Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon remi » Di 19. Dez 2017, 20:51

Hallo allerseits,


Ich würde gerne mal das Thema Kosten Elektroauto vs. Verbrenner besprechen. In diesem Fall am bsp. Ioniq, zum Einen da wir diesen bestellt haben und auch, weil es meiner Meinung nach das auf Dauer günstigste Elektroauto z.Z. am Markt ist.

Man hört und lest überall "wenn Elektroautos mal billiger, leistbar sind...." Das kann ich nicht ganz verstehen, nach meiner Rechnung sparen wir uns mit dem Ioniq gegenüber unserem jetzigen Benziner über 2000€ pro Jahr. Deshalb hier meine Kostenaufstellung und die Frage an euch: Habt ihr den Ioniq auch aus wirtschaftlicher Sicht gekauft, oder nur der Umwelt zuliebe?

Eines vorweg: Ich lebe in Österreich, die Parameter (zb. Strompreis) sind in Deutschland anders


Auto und Fahrprofil
Unser aktuelles Auto ist ein Toyota Verso Benzin, 110PS, BJ 2006, 230t km. Neupreis war damals ~25.000€. Verbrauch ist 8-9l. Wir fahren also pro Jahr ca. 20.000km. Wohnort ist Westösterreich, die Fahrten sind pro Tag ca. 50km und ab und zu längere Strecken bis 200km. Wirkliche Langstrecken haben wir selten, 2-3x pro Jahr.

Aktuelle Kosten
Benzin: 1700l/J. = ca. 2000€ (€/l ~1,20)
KFZ Steuer: ~450€
Reperaturen: gemittelt 700€/J.
Service: 250€/J.
Versicherung: 250€/J.
Reifen: 150€/J.
--------------------
Gesamt: 3.800€

Kosten Ioniq
Strom: 3.200kWh (16kWh inkl. Ladeverluste, 0,11€/kWh Nacht - 0,15€/kWh Tag)
Zu Hause: 2.500kWh = 325€ (Strompreis Tag/Nacht gemittelt) / Firma: 500kWh (gratis) / Schnelllader: 200kWh = 100€
KFZ Steuer: 0€ (kann sich in Zukunft natürlich ändern)
Reperaturen: 400€/J.
Service: 150€/J.
Versicherung: 200€/J.
Reifen: 150€/J.
--------------------
Gesamt: 1.325€


Der Ioniq Style kostet uns abzgl. der Umweltförderung 28.500€. Jetzt noch 1500€ für Ladeequipment dazu sind wir bei 30.000€. Ein vergleichbar ausgestatteter Verbrenner würde uns 25.000-28.000€ kosten. Der Verbrauch eines neuen Benziners (mit vergleichbarer Größe zum Ioniq) wäre sicher geringer. Unter 6-7l ist aber wahrscheinlich immer nur auf dem Papier möglich.


D.h. wenn wir den Ioniq auch für 10 Jahre behalten, war er fast gratis. Ist nach 8Jahren+1Tag die Batterie kaputt, haben wir schon fast 20.000€ gespart, mit der wir eine neue kaufen können. In dieser Rechnung ist noch nicht eingerechnet, dass wir den Ioniq hoffentlich viel mit der PV Anlage laden können ;) Wird der Benzin wieder teurer, rechnet sichs noch schneller. Wird der Strom teurer.....kaufen wir uns einen Batteriespeicher :lol:


Das sind so meine Berechnungen zum Elektroauto. Was sich bewahrheitet und was nicht werde ich dann sehen... Aber teurer als ein Verbrenner kann ich wohl in keinem Fall werden.
Klar sieht die Rechnung anders aus, wenn man normal einen Kleinwagen fährt. Da rechnet sich die Zoe (inkl. Batteriemiete) wohl nie. Fährt man aber ein Mittelklasseauto, dann rentiert sich Elektro doch sehr schnell. Ob das die Medien nicht wissen....
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Beitragvon Segeberger » Di 19. Dez 2017, 21:11

remi hat geschrieben:

Fährt man aber ein Mittelklasseauto, dann rentiert sich Elektro doch sehr schnell. Ob das die Medien nicht wissen....


Psssst .... nicht so laut , oder willst du wenn sich das rumspricht ständig auf eine überlastete Ladesäulen-Infrastruktur stoßen ? :D

Auf deine Frage zu kommen ,

Ja bei mir war die Rechnung ähnlich und hat sich jetzt nach bisher 17.000km auch so bestätigt ! :thumb:
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Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon Roland81 » Di 19. Dez 2017, 21:12

Das ganze ist immer eine sehr individuelle Sache:
- z.B. ist der Strompreis in D etwa doppelt so hoch
- die KFZ Steuer dürfte für den Benziner in D niedriger sein
- die Reparaturkosten kommen mir bei beiden zu Hoch vor
- mit 20tkm liegst du auch schon über dem Durchschnitt

Diskutabel ist natürlich auch immer der "Ausstattungsgleich" Punkt.
Die Schaltgetriebefahrer würden "niemals" Automatik fahren und für diese entfällt der Aufpreis für Automatik. Für mich als Automatikfreund ist es anders...bei den Verbrennern muss man meistens eine höhere Ausstattungsvariante nehmen um überhaupt Automatik auswählen zu können...

Es kommt also immer sehr auf die Eckdaten an.
Ich habe eine ähnliche Rechnung wie du auch aufgestellt und im Worst-Case wirds eine schwarze 0 bei mir.
Zur schwarzen null kommen dann aber noch der Fahrspaß, die Stille und das gute Gefühl dazu.
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Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon Simon1982 » Di 19. Dez 2017, 21:22

Einer der größten Kostenblöcke dürfte die Abschreibung sein. Und wenn du den Ioniq über 10 Jahre abschreibt, sind das etwa 3.000 € pro Jahr...
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Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon IQ1117 » Di 19. Dez 2017, 21:28

In meiner Rechnung ist Elektro auch günstiger. Lebe in D. Habe zwei Szenarien durchgespielt: 15000 km/Jahr und 20000 km/Jahr. Für den Strompreis habe ich 0,30 € gerechnet. In Sachen Abschreibung habe ich 6 und 8 Jahre betrachtet.

Die Frage ist nur: mit welchem Verbrenner vergleicht man, damit der Vergleich nicht hinkt? Um den Spaß, das hohe Drehmoment bei niedrigen Geschwindigkeiten mit einzubeziehen müsste man wohl > 180 PS zu Grunde legen. Mit Diesel kann man auch nicht Vergleichen, weil der Wertverlust wohl mittlerweile exorbitant ist.

Kann durchaus sein, dass jeder auf ein anderes Ergebnis kommt. Der wirtschaftliche Aspekt hat bei mir auf jeden Fall auch zur Kaufentscheidung beigetragen.
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Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon Zmeister » Di 19. Dez 2017, 21:35

:D Ich finde die Bezinkosten für 1,20€ witzig wo steht die tanke in Siebirien?

Aber Spass beiseite hab hier gerade den i30 Famely 1,4l turbo stehen als Leihwagen (Ganz neu 1100km) bis Übermorgen, das dinge soll auch noch 22000€ kosten...das ich nicht lache, Austattung hat das teil quasi fast nix, und die Sparsammen 7,5L Super Benzin hauen mich nicht gerade vom Hocker, beim Verbrenner ist die Milch gegeben selbst ein Hybrid mit 4,5Litern ist da sinnlos..

Und eins verstehen ich auch nicht wie kommt ihr auf 200€ Versicherung? Ist das nur Haftpflicht? :roll: .

Ich habe berechnet das die wirklichen Mehrkosten doch lächerlich sind...

Nehmt mal von der Grösse ein passendes Modell (Vlt I40 limosine ist nur 5cm länger meine ich zu wissen.) und packt den mal voll und dazu n Motor mit 300Nm, was soll der dann kosten?
MFG: ZMeister
:D Ioniq Style , kann ein Stromer Sünde sein??
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Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon Roland81 » Di 19. Dez 2017, 21:49

Bei den Verbrennern hat mal halt die gute Chance einen Jahreswagen zu bekommen..
mein letzter: Listenpreis 46k€ mit 11 Monaten und 26tkm für 24k€
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Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon IQ1117 » Di 19. Dez 2017, 22:16

Ich wollte gerade mal eine Vergleichsrechnung mit einem anderen Hyundai-Modell machen. Geht nicht.

Hätte gerne mit dem i30 Fastback verglichen, aber dessen Motor ist mit 140 PS ein bisschen dürftig. Würde ca. 10 €/mtl. teuerer kommen als der Elektro (8 Jahre 20000km/Jahr).

Beim i40 Kombi, den ich persönlich nie kaufen würde (stehe nicht auf Kombis), wäre der Anschaffungspreis fast der gleiche und somit wäre er auch klar teuerer.
Zuletzt geändert von IQ1117 am Di 19. Dez 2017, 23:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon nr.21 » Di 19. Dez 2017, 22:22

Servicekosten: nach 15000 km ca 66 € beim Ioniq. Das schafft kein Benziner und kein Diesel
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Re: Ioniq günstiger als Verbrenner? Kostenrechnung

Beitragvon Haifisch » Di 19. Dez 2017, 22:34

Diverse Vergleiche (z.B. ADAC) zeigen, daß ein Stromer vs PHEV vs Diesel vs Benziner nicht wesentlich teurer oder sogar billiger ist, gerechnet auf 5 Jahre.
Jeder muß das natürlich für seine Situation durchspielen.
Ich denke mir, daß ich nicht unbedingt etwas sparen will. Ich möchte einfach ein gutes Gefühl haben. Viele, mit denen ich über E-Mobile sprechen, fragen immer gleich, ob sich das denn lohnt.
Ich werde meinen Ioniq voraussichtlich von April bis September fast ausschließlich über meine PV laden können, die auch eine angeschlossene 14kWh Powerwall von Tesla zur Stromspeicherung hat. Meine 60km am Tag, also im schlimmsten Fall 8kWh, kann ich immer nachladen; da ich um 16 Uhr nach Hause komme und die Ausrichtung Südwest ist, reichen die 8kW, die vom Dach bei Sonne kommen sowieso völlig aus. Genau betrachtet ist der Strom aber natürlich nicht umsonst, denn die Anlage mit der Batterie hat ein schw...geld gekostet und mit dem Ioniq werde ich sie schneller in den positiven Bereich führen :-)

Für ein vergleichbar ausgestattetes Auto in der Größe hätte ich auch fast 30.000€ bezahlen müssen.
Ein Arbeitskollege ist aber der Meinung, daß man ein Auto nicht nach Ausstattung vergleichen kann sondern nach Leistung und was es kann und der Ioniq kann 120 PS und "nur" 250km Reichweite und eine max. Höchstgeschwindigkeit von 170. Seiner Meinung nach müßte man ihn mit einem Kleinwagen vergleichen, der 15.000€ kostet und somit wäre der Mehrpreis des Ioniq doppelt so hoch und würde sich einfach nicht rechnen. Naja, jeder hat so seine Meinung...ich arbeite daran, seine etwas positiver zu gestalten, spätestens wenn ich meinen Ioniq habe ;)
Altes Auto: Peugeot 208 Diesel
Seit 07.09.2018: Ioniq Style in Silber. 3000 km gefahren.
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