"Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

"Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

Beitragvon Tompressor » Sa 30. Dez 2017, 17:49

Hallo Zusammen

Ich habe mir jetzt schon einige Threads durchgelesen und auch bei FB schon Fragen dazu gestellt. Es geht mir um die ideale Reiseplanung und Durchführung, wenn ich eine Langstrecke bewältigen muss.

Ich muss demnächst eine Strecke von 500 km zurücklegen. (Balingen-Dortmund) Wie man das über den Routenplaner eingibt etc. weiß ich. Aber da es ja zwischen der Routenplanung und dem Ioniq-Navi im Grunde keine vernünftige Zusammenarbeit gibt, muss ich dann wohl auch mit den Ladepaps arbeiten. Mir sind dabei verschiedene Fragen in den Sinn gekommen, die ich gern mal hier formulieren würde und mir von den Experten hier (die schon Langstreckenerfahrung haben) Tips holen würde.

1. Ich kenne meine Route über den Routenplaner von GE. Wie gehe ich jetzt vor. Gebe ich als Ziel "Dortmund" ein oder die erste Ladesäule die ich anfahren möchte? Ich hätte jetzt eher Dortmund eingegeben und evtl. als Zwischenziele die Ladesäulen (wobei man ja nicht weiß ob die geht oder frei ist)

2. Welche Reichweitenslots fahre ich am Besten? Tips habe ich bekommen einfach 100-120km zu fahren und dann eine Ladesäule aufzusuchen, da das Fahrzeug zwischen 30% und 80 % am schnellsten lädt. Sehr Ihr das auch so?

3. Welche Reisegeschwindigkeit empfehlt Ihr? Eher 105 km/h oder eher 140 km/h und eben öfter laden?

4. Welche Apps nutzt Ihr zusätzlich? (ich habe mir jetzt die Beta-Version dieser App hier aus dem Forum geholt bzw. die ein User aus dem Forum programmiert hat, die die GE-Routen und Ladesäulenverzeichnisse nutzt)

5. Was mache ich unterwegs wenn ich eine Ladesäule suche (CCS) die ich nicht vorher ins Navi eingegeben habe?

6. Diese Strecke werde ich künftig ggf. alle drei bis vier Wochen zurücklegen wenn alles klappt. Habt Ihr noch weitere Tips für mich?

Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere etwas dazu schreiben könnte. Ihr dürft auch gern kontrovers darüber diskutieren, da ich die Strecke ja öfter vor mir haben kann ich auch verschiedene Optionen ausprobieren in den nächsten Monaten.
Sangl-Nr. 240 "Blackperl" abgeholt, gefahren und gegrinst
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Re: "Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

Beitragvon Tom_N » Sa 30. Dez 2017, 18:30

Schau dir mal diesen Beitrag an, der dürfte dir das Handling mit dem Navy verdeutlichen (Punkte 1., 4. und 5.).

2. Das wirst du mit der Zeit herausfinden, was dir am besten passt. Ich persönlich bevorzuge etwas längere Teilstrecken und lade immer auch auf 93% am Schnellader.

4. Mir wäre 105 zu langsam, tendiere eher zu 115-120. Bei 140 km/h steigt der Verbrauch zu sehr an.
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Re: "Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

Beitragvon Bernd_1967 » Sa 30. Dez 2017, 18:39

Mal ganz anders:
Ich werde Mitte Januar in 2 Etappen an die Ostsee fahren, jeweils 400km, also insgesamt 1600km hin und zurück.
An den Autobahnen sind dann hoffentlich noch die kostenlosen Schnelllader. Sonst muss ich eine andere Strategie fahren.
Werde alle kosenlosen Schnelllader anfahren und auf 80% laden, auch wenn ich vorher bei 60% gewesen wäre.
Auch wenn nur ein paar km dazwischen waren. Könnte ja sein, dass der nächste belegt ist.
Außerdem spielt es keine Rolle, ob ich 1 Mal länger lade oder zweimal kürzer.
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Re: "Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

Beitragvon Helfried » Sa 30. Dez 2017, 18:51

Tompressor hat geschrieben:
5. Was mache ich unterwegs wenn ich eine Ladesäule suche (CCS) die ich nicht vorher ins Navi eingegeben habe?


Du kannst Ladesäulen über die Adresse eingeben oder über ihre GPS-Koordinaten. Bei Autobahnen und längeren Einbahnstraßen empfiehlt sich auch ein Blick auf die Fotos oder spezielle Anfahrtipps. Nicht jede Ladesäule bietet eine zweite Anfahrmöglichkeit, wenn man irrtümlich vorbeigefahren ist.
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Re: "Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

Beitragvon Roland81 » Sa 30. Dez 2017, 19:27

Bernd_1967 hat geschrieben:
Mal ganz anders:
Ich werde Mitte Januar in 2 Etappen an die Ostsee fahren, jeweils 400km, also insgesamt 1600km hin und zurück.
An den Autobahnen sind dann hoffentlich noch die kostenlosen Schnelllader. Sonst muss ich eine andere Strategie fahren.
Werde alle kosenlosen Schnelllader anfahren und auf 80% laden, auch wenn ich vorher bei 60% gewesen wäre.
Auch wenn nur ein paar km dazwischen waren. Könnte ja sein, dass der nächste belegt ist.
Außerdem spielt es keine Rolle, ob ich 1 Mal länger lade oder zweimal kürzer.


Bei 400km Etappen sollte ja 2x kurz laden reichen...da würde ich es wie du machen...ohne den Zwischenstopp, also ein Weg 800km:
Nur Standorte mit mehr als einer Säule anfahren...bevorzugt Allego...dort, wenn vorhanden, mit der Entega Flat tanken oder eben ab 1.1 die 7,5€ pro Ladung berappen. Oder EnBW Standorte mit 2 Ladesäulen...für 5€ pro Ladung
Ioni(q)siert seit 18.11.2016 :D
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Re: "Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

Beitragvon IO43 » Sa 30. Dez 2017, 19:36

Ich würde Dir zu einer Geschwindigkeit von 120-130km/h raten und Etappen von etwa 100km (maximal 130km wenn's nicht anders geht).

Bei der Planung versuche möglichst Ladepunkte auszusuchen, wo

- am besten mehrere Lader vorhanden sind
- die Einträge im Ladelog aktuell sind und keine Störung gemeldet ist
- bei nur einem Lader möglichst noch eine Lademöglichkeit auf der gegenüberliegenden Seite
- ein anderer Ladepunkt in der Nähe ist
- und lieber einmal mehr laden bzw. zwischendurch eine kürzere Etappe fahren, als eine zu wenig.
- bei den potentiellen Ladepunkten die Anfahrt beachten und ggf. vom Beifahrer vorlesen lassen

Ich tippe mir im Navi Eigene Routen ein, auch gerne mal mehrere mit Alternativen, z.B. weil der Verbrauch höher ist als gedacht.
Raststätten findet man im Ioniq Navi z.B. über POI -> in der Nähe von Adresse -> Suche/Lupe Raststätte (kann sein, dass die Begriffe etwas anders sind).

Zusammen mit 'nem Smartphone und dem goingelectric Verzeichnis sollte dann alles klappen.
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Re: "Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

Beitragvon IQ1117 » Sa 30. Dez 2017, 19:59

Witzig ist ja, dass ich mit meinem Verbrenner 110-120 km/h fahre. Ich habe hin und wieder eine Strecke von einfach 330km. Einmal bin ich max 180 km/h gefahren, da hatte ich eine Zeitersparnis von höchstens 15 min. Das 180 km/h spitze fahren hatte auch viel herunterbremsen/hochbeschleunigen und somit einen zusätzlichen Boxenstop zur Folge. Beim letzten mal war der Streckenabschnitt ohne Geschwindigkeitsbegrenzung gefühlte 5 km lang, da wäre es wohl gar nicht schneller gewesen. Mittlerweile gibt es erstaunlich viele, die in dem Geschwindigkeitsbereich fahren. Naja, ich fahre ja z. Z. ein nicht ganz so windschnittiges Fahrzeug, würde wohl mit dem Ioniq doch einen Tick schneller fahren.

Wann beginnen die Windgeräusche nervig zu werden? Sprich, wann muss man anfangen lauter zu sprechen?
(Auf dem Autobahnabschnitt meiner Probefahrt saß ich allein im Auto.)
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Liefertermin: September 2018 >> 20.01.2018 >> 10.02.2018 >> 17.03.2018 >> 31.03.2018
aktuell noch mit ICE unterwegs: Mazda CX 7 mit 7,6l Diesel auf 100km
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Re: "Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

Beitragvon nr.21 » Sa 30. Dez 2017, 23:31

Schweigen und Genießen ...

es gibt keine Schwellen-Geschwindigkeit, ab der es plötzlich laut wird.
Die Reifengeräusche dominieren naturgemäß, weil das Brummen fehlt
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"Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

Beitragvon Dr.Forcargo » Sa 30. Dez 2017, 23:45

Ich fahre immer 120 km/h und lade ca. alle 150km, ich lasse es drauf ankommen. Manchmal auch kürzere Etappen, wenn die Säulen nicht passend liegen, ist bis jetzt immer gut gegangen.
Und natürlich vorher die Kommentare zu den Ladesäulen lesen, vielleicht ist ja nur Typ 2 gestört oder sonstige Probleme.
Und auf jeden Fall während der Fahrt „Heat“ ausschalten und „AC“ aktivieren. Bedeutet, dass das PTC Heizelement ausgeschaltet und die Wärmepumpe (effektiver) dauerhaft aktiviert wird.

Und ich nutze alle Säulen, Tank & Rast und auch Allego. Die Mischung relativiert dann den hohen Allego Preis.


Edit: Ich tippe immer nur die nächste Säule ins Navi, das reicht mir. Und alle paar Minuten die Differenz zwischen Restreichweite und Kilometer zum Ziel kontrollieren. Wenn es weniger wird, aufpassen und wenn es mehr wird, gut.
Auch bedenken, dass es mal bergab und bergauf gehen kann. Das kann schonmal den Unterschied zwischen Laden müssen und Weiterfahren bedeuten.
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Re: "Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

Beitragvon e-Go » So 31. Dez 2017, 11:12

Ich fahre AB meist 120 km/h mit Tempomat. Lade normalerweise nur bis 80% weil das am schnellsten geht (Ladekurve).
An Allego-Säulen konnte ich bis jetzt immer die SwissChargekarte nutzen, da stimmt dann der Preis.

Ich nutze die App von Remus auf dem iPhone, die arbeitet super mit der Apple Kartenapp zusammen, muss also Adressen nicht händisch eingeben.
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