Wer steigt auf Ioniq um, wenn AC-Lader > 22 oder mind. 11kW

Re: Wer steigt auf Ioniq um, wenn AC-Lader > 22 oder mind. 1

Beitragvon DonDonaldi » Mi 8. Mär 2017, 14:03

Karlsson hat geschrieben:
Diese Säulen rechnen sich nicht, weil das Verhältnis Invest zu Umsatz nicht passt.
Bei DC Säulen ist der Invest nun aber deutlich höher, die Umsätze müssten erheblich höher sein.
Das ist IMO unrealistisch. Diese Lader werden sich vermutlich nur an sehr belebten Standorten rechnen und das auch erst wenn es wesentlich mehr E-Autos gibt und diese auch wesentlich größere Akkus haben.

Der Invest pro Umsatz erscheint mir bei Typ2 und Fahrzeugen mit 22kW Lader ein Optimum zu bilden.


Nein genau das wird sich durchsetzen. Es wächst ja bereits und es geht weiter. Mit DC lässt sich viel Geld verdienen. Wenn man 100km in deutlich weniger als 5 Minuten laden kann kostet das was, aber die meisten werden es nutzen weils bequem(er) ist. Für den Staat und Anbieter und Hersteller natürlich auch. Ein Ladestandard statt dem aktuellen Chaos. DC und CCS hat zumindest in Europa Zukunft.
Die Akkus müssten dann nicht zwangsläufig so groß werden. 50kW würden lockerst reichen in Kombi mit starkem CCS DC.
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Re: Wer steigt auf Ioniq um, wenn AC-Lader > 22 oder mind. 1

Beitragvon midget77 » Mi 8. Mär 2017, 14:22

Sich zu freuen, dass man an DC mehr und immer mehr bezahlen wird “dürfen“ ...
;-)
@DonDonaldi
Ich möchte Onkel Dagobert als DC-Tankstellenbetreiber nicht unnötig die Golddukaten in den Rachen werfen.

Mit AC 22 kW- Lader hast du zumindest die Chance privat auch unterwegs zu laden.
Oder bei Kurzbesuch, Einkauf, etc. - ohne ZEITVERLUST
Zuletzt geändert von midget77 am Mi 8. Mär 2017, 14:35, insgesamt 1-mal geändert.
aus der DC-Ladewüste :roll:
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Re: Wer steigt auf Ioniq um, wenn AC-Lader > 22 oder mind. 1

Beitragvon Twizyflu » Mi 8. Mär 2017, 14:27

midget77 hat geschrieben:
Sich zu freuen, dass man an DC mehr und immer mehr bezahlen wird “dürfen“ ...
;-)


Machen wir es so:
MEHR von jeder Lademöglichkeit - ganz einfach.

Denn auch wenn sie da steht: Du musst sie ja nicht nutzen.
Irgendwer wirds aber und es verkaufen sich ja Leaf, BMW i3 und eben IONIQ genauso :)
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Re: Wer steigt auf Ioniq um, wenn AC-Lader > 22 oder mind. 1

Beitragvon AbRiNgOi » Mi 8. Mär 2017, 14:33

Rein objektiv, aus 43AC ladefähiger EV Sicht:

1.) 22kW sind zu wenig für die Fernreise, 43kW gerade noch verträglich, mit der 41kWh Batterie will ich die 22kW Ladesäulen glaub ich gar nicht mehr.
2.) Die 43kW AC Lademöglichkeiten gibt es erst seit Einführung der DC Ladestationen flächendeckend. Ob die jemals gekommen wären ohne DC Förderung ist reine Spekulation, ich denke aber nicht.
3.) Bei größeren Batterien ist 43kW zu wenig, bei AC aber leider das Allzeit Maximum.
4.) Für wirkliche Fernreisen bringt AC wieder nix, weil es dann gar kein Drehstromnetz gibt (habe ich bei meiner Griechenland Planung bemerkt... alles nur 1P, außer vielleicht ein paar wenige in Athen)
5.) Die Automobilindustrie hat sich in Europa auf CCS geeinigt, (durch Europa wurden sie geeinigt) und daher wird diese jetzt aufgebaut. Der Start von 100kW ist schon passiert.

Und nun zur Nostalgie: Es war einmal schön, das Land voll gestopft mit 22kW AC Ladestationen. Jeder Bürgermeister der etwas auf sich hält baut sich eine 22kW AC Station vor das Rathaus. Banken machen Werbung mit Ladestationen. Ich habe Ortschaften gesehen, die ich ohne dieses Suchspiel nach Ladestellen nie gesehen hätte. Wer kennt Hof in Salzburg? Melk? Hartberg, Göppingen, und vorallem: Labin in Kroatien! Wunder schön, es war einmal und es war einmal schön. Aber jetzt will ich einfach nur fahren, sooo toll ist Göppingen jetzt nicht und ich bleib lieber an der A8 bei Tank&Rast. (2013 gab es an der Österreichischen A1 nur drei Ladestellen gerade mal 22kW: Melk, Linz am Siemens Parkplatz (Öffnungszeiten!) und Hof am Fuschlsee, das war ein Abenteuer!)

Möglicherweise möge es so sein, dass es einige Gegenden gibt, wo 22kW AC die einzige Überlebensmöglichkeit ist. Aber die werden weniger. Man könnte Diskutieren ob der IONIQ mit der Entscheidung die AC Drehstromladung ein zu sparen ein zwei Jahre zu früh dran ist, aber der ist jetzt die Zukunft. Die Zukunft ist CCS, > 250kW. Ja und die müssen wir irgendwie zahlen. Wir Fahrer, wir Europäer, aber auch die Fahrzeugindustrie. Mit den jetzigen 50kW DC Stationen, könnte man sagen, das hätten wir auslassen können, weil 43kW AC ist genauso schnell und bei 22kWh Batterie macht mehr auch keinen Sinn. Aber genau diese DC Stationen sind es die die Erfahrung für die Zukunft bringen, eine Investition für die Zukunft. Wenn wir nicht umsteigen, Schritt für Schritt, wird das nix mit den > 250kW DC Ladestationen, aber dann wird das auch nix mit der Elektromobilität allgemein. In diesem Sinne, baut DC, baut Fahrzeuge die heute schon DC Laden und jammert nicht den alten Zeiten nach. Wenn wir jetzt die Investition in DC starten wird es schneller billiger, und Destination Lader wie heute schon bei Aldi Süd mit 20kW CCS wird der Standard und sicher noch viel billiger. Wenn wir aber auf AC hängen bleiben wird es auch nicht billiger.

Zum Topic: Ja, es wird Fahrer geben, die genau wegen dem fehlenden Drehstromlader den IONIQ jetzt nicht kaufen, weil genau auf deren Strecke keine CCS verbaut sind. Aber das sind einfach zu wenige für eine Entwicklung. Ich finde den ZOE 43AC Lader jetzt nicht so toll, ja da der nicht ein eigenes Ladegerät ist, benötigt der auch keinen zusätzlichen Platz, aber ansonsten ist AC43 gar nicht darstellbar und 22kW wäre mir einfach zu wenig. (Als Ergänzung zu DC wie beim Tesla vielleicht, aber viel zu teuer.) Technisch gesehen ist der ZOE Lader wirklich Grenzwertig: FI Typ B, Besonders gute Erdung notwendig, keine Oberwellen dürfen drauf sein, selber macht der aber Oberwellen dass der Herd in der Küche mit fiept und was am meisten nervt: das Geräusch beim Laden am Campingplatz. Da gehen eh nur 3kW wenn überhaupt. 6A brechen gleich mal ab und dann dieses Geräusch, in einer Zeltstadt unmöglich. (Und: wie haben ZOE Fahrer so schön gesagt: ZOE muss weiblich sein, so wie die an den Ladesäulen herumzickt.)
Klar wäre 43kW AC mit einem Brusa Ladegerät am Besten, Wasser-gekühlt versteht sich. Und was kostet das dann? Welchen Platz benötige ich dafür? Entwicklungskosten mal außen vor.
Weiteres Beispiel aus der Verbrenner Welt: Warum wird der Diesel sterben, trotz Lobbying? Weil dieser in Amerika und in China keine Rolle spielt. Und eine Weiterentwicklung nur für den Europäischen Markt macht keinen Sinn, viel zu teuer.
Zuletzt geändert von AbRiNgOi am Mi 8. Mär 2017, 14:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wer steigt auf Ioniq um, wenn AC-Lader > 22 oder mind. 1

Beitragvon hghildeb » Mi 8. Mär 2017, 14:41

Sehe ich genauso. CCS wird sich -auch dank der staatlichen Förderung- in Europa definitiv durchsetzen.

Solange es aber nicht ein weltweit einheitliches Ladeverfahren gibt, können wir diesen Religionskrieg noch ewig weiter führen. Zoe's brauchen halt AC, Leaf und Soul Chademo und Ioniq's (und Gölfe?) CCS. Aber da hat letztlich keiner was davon. Am besten stehen überall Triple-Lader und jeder nutzt das was sein Auto kann.

Zum Originalthema: Ich steige auch ohne 22kW-AC-Lader auf Ioniq um :P Bringt auch nix, einem nicht vorhandenen 3P-Bordlader nachzuweinen, weil die Wahrscheinlichkeit, dass der irgendwann kommen wird, aus den genannten Gründen nahe null ist.
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Re: Wer steigt auf Ioniq um, wenn AC-Lader > 22 oder mind. 1

Beitragvon Twizyflu » Mi 8. Mär 2017, 15:25

CCS wird sich deshalb durchsetzen weil

1. wie schon gesagt man hat sich auf einen Standard geeinigt...
2. die Hersteller ihre Autos in Lade-Sicherheit wissen wollen (VW, Audi, Mercedes, Porsche) - die werden alle einfach ein bissl Geld in die Hand nehmen und alles mit CCS zupflastern ;)
3. .... wenn sie es nicht tun tun es eben die Kommunen bzw. Länder weil da gibts so Autofirmen wo Länder Anteilseigner sind ;)
4. CCS vereint Typ 2 AC und eben DC über die Zusatzpins. Das ist ideal für beides
5. richtig 43 kW ist so kaum oder schwer darstellbar und Renault selbst hat den Stecker bereits gezogen und bietet ja außer in F, CH?, NL und AT keinen Q-Lader mehr an (richtig?).
6. 22 kW sind top flexibel aber eben nicht schnell. Das weiß man. Mit R90 sind es 250-300 km fahren und dann dauert es halt 3 Std....
7. Typ 2 ist bis max. 63A 3ph. / 80A 1ph. spezifiziert. Darüber KANN nur DC sein (im Moment). Somit ist das einfach logisch.
8. Renault hat selbst gesagt, dass CCS bei ihnen kommen wird UND ist CharIN beigetreten. Wie Tesla auch!
9. Wie richtig gesagt schon: dort wo 50 kW+ DC ist ist (bestenfalls) auch 43 kW Typ 2 (haben hier in AT auch einige Dual DC Lader ABB Terra und daneben halt 2x22 kW Typ 2).
10. Fahrzeuge wie der neue Q90 ZOE nutzen (LEIDER!) die 43 kW nicht mal mehr richtig aus. Das sind im Schnitt eher 30 kW oder darunter. SCHADE, aber man hatte schon seine Gründe.....

DAS heißt aber alles nicht, dass man nicht weiter günstige flexible 22er Destination Charging Lösungen aufbauen soll.
In den Städten, Einkaufszentren oder aber Park and Ride anlagen wären mir viele 3,7er oder 11er auch recht. Wer weiter weg fährt soll eh an den DC (muss es ja auch!).
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Re: Wer steigt auf Ioniq um, wenn AC-Lader > 22 oder mind. 1

Beitragvon Twizyflu » Mi 8. Mär 2017, 15:28

Und während wir hier noch debattieren ob AC 3ph. oder DC oder sonst was, baut man bald die ersten 150 kW DC Lader....
Also bitte :D
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Re: Wer steigt auf Ioniq um, wenn AC-Lader > 22 oder mind. 1

Beitragvon DonDonaldi » Mi 8. Mär 2017, 16:07

midget77 hat geschrieben:
Sich zu freuen, dass man an DC mehr und immer mehr bezahlen wird “dürfen“ ...
;-)
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Was du und wir möchten wird nur niemanden dort wirklich tangieren. Wenn es in 5-10 Jahren nur noch EV mit CCS und draußen DC Tanken wirst du was genau machen? Eben!
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Re: Wer steigt auf Ioniq um, wenn AC-Lader > 22 oder mind. 1

Beitragvon DonDonaldi » Mi 8. Mär 2017, 16:08

Twizyflu hat geschrieben:
Und während wir hier noch debattieren ob AC 3ph. oder DC oder sonst was, baut man bald die ersten 150 kW DC Lader....
Also bitte :D


Wenn man bei 400kW und mehr ankommt wird man uns erklären das AC obsolet ist. Jede Wette?
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Re: Wer steigt auf Ioniq um, wenn AC-Lader > 22 oder mind. 1

Beitragvon DonDonaldi » Mi 8. Mär 2017, 16:12

AbRiNgOi hat geschrieben:
Rein objektiv, aus 43AC ladefähiger EV Sicht:

1.) 22kW sind zu wenig für die Fernreise, 43kW gerade noch verträglich, mit der 41kWh Batterie will ich die 22kW Ladesäulen glaub ich gar nicht mehr.
2.) Die 43kW AC Lademöglichkeiten gibt es erst seit Einführung der DC Ladestationen flächendeckend. Ob die jemals gekommen wären ohne DC Förderung ist reine Spekulation, ich denke aber nicht.
3.) Bei größeren Batterien ist 43kW zu wenig, bei AC aber leider das Allzeit Maximum.
4.) Für wirkliche Fernreisen bringt AC wieder nix, weil es dann gar kein Drehstromnetz gibt (habe ich bei meiner Griechenland Planung bemerkt... alles nur 1P, außer vielleicht ein paar wenige in Athen)
5.) Die Automobilindustrie hat sich in Europa auf CCS geeinigt, (durch Europa wurden sie geeinigt) und daher wird diese jetzt aufgebaut. Der Start von 100kW ist schon passiert.

Und nun zur Nostalgie: Es war einmal schön, das Land voll gestopft mit 22kW AC Ladestationen. Jeder Bürgermeister der etwas auf sich hält baut sich eine 22kW AC Station vor das Rathaus. Banken machen Werbung mit Ladestationen. Ich habe Ortschaften gesehen, die ich ohne dieses Suchspiel nach Ladestellen nie gesehen hätte. Wer kennt Hof in Salzburg? Melk? Hartberg, Göppingen, und vorallem: Labin in Kroatien! Wunder schön, es war einmal und es war einmal schön. Aber jetzt will ich einfach nur fahren, sooo toll ist Göppingen jetzt nicht und ich bleib lieber an der A8 bei Tank&Rast. (2013 gab es an der Österreichischen A1 nur drei Ladestellen gerade mal 22kW: Melk, Linz am Siemens Parkplatz (Öffnungszeiten!) und Hof am Fuschlsee, das war ein Abenteuer!)

Möglicherweise möge es so sein, dass es einige Gegenden gibt, wo 22kW AC die einzige Überlebensmöglichkeit ist. Aber die werden weniger. Man könnte Diskutieren ob der IONIQ mit der Entscheidung die AC Drehstromladung ein zu sparen ein zwei Jahre zu früh dran ist, aber der ist jetzt die Zukunft. Die Zukunft ist CCS, > 250kW. Ja und die müssen wir irgendwie zahlen. Wir Fahrer, wir Europäer, aber auch die Fahrzeugindustrie. Mit den jetzigen 50kW DC Stationen, könnte man sagen, das hätten wir auslassen können, weil 43kW AC ist genauso schnell und bei 22kWh Batterie macht mehr auch keinen Sinn. Aber genau diese DC Stationen sind es die die Erfahrung für die Zukunft bringen, eine Investition für die Zukunft. Wenn wir nicht umsteigen, Schritt für Schritt, wird das nix mit den > 250kW DC Ladestationen, aber dann wird das auch nix mit der Elektromobilität allgemein. In diesem Sinne, baut DC, baut Fahrzeuge die heute schon DC Laden und jammert nicht den alten Zeiten nach. Wenn wir jetzt die Investition in DC starten wird es schneller billiger, und Destination Lader wie heute schon bei Aldi Süd mit 20kW CCS wird der Standard und sicher noch viel billiger. Wenn wir aber auf AC hängen bleiben wird es auch nicht billiger.

Zum Topic: Ja, es wird Fahrer geben, die genau wegen dem fehlenden Drehstromlader den IONIQ jetzt nicht kaufen, weil genau auf deren Strecke keine CCS verbaut sind. Aber das sind einfach zu wenige für eine Entwicklung. Ich finde den ZOE 43AC Lader jetzt nicht so toll, ja da der nicht ein eigenes Ladegerät ist, benötigt der auch keinen zusätzlichen Platz, aber ansonsten ist AC43 gar nicht darstellbar und 22kW wäre mir einfach zu wenig. (Als Ergänzung zu DC wie beim Tesla vielleicht, aber viel zu teuer.) Technisch gesehen ist der ZOE Lader wirklich Grenzwertig: FI Typ B, Besonders gute Erdung notwendig, keine Oberwellen dürfen drauf sein, selber macht der aber Oberwellen dass der Herd in der Küche mit fiept und was am meisten nervt: das Geräusch beim Laden am Campingplatz. Da gehen eh nur 3kW wenn überhaupt. 6A brechen gleich mal ab und dann dieses Geräusch, in einer Zeltstadt unmöglich. (Und: wie haben ZOE Fahrer so schön gesagt: ZOE muss weiblich sein, so wie die an den Ladesäulen herumzickt.)
Klar wäre 43kW AC mit einem Brusa Ladegerät am Besten, Wasser-gekühlt versteht sich. Und was kostet das dann? Welchen Platz benötige ich dafür? Entwicklungskosten mal außen vor.
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Ja schön war die Zeit, schön war die Zeit. Aber AC am Rathaus oder vor der Spaßkasse war ok als das EV ein Nischenprodukt war. Man konnte damit Leute überzeugen. Und die erzählen wie toll es ist und das sie 1000€ im Jahr sparen weil AC oft kostenlos ist. Kommt das EV wirklich ins Rollen ist damit und mit AC irgendwann Schluss. Das Geschäft machen dann garantiert die Großen. Aber bei 400kW und mehr werden nur weniger meckern und sich noch weniger wehmütig an die schön AC Zeit erinnern. Satte 22kW und das oft kostenlos .... ;)
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