Vergleichstest IONIQ vs Golf E

Re: Vergleichstest IONIQ vs Golf E

Beitragvon Solarstromer » Do 29. Jun 2017, 22:42

Bavaria EV hat geschrieben:
Natürlich sehe ich auch nicht hinter die Kulissen- Fakt ist, dass VW noch kein reines E-Auto entwickelt hat welches heute auf der Straße ist- der E-Golf ist keine Neuentwicklung, sondern nur ein durch Zukaufteile umgebauter Verbrenner. Einzig BMW hat in dieser Richtung bei den deutschen Herstellung eine neue Plattform entwickelt.


BMW hat den Fehler gemacht den i3 als Stadtauto zu entwickeln. Die Folgefehler davon sind zu wenig Platz für Akkus, zu hohe Priorität auf das Fahrzeuggewicht und die Vernachlässigung des Luftwiderstandes (cw * A Wert).

Deshalb hat heute ein e-Golf einen größeren Akku und eine höhere Reichweite als der BMW i3.

Und jetzt will BMW offensichtlich den Weg gehen, den du bei VW bemängelst. Sie wollen den Verbrenner 3er nehmen und ein BEV daraus machen.

Da scheint mir der Elektro Baukasten Weg (MEB) von VW um Welten vielversprechender. Auf dem ab 2019/2020 reine BEVs von VW, Audi, Skoda und Seat parallel ausgerollt werden sollen.
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Re: Vergleichstest IONIQ vs Golf E

Beitragvon Alfi » Fr 30. Jun 2017, 07:13

Ja, das Thema hatten wir schon öfters.

Neuentwicklung oder bestehende Plattform verwenden?

1. Bei einer Neuentwicklung merkt man, wenn's gut gemacht wurde, dass hier keine Kompromisse baulicher art gemacht werden mußten.
2. Das Fahrzeug hat möglicherweise ein eigenständiges Design.
Das war's aber auch schon mit den Vorteilen - aus meiner Sicht.

Ein Massenprodukt umzubauen hat dagegen auch einige Vorteile:
1. Erstmal erspart man sich eine teure Neuentwicklung - gerade bei einem Produkt das ohnehin schon sehr teuer wird ist das ein Vorteil.
2. Neuentwicklungen gehen immer mit Kinderkrankheiten einher.
3. Alle Ersatzteile sind verfügbar und günstig (eben Massenware).
Dafür ist ein solches Fahrzeug natürlich nix zum angeben und wird nicht direkt als E-Fahrzeug erkannt.

Ich glaub' Tesla hat es wirklich richtig gemacht. Zuerst beginnen die Innovationen in der Luxusklasse und arbeiten sich langsam nach unten durch. Der Versuch so früh wie möglich kleinere Allerweltsautos auf den Markt zu werfen geht immer mit großen Kompromissen einher:
- zu wenig Reichweite
- viel zu teuer

Dafür ist die breite Masse noch nicht bereit.
Aber die Zeiten sind spannend.
Nissan mit dem neuen Leaf, ein Ioniq mit Batterieupgrade, neues Modell von Kia...

Nachdem die Luxusklasse langsam aber sicher von Tesla aufgerollt wurde, ist nächstes Jahr die Mittelklasse dran.
Mal sehen wer dabei am besten abschneidet - VW sicher (noch) nicht.
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Re: Vergleichstest IONIQ vs Golf E

Beitragvon rca1234 » Fr 30. Jun 2017, 10:00

@Bavaria EV - das sehe ich ziemlich ähnlich!

Plus: wenn man das alles wollen würde (E-Fahrzeuge etc.) und somit auf entsprechende Mengen käme, dann würde es auch billiger.

Habe letztem Freitag bei der Nacht der Technik in Köln den E-Mobilitäts-Lehrstuhl besucht. Der Prof und seine Leute haben gezeigt, woran sie gerade arbeiten: Radnabenmotoren ohne Permanentmagnete, echt klasse. Die haben auch gezeigt, was sie in den letzten Jahren gebaut haben, im Wesentlichen Verbrenner hybridisiert (ich bin kein Hybridfan aber interessante Ideen haben sie realisiert).
Mein persönlicher Eindruck aus der Diskussion (wurde so nicht direkt geäußert) war, daß die Autohersteller da jetzt nicht so drauf schauen oder sich engagieren.... und das ärgert mich kolossal!

::: IONIQ Elektro Premium - Polar White - Schiebedach (bestellt Ende 02/17, abgeholt Mitte 08/17)
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Re: Vergleichstest IONIQ vs Golf E

Beitragvon Super-E » Fr 30. Jun 2017, 14:43

Solarstromer hat geschrieben:
BMW hat den Fehler gemacht den i3 als Stadtauto zu entwickeln. (1)

Und jetzt will BMW offensichtlich den Weg gehen, den du bei VW bemängelst. Sie wollen den Verbrenner 3er nehmen und ein BEV daraus machen. (2)


Zu 1) Wieso Fehler? Der i3 verkauft sich doch ganz gut. Das Problem ist eher, dass der i3 für ein reines Ballungsraumfahrzeug zu teuer ist und das BMW nur ein EV in der Palette hat. Sprich wer kein Stadtfahrzeug möchte hat kein Produkt bei BMW.

zu 2) Man hat beim neuen 3er nicht "den Verbrenner 3er" genommen, sondern von vornherein das Fahrzeug so konstuiert, dass man auch eine EV Version anbieten kann. Daran arbeitet man schon seit Jahren und das ist ein riesen Unterschied.

zu VW und Ioniq. Ersterer ist ein sehr professionell umgerüsteter Verbrenner (meines Wissens wurde auch alles dafür im Haus entwickelt). Letzterer wurde auch von vornherein für die drei Varianten geplant. Allerdings nicht mit so großen Unterschieden im Fahrzeugaufbau. Ich habe nämlich mal gehört, dass BMW sogar noch einen Schritt weiter geht. Mich würde also nicht wundern, wenn sich die Bodenplatte des Elektro 3er deutlich vom Verbrenner unterscheidet. Hier ist der Ioniq nicht so konsequent und eigentlich näher am eGolf Konzept, da man nur vorhandenen Raum genutzt hat und nicht neuen geschaffen...

Insgesammt hat der VW Konzern natürlich inzwischen viel Erfahrung. Audi hat den bisher einzigen reinen Elektrostromer des Konzerns in Miniserie gebaut. Darauf aufbauend kommt der Quattro. Porsche baut das Wissen über die 800V und Ultraschnelladetechnik auf. Und die ID Konzepte können nun auf jahrelanger Erfahrung mit dem eGolf aufbauen und sich bei den Techniken von den Töchtern bedienen. Das hat der Nachzügler Hyundai natürlich nicht und trotzdem ist deren erster Wurf ja recht gut gelungen! Ein schöner Gegenbeweis für die These, dass man als Nachzügler keine Chance mehr hat!
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Re: Vergleichstest IONIQ vs Golf E

Beitragvon Bavaria EV » Fr 30. Jun 2017, 15:21

Bei VW liegst Du komplett falsch- VW kauft den Antrieb teuer zu- der E-Golf ist weit von der Ertragsgrenze entfernt! Auch Mercedes kauft das Antriebskonzept teuer bei Tesla ein weil sie es verschlafen haben.
Der kleine E-Golf hat eine reale Reichweite von 100km bei normaler Verbrennerfahrweise- der VW Up kommt auch nicht weiter. Wir hatten im Betrieb die beiden Stromer und keiner der Mitarbeiter wollte sie fahren! Warum? "Da komme ich von hier bis Heim und mit Glück wieder zurück- am Abend kann ich nicht mal zum Verein fahren, da das nochmal 60 km für Hin- und Rückweg sind". Auch mit dem jetzigen Akku ist der Golf für die reale Reichweite viel zu teuer!
BMW hat Innovation gezeigt- ja! Aber total am Kunden vorbei entwickelt....Wenn ein Kunde ein kleines Stadtauto will, zahlt er dafür keine 40000 Euro! Wenn der Mittelstand 30000 Euro in die Hand nimmt will er einen Ersatz zu seinem Verbrenner- er muss Puncto Ladezeit, Reichweite und Fahrtenplanung eh schon Abstriche machen.
Um da überhaupt genug Kunden zu aquirieren, muss deren Fahrprofil und die Lademöglichkeit passen. Ich habe hier ja vor langem einmal den Selbsttest vom Golf GTE eingestellt...vernichtend! Reine Benzinverbräuche von 14 Liter auf der Autobahn sind Realität! Ein 2004´er RAV4 Diesel(D4D) mit permanentem Allrad verbraucht bei 160 km/h auf der Autobahn 7,2 Liter....kostet heute am Markt ca. 4500 Euro. Das schaffst nicht mal mit dem GTE nur an Spritverbrauch! Mein Testwagen (Golf GTE) hatte einen Listenpreis von über 48000 Euro!
Wer einen billigen Stromer für die Stadt will kauft nen gebrauchten Twizzy ohne Akku und bekommt mittlerweile Pakete für einen Kaufakku.....der kauft nicht für 40000 Euro nen I3!
Weil´s so schön deutlich ist: https://www.youtube.com/watch?v=Dx5cyCtmDCg
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Re: Vergleichstest IONIQ vs Golf E

Beitragvon Twizyflu » Fr 30. Jun 2017, 17:06

Naja ich würde sagen

Für Stadt: Twizy / Roller
Günstiges EV mit Batterie: gebrauchter Drilling (weil schnelladefähig)
Günstiges, komfortableres EV mit Batterie: Leaf
Günstiges, flexibles EV ohne Batterie: ZOE

Neuwagen EV:
Hyundai IONIQ Elektro (Preis Leistung)
Tesla Model S (wenn das Beste gefordert wird)
Shop https://www.nic-e.shop | YouTube-Kanal https://www.youtube.com/channel/UC7uzeZzsjUvhpjX1cN4L5ig
01/14 bis 08/15 - ZOE Q210 | 08/15 bis 01/17 - Leaf | 01/17 bis 04/17: ZOE Q90 | seit 04/17: IONIQ Elektro
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Re: Vergleichstest IONIQ vs Golf E

Beitragvon Solarstromer » Fr 30. Jun 2017, 17:24

Bavaria EV hat geschrieben:
Bei VW liegst Du komplett falsch- VW kauft den Antrieb teuer zu- der E-Golf ist weit von der Ertragsgrenze entfernt!


Vollkommen falsch!

Die VW Antriebe für e-Up und e-Golf wurden von VW selbst entwickelt und werden im Werk Kassel produziert:
https://www.youtube.com/watch?v=YZux0HTecB0

Die Batterien wurden ebenfalls von VW entwickelt und werden ebenso selbst produziert.


Super-E hat geschrieben:
zu VW und Ioniq. Ersterer ist ein sehr professionell umgerüsteter Verbrenner (meines Wissens wurde auch alles dafür im Haus entwickelt). Letzterer wurde auch von vornherein für die drei Varianten geplant. Allerdings nicht mit so großen Unterschieden im Fahrzeugaufbau.


Der e-Golf bzw. der MQB wurde von Anfang an auch für alternative Antriebe entwickelt. Also Erdgas, Hybrid, PlugInHybrid und rein Elektro. Im Gegensatz zum Ioniq hat VW aber beim e-Golf eine optimale Gewichtsverteilung von 50:50% hinbekommen, weil sie nicht wie Hyundai einfach den Akku über der Hinterachse platziert haben.
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Re: Vergleichstest IONIQ vs Golf E

Beitragvon IO43 » Fr 30. Jun 2017, 17:27

Der Ioniq hat auch 50:50.
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Re: Vergleichstest IONIQ vs Golf E

Beitragvon Twizyflu » Fr 30. Jun 2017, 17:30

Ja IONIQ hat das auch.
Der eGolf hat nicht mal ein Thermalmanagement weil dafür "kein Platz" mehr war.
Aja. Umgerüsteter Verbrenner eben wie ihr schon sagtet.
Ist für mich einfach ein NoGo mittlerweile. Im Winter werden wir es ja sehen.

Die Motoren macht VW selbst, ja.
Die Batterien auch aber die Zellen liefert natürlich jemand zu.

Beim eGolf 1 war es noch Sanyo-Panasonic was ich weiß.
Der neue Zellenlieferant hat ja VW anscheinend die 40 kW max. Ladeleistung zwecks Garantiebestimmungen aufs Auge gedrückt.
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Re: Vergleichstest IONIQ vs Golf E

Beitragvon Solarstromer » Fr 30. Jun 2017, 17:46

IO43 hat geschrieben:
Der Ioniq hat auch 50:50.


Das hätte ich nicht vermutet, weil die Batterie ja über der Hinterachse sitzt. Ist das wirklich beim BEV der Fall oder bei den Hybrids?
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