Verhinderung von Hausbränden beim Laden?

Re: Verhinderung von Hausbränden beim Laden?

Beitragvon EV-Jens » Mo 6. Nov 2017, 23:42

ChristianF hat geschrieben:
Meistens wird 10A empfohlen, was etwa 2300W entspricht. Weniger ist immer möglich.
10A sollten aber auch für eine Standardverkabelung von 3x1,5mm² verkraftbar sein.


1,5mm² verkraftet auch problemlos 16A.
Das Problem sind nicht die Leitungen selbst, sondern die im schlimmsten Fall zahlreichen Anschlußdosen auf dem Weg bis zum Zähler in denen die Leitungen über labbrige Schraubklemmen mit entsprechenden Übergangswiderständen verbunden sind.
Bei meinen Eltern habe ich alle Verbinder zwischen Garage und Zählerkasten gegen Wago-Klemmen getauscht, dann lädt der Zoe problemlos über 12h und mehr mit 3,5kW ohne dass irgendwo was mehr als handwarm wird.
Allerdings nicht mit Schuko sondern NRGKick+CEE blau.

Gruß Jens
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Beitragvon ChristianF » Di 7. Nov 2017, 01:01

EV-Jens hat geschrieben:
ChristianF hat geschrieben:
Meistens wird 10A empfohlen, was etwa 2300W entspricht. Weniger ist immer möglich.
10A sollten aber auch für eine Standardverkabelung von 3x1,5mm² verkraftbar sein.


1,5mm² verkraftet auch problemlos 16A.
Das Problem sind nicht die Leitungen selbst, sondern die im schlimmsten Fall zahlreichen Anschlußdosen auf dem Weg bis zum Zähler in denen die Leitungen über labbrige Schraubklemmen mit entsprechenden Übergangswiderständen verbunden sind.
Bei meinen Eltern habe ich alle Verbinder zwischen Garage und Zählerkasten gegen Wago-Klemmen getauscht, dann lädt der Zoe problemlos über 12h und mehr mit 3,5kW ohne dass irgendwo was mehr als handwarm wird.
Allerdings nicht mit Schuko sondern NRGKick+CEE blau.

Gruß Jens
Vorsicht, das passt nicht immer. Ab einer Leitungslänge von 17m aufwärts sollten es 2,5mm sein, da der Spannungsabfall nicht mehr als 3% betragen soll/darf. Wenn wir hier von 16A Dauerlast über mehrere Stunden reden, wäre meine Empfehlung mindestens 2,5mm und eine Leitung die zwischen Steckdose (egal ob CEE blau oder Schuko) nicht unterbrochen bzw. angezeigt bzw. geflickt ist. Jede Verbindungsstelle ist bei derart hohen Strömen ein potentieller Widerstand und wird damit warm.

@TE: wenn Du wirklich zukunftssicher sein willst, lege ein 5x6mm.
Viele Grüße,
Christian
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Re: Verhinderung von Hausbränden beim Laden?

Beitragvon NoComment » Mo 13. Nov 2017, 10:59

Das Hyundai-Ladegerät hat einen Thermosensor im Stecker, der merkt schon wenn es der Kupplung nicht gut geht. Ist mir jetzt aktuell passiert weil ich mit Verlängerungskabel laden musste und die Kupplung war schon in Mitleidenschaft von div. Baustellentätigkeiten. Hat nach ca 1h immer abgeschaltet - voll super wenn man über Nacht laden muss (12h) und dann am morgen das Auto mit 15% da steht und man nicht mal bis zum nächsten Schnelllader kommt - eine App wäre wirklich fein von Hyundai die einen über sowas informiert (wie bei den anderen Herstellern).

WICHTIG: NIEMALS mit Verlängerungskabel laden! Denn der Stecker des Verlängerungskabels in der Steckdose wird dann logischer weise nicht mehr überwacht!

Warum hab ich es trotzdem getan? Weil meine Steckdose 16A Dauerlast verträgt, neu von mir selbst verlegt wurde (ja ich kann das), vom Elektriker vermessen wurde und 2,5mm2 Zuleitungsquerschnitt hat (Abfuhr der Wärme falls wirklich was auftritt). Ich würde das aber trotzdem nicht lange (Monate) machen (also mit Verlängerungskabel), war nur eine Übergangslösung wegen Baustelle.
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Re: Verhinderung von Hausbränden beim Laden?

Beitragvon bluedrift » Mo 13. Nov 2017, 14:11

thelectric hat geschrieben:
Hallo Zusammen,
Hier meine Frage dazu:
Die Steckdosen (ich denke an Schuko), an die ich dann gehe, sind in der Regel ja nicht explizit für Elektroautos und deren Last ausgelegt. Wie kann ich sicherstellen, dass ich mein Auto (gerne: langsamer) lade, aber nicht einen Hausbrand verursache durch zu viel Strom durch zu dünne Leitungen?


Hi!

Ich würde dir unbedingt empfehlen entweder eine kleine günstige Wallbox hinzutun, du kannst praktisch jede nehmen, du benötigst ja so wie das klingt keinerlei Extras wie Authentifizierung oder ähnliches, eine simple Wallbox bekommst du um EU 500,-, das zahlt sich wirklich aus! Auch wenn's nur eine mit 3,7kW Ladeleistung ist, trotzdem um vieles komfortabler als dauernd mit dem Ladeziegel herumzufummeln! Wenn du ein neues Kabel verlegst nimm einen ordentlichen Querschnitt, zur Not geht's aber auch mit 2,5mm (wenn die Leitung länger ist werden die Leitungsverluste nicht unerheblich, 4mm oder gleich 6 für später wär bei Neuverlegung keine dumme Idee,optimalerweise gleich 3phasig verlegen, für zukünftige Gleichstromladegeräte bzw. dreiphasig ladende Autos)

Wenn dir das zuviel Aufwand ist, dann verleg dir wenigstens eine ordentliche blaue CEE Dose ("Campingstecker"), der ist mechanisch ungleich besser als eine normale Schukosteckdose und ist im Gegensatz dazu problemlos für 16A Dauerlast geeignet, wenn du eine ordentlich verlegte 1,5mm Leitung hast die nicht zu lange ist geht das damit, besser wäre wiegesagt ein stärkerer Querschnitt.

Die Ladeziegel die bei den Autos dabei sind sind leider nicht so besonders toll, die würd ich nur als Notlösung für unterwegs sehen. Insbesondere die 10A Modelle sind besonders mühsam, weil da bei Kälte die effektive Ladeleistung sehr nieder ist, ein Teil des Stromes geht für die Batterieheizung drauf, dann dauert das Laden ewig. Ein Ladestrom 16A und aufwärts ist wesentlich sinnvoller!
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Re: Verhinderung von Hausbränden beim Laden?

Beitragvon sensai » Mo 13. Nov 2017, 14:59

mein Hausanschluss:
CCE 16 Dose, 6 mm² Zuleitung, natürlich separat abgesichert
den Leih Ioniq habe ich mit meinem NRGKick aufgeladen.

Ist zwar nicht so schnell wie die Zoe, aber trotzdem locker über Nacht voll.

IMG_3746.PNG
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Re: Verhinderung von Hausbränden beim Laden?

Beitragvon NoComment » Di 14. Nov 2017, 10:18

sensai hat geschrieben:
mein Hausanschluss:
CCE 16 Dose, 6 mm² Zuleitung, natürlich separat abgesichert]



Ich hoffe für Dich, dass Dein Haus nicht an einer CEE Dose mit 16A hängt. Vermutlich meinst Du die Steckdose zum Laden statt des Hausanschlusses.
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Re: Verhinderung von Hausbränden beim Laden?

Beitragvon sensai » Di 14. Nov 2017, 10:34

nö, richtig erkannt :lol:
3 x 25 A Hauptleitung ins Haus
eigener Sicherungskasten im Nebengebäude und dort hängt dann meine CCE 16er Dose.

Damit mit der Zoe im Sommer dreiphasig mit 11 kW und im Winter mit 9 kW geladen
(reduzierte Leistung im Winter, da sonst Risiko einer Leitungsüberlastung wenn sich die Wärmepumpe vom Haus einschaltet)

Beide Autos werden nie gleichzeitig laden.
Trotzdem überlege ich mir noch, ob ich die Mehrkosten für eine Erweiterung der Hauptleitung ausgeben werde.
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Re: Verhinderung von Hausbränden beim Laden?

Beitragvon Thopomas » Mi 15. Nov 2017, 11:03

Hallo, ich bin noch in einer frühen Planungsphase aber sehr neugierig ;)

Weißt Du schon was die Erweiterung der Hauptleitung kosten würde?
Derzeit noch Smart-Verbrenner :oops:
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Re: Verhinderung von Hausbränden beim Laden?

Beitragvon sensai » Fr 17. Nov 2017, 10:34

@Thopomoas

unverbindliche Aussage der Energie STMK
Von 3 x 25A auf 3 x 60A kostet etwa 3.500 € Einmalig.
Dabei werden "nur die Sicherungen" im Hauptsicherungskasten getauscht.
Die Leitungen ins Haus sind sowieso dafür ausgelegt.
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Re: Verhinderung von Hausbränden beim Laden?

Beitragvon Tom_N » Fr 17. Nov 2017, 11:54

sensai hat geschrieben:
@Thopomoas

unverbindliche Aussage der Energie STMK
Von 3 x 25A auf 3 x 60A kostet etwa 3.500 € Einmalig.
Dabei werden "nur die Sicherungen" im Hauptsicherungskasten getauscht.
Die Leitungen ins Haus sind sowieso dafür ausgelegt.

Wenn wirklich nur die Sicherungssockel und Sicherungen getauscht werden ist das aber eine dreiste Abzocke!!
am 20.01.2017 Hyundai IONIQ Style in Aurora Silver bestellt, Sangl - Liste die #102,
Abholung 21.09.2017 nach 8 harten Monaten des Wartens :D
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