Ioniq zu Hause laden

Re: Ioniq zu Hause laden

Beitragvon ClarkKent » Fr 17. Nov 2017, 20:19

Den hab ich auch - im Sicherungskasten eingebaut. Funktioniert tadellos.
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Re: Ioniq zu Hause laden

Beitragvon kub0815 » Fr 17. Nov 2017, 22:54

Ich finde den nicht so toll der verbraucht 3w Stand-by Strom. Und der S0 Ausgangliefert ab und zu keine Signale.
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Re: Ioniq zu Hause laden

Beitragvon paulektro » Di 21. Nov 2017, 22:05

Nach den tollen ersten Erfahrungen mit dem IONIQ hier leider unsere frustrierende Situation:

Unser IONIQ steht in einer Garage, die Teil eines Garagenkomplexes aus DDR Zeit ist. Darin ist ein 220V Anschluss mit 10A abgesichert und einem alten Stromzähler. Der Strom wird an den gesamten Garagenkomplex von den Stadtwerken geliefert und über einen zentralen Stromzähler abgerechnet. Dieser Anschluss wird von einem älteren Ehepaar verwaltet. Die legen die Kosten dann inoffiziell auf die Garagenbesitzer um auf Basis der nicht geeichten "alten" Zähler.

Ich hatte mich mit diesen Leuten schon vor einigen Wochen darauf verständigt, dass ich jetzt mein Auto an dem Anschluss lade, wodurch deutlich erhöhte Stromkosten anfallen. Sie wollten noch mal klären, ob sie auf den günstigeren Tarif der Stadtwerke wechseln können und dass ich einen Abschlag zahle.
Scheinbar hatten sie aber überhaupt nicht verstanden worum es mir ging. Als ich jetzt also nach Abholung des IONIQ mal nachhaken wollte, was aus dem anderen Tarif geworden ist, sagten sie mir auf einmal, dass sie eine Ortsbegehung mit den Stadtwerken gemacht hätten, und ich in der Garage kein Elektroauto laden kann, da die Leitungen nicht ausreichend dimensioniert sind. Dabei weiß der Herr von den Statdwerken ja überhaupt nicht, wie viele Ampère mein Lader zieht. Er ist wohl von Starkstrom ausgegangen.

Ich weiß, dass die Konstellation auch wegen der Ladeverluste nicht ideal ist. Es sollte sich aber um eine Übergangslösung handeln, da wir wohl in ein paar Monaten umziehen. Eine andere Lademöglichkeit habe ich nicht.

Ich werde mich also noch mal mit den Stadtwerken auseinandersetzen müssen. Es gibt ja sicher keinen prinzipiellen Grund, aus dem ich meinen 10A Garagenanschluss nicht dauerhaft mit 10A belasten könnte? Er ist sehr vernünftig verlegt (wenn auch vor Jahrzehnten). Zumal ich sicher der Einzige bin, der in seiner Garage nennenswert Strom verbraucht.
Der Hyundai Ladeziegel zieht laut diesem Thread reall 11,25A und funktioniert bislang problemlos. Ich war immer von 10A ausgegangen, es steht 12A auf dem Ziegel. Ich könnte auch im Auto auf 9A reduzieren, das wäre aber eine Einschränkung.

Wie seht ihr den Sachverhalt? Mir ist auf jeden Fall klar, dass ich wohl zu blauäugig an die Sacher herangegangen bin..
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Re: Ioniq zu Hause laden

Beitragvon Langsam aber stetig » Di 21. Nov 2017, 23:35

Ladeverluste sind beim Ioniq nicht groß unterschiedlich je nach Ladeleistung.

Ich würde die Ladeleistung unter 10 A einstellen, um sicher zu gehen, und sagen: "OK, verstanden, dann baue ich keine 22 kW-Ladestation ein, sondern lade einfach mit dem Notladekabel, das geht ja auch an einer normalen Steckdose und braucht weniger Leistung als ein Bügeleisen oder ein Wasserkocher." Du kennst diese Tabelle mit den Einstellungen von Auto und Ladeziegel und der resultierenden Stromstärke?

Bild

Am besten erscheint mir "Maximum" im Auto und "M" am Ziegel. Dann hast Du 9,1 A auf der Leitung, und es wird nach Ladeverlusten mit ca. 1,7-1,8 kW geladen. Wenn das Auto normalerweise 12 Stunden steht, kannst Du also 75% des Akkus wieder laden. Müsste im Normalfall ausreichen, wenn Du nicht mehr als 100 km am Tag fährst im Normalfall.
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Re: Ioniq zu Hause laden

Beitragvon paulektro » Mi 22. Nov 2017, 09:33

Hey,

vielen Dank für diese Tabelle! Das ist wirklich ausßerordentlich hilfreich.

Jetzt verstehe ich auch, wie ich auf 10A Leistungsaufnahme kam - ich hatte die deutlichen Ladeverluste nicht berücksichtigt.

Leider fahre ich 140 km am Tag und das Auto ist normalerweise nur 13h zu Hause.. also wird es in jedem Fall knapp. Aber so kann ich erst mal sauber argumentieren.

Was mich so mega ankotzt ist einfach diese Ignoranz, vor Allem von dem Mitarbeiter der Stadtwerke . Einfach Annahmen treffen, ohne mit mir zu sprechen.. Die hätten mich jederzeit anrufen können, und fragen, welche Leistung das Ladegerät hat. Haben meine Nummer.

Das arme ältere Ehepaar ist jetzt vollends verunsichert und hat aus Angst vor dem Unbekannten was da kommt völlig dicht gemacht (geht nicht, nicht vorgesehen, der Fachman von den Stadtwerken hat es ja selbst gesagt).. Aber dass die mich dann auch nicht anrufen, obwohl sie wissen, dass mein Auto unterwegs ist!

Scheiß Provinzengstirnigkeit!

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Re: Ioniq zu Hause laden

Beitragvon creapy » Mi 22. Nov 2017, 10:15

Weißt du mit welchem Kabelquerschnitt die alte Installation verlegt ist?
Wenn das nur mit 10A abgesichert ist, wirds wohl max 1,5 qmm sein.
Das Kabel hält die Leistung schon aus. Kurzfristig auch mehr.
Aber die dauerhafte Last ist das Problem.
Wenn da über mehrere Stunden 10A durchrauschen erwärmt sich das. Besonders auch die Kontakte in alten Steckdosen, Abzweigdosen etc.
Das sind die Schwachpunkte.
Wie schaut es mit der Leitungslänge aus?
Wenn da mehrere Garagen angeschlossen sind, hat man schnell mal 50m Kabellänge.
Da sinkt dann auch noch die Spannung ab, wenn man ordentlich Strom zieht.

Unterwegs hast wirklich keine Lademöglichkeit?
Irgendwo CCS Laden und Zuhause dann nur noch Vollladen...

Das Beste und Sicherste wäre ein neues Kabel direkt vom zentralen Anschluß weg 3x2,5 mit 16A abgesichert, oder je nach Länge auch 3x4 mit 20A abgesichert.
Das kostet nicht die Welt und kann dir jeder Elektiker machen.
Dann kannst damit sicher und dauerhaft den Ioniq laden mit voller Leistung.
Aber wenn du eh vor hast bald umzuziehen , würde ich da keinen Terz mehr machen.
Probiers mit 9A, oder sicherheitshalber erstmal noch eine Stufe runter und schau dass nix nennenswert warm wird über die ganze Ladedauer.



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Re: Ioniq zu Hause laden

Beitragvon GcAsk » Mi 22. Nov 2017, 10:35

Sorry wenn ich vielleicht ein wenig abschweife - aber wenn wir schon bei Leitungsverlusten sind:
Ist ein niedriger Ladestrom besser oder schlechter, wenn man an der Schuko mit einer "normalen" Leitung lädt?
Lade zu Hause an der Schuko - warm wird da nichts. Auch auf voller Stärke nicht.
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Re: Ioniq zu Hause laden

Beitragvon paulektro » Mi 22. Nov 2017, 11:01

@creapy

tja, das sind leider die Aspekte, die ich nicht prüfen kann. Bis auf die Zuleitungslänge, die ist sicher mehrere 10 Meter.
Die Technik ist wie gesagt schon Jahrzehnte alt und umter einem anderen Wirtschaftssystem installiert worden. Mehr als "sieht solide aus" kann ich nicht feststellen.

Ich denke, ich werde mich mit den 9A erst mal arrangieren (kein ausdrückliches Verbot von den Stadtwerken vorausgesetzt). Ich will in dieser Stadt nicht alt werden und sehe deswegen einen neuen Anschluss mit Kosten von 1300 (Aussage Stadtwerke) nicht ein.
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Re: Ioniq zu Hause laden

Beitragvon chrisgrue » Mi 22. Nov 2017, 11:02

Servus

GcAsk hat geschrieben:
Sorry wenn ich vielleicht ein wenig abschweife - aber wenn wir schon bei Leitungsverlusten sind:
Ist ein niedriger Ladestrom besser oder schlechter, wenn man an der Schuko mit einer "normalen" Leitung lädt?
Lade zu Hause an der Schuko - warm wird da nichts. Auch auf voller Stärke nicht.


Wenn es nicht ein 'Vorkriegsleitung' (Alu mit Stoffmantel zB :mrgreen: ) o.ä. ist, dürfte die Leitung kein Problem sein, am ehesten ist die Schukodose das schwächste Glied, wenn die aber nicht ausgeleiert/verrostet ist, macht die auch kein Problem....

Am einfachsten, wenn bezüglich der Installation nichts genaueres bekannt ist, einfach mal anhängen und nach 1 Std. mit IR Thermometer Dose und Leitung (Mauerwerk?!) messen. Event. den Ladeziegel in der Schuko stecken lassen um ein 'ausleiern' der Schuko zu vermeiden.
cu
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Re: Ioniq zu Hause laden

Beitragvon creapy » Mi 22. Nov 2017, 11:21

paulektro hat geschrieben:
@creapy

tja, das sind leider die Aspekte, die ich nicht prüfen kann. Bis auf die Zuleitungslänge, die ist sicher mehrere 10 Meter.
Die Technik ist wie gesagt schon Jahrzehnte alt und umter einem anderen Wirtschaftssystem installiert worden. Mehr als "sieht solide aus" kann ich nicht feststellen.

Ich denke, ich werde mich mit den 9A erst mal arrangieren (kein ausdrückliches Verbot von den Stadtwerken vorausgesetzt). Ich will in dieser Stadt nicht alt werden und sehe deswegen einen neuen Anschluss mit Kosten von 1300 (Aussage Stadtwerke) nicht ein.
Ein neuer Anschluss von den Stadtwerken für 1300€ ist sicher nicht nötig um den Ioniq über Schuko zu laden. Der zentrale Anschluss wird schon ausreichend dimensioniert sein wenn da mehrere Garagen mit 10A dran hängen.
Das Kabel zu deiner Garage, evtl Abzweigdosen und deine Steckdose in der Garage sind die Schwachpunkte.
Vielleicht solltest mal einen Elektiker deines Vertrauens beauftragen, zum Prüfen, welche Leistung du dauerhaft in deiner Garage entnehmen kannst.

Andere Idee: wo ist denn der zentrale Anschlusspunkt? Gibt's da nen Stellplatz in der Nähe? Eine Feuchtraum Steckdose mit kurzem Kabel an die Wand, mit 16 A absichern, dann kannst mit voller Leistung laden.
Diese Lösung geht schnell, kostet nicht viel uns kannst auch schnell wieder entfernen lassen wenn du aussiehst.


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