Ioniq 40 kWh oder mehr?

Re: Ioniq 40 kWh oder mehr?

Beitragvon strolch53 » Di 26. Jun 2018, 20:07

Irgendwann wird es auch gebrauchte E-Autos geben und giebt es schon.
Nicht alle landen auf dem Schrottplatz. Wer wenig Geld hat kauft eine Batterie nach. Das meine ich damit.
Vieleicht in einigen Jahren mit höherer Akkukapazität (Aufpreis) oder auch nicht für kleines Geld.
Fakt ist die Preise der Akkus fallen. Alles andere wird man Sehen.
MfG
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Re: Ioniq 40 kWh oder mehr?

Beitragvon Helfried » Di 26. Jun 2018, 20:15

strolch53 hat geschrieben:
Die Entwicklung schreitet in enormer Geschwindigkeit voran, wenn es der Gesetzgeber will?


Ich habe immer das Gefühl, ihr seht das zu optimistisch. Die Akkuzellen auf derzeitiger Wissensbasis werden nicht rasch immer besser und immer besser, sondern bloß "anders". Das heißt, man baut sie beispielsweise chemisch ein bisschen enger, dafür bekommen sie mehr Kapazität auf Kosten der Leistung. Oder man baut ein Auto mit mehr Raum, das erlaubt auch mehr Kapazität ohne Leistungseinschränkung usw. Aber die Zellen selber erleben jetzt nicht den rasenden Fortschritt, den manche glauben zu sehen, weil heute ein BMW schon bald 120 Ah statt nur 60 hat. Da hat man nur ein wenig rumgeschraubt, das sind keine heißen Erfindungen!

Führende Technikanwendungen (z.B. Militär, Flugmodellbau) geben derzeit nicht wirklich eine Sicht auf bahnbrechende Entwicklungen im Akkubau. Und die Autobranche hinkt sowieso stets etwas hinterher.
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Re: Ioniq 40 kWh oder mehr?

Beitragvon strolch53 » Di 26. Jun 2018, 20:40

Ab und an lese ich auch außerhalb dieses Forums über neuartige Speichermedien.
Es giebt nicht nur Liio oder Polymer Akkus sondern auch ganz neuartige Dinge. Natürlich nicht Heute und Morgen
erhältlich, daswegen meinte ich ja habe noch 6 Jahre Zeit.
Habe mit Siemens und Bosch Kontakt aufgenommen und bin nach deren Gespräche Optimistisch!
Der Verbrenner ist ausgelaufen. Technik ist rund 150 Jahre alt. Wirkungsgrad grauenvoll.
Deshalb sehe ich in der Zukunft die E-Mobilität als unaufhaltsam. Denke das wird schon. Für mich steht fest:
Ob neues Auto oder Batterie -update NIE WIEDER VERBRENNER!
MfG
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Re: Ioniq 40 kWh oder mehr?

Beitragvon Twizyflu » Di 26. Jun 2018, 22:06

Ja nur beim Verbrenner sprechen wir vom Antrieb.
Beim Elektroauto vom „Kraftstoff“.
Das sind zwei ganz unterschiedliche Dinge.
Der elektrische Antrieb ist nämlich älter als der Verbrenner ;)
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Re: Ioniq 40 kWh oder mehr?

Beitragvon strolch53 » Mi 27. Jun 2018, 08:11

Der Elektroantrieb ist so alt wie es Elektromotore giebt!
Das Problem war die Energiezufuhr, also die Batterie. Die heutige Zeit ist nun so weit, das es möglich ist
auch längere Strecken mit dieser Energiequelle zu schaffen. Aber wer sagt denn, das die elektrische Energie
aus Akkus kommen muß?
Es giebt Alternatieven, nur ob die Serienreif werden?
Man wird Sehen.
MfG
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Re: Ioniq 40 kWh oder mehr?

Beitragvon Priusfahrer » Mi 27. Jun 2018, 08:15

Helfried hat geschrieben:
Führende Technikanwendungen (z.B. Militär, Flugmodellbau) geben derzeit nicht wirklich eine Sicht auf bahnbrechende Entwicklungen im Akkubau. Und die Autobranche hinkt sowieso stets etwas hinterher.


Ja eben deswegen. Die aktuellen Zellen im Ioniq gab es für den Modellbau (bezogen auf Energiedichte) schon vor 10 Jahren. Und alle die sich damit beschäftigen wissen, was heute da so möglich ist.

Und hört immer auf, dass die Akkus nach 3-5 Jahren gewechselt werden müssen! Die Akkus in Handy und Laptop sind auf Verschleiß konstruiert. Die sollen nach 3 Jahren den Geist aufgeben. Das ist so gewollt. Sagt aber ganz und Garnichts über die tatsächlich mögliche Lebensdauer bei ordentlicher Behandlung aus, wie es in den BEV´s der Fall ist.

Ich habe mir vor 5 Jahren aus Laptopzellen eine Powerbank zusammengebaut. Die hat ca. 70Wh und wiegt etwa 450g mit drum und dran. Und das waren sehr billige Zellen aus China. Geht natürlich heute noch 1A. Skalieren wir das mit Faktor 1000 sind das 70kWh mit 450kg. Volumen etwa 200-300L. (da ist ca. 3mm Luft zwischen den Zellen) Sollte also mit etwas gutem Willen auch in einen Ioniq passen.

Aktuelle 18650er Zellen weisen bereits (gemessen) bis zu 3300mAh auf bei 1C. Das ist schon 50% mehr wie oben. Optimistisch gerechnet könnte man da sogar über 100kWh erreichen. Und ich bin mir sicher in 10 Jahren wird das MX nicht mehr das einzige Fahrzeug mit dreistelliger kWh Kapazität sein.

Bei den großvolumigen Zellen, wie sie fast alle Hersteller (außer Tesla) verwenden, hinkt die Energiedichte noch etwas hinterher.

Eine Große Energiedichte erfordert aber nicht zwingend eine bessere Kühlung. Eher im Gegenteil. Durch einen geringeren Innenwiderstand entstehen auch weniger Verluste und somit auch weniger Wärme direkt im Akku. Maßgebend ist die C-Rate. Und die wird immer geringer je höher die Kapazität ist.
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
Derzeit im Ioniq unterwegs.
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Re: Ioniq 40 kWh oder mehr?

Beitragvon strolch53 » Mi 27. Jun 2018, 08:39

Genau so isses-Priusfahrer.
Weniger Innenwiderstand gleich weniger Verluste und weniger Wärme.
Ich glaube an größere Akkukapazität bei gleichen Volumen, dh.die Energiedichte nimmt zu.
MfG
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Re: Ioniq 40 kWh oder mehr?

Beitragvon HeinHH » Mi 27. Jun 2018, 08:47

sensai hat geschrieben:
warum sollte das mittelfristig nicht möglich sein?
schafft sogar renault

Der war gut :-)

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Re: Ioniq 40 kWh oder mehr?

Beitragvon Twizyflu » Mi 27. Jun 2018, 10:18

Renault hat sein Versprechen eingelöst für einige hundert Leute und verkauft derzeit so viele Neuwagen wie noch nie.
Darum ist es ihnen auch "egal" (im nicht kundenunfreundlichen Sinne gemeint) weil Neuwagen sind wichtiger.
Ich würds ja genauso machen als großer Konzern. Mehr Neuwagen = mehr Zulassungen = mehr Geschäftserfolg.
Batterie Upgrades finden ja quasi zum Selbstkostenpreis statt (außer in DE dort ist es ja teurer).
Das juckt Renault nicht. Da gehts eher um das alte Versprechen, dass das geht und sie zeigen, dass es halt geht.

Und solange die Hersteller ihre BMS nicht dekompiliert zur Verfügung stellen, was sie sicher nicht tun, wird auch kein Drittanbieter da was machen können und eine Nachrüstbatterie anbieten - ungeachtet dessen, dass Renault dann wohl aus jedweder Haftung aussteigen würde - wie das auch bei der Nachrüst AHK schon ist (ist die vorhanden gibt es kein Batterieupgrade - Renault weist alle Händler an das VOR dem Upgrade auch zu prüfen (dumm sind die Franzosen also nicht!)).

Wir erreichen jetzt eine technische Basis - schön langsam - in den nächsten 1-2 Jahren, die es dem Markt erlaubt, Autos mit 50-70 kWh an den Mann/die Frau zu bringen zu (halbwegs) leistbaren Preisen.
Der nächste Schritt ist ganz sicher eine Ausweitung der Modellvielfalt, da andere Player kommen und die natürlich Nischen besetzen werden. Und dann wirds um Stückzahlen und das Thema "Preis" gehen.
Aber solange die Nachfrage so ungebrochen ist, dass die nicht mal auf 1-2 Jahre nachkommen, werden die keinen Cent verschenken - warum auch. Ein lukratives Geschäft. Nicht umsonst werden Förderungen teils in den Kaufpreis gerechnet. Fettet die Marge zusätzlich auf.
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Re: Ioniq 40 kWh oder mehr?

Beitragvon HeinHH » Mi 27. Jun 2018, 15:41

Twizyflu hat geschrieben:
Renault hat sein Versprechen eingelöst für einige hundert Leute und verkauft derzeit so viele Neuwagen wie noch nie.

Keine Ahnung wie Du wo bei Dir "Versprechen eingelöst" anfängt. Bei mir jedenfalls nicht bei europaweit im sehr kleinen dreistelligen Bereich. Dass ein Unternehmen naturgemäß lieber Neuwagen als Upgrades verkauft, ändert nichts an meiner Sichtweise.

Kurz: Aus meiner Sicht ist Renault ein sehr gutes Beispiel dafür, dass ePKW-Upgrades zumindest die nächsten Jahre entweder sehr hochpreisig (Tesla) oder eher (feigenblattartig) homöopathisch (Renault) ablaufen werden.

Mit persönlich würde es aber reichen, wenn ich zumindest den irgendwann "platten" gekauften Akku zu einem guten Preis gegen einen neuen gleicher Größe tauschen könnte.

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