Lügen Ladesäulen?

Lügen Ladesäulen?

Beitragvon Jogobo » Di 21. Nov 2017, 11:17

Wir sind mit einem Ladestand von 46% an einen Schnellader gefahren. Säule freigeschaltet, CCS angesteckt, Auto Lock aktiviert.
Nach Rückkehr war der Ladestand (erwartungsgemäß) bei 94%. Die Ladesäule meldete "Ladevorgang beendet, 20 kWh geladen". Ich war ein wenig überrascht. Sollte ich schon einen neuen Ioniq mit 46 kW Batterie haben? Nein, doch nicht. die gemeldete Reichweite war dann doch zu gering. Sollten Leitungsverluste mit berechnet worden sein? Aber wären die nicht bei einer Ladung von rechnerisch ca. 14 kWh mit 6kWh deutlich zu hoch?

Glücklicherweise war die Ladung kostenlos. Aber wäre sie berechnet worden, dann doch sicher mit 20 kWh. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon nr.21 » Di 21. Nov 2017, 11:47

bis ca 15% Abweichung nach oben habe ich auch immer an CCS. Bisher hat´s mich nicht gestört, weil es immer kostenlos war, aber die Verluste sind wohl doch nicht unerheblich.
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon St3ps » Di 21. Nov 2017, 11:54

...je nach Fahrzeug, Witterung und anderer Außeneinflüsse um zehn bis 30 Prozent...

...Eine Schnellladung führt demnach zu höheren Defiziten als eine mehrstündige Normalladung....


Quelle: https://ecomento.de/ratgeber/technik-im ... kungsgrad/
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon Chrisludwigs » Di 21. Nov 2017, 11:57

Bezahlt vielleicht der Staat die Stromkosten? Dann wäre eine Abweichung der Anzeige nach oben, zumindest aus der Sicht des Stromverkäufers wünschenswert. Wenn die Leute selbst bezahlen müssen, könnte man es ja wieder anpassen.

Ist aber nur eine dumme Theorie. Ist bestimmt nichts dran...
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon St3ps » Di 21. Nov 2017, 11:59

Wenn der Staat zahlt, zahlen alle Leute. Egal ob Staat oder Privatperson, sollte schon korrekt sein. Solange aber dir Stromanbieter es kostenlos anbieten, kann es der Privatperson aber erst mal egal sein. :)
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon Jogobo » Di 21. Nov 2017, 12:01

Die Frage ist halt, was man kauft, wenn man bezahlt.
Wenn ich 20 kWh Strom berechnet bekomme, würde ich erwarten, dass die Batterie im Fahrzeug genau diese Strommenge gespeichert hat. An der Zapfsäule tanke ich ja auch nicht 20 Liter und bekomme 100 Liter Rohöl berechnet.

Sollten tatsächlich 30% des von der Ladesäule abgegebenen Stroms auf dem Weg in die Batterie verloren gehen, dann wäre die Entscheidung für ein E-Fahrzeug eine große Fehlentscheidung gewesen. Selbst bei moderaten 30 ct/kWh, einer jährlichen Fahrleistung von 10.000 km und einem Verbrauch von 14 kWh auf 100 km reden wir schon von 420 € Verbrauch zu 600 € Kosten.
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon Blue shadow » Di 21. Nov 2017, 12:18

Wenn dir das benzin oben herausläuft/verdampft...bezahlst du auch verluste...

Es ist nicht gesagt, das du 20 kwh mehr im akku hast...wenn der zähler 20 kwh gelieferte menge anzeigt.

Bei dc ladung werden die verluste nicht arg so schlimm sein...
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon Jogobo » Di 21. Nov 2017, 12:30

Blue shadow hat geschrieben:
Wenn dir das benzin oben herausläuft/verdampft...bezahlst du auch verluste...

Wenn's überläuft, ist es meine Blödheit oder ein defektes Automatikventil. Fall a) zahle ich, Fall b) sicher nicht.

Blue shadow hat geschrieben:
Es ist nicht gesagt, das du 20 kwh mehr im akku hast...wenn der zähler 20 kwh gelieferte menge anzeigt.

Wenn er "gelieferte Menge" anzeigt, dann sollten auf jeden Fall 20 kWh mehr im Akku sein. Ist wie mit 10 Tonnen Sand, die ich für eine Baustelle bestelle. Liefert der Lieferant an einem heißen, sonnigen Tag per offenem Kipplaster und der (Fahrt-)Wind weht ihm auf dem Weg eine halbe Tonne vom Laster, dann liefert er auch nicht 10 Tonnen, selbst wenn er sie vorher auf den Laster gepackt hat.
Man müsste mal versuchen, herauszufinden, ob das Eichamt oder andere Stellen schon definiert haben, ob nach gelieferter oder transportierter Strommenge berechnet wird.

Blue shadow hat geschrieben:
Bei dc ladung werden die verluste nicht arg so schlimm sein...

Mein geschilderter Fall war DC.
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon St3ps » Di 21. Nov 2017, 12:31

Jogobo hat geschrieben:
Die Frage ist halt, was man kauft, wenn man bezahlt.
Wenn ich 20 kWh Strom berechnet bekomme, würde ich erwarten, dass die Batterie im Fahrzeug genau diese Strommenge gespeichert hat. An der Zapfsäule tanke ich ja auch nicht 20 Liter und bekomme 100 Liter Rohöl berechnet.

Sollten tatsächlich 30% des von der Ladesäule abgegebenen Stroms auf dem Weg in die Batterie verloren gehen, dann wäre die Entscheidung für ein E-Fahrzeug eine große Fehlentscheidung gewesen. Selbst bei moderaten 30 ct/kWh, einer jährlichen Fahrleistung von 10.000 km und einem Verbrauch von 14 kWh auf 100 km reden wir schon von 420 € Verbrauch zu 600 € Kosten.


Schätze mal, da ist ein Interessenkonflikt und am Ende will der Anbieter die erbrachte Leistung bezahlt bekommen. Für etwaigen Ladeverlust kann ja der Anbieter nix, Du zwar auch nicht, aber irgendwen trifft es. Und wenn die Ladeverluste noch niemals genormt 10% sind, woher will die Ladesäule wissen, was genau bei Dir angekommen ist? Bei Sprit ist das ja einfach - innerhalb der geeichten Toleranzen. Und letztendlich dreht man sich aber so oder so im Kreis, denn selbst unter der Voraussetzung man kann genau sagen was angekommen ist, am Ende , wird halt der Einheitspreis dann entsprechend angepasst. Statt 30 ct halt 39 ct.
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Re: Lügen Ladesäulen?

Beitragvon Jogobo » Di 21. Nov 2017, 12:59

Zurzeit ist es, bei der Menge an kostenlosen Ladesäulen, relativ egal. Nehmen wir aber mal einen möglichen Fall einer nicht allzu weit entfernten Zukunft.

Ein Geschäftsmann nutzt ein E-Fahrzeug geschäftlich und privat. Zur Abgrenzung führt er ein Fahrtenbuch, in dem der die zurückgelegten Strecken und Verbräuche festhält. Er lädt sein Fahrzeug (zur Vereinfachung) ausschließlich an einer geschäftlichen Ladestation. Bei der Steuererklärung ermittelt er den Gesamtverbrauch des Fahrzeugs anhand des Fahrtenbuchs und teilt nach privatem und geschäftlichem Anteil auf. Zur Belegung der Verbrauchskosten legt er die Abrechnung der Stadtwerke vor, die die Ladestation über einen separaten Zähler abrechnet.

Gesamtverbrauch laut Fahrtenbuch: 4.200 kWh
Abgerechnet durch die Stadtwerke: 6.000 kWh

Reaktion des zuständigen Finanzamts:
  1. Ah, die Differenz sind die Ladeverluste. Die Rechnung der Stadtwerke ist in vollem Umfang Betriebsausgabe, die berechnete Umsatzsteuer in vollem Umfang als Vorsteuer geltend zu machen.
  2. Sie haben einen ungeklärten Stromverbrauch von 1.800 kWh. Wir können weder Fahrtenbuch noch Rechnung der Stadtwerke anerkennen, da alles in sich unschlüssig ist.
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