Schuko-Ladekabel mit mehr als 9A

Re: Schuko-Ladekabel mit mehr als 9A

Beitragvon trischmiw » Mi 22. Feb 2017, 00:19

@umrath
Danke für diese Antwort auf einen unnötigen Beitrag, ich hatte es mir verkniffen. Aber außer Selbstbeweihräucherung war da wirklich nichts drin.
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Re: Schuko-Ladekabel mit mehr als 9A

Beitragvon JoDa » Mi 22. Feb 2017, 23:43

gekfsns hat geschrieben:
Nicht ärgern, wir haben uns doch alle lieb
:tanzen:
Manche machen es einem aber nicht leicht sie lieb zu haben. ;)

@umrath
Wenn die Temperaturüberwachung in dem tschechischen Schuko-Ladekabel funktioniert (wovon ich nicht ausgehe) dann verschmort dir die Schukoverbindung zwar nicht, aber dann wird die Ladeleistung auf 6-10A reduziert wodurch du langsamer lädst als mit dem Ioniq Schuko-Ladekabel.

trischmiw hat geschrieben:
Ich lade, um es mal wieder zu erwähnen, schon seit zweieinhalb Jahren meinen I-Miev mit 16 Ampere Ziegel an einer Schuko. Wenn Installation, Kabel und Steckdose OK sind gibt’s keine Probleme, höchstens theoretische.

Der Mitsubishi i Miev lädt maximal mit 14,5 Ampere.
Du hast höchstwahrscheinlich einen 16A CEEblau-Ziegel Schuko-Adapter.
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Re: Schuko-Ladekabel mit mehr als 9A

Beitragvon umrath » Mi 22. Feb 2017, 23:48

JoDa hat geschrieben:
@umrath
Wenn die Temperaturüberwachung in dem tschechischen Schuko-Ladekabel funktioniert (wovon ich nicht ausgehe) dann verschmort dir die Schukoverbindung zwar nicht, aber dann wird die Ladeleistung auf 6-10A reduziert wodurch du langsamer lädst als mit dem Ioniq Schuko-Ladekabel.


Wieso lade ich dann langsamer? Die 10A sind nicht gerade weniger als das, was das Originalkabel liefert. Und wenn er auf 6A runter regelt, dann tut er das vermutlich nicht aus Spass, sondern weil die Dose Murks ist und selbst bei 10A zu warm wird. Dann würde das Ioniq-Kabel möglicherweise einfach abschalten, während ich so wenigstens noch 6A bekomme.

Warum das tschechische Kabel nicht funktionieren soll, kann ich nicht intuitiv erkennen. Kannst du das erklären?
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Re: Schuko-Ladekabel mit mehr als 9A

Beitragvon JoDa » Mi 22. Feb 2017, 23:51

Hab mir kürzlich eine Wärmebildkamera zugelegt, und heute mal meinen ZOE über zwei Schukosteckverbindungen mit 16Ampere geladen und Fotos gemacht.
(Hab nach 1,5 Stunden abgebrochen, bevor die Plastizitätsgrenze des PVC von 80°C erreicht wurde.)

1.Bild:
Steckdose = 6fach-Verteiler mit Prüfsymbol VDE 16Ampere und Aufschrift max. 3500W (mit 1,0mm2 Anschlussleitungen mit VDE Prüfsymbol auf Kabel)
Stecker = Gummi Winkelstecker mit Prüfsymbol VDE 16Ampere (mit nur 1,5mm2 Anschlussleitungen! :oops: )
flir_20170222T190827.jpg
flir_20170222T190827.jpg (63.33 KiB) 448-mal betrachtet
Messergebnisse:
Stecker: +25°C
Dose: +21°C
Interpretation:
1,5mm2 Leitungen leitet Wärme der Steckerbolzen gut ab.
Kontakte des 6fach-Verteilers sind mit drei blanken Kupferbändern verbunden, und Gehäuse durch Dosenlöcher belüftet. Dadurch wird die Wärme der Kontaktfedern sehr gut abgeführt.

2.Bild:
Steckdose = Mennekes Einbausteckdose mit Prüfsymbol VDE 16Ampere (mit 1,5mm2 Anschlussleitungen)
Da sie mit benachbarten Steckdosen gebrückt ist, sind alle drei Leitungen doppelt. D.h. Wärmeabgabe über jeweils zwei Leitungen. In staubdichten Kunststoffverteiler.
Stecker = Verschweißter Stecker des zuvor genannten 5fach-Verteilers
Bild2.jpg
Messergebnisse:
Stecker: + 53°C
Dose: +58°C
Interpretation:
1,0 mm2 Leitungen leiten Wärme der Steckerbolzen schlecht ab.
2 mal 1,5mm2 Leitungen und staubdichter Kunststoffverteiler geben Wärme der Kontaktfedern schlecht ab.
Zuletzt geändert von JoDa am Do 23. Feb 2017, 16:03, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Schuko-Ladekabel mit mehr als 9A

Beitragvon umrath » Do 23. Feb 2017, 00:06

Jetzt kommen wir langsam zu den interessanten Themen.

D.h. relevant ist vor allem die Kabelstärke am Stecker, da diese die Wärmeableitung vorrangig beeinflusst?
Ich würde einer 5-fach Dose keine 3,5kW zumuten/zutrauen. Aber offenbar geht das, wenn der Stecker und die darin verbauten Leitungen qualitativ hochwertig ist.
Und andererseits ist auch eine gute Dose allein nicht in der Lage, eine Hitzeentwicklung zu kontrollieren.
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Re: Schuko-Ladekabel mit mehr als 9A

Beitragvon Rainer Rattla » Do 23. Feb 2017, 00:30

Super interessant!

Aber ich sehe das nicht wie Ihr. Der 5 Fachverteiler ist nicht besonders gut belüftet( oder hat der Lüftungsschlitze, Metallgehäuse?). Die Abgabe der Wärme an die Umgebung ist wahrscheinlich nur maginal besser als in der Dose.
Den größeren Einfluss haben unterschiedliche Federn, deren Spannung und das Material.

Der Übergangswiderstand ist einfach höher. Eine Vergleichsmessung mit der anderen Dose wäre super.
Ehemals Sanglnr. 130. Jetzt leider wieder unentschlossen, nachdem ich das Preismodell des Ladenetzes Franken einfach nur sch... finde. :evil:
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Re: Schuko-Ladekabel mit mehr als 9A

Beitragvon kassiopeia » Do 23. Feb 2017, 00:38

das ist nachvollziehbar, in der Wand kann die Wärme bei 1,5 quadrat Anschlussleitungen nirgends hin, während die 4 quadrat die Wärme gut leiten und dann auf der Kabellänge von der Luft gekühlt werden kann.

heißt also dass Aufputzdosen und -leitungen besser geeignet sind als Unterputz, daher sind bei letzteren bei gleichem Strom auch größere Kabelquerschnitte vorgeschrieben - passt also zur Theorie...
lg kassi

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Re: Schuko-Ladekabel mit mehr als 9A

Beitragvon e_el » Do 23. Feb 2017, 01:38

Interessante Wärmebildfotos. Danke dafür. Könntest du den Vergleich eventuell mit 10 Ampere wiederholen? Gruß
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Re: Schuko-Ladekabel mit mehr als 9A

Beitragvon Joe-Hotzi » Do 23. Feb 2017, 04:09

@JoDa: Schöne Fotos - Danke

umrath hat geschrieben:
Jetzt kommen wir langsam zu den interessanten Themen.
D.h. relevant ist vor allem die Kabelstärke am Stecker, da diese die Wärmeableitung vorrangig beeinflusst?

Und täglich grüßt das Murmeltier?

Stück weiter hinten habe ich ein Foto meiner "geprüften" Stecker eingefügt und es gab auch alternative Empfehlungen, bspw. Kopp 178216009 ...
Kommt es mir nur so vor, oder drehen wir uns im Kreis ?!?

Eine ordnungsgemäße Schukosteckverbindung muss auch bei 16A nicht heiß werden! Entscheident ist der Übergangswiderstand an der Kontaktstelle! Diese ist der Schwachpunkt bei Schuko, da (in Gegensatz zu CEE) Kontakte und Kontaktfedern meist ein Bauteil sind. Diese Bauart neigt bei häufiger Benutzung zum "Ausleiern", was die Kontaktfläche und den Kontaktdruck verringert und dadurch den Übergangswiderstand deutlich erhöht!

Die Wärme abzuführen ist also eher Symptombekämpfung!!!

Ach ja: "Kontaktspray" hilft nicht nur, Oxydation zu verringern. Sollte es heiß werden, riecht man es ... :twisted:

umrath hat geschrieben:
Und andererseits ist auch eine gute Dose allein nicht in der Lage, eine Hitzeentwicklung zu kontrollieren.

Wo nimmst Du das jetzt her?!? Da gilt genau das Gleiche! Natürlich ist die Kombination Kabelanschluss jeweils 4qmm an Stecker und Dose logischerweise am sichersten! Nur kannst Du bei "Fremddosen" (bspw. im Parkhaus :roll: ) die Installation selten kennen /beeinflussen - also muss es dann Dein Stecker+Kabel leisten, die evtl. entstehende Wärme abzuführen ...
Chinesische Baumarktdosen zertifiziert für 2,5qmm oder größer sind mir übrigens nicht bekannt!

Abgesehen von der Renault-Schuko-Dose für zugelassene 14,5A gibt es nicht nur wärmeableitende Metallgehäuse (Aufputz), in die man solide Einbausteckdosen (bspw. S.8) verbauen kann. Es gibt sogar Schukodosen aus Metall bspw. "Legrand Soliroc" (Stichwort "vandalensicher"), bei der die Wärmeableitung "nebenbei" gegeben sein dürfte. Nur gibt es die natürlich nicht für 5€ im Baumarkt. Die Renault-Dose kostet wohl ca. 50€, vandalensicher mit Aufputzgehäuse eher dreistellig ...

Meine Zusammenfassung zu belastbaren Schuko - als Notlösung gegenüber CEE 230V/16A:

Ein Markenhersteller garantiert nicht zwangsläufig hochwertige Qualität! Mennekes Schuko gibt es bspw. in verschiedensten Qualitätsklassen bspw. auch aus billigem Thermoplast!!! Das Aussehen unterscheidet sich dabei meist kaum!

Allgemeine Qualitätshinweise:
* klemmbar min. 3x2,5qmm, besser bis 4qmm, großer zugelassender Kabeldurchmesser am Auslass (bspw. 15mm)
* Temperaturangabe für Verwendung durch den Hersteller (bspw. bis 80°C)
* Materialangaben: Einsätze besser Duroplast wie Amaplast oder Elamid (temperaturbeständig) statt Thermoplast
* evtl. Metallgehäuse /Metallrahmen für bessere Wärmeabfuhr und vandalensicherheit (Legrand Soliroc - Zinkdruckguss)
* Herstellerangaben wie "verstärkte Kontaktfedern" oder "zusätzliche Klemmfedern"
* Hammerschlagsymbol für rauhen Einsatz
* Verweis auf DIN 49441 / VDE 0620
* mehrere nationale Prüfzeichen (VDE, ÖVE)
* vergoldete Kontakte verringern Oxydation und Übergangswiderstand
* sinnvoll evtl. auch 2-fach Schutzkontaktsystem /Erdungssystem gemäß Norm CEE 7/VII (Mittelstift für Ausland)

Werbebezeichnung bspw.: "SchukoUltra", "Ultraschuko", "Monsterschuko" Lustig finde ich im HiFi-Bereich Stecker mit massiven Goldkontakten (Dynavox, Furutech, Oyaide, ...), deren Gehäuse oft aus thermoplastischem Acryl bestehen ... :roll:
Hotzenblitz fahren macht Spaß!
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Re: Schuko-Ladekabel mit mehr als 9A

Beitragvon JoDa » Do 23. Feb 2017, 08:56

+1 @ Joe-Hotzi
Wieder einmal :massa:
Bitte nicht aufgeben, obwohl manche erst durch Schaden klug werden. :(
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