Hyundai Ioniq Electric - Mein Fazit nach 2 Wochen Miete

Re: Hyundai Ioniq Electric - Mein Fazit nach 2 Wochen Miete

Beitragvon gekfsns » So 17. Dez 2017, 21:42

Interessanter Erfahrungsbericht.

Ich fahre den Ioniq nun seit 1 Jahr und 26tkm.
Dadurch dass ich ein anderes Fahrprofil hab, kenne ich persönlich die erwähnten Kritikpunkte nicht.
Auf den meisten Strecken kenne ich inzwischen alle Lademöglichkeit sehr gut, plane ich einen neuen Ausflug, importiere ich vorher die passenden POI ins Navi. Hier in Bayern ist die Schnellladerdichte die letzten 12 Monate merklich besser geworden.
Meine Pendelstrecke 40km einfach schafft der Ioniq im Sommer 3x ohne Nachladen, beim Besuch der Verwandtschaft in 90km Entfernung stecke ich einfach an der Drehstromsteckdose kurz an.
Mein Kollege musste bisher noch kein einziges Mal unterwegs laden :)
Ich hab die Online Anbindung zum Laden noch nicht vermisst, wenn er mal geladen hat, dann dauerhaft ohne Abbruch.
Alleine die vom Handy aus einstellbare Vorheizung fände ich auch praktisch.
Die Anforderungen und Ansprüche sind sehr verschieden - eine Chance für die lang schlafende deutsche Automobilindustrie.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Suche, spätestens 2020 wird es das passende EV auch für Dich geben !
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Re: Hyundai Ioniq Electric - Mein Fazit nach 2 Wochen Miete

Beitragvon UliK-51 » So 17. Dez 2017, 22:09

Tom_N hat geschrieben:
Tompressor hat geschrieben:
Es gehört nunmal noch etwas mehr dazu derzeit einen Ioniq zu fahren.

Das ist genau die richtige Einstellung.
Ich brauche auf meinen weiteren Strecken wegen des Zwischenladens nun auch mehr Zeit aber es stört mich nicht und ist auch bei weitem nicht so häufig wie bei dir.
Hab den IONIQ noch keine Sekunde bereut :D


Deshalb werde ich mir ein Zelt in den Kofferraum legen, falls die Reise mal die persönliche 'Lenkzeitverordnung' überschreitet. Jaja... :lol:
Ioniq electric.
Was ich heute kann besorgen, ...mach ich gar nicht oder morgen.
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Re: Hyundai Ioniq Electric - Mein Fazit nach 2 Wochen Miete

Beitragvon Roland81 » So 17. Dez 2017, 22:10

gekfsns hat geschrieben:
Ich hab die Online Anbindung zum Laden noch nicht vermisst, wenn er mal geladen hat, dann dauerhaft ohne Abbruch.
Alleine die vom Handy aus einstellbare Vorheizung fände ich auch praktisch.

Ersetze das nervige Handy durch den Autoschlüssel und ich bin dabei :)
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Re: Hyundai Ioniq Electric - Mein Fazit nach 2 Wochen Miete

Beitragvon tokyotomk » So 17. Dez 2017, 22:29

Ich sehe das sehr ähnlich wie Escubic. Dabei ist unser Fahrprofil täglich etwa 50km, alles paletti. Aber jetzt im Winter komme ich bei normaler Fahrweise auf 20kWh/100km. Jetzt wird selbst ein kurzer Ausflug an die Ostsee zum Problem, wenn ich mir die Schnelllader auf dem Weg ansehe. Mit Familie kann ich es mir nicht leisten, die Heizung auszustellen oder mit 5km Restreichweite an der Säule anzukommen. Da bin ich bei Bestellung einfach von besseren Werten ausgegangen.

Die Assistenzsysteme bewerte ich ähnlich, sie funktionieren einfach nicht immer, daher kann ich mich nicht drauf verlassen. Ergo bleiben sie meist ausgeschaltet. Das ständige Gebimmel und Gefiepe, ich werde quasi vom Auto erzogen. Nicht falsch verstehen, das Auto ist cool, elektrisch fahren macht richtig Spaß. Aber die Nachteile des Ioniq kann ich leider nicht ignorieren. Da hilft mir auch nicht, dass andere Modelle schlechter sind. Die anfängliche Euphorie ist bei mir komplett vorbei.

Wir haben auf drei Jahre geleast und werden ihn wohl danach nicht behalten. Der Nachfolger wird trotzdem elektrisch. Aber da geht noch was. Ioniq heißt nicht “perfekt“.
Ioniq Style (schwarz) aus Vorlauf bestellt im April in Dresden, damals Liefertermin Mitte Juni, abgeholt Ende Oktober
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Re: Hyundai Ioniq Electric - Mein Fazit nach 2 Wochen Miete

Beitragvon GcAsk » So 17. Dez 2017, 22:49

Um ehrlich zu sein, kann ich keinen der Punkte nicht so wirklich nachvollziehen.

Die Mega-Effizienz des IONIQs bietet enorme Vorteile. Das schnelle Aufladen sorgt auch nur für kurze Ladepausen. Letztens einen Tesla Model X Fahrer angetroffen - er meinte, er hätte, trotz 90kWh Akku, knapp unter 400km Reichweite.
130km? Viele, auch ich, haben jetzt im Winter 180-200km trotzdem noch. Selbst bei Geschwindigkeiten bis zu 130km/h komme ich auf 175-185km.

Die fehlende App-Anbindung hat sich mit meiner App EVNotify auch größtenteils erübrigt. Klar, gibt es da Verbesserungspotenzial noch, aber das wird schon ;)

Die Assitenzsysteme empfinde ich als Hammer, gerade auf der Autobahn. Die Rückfahrkamera wird natürlich bei Regen nass - und natürlich wird dann auch das Bild unscharf. Was aber nichts macht, denn die Rückfahrkamera soll nur eine Orientierung sein - es gibt auch noch Spiegel und den Schulterblick. Abgesehen davon erkennt die Kamera trotzdem die Objekte und piepst vor sich hin. Also ich brauch kein Full HD für die Rückfahrkamera..

Die Infrastruktur ist sicherlich nicht perfekt. Aber jedes Mal alles nachschlagen müssen, wo es die nächte Säule gibt? Wirklich? Ich nutze kaum solche Apps - außer ich hab vergessen zu laden und muss gucken, wo es hier gerade eine gibt.

Als ich meinen IONIQ in Landsberg abgeholt habe und 500km nach Hause gefahren bin, habe ich mich eigentlich null informiert, wo es Säulen gibt. Nur eine PlugSurfing Karte hatte ich dabei. Einfach an der Autobahn, die ich eh befahren habe, nach Tank & Rast Raststätten Ausschau gehalten und dort immer reingefahren. Fast alle von denen hatten dann tatsächlich Ladesäulen. Also immer dann geladen. Zwar den ein oder anderen Zwischenstopp mehr gehabt, aber lieber 5 Minuten nur laden, als dann irgendwo liegen bleiben. Was ich damit sagen will: Man schafft es auch so. Es muss nicht immer so enden wie bei Auto Bild: 100km gefahren Akku leer, abschleppen, an Schuko 15h laden. 10km dann nach hause fahren: Gesamtfahrzeit für 110km: 24h.

Der IONIQ ist nicht perfekt, hat auch seine Fehlerchen. Aber die Fehler, wie sie hier dargestellt werden, empfinde ich als nicht so schlimm bzw sehe sie nicht so tragisch, wie hier dargestellt.
Seit dem 25.07.2017 elektrisch mit dem IONIQ unterwegs. Bestell-Nr. 183.
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Re: Hyundai Ioniq Electric - Mein Fazit nach 2 Wochen Miete

Beitragvon ClarkKent » So 17. Dez 2017, 23:31

Also im Flachland bei gemäßigtem Tempo sollten doch auch im Winter mit Heizung 180 km drinnen sein + 10 km Reserve.

Aber ich denke mir, sobald es den Ioniq mit einem größeren Akku geben wird, haben sich diese Diskussionen hier ein für alle mal erledigt!
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Re: Hyundai Ioniq Electric - Mein Fazit nach 2 Wochen Miete

Beitragvon Prius » So 17. Dez 2017, 23:32

escubic hat geschrieben:
Ich habe für 2 Wochen einen Hyundai Ioniq Electric mit Vollausstattung und Winterreifen
auf offenen Leichtmetallfelgen gemietet.........


Hallo, wenn ich fragen darf, was hat das Mieten gekostet ?
Zur Info, kenn ihr diese Videos: https://www.youtube.com/watch?v=rAPoWYk7H_c
Sehr sehr aufschlussreich, macht schon lust!
Gruß
Prius
 
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Re: Hyundai Ioniq Electric - Mein Fazit nach 2 Wochen Miete

Beitragvon escubic » Mo 18. Dez 2017, 00:18

Hallo, wenn ich fragen darf, was hat das Mieten gekostet ?
Zur Info, kenn ihr diese Videos: https://www.youtube.com/watch?v=rAPoWYk7H_c
Sehr sehr aufschlussreich, macht schon lust!
Gruß


14 Tage + 2100 km für 725 €, also kein Schnäppchen, aber ich war andererseits froh überhaupt einen Ioniq zu bekommen, weil der mich wirklich sehr interessiert hat. Und bei der Rückgabe hat der Vermieter den Wagen und die Türkanten aus kurzem Abstand mit einem Hochdruckreiniger abgespritzt, um Defekte zu suchen. Dabei ist an einer Türkante ein kleines Farbstück abgeplatzt und das wurde dann mir angelastet - das wird garantiert noch von der Kaution abgezogen, auch wenn es aus meiner Sicht zum Himmel stinkt.
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Re: Hyundai Ioniq Electric - Mein Fazit nach 2 Wochen Miete

Beitragvon tomas-b » Mo 18. Dez 2017, 06:42

GcAsk hat geschrieben:
...
Die Infrastruktur ist sicherlich nicht perfekt. Aber jedes Mal alles nachschlagen müssen, wo es die nächte Säule gibt? Wirklich? Ich nutze kaum solche Apps - außer ich hab vergessen zu laden und muss gucken, wo es hier gerade eine gibt.

Als ich meinen IONIQ in Landsberg abgeholt habe und 500km nach Hause gefahren bin, habe ich mich eigentlich null informiert, wo es Säulen gibt. Nur eine PlugSurfing Karte hatte ich dabei. Einfach an der Autobahn, die ich eh befahren habe, nach Tank & Rast Raststätten Ausschau gehalten und dort immer reingefahren. Fast alle von denen hatten dann tatsächlich Ladesäulen. Also immer dann geladen. Zwar den ein oder anderen Zwischenstopp mehr gehabt, aber lieber 5 Minuten nur laden, als dann irgendwo liegen bleiben. Was ich damit sagen will: Man schafft es auch so. Es muss nicht immer so enden wie bei Auto Bild: 100km gefahren Akku leer, abschleppen, an Schuko 15h laden. 10km dann nach hause fahren: Gesamtfahrzeit für 110km: 24h.
...


Wenn du die 500 km von Dresden nach Rostock hättest fahren müssen, wäre mit deiner Methode aber der perfekte AutoBild-Artikel daraus geworden...
Die Ladeinfrastruktur ist grottenschlecht, wenn man im Osten unterwegs ist. Gerade bei den Schnellladern. Aber das vergisst man schnell, wenn man seine Komfortzone im Süden oder im Westen von Deutschland hat.
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Re: Hyundai Ioniq Electric - Mein Fazit nach 2 Wochen Miete

Beitragvon Roland81 » Mo 18. Dez 2017, 07:44

tomas-b:
Als ich mein Auto im September letzten Jahres bestellt habe, gabs zwischen Baden-Baden und Basel (~170km) ganze 3 CCS Ladepunkte. Heute, ein gutes Jahr später, hats an jeder Raststätte min. 1. Was will ich damit sagen? Gedulde dich noch ein bisschen.

PS: Mal exemplarisch an Tank&Rast:
19.05.2016:
oeffentliche-ladeinfrastruktur/abenteuer-tank-rast-baustellensuche-t17729-430.html#p350727

07.10.2016:
oeffentliche-ladeinfrastruktur/abenteuer-tank-rast-baustellensuche-t17729-890.html#p404381
Heute:
https://tank.rast.de/fileadmin/images/B ... ob_T_R.jpg
Zuletzt geändert von Roland81 am Mo 18. Dez 2017, 08:23, insgesamt 2-mal geändert.
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