Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon romtroe » Do 20. Apr 2017, 08:12

Hallo Alle,

heute war der Elektriker da um mir ein Angebot für den Stromanschluss an meinem Stellplatz in der Tiefgarage zu erstellen. Ich habe richtig Glück mit unserer Hausverwaltung, die das Vorhaben unterstützt trotz großer Diskussionen über Schieflast etc. (es gibt mehr als 200 Stellplätze in der Garage und bisher einen weiteren Anschluss). Der Elektriker schlägt vor eine 16 CEE Dose an den Stellplatz zu legen. Ich würde gerne gerne über einen Adapter einfach mit dem mitgelieferten Notlader des Ioniqs laden (oder alternativ eine qualitativ hochwertige Schuko-Dose legen lassen, obwohl mir der Elektriker davon abgeraten hat).

Warum nur laden mit dem Notladegerät?

1) Weil ich in ca. 10 Minuten Entfernung einen CSS Lader habe, den ich im Fall der Fälle (schnelles Laden notwendig) nutzen kann
2) Weil der Ioniq jede Nacht mindestens 12 Stunden in der Garage rumsteht (meist auch mehrere Tage ohne Nutzung)
3) Weil ich zur Miete wohne und wir in absehbarer Zeit umziehen wollen und ich keine Aufwendige Installation durchführen lasen möchte.

Jetzt möchte der Elektriker für sein Angebot eine verbindliche Aussage, ob das Notladegerät des Ioniqs einen Gleichstomfehler <= 6mA ausschließt (bin kein Elektriker und die Diskussionen hierzu im Forum konnte ich nicht wirklich verstehen). Falls nicht, müsst er eine teure FI-Sicherung (er sprach von 600 Euro) installieren.

Zur Infrastruktur: Wir wohnen in einem 12 Parteien Haus und der Stellplatz ist ca. 25 m vom Sicherungsraum entfernt.

Hier meine Fragen:
1) Gibt es ein Dokument, welches Angaben zum Gleichfehlerstrom bei dem Notladegerät des Ioniqs macht? Der Elektriker, mit dem die Hausverwaltung zusammenarbeitet, möchte gerne eine schriftliche Aussage dazu.
2) Wenn es kein Dokument dazu gibt bzw. wenn der Notlader diesen Gleichfehlerstrom nicht ausschließt, wäre es sinnvoller eine FI-Sicherung durch den Elektriker installieren zu lassen oder sollte ich mir dann gleich eine Wallbox bzw. eine ICCB kaufen?
3) Falls ich eine Wallbox oder eine ICCB benötige möchte wirklich nicht viel Geld für das häusliche Laden ausgeben, daher hatte ich an die günstige ICCB von Volvo gedacht. Schließt diese den Gleichfehlerstrom aus oder welche (relativ günstige) Alternativlösung gibt es.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich im Ioniq Forum mit dieser Frage richtig bin...aber da es ja zunächst um den Notlader des Ioniq geht, stelle ich die Frage ersteinmal hier.

Vielen Dank für Eure Hilfe!
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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon ElliApril » Do 20. Apr 2017, 08:19

Moin, vor dem gleichen Problem stand ich auch. Am Ende des Tages habe ich einen FI Schalter einbauen lassen. Kosten insgesamt Bai ca 650 Euro. Tipp frage bei deinem Stromanbieter nach ob er kosten übernimmt. Bei mir hat er die Hälfte übernommen.
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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon DeJay58 » Do 20. Apr 2017, 08:23

Was sollte denn anders sein beim Volvo Iccb zum Hyundai iccb?
Video: i3 geht auch quer (neu 2018): https://youtu.be/yZzz71pzOQA


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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon romtroe » Do 20. Apr 2017, 08:31

Hallo, wir sind wegen des Umstiegs auf den Ioniq auf Entega umgestiegen. Diese fördern ja sowieso mit 400 Euro, werde also wahrscheinlich nicht noch einen Zuschuss zum FI Schalter übernehmen. Wäre dann nicht ein Lösung wie diese hier besser, die, soweit ich das verstanden habe, bereits einen FI Schalter integriert hat. Lieber das Geld in eine Lösung investieren, die man anschließend auch mitnehmen kann (wenn man auszieht).
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Lieber wäre mir natürlich eine ICCB die eine FI Sicherung eingebaut hat....
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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon EVduck » Do 20. Apr 2017, 08:34

Bestell' deinem Elektriker (scheint ein guter Elektriker zu sein!) einen schönen Gruß, und lege ihm die Betriebsanleitung des Autos vor. In der muß es vermerkt sein, wenn es zusätzliche Installationsvorschriften gibt, z.B. dass ein FI-B installiert werden muss. Ist es dort nicht vermerkt, ist es auch nicht nötig.

Außerdem entstehen bei einphasigen Umrichtern (und nichts anderes befindet sich in deinem Auto) im Fehlerfall pulsierende Gleichfehlerströme, die vom FI-A erkannt werden. Genau wie bei einer umrichtergesteuerten Waschmaschine.

zu 2.: Bei einer Wallbox hast du genau das selbe Problem wie beim Notladeziegel. Im Prinzip ist das ja nichts anderes als eine Wallbox. Ach ja, dein Notladeziegel ist ein ICCB.
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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon romtroe » Do 20. Apr 2017, 08:35

DeJay58 hat geschrieben:
Was sollte denn anders sein beim Volvo Iccb zum Hyundai iccb?


Ist das die Antwort darauf, dass
a) die Hyundai ICCB den Gleichfehlerstrom nicht ausschließt und
b) die Volvo ICCB den Gleichfehlerstrom auch nicht ausschließt und
c) dass es keine ICCB gibt, die den Gleichfehlerstrom ausschließt.

Falls ja, dann wäre ich für eine Antwort dankbar, die ich eindeutiger interpretieren kann. Wie gesagt, ich bin Laie und habe vorher noch nie etwas von dem Gleichfehlerstrom gehört.
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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon romtroe » Do 20. Apr 2017, 08:43

EVduck hat geschrieben:
Bestell' deinem Elektriker (scheint ein guter Elektriker zu sein!) einen schönen Gruß, und lege ihm die Betriebsanleitung des Autos vor. In der muß es vermerkt sein, wenn es zusätzliche Installationsvorschriften gibt, z.B. dass ein FI-B installiert werden muss. Ist es dort nicht vermerkt, ist es auch nicht nötig.


Das ist ein guter Hinweis. Vielen Dank! Da ich das Auto erst in 2-3 Woche erhalte aber bereits vorher eine Ladeoption in der Garage installieren lassen möchte, hätte ich die Frage in die Runde, ob mir jemand die Betriebsanleitung zukommen lassen könnte.

EVduck hat geschrieben:
zu 2.: Bei einer Wallbox hast du genau das selbe Problem wie beim Notladeziegel. Im Prinzip ist das ja nichts anderes als eine Wallbox. Ach ja, dein Notladeziegel ist ein ICCB.


Wie gesagt verstehe ich viel zu wenig von der Materie...aber wäre das nicht eine Lösung, bei der eine FI Sicherung bereits enthalten ist? Soweit ich es verstanden habe, ist das Problem bei den ICCB doch, dass keine FI Sicherung inkludiert ist, oder?

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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon EVduck » Do 20. Apr 2017, 08:53

Wie gesagt, bei einphasigem Anschluss ist das kein Problem. leider hast du nicht geschrieben, was für eine CEE der Elektriker dort installieren möchte. Wenn du ihn eine CEE Blau 16A (das ist die einphasige Version) installieren lässt, wird er nicht nach dem FI-B fragen, und für deinen Anwendungsfall wäre das ausreichend. Bei einer CEE Rot (dreiphasig) hingegen muss er sich schon versichern, dass dort keine dreiphasigen Umrichter mit einem möglichen 'glatten' Gleichfehlerstrom von mehr als 6mA angeschlossen werden.
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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon stromer » Do 20. Apr 2017, 08:53

Dein Elektriker könnte auch den Doepke FI Typ A EV nehmen. Der kostet gerade mal die Hälfte eines FI Typ B.

https://www.elektronetshop.de/product/d ... Gwod0NUFVg
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Re: Gleichfehlerstrom <= 6mA: Ausschluss für Notlader Ioniq

Beitragvon DavidW » Do 20. Apr 2017, 08:59

Wenn du sowieso nur das Schuko Kabel nehmen willst, dann lass dem Elektriker doch einfach eine Schuko Dose anbringen.
Mit einem 3x2,5qmm Kabel. Oder 5x wenn man für einen Starkstrom Anschluss vorsorgen will.

Denn wenn der Wandel zum Elektroauto richtig kommt, dann wird sich auch die Art des Ladens ändern. Ich denke deshalb, Heute nicht zu viel oder sowenig wie möglich Geld in das Laden investieren wenn man nicht gerade im eigenen Haus wohnt, dass man nicht mehr verlassen wird. Und selbst da nur wenn es die Umstände erfordern oder benötigen.
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