Brauche ich mehr als die Schukosteckdose?

Brauche ich mehr als die Schukosteckdose?

Beitragvon almrausch » Di 9. Jan 2018, 12:26

Hallo zusammen,

die Frage ist bewusst provokativ gestellt und ich weiß natürlich, dass sie ganz einfach mit NEIN zu beantworten ist.

Auto am Abend anstecken und am Morgen ist er voll geladen. Kostet nur den Strom und keinen Euro für weiteres Equipment.

Aber so einfach ist es vielleicht doch nicht und daher kurz zum Hintergrund meiner Frage.

Als ich den Ioniq im Juni bestellt habe (heute hole ich ihn ab), stand auch die Installation einer PV-Anlage an. Die ist auch seit Oktober installiert (10 kWp Ost/West mit E3DC S10 13,8 kWh). Rein aus Vorsorge habe ich mir dann gleich in die Garage in ca. 1 m Entfernung zur Ladeklappe eine CEE32 installieren lassen, die mit einem Lastschütz schaltbar ist. Hat kaum 300 Euro gekostet.

Ich könnte mir also nun so ein Teil besorgen, mit dem ich den Ioniq mit 6,6 kW laden kann. Kosten ab 600 Euro aufwärts.

Da wir an einem Tag maximal 180 km fahren (90-100 wären normal), ist ein Laden zwischendurch nicht erforderlich. Das Laden über Nacht reicht immer.

Wenn es wirklich mal schnell gehen müsste, haben wir in 6 bzw. 10 km Entfernung zwei 50 kW CCS Lader, die aktuell 10 Cent die Minute kosten (sagt die App von NewMotion) und auf dem Weg von der Arbeit liegen. Das wäre sogar günstiger als zu Hause für 25 Cent/kWh, wenn ich richtig gerechnet habe.

Zwischen März und September produziert die PV-Anlage mehr als verbraucht werden kann und somit wäre ein direkter Verbrauch durch das Laden sinnvoll. Denn dann "kostet" der Strom nur 12 Cent/kWh (Einspeisevergütung).

Ohne das jetzt genau zu rechnen - wirtschaftlich kann die Anschaffung einer Lademöglichkeit mit 6,6 kW via CEE32 unter diesen Aspekten eigentlich nicht sein. Oder habe ich etwas übersehen?

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Beitragvon LtSpock » Di 9. Jan 2018, 12:49

Da ich vor dem Studium Energielektroniker gelernt habe könnte ich mir in die Garage eine CEE32 selber legen. Habe im Bekanntenkreis früher ganze Hausinstallationen in Neu- und Altbauten gemacht gemacht und natürlich bei mir selber, welche ohne Probleme angenommen wurden. Ich werde aber an der normalen Steckdose mit 2kw laden weil es für mein Fahrprofil (max. 100km pro Tag, zu 90% aber unter 50km pro Tag) vollkommen ausreicht. Wegen der max. 28kwh des Ioniq kann ich für mich keinen Mehrwert für eine Wallbox erkennen. Wichtiger ist es für mich, dass man mit dem Ioniq auf Langstrecke mit CCS laden kann.

Wallbox wäre evtl. dann interessant, wenn der Ioniq über drei Phasen laden könnte bzw. wird interessant werden, wenn in Zukunft >50kwh in EVs Standard sind.

Das ist aber nur meine ganz persönliche Meinung für meine Nutzung des Ioniqs!
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Re: Brauche ich mehr als die Schukosteckdose?

Beitragvon kub0815 » Di 9. Jan 2018, 12:53

Wie rechnet man komfort und sicherheit in Euro?
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Re: Brauche ich mehr als die Schukosteckdose?

Beitragvon sensai » Di 9. Jan 2018, 12:55

Im Prinzip hast du mit deiner Rechnung recht.

Ich habe bereits eine Zoe daheim und in der Garage eine CCE16 montiert.
Geladen wird mit einer 3P mobilen Ladeeinheit (NRGKick).
Natürlich kann ich diese auch für den Ioniq verwenden.

Früher oder später wird auch bei dir der Zweitwagen ein EV sein.
Dann macht die mobile Lösung Sinn.
So als Gedankenhilfe, falls du jetzt schon kaufen willst.
Niedrigstenergiehaus (17 kWh/m²) mit Wärmepumpe und Tiefenbohrung

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Re: Brauche ich mehr als die Schukosteckdose?

Beitragvon Teddybär1964 » Di 9. Jan 2018, 12:58

Du hast für eine CEE rot (32) mit einem schaltberen Lastschütz inkl. Installation 300 Euro bezahlt. Boah - da hab ich dann doch eine "Apotheke" beauftragt.

CEE blau (16) mit allem was nötig ist (5 Meter Strecke zum Kasten) Wandurchbruch (bohren) + Lastschütz, Stecker, FI inkl. Arbeitslohn 600 Euro. Ist jetzt zwar alles schon auf CEE rot "vorgerüstet" - für die "Zukunft" - aber das hat den Kohl ja letztlich nicht fett gemacht.

Wirtschaftlich - tja was soll man sagen. Spitz gerechnet kaum. Aber bei dem "Gesamtvolumen" den so´n Projekt E-Mobilität hat sind 300 Euro ja fast zu vernachlässigen. Ich hab die 600 Euro aus "Bequemlichkeitsgründen" investiert. Kann sehr gut unterwegs laden von Schnarchladung bis CCS. Ist dann aber mit kleinen Umwegen und beim CCS mit "Warten" verbunden. Die Preise wären geringfügig günstiger als zu Hause. Aber zu Hause anstecken und das war´s - ist mir ein paar Cent mehr wert. Schuko als Dauerlösung ist mir zu "labil" - auch wenn oft das Gegenteil behauptet wird. Als Ergänzung aber völlig ausreichend.
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Re: Brauche ich mehr als die Schukosteckdose?

Beitragvon Wiese » Di 9. Jan 2018, 13:00

Wie ich an anderer Stelle schon gesagt habe, ist für mich nur die Schuko-Steckdose selbst das Problem. Wenn die 2,5 kW Ladeleistung reichen, würde ich den Ziegel mit einer blauen Camping-Dose kombinieren oder wenigstens eine wirklich sehr gute Schuko-Dose verwenden. Es soll da auch wirklich gute Dosen geben.
Interessant wäre auch, wie groß die Ladeverluste an der Wallbox sind. Über Schuko verliert der Ioniq nach meinen Messungen 15%.
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Re: Brauche ich mehr als die Schukosteckdose?

Beitragvon remi » Di 9. Jan 2018, 13:37

Mich ärgert das auch, dass eine Wallbox - an der man dann eh nur einphasig laden kann - so viel kostet. Auch so ein NRGkick ist schon verdammt teuer. Hab mir jetzt mit einem SimpleEVSE selbst ein 32A CEE Ladekabel gebaut. Kosten waren ca. 200€. Zeitaufwand ist beim 1. mal gar nicht so wenig, aber macht ja irgendwie auch Spaß :)

..bei mir ist das Setup dann übrigens so: Heimladestation ist der Schuko Ziegel, im Auto ist das CEE 32A Kabel mit Adapter auf CEE 16 und Schuko. Da ich mehrmals im Monat bei Verwandten 200km wieder aufladen muss, ist ein mobiler CEE 16A für mich ein Muss. Damit hab ich für Zusatzkosten von unter 250€ (mit den Adaptern) eine Lösung für alles, wenns zuhause mal schnell gehen muss, nehm ich das Kabel aus dem Kofferraum. Aber meistens reichen mir die 2,2kW bei meiner 4kWP PV Anlage ;)
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Re: Brauche ich mehr als die Schukosteckdose?

Beitragvon almrausch » Di 9. Jan 2018, 14:03

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten ;)
kub0815 hat geschrieben:
Wie rechnet man komfort und sicherheit in Euro?
Es geht mir gar nicht ums Geld. Auch 1000 Euro für eine Ladelösung wären kein Problem. Ich sehe nur nicht den Mehrwert. Was ist daran komfortabler und sicherer?

Ich habe auch nicht eingesehen, für ein Model S 70k Euro mehr auszugeben als jetzt für den Ioniq.

sensai hat geschrieben:
Früher oder später wird auch bei dir der Zweitwagen ein EV sein.
Wir haben noch eine E-Klasse für Langstrecke und Hängerbetrieb. War bisher der "Erstwagen", aber zukünftig wird natürlich der Ioniq so viel wie möglich genutzt. Bis die E-Klasse abgelöst wird, dauert es wohl noch einige Jahre (ist von 2009 und 180 tkm gelaufen).

Teddybär1964 hat geschrieben:
Du hast für eine CEE rot (32) mit einem schaltberen Lastschütz inkl. Installation 300 Euro bezahlt. Boah - da hab ich dann doch eine "Apotheke" beauftragt.
Sind nur 3 Meter bis zum Schrank und im Rahmen der PV-Anlage mitgemacht worden. Hätte ich auch selbst machen können, aber wenn die schon mal dabei waren ...

Teddybär1964 hat geschrieben:
Aber zu Hause anstecken und das war´s - ist mir ein paar Cent mehr wert. Schuko als Dauerlösung ist mir zu "labil" - auch wenn oft das Gegenteil behauptet wird. Als Ergänzung aber völlig ausreichend.
Genau das einfache Anstecken und Laden über Nacht (bzw. im Sommer auch tagsüber) verbinde ich mit der Schuko-Steckdose. Dazwischen noch eine Homematic-Messsteckdose und ich kann genau sehen, was los ist.
Und wenn die schon vorhandene, 30 Jahre alte Steckdose zu warm werden sollte, lege ich eine neue 2,5er Leitung mit neuer Dose.

Wiese hat geschrieben:
Wie ich an anderer Stelle schon gesagt habe, ist für mich nur die Schuko-Steckdose selbst das Problem. Wenn die 2,5 kW Ladeleistung reichen, würde ich den Ziegel mit einer blauen Camping-Dose kombinieren oder wenigstens eine wirklich sehr gute Schuko-Dose verwenden. Es soll da auch wirklich gute Dosen geben.
In der Garage ist auch noch eine CEE16. Da könnte ich mit einem Adapter auch dran gehen. Liegt aber eher ungünstig.

Wiese hat geschrieben:
Interessant wäre auch, wie groß die Ladeverluste an der Wallbox sind. Über Schuko verliert der Ioniq nach meinen Messungen 15%.
Ladeverluste wären für mich ein Argument, wenn die bei Schuko deutlich höher wären.

remi hat geschrieben:
Hab mir jetzt mit einem SimpleEVSE selbst ein 32A CEE Ladekabel gebaut. Kosten waren ca. 200€. Zeitaufwand ist beim 1. mal gar nicht so wenig, aber macht ja irgendwie auch Spaß :)
Zutrauen würde ich mir das durchaus. Kann man das so steuern, dass bei Anliegen der Versorgungsspannung automatisch geladen wird? Dann könnte ich das über das Lastschütz steuern.
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Re: Brauche ich mehr als die Schukosteckdose?

Beitragvon LtSpock » Di 9. Jan 2018, 14:29

kub0815 hat geschrieben:
Wie rechnet man komfort und sicherheit in Euro?

Ob ich jetzt den Ziegel an die Wand hänge oder eine Wallbox ändert nix am Komfort. Klappe auf, Stecker rein und gut ist.
Lieber baue/kaufe ich mir für unterwegs ein Ladekabel bis 32A und 8m Länge. Da habe ich im Notfall mehr davon und das Geld ist damit besser angelegt als in der Garage an die Wand für eigentlich nix gehängt.

Was die Sicherheit angeht wir das Thema hier sowieso diametral diskutiert. Bei der Waschmaschine, Wäschetrockner und Backofen wird auch nicht nachgdacht. Bundesweit fackelt es aber seit Jahrzehnten regelmäßig die Butzen genau wegen der Geräte ab, interessiert aber niemand. Es steht der VDE nicht entgegen an einer ordentlich verlegten Leitung mit einer guten Schukosteckose 2kw abzugreifen. 2kw sind 2 kw, der Leitung und der Steckdose ist es wurscht wer die 2kw abgreift. Aber wenn es ein EV ist dann kommt eine gewisse Hsyterie auf :mrgreen:
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Re: Brauche ich mehr als die Schukosteckdose?

Beitragvon kub0815 » Di 9. Jan 2018, 14:52

Ein Mobiles Teil was ich nach dem Laden im Kofferraum stecke finde ich schon unkomfortabler als eine festinstallierte Wallbox.

Und eine Schuko stecker ist halt nicht für dauerhaften Stromentzug gemacht. Da gibt es bessere Lösungen. --> CCE
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