Ladeverluste in Abhängigkeit vom Ladestrom

Ladeverluste in Abhängigkeit vom Ladestrom

Beitragvon gekfsns » Mi 16. Nov 2016, 22:10

Ich hab mal in einem anderen Forumsbereich, ich glaub es war i3, von der Annahme gelesen dass die Ladeverluste beim "Schnarchladen" höher sein sollen als wenn man mit möglichst viel Strom tankt. Meine Theorie dazu ist dass
beim Laden Verbraucher, wie z.B. Steuergeräte, aktiv sind die unabhängig vom Ladestrom eine konstante Last darstellen,
also je länger die Steuergeräte aktiv sind desto mehr kwh verbraten sie in Abwärme.
Hat jemand der glücklichen Besitzer mit dem Ioniq schon Erfahrung sammeln können wieviel kwh am Stromzähler hoch gezählt werden um eine bestimmt Menge Akkukapazität zu erlangen ?
Ich stelle mir eine Tabelle vor wie z.B. 10A Schuko 90%, 16A 92%, 20A 93%, 32A 94% der Energie landen in der Batterie.
Die Anzeige im Auto ist für die Reichweite wichtig, für den Verbrauch zählt meiner Meinung nach was aus der Steckdose raus kommt.
Hintergrund ist dass ich überlege ob es Sinn macht statt den bei mir bisher möglichen 16A aus der roten CEE auf 20A umzurüsten, zum einen wegen der Ladezeit, aber auch vielleicht wegen der Lade-Effizienz.
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Re: Ladeverluste in Abhängigkeit vom Ladestrom

Beitragvon biker4fun » Mi 16. Nov 2016, 23:28

Hatte ich hier auch schon gefragt, war aber leider wohl zu früh...
hyundai-ioniq/ladeverluste-hyundai-ioniq-t19972.html
Ich werde bei meinem CEE rot 16A die Sicherungen auf alle Fälle gegen 20 A-Sicherungen tauschen lassen, damit ich etwas schneller wenigstens mit 4,6 statt 3,7 laden kann (jetzt mal unabhängig von der Effizienz).
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Re: Ladeverluste in Abhängigkeit vom Ladestrom

Beitragvon herbhaem » Sa 2. Sep 2017, 22:07

Hier meine Messreihe "AC-Laden".
Mit NRGkick auf der AC-Seite und der Torque-App auf der DC-Seite habe ich von knapp 6A bis 32A AC die aufgenommene AC-Leistung und die in die Batterie abgegebene DC-Leistung gemessen und daraus den Leistungsfaktor und den Wirkungsgrad errechnet.
Messfehler vorbehalten!
Messungen_AC_Ladung.jpg
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Re: Ladeverluste in Abhängigkeit vom Ladestrom

Beitragvon neutrino » So 3. Sep 2017, 12:46

herbhaem hat geschrieben:
Hier meine Messreihe "AC-Laden".
Mit NRGkick auf der AC-Seite und der Torque-App auf der DC-Seite habe ich von knapp 6A bis 32A AC die aufgenommene AC-Leistung und die in die Batterie abgegebene DC-Leistung gemessen und daraus den Leistungsfaktor und den Wirkungsgrad errechnet.
Messfehler vorbehalten!
Messungen_AC_Ladung.jpg


super Tabelle, sehr cool!
Leider selbst noch nicht genau so detailliert ausgemessen aber von ein paar vereinzelten Messungen ausgehend komme ich auf ähnliche Ergebnisse, scheint mir plausibel.

Ergänzend wäre noch zu sagen, dass dann natürlich noch die individuellen Leitungsverluste der Hausinstallation dazukommen, die sich dann umgekehrt verhalten, also bei hohem Ladestrom mehr Verlust, ist also bei einer vom Querschnitt schwachen und langen Leitung dann auch ein Faktor den man eventuell berücksichtigen könnte. Ich hab hier mal schnell ein paar typische Werte rausgesucht.

Verlustleistung einer einphasigen Leitung (ohne Gewähr, Irrtümer vorbehalten!)
------------------------------------
2,5mm Querschnitt (20m Leitungslänge)
6A/1,38 kW ...... 10W
10A/2,3 kW ...... 27W
16A/3,68 kW ..... 70W
20A/4,6 kW ...... (108W)
25A/5,75 kW .... ---
32A/7,36 kW .... ---
------------------------------------
4mm Querschnitt (20m Leitungslänge)
6A/1,38 kW ...... 6W
10A/2,3 kW ...... 17W
16A/3,68 kW ..... 44W
20A/4,6 kW ...... 70W
25A/5,75 kW .... 107W
32A/7,36 kW .... (174W)
------------------------------------
6mm Querschnitt (20m Leitungslänge)
6A/1,38 kW ...... 4W
10A/2,3 kW ...... 12W
16A/3,68 kW ..... 30W
20A/4,6 kW ...... 47W
25A/5,75 kW ..... 72W
32A/7,36 kW .... 117W
------------------------------------


------------------------------------
2,5mm Querschnitt (40m Leitungslänge)
6A/1,38 kW ...... 20W
10A/2,3 kW ...... 54W
16A/3,68 kW ..... 135W
20A/4,6 kW ...... (207W)
25A/5,75 kW .... ---
32A/7,36 kW .... ---
------------------------------------
4mm Querschnitt (40m Leitungslänge)
6A/1,38 kW ...... 12W
10A/2,3 kW ...... 34W
16A/3,68 kW ..... 87W
20A/4,6 kW ...... 134W
25A/5,75 kW .... 206W
32A/7,36 kW .... (330W)
------------------------------------
6mm Querschnitt (40m Leitungslänge)
6A/1,38 kW ...... 9W
10A/2,3 kW ...... 23W
16A/3,68 kW ..... 59W
20A/4,6 kW ...... 91W
25A/5,75 kW .... 141W
32A/7,36 kW .... 229W
------------------------------------
10mm Querschnitt (40m Leitungslänge)
6A/1,38 kW ...... 5W
10A/2,3 kW ...... 14W
16A/3,68 kW ..... 35W
20A/4,6 kW ...... 56W
25A/5,75 kW ..... 86W
32A/7,36 kW .... 140W
------------------------------------

Da sieht man dann auch, dass 2,5mm bei allem was länger als ein paar Meter ist wirklich keine gute Idee für eine Wallbox ist :?
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Re: Ladeverluste in Abhängigkeit vom Ladestrom

Beitragvon Chrissy_el » So 3. Sep 2017, 13:56

Na, wenn ich das hier so lese dann kann ich ja eigentlich mein Vorhaben, die Go-e in meine Garage zu installieren wohl vergessen...
Vom Hausanschluss in die Garage rein liegt ein ca. 15m langes 5x1,5mm (vor 10 Jahren habe ich nicht an E-Autos gedacht) in einen Verteilerkastens. Hier soll dann die Go-e mit einem 32 CEE- Stecker angeschlossen werden.
Wie hoch wären denn die Verluste beim 1,5mm^2 Kabel? Würde mich freuen wenn mir da jemand weiterhelfen könnte (bin leider in der E-Technik noch nicht so bewandert).
Liebe Grüße
Christian
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Re: Ladeverluste in Abhängigkeit vom Ladestrom

Beitragvon erunner » So 3. Sep 2017, 18:46

https://www.hilfreiche-tools.de/kabelve ... chnen.html

Gib es halt selber ein :-)

Frohes Rechnen...
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Re: Ladeverluste in Abhängigkeit vom Ladestrom

Beitragvon neutrino » So 3. Sep 2017, 19:09

Chrissy_el hat geschrieben:
Na, wenn ich das hier so lese dann kann ich ja eigentlich mein Vorhaben, die Go-e in meine Garage zu installieren wohl vergessen...
Vom Hausanschluss in die Garage rein liegt ein ca. 15m langes 5x1,5mm (vor 10 Jahren habe ich nicht an E-Autos gedacht) in einen Verteilerkastens. Hier soll dann die Go-e mit einem 32 CEE- Stecker angeschlossen werden.
Wie hoch wären denn die Verluste beim 1,5mm^2 Kabel? Würde mich freuen wenn mir da jemand weiterhelfen könnte (bin leider in der E-Technik noch nicht so bewandert).


Hi!

Oje 1,5 ist wirklich sehr wenig, da ist 16A das Maximum und schon etwas grenzwertig, aufpassen dass der Stecker ordentlich gemacht ist, 10 oder 12A ist kein Problem, dann bist du einphasig aber nur 2760W (12A, Verlustleistung 50W) oder eben maximal 16A (3680W, Verlustleistung 87W), mehr würd ich da nicht durchschicken!

Ein anderes Kabel einziehen geht nicht? Könntest versuchen ob du durch das vorhandene Rohr z.B. ein 4mm feindrähtig (H07V-K) duchbekommst, das ist sehr einfach zu verlegen, einfacher als ein starres 2,5mm. Oder eine Aufputzverlegung in einem Installationsrohr?

hoffe du findest eine Lösung :?
Zuletzt geändert von neutrino am So 3. Sep 2017, 19:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ladeverluste in Abhängigkeit vom Ladestrom

Beitragvon Chrissy_el » So 3. Sep 2017, 19:11

erunner hat geschrieben:
https://www.hilfreiche-tools.de/kabelverlust-berechnen.html

Gib es halt selber ein :-)

Frohes Rechnen...


DANKE!
Dann werde ich mal rechnen ;)
Liebe Grüße
Christian
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Re: Ladeverluste in Abhängigkeit vom Ladestrom

Beitragvon gekfsns » So 3. Sep 2017, 19:32

@herbhaem
Danke für die interessanten Werte
:danke:

Es gibt meiner Meinung noch eine Diskrepanz zu anderen geposteten Messmethoden.
Hab von einem Kollegen einen Wert der verbrauchten kWh am Stromzähler und die im Auto angezeigten verbrauchten kWh im Fahrbetrieb (BoardComputer Anzeigen Durschnittsverbrauch kWh/100km multipliziert mit den gefahrenen Kilometer).
Bei dieser Methode kommt er bei 16A Ladestrom auf ca. 85% Effizienz, sind das dann 5% Verluste am Akku durch Ladung + Entladung ? Oder ist die Verbrauchsanzeige etwas geschönt ?

Zu den Werten von neutrino,
hab leider damals nicht an EVs gedacht und war schon richtig stolz auf meine rote CEE mit 2.5mm2 Verkabelung.
Komme dann mit neutrino's Werten auf
16A/3,68 kW ..... 70W ==> Verluste 2%
Bei meinen 25tkm/Jahr mit angenommenen 14kWh/100km (am Zähler) komme ich dann auf ca. 3500kWh /Jahr,
mit meinem aktuellen Tarif von 0,21€/kWh sind das dann fast 15€/Jahr das mich die Verluste meines Kabels in Abwärme verwandeln, mit einem vernünftigen Kabel wären es nur 6€/Jahr gewesen. Hätte ich damals gleich ein richtiges Kabel verlegen lassen dann hätte sich das ziemlich schnell auch finanziell rentiert - da war Kupfer auch noch billiger.
Nachträglich deswegen nochmals eine extra Kernbohrung und Neuverlegung zu machen eher nicht.
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Re: Ladeverluste in Abhängigkeit vom Ladestrom

Beitragvon Chrissy_el » So 3. Sep 2017, 20:27

neutrino hat geschrieben:

Ein anderes Kabel einziehen geht nicht? Könntest versuchen ob du durch das vorhandene Rohr z.B. ein 4mm feindrähtig (H07V-K) duchbekommst, das ist sehr einfach zu verlegen, einfacher als ein starres 2,5mm. Oder eine Aufputzverlegung in einem Installationsrohr?


Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir fast gedacht, dass die 1,5mm^2 nicht ausreichen werden. :(
Ein neues Kabel würde bedeuten, die Rigips-Wand aufzuschneiden, das Gesimse/ den Dachüberstand zu öffnen, das Kabel irgendwie durch das Gesimse zu frickeln und dann quer durch die Außenwände nach innen zu bohren zum E-Kasten hin.
Alternativ zum Gesimse-öffnen muss ich mal schauen welche schicken Aufputzkanäle es gibt. Wenn Aufputz dann muss das gut aussehen.
Aber macht es dann nicht Sinn, gleich ein 6mm^2 Kabel zur Garage zu verlegen? Lieber etwas überdimensioniert (wer weiß was mal an Anforderungen in Zukunft kommen können) als in 4-5 Jahren wieder zu knapp zu sein...
Zumal beim 6mm^2 die Verluste ja etwas geringer sind.
Liebe Grüße
Christian
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