Ioniq für meinen Alltag?

Re: Ioniq für meinen Alltag?

Beitragvon Helfried » Mi 14. Mär 2018, 09:55

Exelicer hat geschrieben:
Er sieht schon optisch gut aus und ist evtl. auch etwas weiter entwickelt als der Inoq(?) .


Naja, er ist kleiner und braucht mehr Strom. Von daher...
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Re: Ioniq für meinen Alltag?

Beitragvon phonehoppy » Mi 14. Mär 2018, 10:19

Meine Gedanken zu Deiner Frage:

  • Ich denke, E-Auto in der Stadt ohne eigene Lademöglichkeit geht grundsätzlich schon. Wenn man dabei Ladestationen im öffentlichen Raum, z.B. bei Einkaufszentren, Supermärkten etc. nutzen kann, die sogar oft noch kostenlos sind, kommt man dabei sogar sehr günstig weg.
  • Der IONIQ hat zwar den Vorteil der guten CCS-Ladegeschwindigkeit, allerdings fehlt ihm der für so ein Benutzungsverhalten vorteilhafte 3-Phasen-Lader. Viele der Typ-2-Ladestationen im öffentlichen Raum sind 3-phasige 11 kW oder 22 kW-Säulen. Der IONIQ lädt an ersteren dann nur mit 3,6 kW, an letzteren mit 7,2 kW, damit dauert das Laden deutlich länger als ein typischer Einkauf in der Stadt, und man käme so nicht über die Runden.
  • Autos wie z.B. der ZOE können die vollen 11 bzw. 22 kW solcher Säulen ausnutzen. ZOE hat aber kein CCS, ist also für Langstrecken ungeeignet. Ein BMW i3 kann immerhin mit 11 kW laden und wäre somit von ganz leer bis ganz voll in etwas über 3 Stunden zu laden, ist aber teurer als der IONIQ und hat weniger Platzangebot im Innenraum.
  • Mit ein wenig Improvisationsgeist finden sich oftmals noch weitere Lademöglichkeiten, von denen man vorher gar nicht wusste. Vielleicht gibt es ja doch auf Deiner Arbeit irgendwo eine Steckdose in der Nähe des Parkplatzes deines Autos? Wenn Du dort 8 Stunden am Tag bist, wird das Auto auch an einer Schuko-Steckdose ausreichend geladen, dass Du damit noch viele andere Fahrten machen kannst.
  • Allein auf Schnellladung, nach dem Benutzungsmuster, wie früher "zum Tanken zu fahren", würde ich mich heutzutage noch nicht verlassen. Man würde ja dann den Tankstopp so weit wie möglich hinauszögern, also mit ganz leerem Akku anfangen und möglichst ganz voll wieder wegfahren (was beim IONIQ an CCS sowieso nicht geht), und da muss man dann schon so ca. mit 40 Minuten rechnen. Das ist ein nicht unerheblicher Zeitfaktor, und ich würde das nur machen, wenn ich nebenher Einkaufen oder etwas anderes sinnvolles machen kann, was ich sowieso tun muss. Sonst wäre das für mich ein ziemlicher Komfortverlust gegenüber einem Verbrennerauto, und ich fahre ja eine Elektroauto unter anderem deshalb, weil es für mich so schön ist, dass ich nicht mehr extra zum Tanken fahren muss, sondern das Auto geladen wird, wo es sowieso steht. Wenn es mal wesentlich schnellere Lademöglichkeiten in ausreichender Zahl gibt, kann sich das ja auch wieder ändern, denn 10-15 min kann man auch mal warten und vielleicht nebenher das Auto staubsaugen, denn Müll leeren oder die Fußmatten ausklopfen...
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Re: Ioniq für meinen Alltag?

Beitragvon akg » Mi 14. Mär 2018, 10:54

Exelicer hat geschrieben:
Da wäre eine Innogy Säule in der Nähe.
4,95€/Monat + 0,30 €/khw oder 0,13€/Min. je nach Gleichstrom oder Wechselstom wie es aussieht. Die 5€ wären erstmal wurst. 30 Cent sind schon etwas teurer als Zuhause. Ist halt auch echt die Frage, ob man da über Nacht stehen dürfte.
https://www.innogy.com/web/cms/de/38116 ... gs/epower/


Es gibt Roaming-Partner, bei denen ist es günstiger, z. B. BEW (https://www.bergische-energie.de/dienst ... rom-mobil/)

Hier hast du 5€/Quartal, 15 kWh frei/Quartal, 0,30 €/kWh, kein Minutenpreis.

Die 350-km-Strecke sollte dich nicht abschrecken, das ist eigentlich problemlos machbar. Man muss sich fragen, ob eine halbe Stunde mehr pro Fahrt jetzt der ausschlaggebende Punkt sein kann, auf elektrische Mobilität zu verzichten. Vielleicht kannst du ja kleinere Dinge während der zweiten Ladung erledigen. Und wenn es nur das Aussagen und Pflegen des Wagens ist. ;)

Wir sind in der glücklichen Lage, dass meine Frau an der Arbeit laden kann. Hast du schon mal mit deinem Arbeitgeber darüber gesprochen?
Probegefahren: Smart ED3/4 • Ampera • Model S • ZOE • IONIQ Electric • i3 • Leaf 2 • Sion • Model 3 • Ampera-e • Twizy
Glücklich mit: Hyundai IONIQ Electric (bestellt: 22.3.17, produziert: 15.9.17, abgeholt: 22.11.17)
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Re: Ioniq für meinen Alltag?

Beitragvon paulektro » Mi 14. Mär 2018, 11:02

Hallo Exelicer,

ich finde deine Einstellung / Neugier auch gut!

Da du in der Stadt lebst, hast du eigentlich ziemlich freie Wahl des Elektroautos. Für die 350 km Überland muss man sich das Auto und die Lademöglichkeiten schon ein wenig anschauen. Mit dem IONIQ hast du einen guten Kompromiss aus Alltags-
und Langstreckentauglichkeit für einen guten Preis.

Wenn ich in der Stadt wohnen würde, würde ich mir die Wechselstromsäulen (Ladedauer IONIQ 4,5 bis 8h) in der Umgebung anschauen. Wie du sagst, musst du nur 1x pro Woche laden. Wenn man also an einem Tag etwas weiter weg bei so einer Säule parken und 15 min zu Fuß gehen muss, fände ich das akzeptabel. Offiziell darf man nur "während des Ladevorgangs" parken, also nicht per se über Nacht. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es ernsthaft Stress gibt, solange ein Kabel angeschlossen ist, dafür sind es noch "wenig genug" E-Autos. Man kann auch Autoseitig die Ladegeschwindigkeit drosseln, so dass es halt die Nacht über dauert.
Alternativ geht natürlich auch ein wöchentlicher IKEA Einkauf o.Ä. wo man die Schnelladesäulen benutzen kann.

Für die Überlandfahrt solltest du wenn möglich mit einem vollen Auto starten und zwei mal an eine Schnelladesäule (sind mittlerweile fast überall recht gut verteilt), die dich jweils ca. 30 Minuten kostet. Am Ziel bei deiner Familie kannst du vermutlich wieder irgendwo laden, an der Heimsteckdose oder öffentlichen Wechselstrom. Die Fahrt wird also eine gute Stunde länger.

Aus meiner Erfahrung in der Stadt (Hamburg und selten Berlin) funktioniert es besser als man denkt, weil es überall (wechselstrom) Ladepunkte gibt. Deshalb hat man eine gute Redundanz, wenn eine Säule besetzt/zugeparkt/defekt ist. Überland ist immer noch ein gewisses Abenteur, weil man eigentlich immer einen Plan B braucht, falls die sporadisch gesetzten Säulen mal nicht wollen. So kann sich eine Fahrt zwischen Nordberlin und Hamburg schon mal von geplanten 5h auf 7,5h verlängern.

Es passiert im Moment einfach verdammt viel, neue Säulen und Automuster kommen ständig und es macht Spaß dabei zu sein. Also warte nicht zu lange, weil es sowieso immer in ein paar Monaten was tolles neues gibt ;)

Vielleicht solltest du dir mal für ein paar wochen einen IONIQ oder ein anderes Auto ausleihen, zb. bei strominator.de ?
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Re: Ioniq für meinen Alltag?

Beitragvon Exelicer » Mi 14. Mär 2018, 11:32

akg hat geschrieben:
Exelicer hat geschrieben:
Wir sind in der glücklichen Lage, dass meine Frau an der Arbeit laden kann. Hast du schon mal mit deinem Arbeitgeber darüber gesprochen?

Unsere Parkplätze sind nicht am Bürogebäude, sondern an der Wand des nächsten Gebäudes. Da ist nichts außer Ziegelwand.
Die Polizei hat ihre Parkplätze am Gebäude, bei den Fenstern aber das sind nur 2 oder 3. Aber Kabel durchs Fenster der Polizei im Winter schmeißen, klingt nicht sehr wahrscheinlich ;)

paulektro hat geschrieben:
Vielleicht solltest du dir mal für ein paar wochen einen IONIQ oder ein anderes Auto ausleihen, zb. bei strominator.de ?

Das Ausleihen scheint ja recht teuer zu sein.

Ach und ja bei meiner Familie könnte ich laden. Da Eigenheim mit Garage.
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Re: Ioniq für meinen Alltag?

Beitragvon paulektro » Mi 14. Mär 2018, 14:33

Noch ein Zusatz zur Überlandfahrt:

bei der Reichweite überland würde ich mich nicht unbedingt von den "großen" Akkus mancher Autos täuschen lassen (Zoe, AmperaE..). Ganz bis zum Ziel kommst du mit keinem von denen bei zügiger fahrt. Du musst die erste Ladesäule zwar später ansteuern, dafür stehst du dann da teils deutlich länger.

Wichtig war mir deswegen eine gute Schnelladefähigkeit. Der IONIQ kann mit knapp 70kW laden (die meisten Säulen geben zwar nur 50 her, aber es kommen auch langsam mehr stärkere) und ist daher in maximal 40 Minuten wieder ganz voll. Der Kona (auch Hyundai) soll wohl auch so schnell laden können, die Zoe lädt aber z.B. am Schnellader sehr langsam und ist daher quasi aufgeschmissen, sobald der Akku das erste mal leer ist.

Überland macht irgendwie auch Spaß, weil man ein bisschen planen muss und kleine Abenteuer erleben kann ;-) Wo geht das denn heutzutage mit Autos noch in Europa?
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Re: Ioniq für meinen Alltag?

Beitragvon Segeberger » Mi 14. Mär 2018, 15:12

Exelicer hat geschrieben:
Das Ausleihen scheint ja recht teuer zu sein.


Ja okay 350,-€ für eine Woche erscheint erstmal viel, wenn man aber wie du noch unsicher ist ob es im Alltag klappt ist das wirklich zu empfehlen
Schließlich will die Entscheidung viele tausende Euros für ein EV auszugeben gut überlegt sein

Ich bin mir sicher wenn du bereit bist den einen oder anderen Kompromiss einzugehen wirst du den Leihwagen (sofern es ein Ioniq ist) nicht mehr abgeben wollen :)
Nichts gegen andere EV´s ,aber als ich das meistverkaufte EV die Zoe gefahren hatte war ich noch nicht überzeugt :cry:
Die Überzeugung kam erst mit dem Ioniq :D
Ioniq Style Phoenix-Orange , bestellt am 07.01.17 in Hamburg AH Bopp+Siems, auf der Straße seit dem 27.06.17 :D
Kona Elektro Trend 64kWh Acid Yellow bestellt am 18.06.18 in Hamburg AH Bopp+Siems
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Re: Ioniq für meinen Alltag?

Beitragvon backblech » Mi 14. Mär 2018, 15:14

trekki1990 hat geschrieben:
Mal ganz anders gedacht. Smart ED gebraucht oder neues Modell und für die längeren Strecken Bahn? Wundert mich eh dass man in Berlin ein Auto braucht... Da ist doch vieles sogar zu Fuß oder Fahrrad erreichbar.

VG
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Habe ich auch gedacht. Oder Fahrrad und Bahn kombiniert. Und die umweltfreundlichste Variante.
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Re: Ioniq für meinen Alltag?

Beitragvon Pepe-VR6 » Mi 14. Mär 2018, 15:37

Was typisch ist, und auch mein Fehler am Anfang war: Die Deutschen denken immer nur über die 5% Fahrstrecke nach im Jahr, die nicht funktionieren, und nicht über die 95% die funktionieren.

Es gab auch schon User, die ein Verlängerungskabel aus dem 2. Stock herabgelassen haben um das Auto zu laden.
Aber generell wäre eine CCS Ladesäule in der Nähe oder auf dem Heimweg natürlich super
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Re: Ioniq für meinen Alltag?

Beitragvon Exelicer » Mi 14. Mär 2018, 16:30

Pepe-VR6 hat geschrieben:
Was typisch ist, und auch mein Fehler am Anfang war: Die Deutschen denken immer nur über die 5% Fahrstrecke nach im Jahr, die nicht funktionieren, und nicht über die 95% die funktionieren.

Es gab auch schon User, die ein Verlängerungskabel aus dem 2. Stock herabgelassen haben um das Auto zu laden.
Aber generell wäre eine CCS Ladesäule in der Nähe oder auf dem Heimweg natürlich super

Ja Kabel aus dem Fenster oder Keller wär sicher lustig. Die Autos parken aber alle auf der anderen Seite der Straße + Fußweg dazwischen. Das geht echt nicht :)
Man kann bei uns Garagen mieten. Müsste mal rausfinden, ob da eine Steckdose drin ist. Ich glaube fast nicht, die sehen extrem einfach gehalten und alt aus. Bei der Garagenmiete, wärs auch keine große Ersparnis mehr.

Schonmal danke für die vielen Antworten. Wirklich eine nette Community hier!
Die nächsten Monate werde ich sicher eh noch nichts in Angriff nehmen. Ich finde es noch etwas schade, weil mein i40 noch nicht ganz 3 Jahre alt ist. Muss auch erstmal schauen, ob ich mir das leisten will ;) Geil wärs aber schon. Und schauen, ob ein Facelift vom Ioniq evtl. bald kommt.
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