Gebrauchtwagenpreise

Re: Produktionszahlen Hyundai Ioniq Electric

Beitragvon Zoe R 240 » Mi 21. Mär 2018, 19:24

Das die Akkus die Dauerhaltbarkeit noch beweisen müssen, ist natürlich klar, obwohl es ja auch schon viele Langläufer gibt. Bei 1,2 Mio. km im Diesel sind dann aber 120.000€ an den Tankwart geflossen. Dafür kann man auch viele Akkus kaufen ;)
Es könnte alles so einfach sein - isses aber nicht... (Die fantastischen Vier)
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Re: Produktionszahlen Hyundai Ioniq Electric

Beitragvon Twizyflu » Mi 21. Mär 2018, 19:58

Michael_Ohl hat geschrieben:
Die Preise sind schon ganz schön unverschämt, die für E-Autos aufgerufen werden. Wenn man viel Diesel gefahren ist und weis was die Dinger können kann man ja mal überlegen. Die längste halte Dauer hatte ich mit 13 Jahren und 330000km mit einem Nissan Terrano II 2,7Liter Diesel. Geschieden hat uns die KFZ Steuer von damals dann 1000DM. Sonst hätte ich mir vielleicht überlegt noch einmal 2000DM in Fahrwerksteile zu investieren. Die Diesel Mercedes von Bekannten die damit auch Taxi gefahren sind haben jetzt 800000 und 1,2Mio km auf dem Tacho. Das teuerste war Motor überholen für 3500€ und Getriebe für 1800€ Mein Kangoo hätte da wohl die dritte Batterie nach dem 7ten Rechtsstreit mit Renault.

mfG
Michael


Das ist relativ.
Ich bin zwar Barzahler - auch beim Elektroauto, aber nehmen wir mal ein klassisches gewerbliches Leasing her.
Wer relativ viel fährt, amortisiert allein schon durch Sprit, Steuern und Service sehr viel.

Ich fahre 30.000 km im Jahr.
Bei mir wären es zB. 200 EUR im Monat Sprit, der wegfällt.
Hinzu kommen noch gut 50 EUR mtl. Steuern und aliquot rechne ich einen Verbrennerservice im Jahr mit 350 EUR also 30 EUR mtl.

Sind wir bei 280-300 EUR mtl. ersparnis.
Das sind im Jahr also um den Daumen 3500 EUR.
In 5 Jahren also 17.500 EUR gespart.

Der IONIQ Elektro kostete mich abzgl. Förderung ca. 25.000 EUR brutto (!).

So jetzt gehen wir von 18c (in AT) für die kWh aus.
IONIQ rechnen wir inkl. allem mit 15 kWh / 100 km.
Sind also 68 EUR für Strom jeden Monat.
Service kostet im Jahr ca. 100 EUR -> also sagen wir 10 EUR aliquot.
Sind also um die 80 EUR im Monat an Kosten, wenn ich den Strom selbst tragen muss (lade fast nur öffentlich und fast immer gratis).

Sind also 4800 EUR an Kosten und damit ca. effektiv um die 13.000 EUR Ersparnis in 5 Jahren - ohne Überraschungen.
Batterie hätte dann noch immer 50.000 km oder 3 Jahre Garantie :)

Man müsste mir also +/- ein Auto mit Verbrennungsmotor hinstellen, dass bei gleicher Nutzungsdauer in der Anschaffung max. 12.000 EUR (inkl. Förderung) bzw. 17.000 EUR kostet um gleich auf zu sein.

Für 17.000 EUR krieg ich einen nackten Golf, einen KONA mit nix drin - einfach nix gleichwertiges.
Den Restwert möchte ich dann auch hinterfragen - da mache ich mir keine Sorgen, dass der IONIQ immer noch mehr Wert ist als ein Verbrenner zum oben genannten Differenzpreis.

JA, man kann sagen es ist generell "teuer" sich das überhaupt leisten zu können.
Da helfen die Ersparnisse (bei Barzahlung) wenig, wenn man die Anschaffung nicht stemmen kann... stimmt.
Man kann aber nicht sagen, dass die Preise unverschämt teuer wären.

Mir würde jedenfalls im Traum nicht einfallen einen gleichwertig komfortablen Verbrenner zu kaufen (der wohl nicht mal besonders viel günstiger ist in der Anschaffung) um dann noch monatlich zig EUR in die Tonne zu werfen...

Klar ist meine Rechnung nur überschlagsmäßig und ich habe bewusst die Haftpflicht / Kaskokosten außer Acht gelassen, da diese auch vom Modell abhängen / Unfallstatistik usw.

Ich lade 95% öffentlich und nicht zuhause.

Und selbst ohne Förderung würde es sich immer noch rechnen.

Man kann aber durchaus gerne auch eine Kosten pro km Rechnung aufmachen.

Der KONA wird zB. gewerblich geleased von meiner Firma, das erlaubt mir einerseits steuerliche Vorteile zu nutzen und andererseits spült es den Erlös aus dem Verkauf meines privat gekauften IONIQ Elektro vollständig wieder zurück auf mein Privatkonto :)
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Re: Produktionszahlen Hyundai Ioniq Electric

Beitragvon link789 » Mi 21. Mär 2018, 20:59

hey twizy, hab viel hin und her gerechnet und kann sagen ich stimme dir in ziemlich allen punkten exakt zu, bis auch das ich mir nicht ganz so sicher bin bei dem wert des ioniq in sagen wir mal 8 jahren.

warum? - ich schätze das die Autos mit größeren Reichweiten verfügbar werden und ob sinnvoll oder nicht wird das nachgefragt werden. aber vielleicht lieg ich da ja auch falsch =)
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Re: Produktionszahlen Hyundai Ioniq Electric

Beitragvon Ioniq Graz » Mi 21. Mär 2018, 21:58

Die aktuellen E-Autos werden auch gebraucht teuer bleiben. Kann gar nicht anders sein. Die Nachfrage danach wird auch enorm steigen. Der Markt aber noch Jahrelang am GW-Sektor klein bleiben. Der GW-Käufer ist selten der Langstreckenfahrer. Und für den GW- Käufer zählt jeder Euro doppelt. Da ist die Reichweite an dritter Stelle.

Der Neuwagenpreis ist für den kleinen Mann, der gelernt hat ein Auto bar zu bezahlen, schon eher relevant. Da macht es einen großen Unterschied ob ich einen I30 Kombi mit 100PS als gut ausgestattetes Sondermodell um Euro 18.000.- kaufe oder einen Ioniq um 30.000.-. Erst recht wenn sich der Käufer an die vernünftige Kaufregel hält, maximal das Jahreseinkommen für einen Neuwagen auszugeben ( Was eigentlich auch schon Irre ist, umso länger man darüber nachdenkt). Und da wird dann die Käuferschicht dann schon deutlich dünner. Zumindest wenn man sich das Durchschnittsgehalt in Ö ansieht.
Stromproduzent, bin kein Autoverkäufer! Achtung Verwechslungsgefahr mit fast gleichen Username.
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Re: Produktionszahlen Hyundai Ioniq Electric

Beitragvon w.g. » Mi 21. Mär 2018, 22:54

Ioniq Graz hat geschrieben:
Und da wird dann die Käuferschicht dann schon deutlich dünner. Zumindest wenn man sich das Durchschnittsgehalt in Ö ansieht.


genauso ist es joniq graz, leider steht das einkommen nicht mehr im verhältnis zu den monatlichen kosten. die schere reich-arm- (mittelstand) ist schon zu weit auseinander, die meisten haben andere sorgen als ein ev.
Zuletzt geändert von w.g. am Mi 21. Mär 2018, 22:58, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Produktionszahlen Hyundai Ioniq Electric

Beitragvon Twizyflu » Mi 21. Mär 2018, 22:56

Nun ich habe die Werte oben ja auf 5 Jahre ausgelegt.
Das erscheint mir auch eine realistische durchschnittliche Nutzungsdauer zu sein.
Man will ja was Neues, oder das Leasing läuft aus usw.

Der Punkt ist, natürlich werden Autos mit mehr Reichweite und mehr Funktionen nachgefragt - das ist ja immer so. Auch beim Verbrenner. Neu schlägt alt.
Es gibt aber eine nicht geringe Anzahl an Käufern auf dem Markt, die nur ein begrenztes Budget zur Verfügung haben oder bewusst deshalb auch lieber Fahrzeuge aus der vergangenen Generation kaufen.

Das heißt, dass es immer Leute geben wird, die zB. froh sind, wenn jemand für 12.000... .15.000 EUR seinen IONIQ anbietet.
Die möchten auch Elektro fahren aber können oder wollen sich für 30.000 EUR eben keinen neuen leisten.
Das wiederum hält aber den Restwert wieder nach oben, denn das Angebot ist ja begrenzt wie wir sehen.

Darum werden auch derzeit zumindest 1 Jahre alte bzw. gebrauchte, teilweise zum Neupreis gehandelt.
Nach 8 Jahren Nutzung hätte ich ca. 21.000 EUR gespart.
Das heißt der Restwert müsste irgendwo um die 4000+ EUR liegen, dann wärs quasi "umsonst" gewesen alles.

Dennoch kann man so eh nie genau rechnen, da Reparaturen (bei jedem Auto) fällig sein könnten und immerhin hätte ich dann schon 250.000 km drauf - da hat jedes Auto mal was usw.

Ich bin dennoch froh, dass ich ein erhebliches Sparpotential habe.

Worauf ich hinaus will:

Spart man sich ca. 200 EUR mtl mit dem IONIQ / KONA oder was auch immer - ist die Leasingrate damit schon gut bedient.
Und ein Auto muss man immer auch finanzieren nebst Kosten wie Sprit und Co - egal ob Elektro oder Verbrenner.

Zum Verständnis - mit fiktiven Zahlen jetzt:

Verbrenner VW Golf: 200 EUR mtl.
Elektro KONA: 350 EUR mtl

Kosten laufend Golf: Sprit, Versicherung, Service. ca. 250 EUR mtl.
Kosten laufend Elektro: Strom, Versicherung, Service: ca. 100 EUR mtl.

Und schon wäre es ausgeglichen. Das Spiel kann man dann halt drehen in jede Richtung. Wie man es halt braucht.
Es fahren ja leider genug ihre fetten Karren nur 5000 km im Jahr spazieren. Für nix.
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Re: Produktionszahlen Hyundai Ioniq Electric

Beitragvon drilling » Do 22. Mär 2018, 05:22

Segeberger hat geschrieben:
Teddybär1964 hat geschrieben:
Und ein letztes Mal - es können sich viel weniger Leute ein Auto für 30.000 Euro leisten als hier so manche denken
In Deutschland lag 2017 der durchschnittlich gezahlte Neupreis bei 32850,-€


Ist dir klar das das inklusive Firmenwagen ist, die 2/3 des Neuwagenmarkts ausmachen?
Bei privaten Neuwagen Käufern ist der Durchschnittspreis deutlich niedriger, abgesehen davon das sich die Allermeisten privat keinen Neuwagen kaufen und somit in der Statistik gar nicht auftauchen (eine Tageszulassung ist kein Neuwagen und wird somit nicht zum Preis den der Privatkunde zahlt gezählt!).
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Re: Produktionszahlen Hyundai Ioniq Electric

Beitragvon veteran » Do 22. Mär 2018, 08:52

Michael_Ohl hat geschrieben:
... Die Diesel Mercedes von Bekannten die damit auch Taxi gefahren sind haben jetzt 800000 und 1,2Mio km auf dem Tacho. Das teuerste war Motor überholen für 3500€ und Getriebe für 1800€ ...

und ca. 100.000 Euro für den Tankinhalt ...
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Re: Produktionszahlen Hyundai Ioniq Electric

Beitragvon veteran » Do 22. Mär 2018, 08:55

Michael_Ohl hat geschrieben:
Mein Kangoo hätte da wohl die dritte Batterie nach dem 7ten Rechtsstreit mit Renault.

Bei einer ZOE von uns wurde die Batterie anstandlos nach 123.000km ausgetauscht ... ohne Probleme.
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Re: Produktionszahlen Hyundai Ioniq Electric

Beitragvon veteran » Do 22. Mär 2018, 08:59

UliK-51 hat geschrieben:
Genau so ist es bei mir- nur, ich habe meinen Citroen C5 Tourer LPG noch für Langstreckenfahrten. Und ja, der ist noch viel komfortabler als der Ioniq. :)

upps .. wenn das jemand hier liest, dann ist aber was los :shock:
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