Bruttokapazität besteht.
Wenn der Akku 100% voll anzeigt dann sind das effektiv vielleicht nur 90 oder 95%.
Den Luxus nur bis 80% zu laden gönnt sich heute allerdings keiner mehr. Bei meinem alten Ampera ist das noch so aber das war eines der ersten Autos dieser Art und man hatte noch recht wenig Erfahrung. Ausserdem ist der Akku recht klein und muss deshalb auch mehr Zyklen vertragen als z.B. ein Tesla Akku.
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Re: Akku-Jungbrunnen ?

Beitragvon Sams » Mi 18. Okt 2017, 08:52

Man sollte einen Akku weder ganz voll noch fast leer längere Zeit stehen lassen.
Sonntagsausflug mit dem Pedelec, danach Akku auf 100% voll laden und erst nach 2 Wochen wieder nutzen? Dann steht der Akku mit der höchsten Spannung in den Zellen, was auf Dauer nicht optimal ist.
Gleiches gilt natürlich auch für das Auto: 100% voll laden und dann 2 Wochen in Urlaub fliegen... oder auf 2% leer fahren und 2 Wochen in Urlaub fliegen: nicht gut.

Nutzt du dein Auto täglich gibt es das Problem mit dauerhaft zu hoher oder zu niedriger Zellspannung nicht.

Die in den PKW verwerndeten Batterie-Management-Systeme dürften generell aber auch qualitativ höherwertig sein als am Pedelec, bei regelmäßiger Nutzung sollten 100% kein Problem darstellen und wird von den Herstellern ja auch empfohlen, regelmäßig das Balancing durchzuführen (was eben bei 100% Ladung passiert).
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Re: Akku-Jungbrunnen ?

Beitragvon Helfried » Mi 18. Okt 2017, 09:00

Fire hat geschrieben:
Ob die Grenze nun genau bei 80% ist darüber lässt sich natürlich streiten.


Natürlich gibt es keine fixe Grenze. Ab vielleicht 70% geht die "Schädlichkeitskurve" exponentiell nach oben. Bei jeder Exponentialkurve gibt es sozusagen eine scharfe Stelle in der Kurve, ab der man diskutieren kann. Es ist ähnlich wie beim Benzinverbrauch auf der Autobahn. Dieser steigt exponentiell, aber man kann nicht sagen 127 km/h ist super gut, und 132 km/h ist gaaaanz böse im Verbrauch.

Natürlich muss man auch Pedelecs hie und da auf 100% laden wegen des Zellenausgleichs. Aber bitte nicht den ganzen Winter, wie man es häufig bei Hausfrauen mit Hund sieht.
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Re: Akku-Jungbrunnen ?

Beitragvon Gaggl » Mi 18. Okt 2017, 17:06

Danke für die vielen Antworten, ist immer wieder wohltuend zu sehen wie vital das Forum ist.
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Re: Akku-Jungbrunnen ?

Beitragvon R4MP » Do 19. Okt 2017, 22:47

Naja "normale" Akkus muss man selbst "pflegen". Aber lest doch nur mal beim Soul Schnellladevorgänge und normale Ladevorgänge per OBD aus und beobachtet das BMS. Da ist erst einmal die theoretische geladene Akkukapazität und dann die Praktische. Da liegen beim 27kW Modell locker 5% zwischen. Genug Reserve für Rekup. und auch um nicht überladen zu werden. Die Temperatur, Ladegeschwindigkeit, Ladespannung und Ladestärke wird so fein geregelt. Ich mache mir derzeit keine Sorgen das der Akku nach 100 000km nur Ansatzweise unter die Angabe des Herstellers von 27kW fällt.
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