Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon cpeter » Do 20. Apr 2017, 09:00

Manche mobilen Lösungen (wie z.B. NRGkick) haben einen FI bereits integriert.
Um beim Beispiel NRGkick zu bleiben: siehe https://www.nrgkick.com/features/?lang=de,
es gibt natürlich auch andere.
Seit 01/2017 Nissan Leaf Tekna 30 kWh mit 6,6 kW AC Lader
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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon Flowerpower » Do 20. Apr 2017, 09:34

1 Phasige Gleichrichter haben keine glatten Gleichfehlerströme => kein Typ B erforderlich.

Seite 27
http://www.bossert-weissinger.de/pdf/al ... ch_web.pdf

Wenn du Zugriff drauf hast kannst du auch in der VDE 0100-530 nachschlagen(lassen)
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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon kassiopeia » Do 20. Apr 2017, 09:39

romtroe hat geschrieben:
Jetzt möchte der Elektriker für sein Angebot eine verbindliche Aussage, ob das Notladegerät des Ioniqs einen Gleichstomfehler <= 6mA ausschließt (bin kein Elektriker und die Diskussionen hierzu im Forum konnte ich nicht wirklich verstehen). Falls nicht, müsst er eine teure FI-Sicherung (er sprach von 600 Euro) installieren.

da sind gleich mehrere Fehler in der Argumentation:

- Fehlerströme <= 6 mA brauchen nicht beachtet zu werden
- Gleichfehlerströme zwischen 6 und 30 mA sind ein Problem da sie einen ggf. nachgeschalteten FI Typ A erblinden lassen, d.h. der löst u.U. nicht mehr aus wenn ein Wechselfehlerstrom > 30 mA auftritt

- ein FI Typ B ist für Gleichfehlerströme nicht unbedingt nötig (es reicht ein Typ A EV), sondern nur für Fehlerströme ungleich 50 Hertz (allstromsensitiv)
- ein FI Typ B gibt es mWn erst ab 30 mA
-> daher ist hier ein Typ A EV vorzuziehen, der schon bei Gleichfehlerströmen ab 6 mA auslöst (und weitaus günstiger ist)

Das auch nur dann, wenn wie oben schon geschrieben dreiphasig gewandelt wird. Bei einphasigen Wandlern kann kein glatter Gleichfehlerstrom entstehen, daher reicht ein Typ A

Ob eine Gleichfehlerstromerkennung eingebaut ist ist unabhängig von der Bauform fest angeschlossen oder mobil, z.b. hat der 3-phasige ICCB von Tesla bereits eine Gleichfehlerstromerkennung eingebaut - dort reicht entsprechend ein Typ A
Der ICCB vom Ioniq wird das sicherlich nicht haben, da dort kein glatter Fehlerstrom entstehen kann wie oben begründet.
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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon romtroe » Do 20. Apr 2017, 10:46

Vielen Dank für die hilfreichen Antworten!

Ich werde nun aufgrund Eurer Vorschläge und Anregungen versuchen wie folgt vorzugehen: Ich lasse vorsorglich ein 5x2,5qmm Kabel verlegen, auch wenn das ein wenig mehr kostet (für den Fall, dass wir doch noch länger hier wohnen werden und wir irgendwann ein anderes E-Auto haben, welches 3phasig laden kann). Ich werde aber nur eine Phase Anschließen lassen und die beiden anderen unbelegt belassen. Dann benötige ich auch keine teure FI-Sicherung.

Als Anschluss kann ich mir dann am Stellplatz entweder eine bessere Schuko-Steckodse setzen lassen oder alternativ einen blauen CEE. Bei einem blauen CEE benötige ich auch keine teure FI Sicherung, korrekt? Wäre auch eine rote CEE Dose möglich, bei der nur eine Phase belegt ist, oder erfordern rote CEE stets die Belegung von allen drei Phasen?
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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon DeJay58 » Do 20. Apr 2017, 10:48

Es wäre auch eine rote möglich. Aber wenn der Ioniq eh nur einphasig lädt, dann kannst Du ruhig auch alle drei Phasen anschließen. Notwendig ist es nicht. Wirst halt einen Adapter brauchen. Ich würde mir die Dose hinplazieren (wenigstens zusätzlich) die das Ladekabel vom Auto vorgibt.
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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon erdi » Do 20. Apr 2017, 10:55

Hallo zusammen,

ich hänge mich mal hier mit dran. Ich habe das mit den Fehlerströmen einigermaßen kapiert und vor kurzem eine ähnliche Diskussion mit meinen Elektriker. Der Unterschied ist, ich möchte eine 32A CEE Steckose durch ihn anschließen lassen. Alles andere ist mein Part, d.h ich werde eine Wallbox anschließen.

Muss der Elektriker sich rückversichern, dass über das an der CEE-Steckdose angeschlossene Gerät keine Gleichfehlerströme auftreten können, oder kann ich so argumentieren, dass ich "nur" die 32A-CEE Steckdose von ihm will?

Zu Erläuterung: Ich lege das Kabel bis zum Sicherungskasten, schließe im Carport einen Wandverteiler (2x Schuko, 1x 32A CEEE, 1x 16A CEE) mit eingebautem FI (Typ A) an, und dann an dessen 32A-CEE eine Smart EVSE, die selbst natürlich theoretisch dreiphasig könnte. Aber muss dass den Elektriker interessieren, was theoretisch ginge, aber mit meiner Konstellation eben nicht?

Gruß: Thomas
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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon me68 » Do 20. Apr 2017, 11:06

Ich dachte bisher, Gleichfehlerströme sind nur eine Eigenheit des Renault-Zoe-Chameleon-Laders, da dieser keine galvanische Trennung hat.

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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon DeJay58 » Do 20. Apr 2017, 11:16

^Bei den EVs sehe ich das auch so. Aber anscheinend hat der Elektriker mal vom Zoe Problem gehört...
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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon EVduck » Do 20. Apr 2017, 11:19

@erdi:
Wenn du schon soweit bist und das alles investieren willst, dann spare bitte nicht am FI-B! Immer daran denken, vielleicht bekommst du doch noch einen Drehstromlader, vielleicht auch nur zu Besuch.

@me68:
'Glatter' Gleichfehlerstrom ist im Prinzip bei jedem mehrphasigen Umrichter im Fehlerfall möglich. Bei der Zoe kommt nur erschwerend hinzu, dass sie schon im Normalbetrieb Ableitströme verursacht.
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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon DeJay58 » Do 20. Apr 2017, 11:41

600€ für einen "vielleicht-mal-Besuch? Niemals! Aber jeder wie er will und kann
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