Erste längere Autobahnfahrt mit dem IONIQ

Erste längere Autobahnfahrt mit dem IONIQ

Beitragvon drevil » So 1. Okt 2017, 13:10

Hi

es wird ja massig über Reichweiten und des Weiteren diskutiert - hab mir auch schon jede Menge durchgelesen. Trotzdem wollte ich hier einen neuen Thread aufmachen - wenn das alles schon diskutiert wurde, bitte verweist mich auf die entsprechenden Threads.
Ich brauche eure Praxistipps :)

Ich habe seit 2 Wochen einen IONIQ und demnächst steht die erste längere Reise an: Es geht von Salzburg nach Jenesien in Südtirol (über den Brenner und Jenesien ist auch am Berg).

In diesem Thread steht, dass man mit dem IONIQ bei 130 km/h 200km weit kommt. Ich war diese Woche in Linz und hatte bei 110 km/h auf der Autobahn einen Durchschnitt von 13,5 kwh/100km. Bei der Rückfahrt bin ich dann 120 km/h gefahren und da waren es dann über 14 kWh Durchschnitt. (Keine übermäßigen Steigungen / 22°C Temp). Da stimmt was nicht ?!
Ich hätte geplant einmal in Innsbruck beim IKEA aufzutanken (186km) - denkt ihr das geht? Ich werd´s dann eh sehen, aber ich dachte ihr habt ev. ein paar Tipps für mich.
Ausserdem hab ich Bammel :roll: , dass der Combo-Stecker besetzt ist und da der IONIQ den Typ2 ja nur einphasig lädt kann ich dann nur zu einer anderen CCS Dose fahren oder mich mit 7kW pro Stunde zufrieden geben. Ist euch das schon mal passiert?
Wieviel Restreichweite würdet ihr übrig lassen bis zur Tanke?

Noch eine letzte Frage: Wenn da schon ein Auto steckt aber bereits fertig geladen ist, kann ich den Combostecker bei dem anderen Wagen dann ausstecken? Ansonsten müsste ich ja warten bis der-/diejenige wieder vom IKEA-Einkauf zurückkommt.

Ich weiss - viele Fragen, aber ich da wir derzeit noch unseren alten Diesel haben und der nächste Woche verkauft werden soll, bin ich wieder ein bisschen im Zweifel, ob ich das wirklich machen soll :?: (wir haben 3 Kinder und fahren ca alle 1-2 Monate weitere Strecken).

Danke!
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Re: Erste längere Autobahnfahrt mit dem IONIQ

Beitragvon GcAsk » So 1. Okt 2017, 13:51

Kann aus eigener Erfahrung Dir schon mal ein paar Sachen sagen zu den besagten Punkten.

Ich selbst fahre im Alltag kombiniert, viel Autobahn, aber auch Stadt und Bundesstraße - und komme - selbst jetzt im Herbst auf unter 13kWh/100km (12,5 ca.). Ich fahre meistens 130km/h auf der Autobahn, wenn möglich sogar kurzzeitig schneller. Heute beispielsweise bin ich schneller knapp 70km auf der Autobahn unterwegs gewesen - mit minimum 120, fast dauerhaft eigentlich aber mit 130-150km/h. Am Ende hatte ich einen Verbrauch von knapp 15kWh/100km.
Das mit dem Verbrauch stimmt - da spielen viele Faktoren mit. Auf dem Hinweg eben habe ich, trotz gleicher Geschwindigkeit, knapp 1,5kWh/100km weniger verbraucht, als auf der Rückfahrt. Wind etc. spielen da auch eine große Rolle.

186km sollten problemlos möglich sein - ich habe eine Reichweite von immer 230km bei Alltagsbedingungen. Autobahn rein wird auch kanpp 200km möglich sein. Ich würde anfangs vielleicht erstmal so 120km/h fahren und dann schauen, ob die restlichen km dann mit der verbleibenden Reichweite in etwa übereinstimmen. Dann auf 130km/h+ beschleunigen. Wesentlich mehr als 140km/h solltest Du, zumindest über mehrere Minuten, nicht fahren, das verbraucht wesentlich mehr.
Bei den IKEA Säulen kann man, wie bei eigentlich allen kostenlosen Triple Chargern, den Ladevorgang einfach am Bildschirm abbrechen - auch Fremde. Das ist aber natürlich eine Frechheit - daher solltest Du das nur machen, wenn das Auto voll ist - dann entriegelt der Stecker sowieso am Auto und den kannst Du dann ganz legal abziehen.
Notfalls AC laden - da kriegst Du während des Einkaufs auche in paar km rein.
Am besten nach einer alternativen Ladesäule auch Ausschau halten, falls es wirklich nicht reicht, die dann in der Nähe ist.
Oder eine, die auf dem Weg zum IKEA liegt, am besten eine Autobahnraststätte, dort reicht dann meistens gerade mal 5 Minuten laden, um super sicher anzukommen.
Bedenke auch, dass der IONIQ eine Reserve hat -damit kommt man auch ein paar Km weit, auch wenn ich das niemandem empfehle - musste es letzte WOche leider erleben - das ist uncool.

Größere Strecken sind wirklich kein Problem - selbst ohne Planung - oftmals liegen die Triple Charger an den AUtobahnen direkt - als ich den IONIQ in Landsberg abgeholt hatte, habe ich 500km Heimweg vor mir - eigentlich total ungeplant - trotzdem sicher angekommen - immer kurz (meistens nur ein paar Minuten) an der Raststätte direkt geladen (liegt ja eh auf dem Weg - lieber ein mal mehr laden, auch wenn es nur 5 Minuten sind). Nur einmal musste ich von der AUtobahn abfahren, um zu laden.
Erst bei Strecken ab 1.000km würde ich sagen wird es anstrengender mit dem IONIQ.
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Re: Erste längere Autobahnfahrt mit dem IONIQ

Beitragvon gekfsns » So 1. Okt 2017, 13:54

drevil, Deine Verbräuche sind ungefähr das was ich auch ungefähr so hab - mit konstant 130km/h 200km weit kommen schaffe ich nicht - ich vermute die Kollegen sind mal kurz 130km/h gefahren :)
Minimal hatte ich bisher die 8.6kWh/h auf der eRuda Challenge,
hyundai-ioniq-allgemeines/eruda-2017-t23461-140.html#p604906
also sehr geringe Verbräuche sind durchaus auch mit meinem Ioniq möglich - nur bei konstant 130km/h ist der Verbrauch einfach höher. Könnte jetzt gar keinen Wert nennen da der bei mir ziemlich stark streut und durch die vielen Baustellen sofort wieder geschönt wird.
Es kommt anscheinend sehr auf die Steigung und auf das Wetter drauf an - ich würde für die ersten Fahrten etwas auf Sicherheit planen, soll ja auch Spaß machen. Ich plane immer mit Plan B und möglichst Plan C für den Fall dass eine Säule z.B. von einem LKW zugeparkt oder einfach defekt ist.
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Re: Erste längere Autobahnfahrt mit dem IONIQ

Beitragvon GcAsk » So 1. Okt 2017, 14:04

Ich würde wie gesagt einfach mal nach Autobahnraststätten gucken, die auf dem Weg liegen und eine Ladesäule haben - besser geht es nämlich nicht - dort dann einfach mal 5-10 Minuten stehen und man kommt sicher an.

Mein Tipp: Lieber einmal mehr, dafür auch nur so ein paar Minuten, als zu wenig und dann über die Straße schleichen und Angst haben, stehen zu bleiben.
Letzte Woche bin ich das erste Mal fast stehen geblieben, das war mega uncool. Glaub mir. Wenn Du dann noch knapp 8km Autobahn vor Dir hast und die Schildkröte vorne blinkt, die Motorleistung so hart eingeschränkt ist, dass Du denkst, Du bleibst stehen, obwohl du das Pedal durchtrittst und nur noch --- als Reichweite angezeigt wird, dann kriegst Du es echt mit der Angst zu tun. VOr allem spät abends, wenn keine Schnellladesäulen mehr vom ALDI oder so erreichbar sind.
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Re: Erste längere Autobahnfahrt mit dem IONIQ

Beitragvon drevil » So 1. Okt 2017, 15:01

Danke für die superschnellen und aufbauenden Antworten!!

Das hört sich ja alles toll an. Ich denke auch dass man es selbst erleben muss und dann alles wesentlich weniger schlimm ist als man es sich ev. vorher denkt. Es ist halt eine Umstellung und so wie ihr sagtet - ich möchte vermeiden, dass ich dann irgendwo stehen bleibe (was macht man dann eigentlich? - ÖAMTC?)

Ich berichte auf jeden Fall nach der Reise wie es gelaufen ist.

Danke nochmal - Bin so froh, dass es diese fabelhafte Community gibt!

:danke:
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Re: Erste längere Autobahnfahrt mit dem IONIQ

Beitragvon wogue » So 1. Okt 2017, 15:20

drevil hat geschrieben:
In diesem Thread steht, dass man mit dem IONIQ bei 130 km/h 200km weit kommt.


Pixel sind eben gleich geduldig wie Papier. :roll:

LG
W.
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Re: Erste längere Autobahnfahrt mit dem IONIQ

Beitragvon GcAsk » So 1. Okt 2017, 15:23

Im Falle des Liegenbleibens kannst Du Hyundai anrufen - der Mobilitäts-Service schleppt dich kostenlos ab - würde es dennoch vermeiden ;)
130km/h sind nicht immer 130 - erstens variiert das immer je nach Verkehr und zweitens spielen Wind, Wetter, aber auch die Fahrbahn an sich eine Rolle. Man kann 140km/h teilweise mit wenigen kW Fahrbetrieb gerade mal fahren, geht es dann aber stark hoch oder geht man mit dem Gaspedal ein paar mm weiter rein, schluckt er extrem (Verbrenner-Jargon, ich weiß :D ).
200km bei 130km/h im Schnitt sehe ich als durchaus schaffbar an. Sicherheitshalber würde ich aber eher von 175km ausgehen, die man wirklich locker schafft.
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Re: Erste längere Autobahnfahrt mit dem IONIQ

Beitragvon St3ps » So 1. Okt 2017, 15:27

Vllt. auch über Roaming-Anbieter wie NewMotion und PlugSurfing nachdenken. In deren App siehst deren kostenpflichtigen Partner.

Für die GoingElectric DB gibt es ja auch Apps. Ich würde pers. nicht blind drauf losfahren, sondern vorher schon mal Punkte raussuchen. Denn je nach Region, ist es mau was Schnelllader anbelangt. Auf meiner Strecke die ich regelmäßig mal fahren, findest die einzige Ladesäule 15 km vom Wohnort entfernt, da brauch ich natürlich keine. Auf den nächsten 130 km war's das dann aber auch.

Meine Meinung. :)
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Re: Erste längere Autobahnfahrt mit dem IONIQ

Beitragvon Pepe-VR6 » So 1. Okt 2017, 15:37

Wäre mal interessant zu erfahren was bei solchen Strecken dann bei euch eingestellt ist. Fährt ihr mit Tempomat oder selber, da wäre es dann interessant bei welchen Einstellungen (Reku, Klima, Reifendruck).

Bin mit meinem Ioniq aus Hamburg mit Tempo 130km/h am Ende bei 16kWh/100km gelandet. Damit wäre eine 185km Reichweite nicht drin, sondern 175...
Der wohl weltweit erste offiziell tiefergelegte Ioniq ;)
Damit es nicht so langweilig wird: Kona Sangl-Nr. 61 bestellt :D
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Re: Erste längere Autobahnfahrt mit dem IONIQ

Beitragvon Dai » So 1. Okt 2017, 15:41

Es gibt in Salzburg schon einen Ioniq?
Verdammt, und ich dachte ich wäre der erste :D
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