"Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

Re: "Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

Beitragvon umrath » So 31. Dez 2017, 12:37

Also Hardcore-Langstreckenfahrer auch noch mein Senf dazu:

Wann immer zulässig (und möglich) fahre ich Tacho 130 km/h. Das ist ein guter Kompromiss aus Verbrauch und Geschwindigkeit und lässt mich entspannt ans Ziel kommen.
Aktiver Lane Assist und adaptiver Tempomat mit mindestens 2 Balken Abstand sind wann immer möglich aktiviert.
Ich plane - wann immer möglich - Etappen von höchstens 100 km. Im Zweifel eher weniger.
Ich lade (außer es ist zwingend nötig oder ich sitze gerade beim Mittag und habe endlos Zeit) eigentlich nie über 83 %. Dort wird die Ladegeschwindigkeit unverhältnismäßig langsam und man verliert Zeit.
Ich plane meine Strecken (außer ich kenne sie gut) im Routenplaner vor und übertrage die Ladestopps dann ins Navi. Bei der Planung schaue ich mir zur Sicherheit auch potentielle Ausweichmöglichkeiten an, damit ich im Falle des Falles weiß, was ich tun muss.
Zur Absicherung habe ich EVPlugFinder auf dem Phone und kann damit auf belegte/defekte Ladesäulen reagieren.

Wichtigste Regel: Locker bleiben! In Deutschland, Österreich, der Schweiz und Nord-/Westeuropa ist die Ladesäulendichte so gut, dass man eigentlich nicht mehr liegenbleiben kann.
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Re: "Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

Beitragvon Jogi » So 31. Dez 2017, 13:50

ca. 100km Etappen sind auch nach meiner Erfahrung maximal entspannend, weil man dann immer einen Plan B oder gar C hat.

Ich vergleiche während der Fahrt ständig die angezeigte Restreichweite mit den noch zu fahrenden Kilometern (zum nächsten Ladepunkt).
Dabei kann ich schön beobachten, ob mein Reichweitenpuffer wächst oder schmilzt, und dementsprechend kann ich die Tempomateinstellung anpassen.

Auf längeren Fahrten plane ich zumindest einen längeren Ladestopp ein, eben zum Essen, was meist mehr Zeit in Anspruch nimmt als ein Ladehub bis 80%.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: "Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

Beitragvon olsvse » So 31. Dez 2017, 17:12

Ich häng mich mal hier an.
Während ich noch warte spiele ich gerade ein paar Planspielchen und plane ein paar Reise-Strecken die bei mir so im nächsten Jahr anfallen werden.

Anfang März muss ich ins Allgäu. Da dürfte ich dann meinen Ioniq ca. einen Monat haben und bewege ihn dann das erste nal aus der Komfort-Zone raus. Das heist ich muss einmal Zwischenladen. Ich hab hier mal die Route geplant:
https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner/1863361/

Was ich nicht verstehe, ist warum ich da laut Planung nur 3 Min. zwischenlade.
Der Akku ist doch bei 46%. Ich dachte man würde da immer auf 80% aufladen.
Das sieht mir danach aus, als wenn ich dann gerade mit 0% ankomme.
Heimzus dürfte ich das vielleicht sogar in einem Rutsch schaffen, dank Drackensteinerhang und Eichelberg.

Der Hintergrund ist, dass ich gerade ausrechne was günstiger ist, Plugsurfing mit 50 ct pro Min oder NewMotion mit 40 ct/Min plus den 35 ct Transaktionskosten.
Oder ob ich mir da die Elektronauten Prepaid-Karte antue.

Gruß,
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Re:

Beitragvon Tom_N » So 31. Dez 2017, 18:41

olsvse hat geschrieben:
Was ich nicht verstehe, ist warum ich da laut Planung nur 3 Min. zwischenlade.
Der Akku ist doch bei 46%. Ich dachte man würde da immer auf 80% aufladen.

Da steht aber auch: Ladepunkt nach 100 km, Ladezeit ca. 3 Minuten - SOC an 46%, ab 54%*

* Näherung, tatsächliche Ladezeit und Ladestand (SOC) kann aufgrund von Verbrauch, Witterung und anderen Faktoren abweichen. Ladezeit zum Erreichen des nächsten Ladestopps.

Hab ich so aber auch noch nicht gesehen :D
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Re:

Beitragvon Tigger » So 31. Dez 2017, 19:24

olsvse hat geschrieben:
https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner/1863361/
Was ich nicht verstehe, ist warum ich da laut Planung nur 3 Min. zwischenlade.
Der Akku ist doch bei 46%. Ich dachte man würde da immer auf 80% aufladen.

80% macht Sinn. Muss Du dem Routenplaner aber auch mittels eines Häkchens mitteilen: ;-)
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Re:

Beitragvon umrath » Mo 1. Jan 2018, 02:14



Die Kosten mal bei Seite, würde ich Illertal West als optimal ansehen. Durchfahren würde ich die Strecke nicht, weil du dann entweder langsam fährst oder am Ende ziemlich knapp rauskommen könntest. Und gerade im letzten Drittel der Strecke geht es außerdem bergauf.

Wenn die Kosten relevant sind, dann mach lieber gleich am Anfang einen Stopp bei Aichen Nord. Das ist kostenlos. Dann hast du zwar für die zweite Hälfte sportliche 156 km (je nach Wetter kann das knapp werden, da du ja nicht mit 100 % abfährst), kannst aber zur Not noch am Ende eine Ladung bei Kempten einlegen, falls du nicht mindestens 20 km Puffer übrig hast.
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Re: Re:

Beitragvon olsvse » Mo 1. Jan 2018, 20:28

umrath hat geschrieben:


Die Kosten mal bei Seite, würde ich Illertal West als optimal ansehen. Durchfahren würde ich die Strecke nicht, weil du dann entweder langsam fährst oder am Ende ziemlich knapp rauskommen könntest. Und gerade im letzten Drittel der Strecke geht es außerdem bergauf.

Wenn die Kosten relevant sind, dann mach lieber gleich am Anfang einen Stopp bei Aichen Nord. Das ist kostenlos. Dann hast du zwar für die zweite Hälfte sportliche 156 km (je nach Wetter kann das knapp werden, da du ja nicht mit 100 % abfährst), kannst aber zur Not noch am Ende eine Ladung bei Kempten einlegen, falls du nicht mindestens 20 km Puffer übrig hast.


Das mit dem Durchfahren würde ich nur bei der Rückfahrt machen, wenn in Aichen Nord noch genügend Rest-Kilometer sind. Von da ab geht es eine ordentliche Steigung runter, und wenn ich unten bin, dann bin ich auch schon fast daheim? :lol:

Mit dem Billiger habe ich es eher allgemein gemeint. Da mir eine extra Karte vorerst genügen soll. Für die Ladungen beim Arbeitgeber geht es über den Mitarbeiter-Tarif von "Chage my EV @ Bosch". Mit denen könnte ich theoretich auch roamen, aber die verlangen bei nicht BOSCH-Ladesäulen noch eine extra-Gebühr von 70 ct. :evil:

Ich hab mal die 3 Minuten in Illertal West herangezogen. Da müsste ich bei Plugsurfing 1,5 Euro zahlen und bei newMotion 1,55 Euro. Ab der 4. Minute ist NewMotion billiger (1.95 Euro zu 2,00 Euro). Bei einer Vollladung wäre aktuell die EC-Karte, bzw. die elektronauten-Karte billiger.

Mit den Daten ist es eine NewMotion geworden.

Für die Hinfahrt ist mein Plan ist bei Illertal West auf 80% zu laden, und als Plan B würde ich das Allgäuer Tor verwenden.
Zumal ich jemand aus meinem Chor mitnehmen werde, und der wird das sehr genau beobachten, ob es klappt oder nicht. 8-)
Auf dem Chor-Wochenende werde ich dann mittels ICCB über Nacht aufladen.


Gruß,
OlSvSe
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Re: "Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

Beitragvon hghildeb » Mi 3. Jan 2018, 14:12

Tompressor hat geschrieben:
1. Ich kenne meine Route über den Routenplaner von GE. Wie gehe ich jetzt vor. Gebe ich als Ziel "Dortmund" ein oder die erste Ladesäule die ich anfahren möchte?
Ich arbeite zur Planung gern mit Zwischenzielen, die kann ich nach Bedarf noch hin- und her schubsen. Ins Navi kommt aber dann nur das jeweils nächste Ziel.

Kurze OT-Empfehlung: Bei der Planung der ersten Langstrecken den Filter für "nur Ladesäulen mit bestätigter Funktion" und "Einträge mit Störungsmeldung ausschließen" beachten. Ich stand als Anfänger schon ziemlich belämmert vor vorhandenen, aber noch nicht in Betrieb genommenen Stationen...

Tompressor hat geschrieben:
2. Welche Reichweitenslots fahre ich am Besten? Tips habe ich bekommen einfach 100-120km zu fahren und dann eine Ladesäule aufzusuchen, da das Fahrzeug zwischen 30% und 80 % am schnellsten lädt. Sehr Ihr das auch so?
Meine persönliche Strategie: ich plane den Stopp immer an der VORletzten (Schnell-)Ladesäule, die ich noch erreichen kann. Wenn die dann ausfällt, weil defekt oder blockiert, kann ich immer noch eins weiter fahren, ohne Schweissausbrüche. Im Endeffekt ergeben sich da meistens Etappen zwischen 120-160km.
Die Ladezeit ist mir eher zweitrangig. Ob das nun 18 oder 23 Minuten lädt, macht keinen großen Unterschied. Ich hole mir meist einen Kaffee an der Raststätte, der dauert auch 15-20min. Dann geh ich noch für kleine Mädchen und eine rauchen. Dann ist das Auto immer fertig. Ich musste bisher fast noch nie drauf warten.

Tompressor hat geschrieben:
3. Welche Reisegeschwindigkeit empfehlt Ihr? Eher 105 km/h oder eher 140 km/h und eben öfter laden??
Das ist letztlich Geschmackssache. Ich fahr wie es mir grade passt und lass es im Sommer ruhig auch mal laufen, mit Tempomat auf 150, im Winter ist mir das zu heikel, weil der Verbrauch sonst unberechenbar wird. Da lass ich's meist bei 120 bewenden.

Tompressor hat geschrieben:
4. Welche Apps nutzt Ihr zusätzlich?
Wattfinder für schnelle Ladestationssuche und Google Maps oder Waze um direkt hinzufinden.

Tompressor hat geschrieben:
5. Was mache ich unterwegs wenn ich eine Ladesäule suche (CCS) die ich nicht vorher ins Navi eingegeben habe?
Siehe unter "Apps"

Tompressor hat geschrieben:
6. Diese Strecke werde ich künftig ggf. alle drei bis vier Wochen zurücklegen wenn alles klappt. Habt Ihr noch weitere Tips für mich?
Dann kannst du ja verschiedene Strategien ausprobieren und später dort laden, wo es dir am besten gefällt, oder es am schnellsten geht oder das Essen besonders gut schmeckt oder oder...
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Re: "Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

Beitragvon Tompressor » Do 4. Jan 2018, 13:54

Danke erstmal für die Tips. Am Montag gehts los, wir werden mal sehen wie meine ersten Erfahrungen aussehen werden. Ich habe gleich einen Verbrennerfahrer dabei der "mitmachen" muss. Wir fahren im Wechsel, eine Woche er, die Woche ich. Und bei mir gibts es eben keine Verbrenner mehr im Haushalt, da muss er jetzt durch... :)
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Re: "Reiselogistik" oder wie geht Langstrecke?

Beitragvon IQ1117 » Do 4. Jan 2018, 14:18

Tompressor hat geschrieben:
Danke erstmal für die Tips. Am Montag gehts los, wir werden mal sehen wie meine ersten Erfahrungen aussehen werden. Ich habe gleich einen Verbrennerfahrer dabei der "mitmachen" muss. Wir fahren im Wechsel, eine Woche er, die Woche ich. Und bei mir gibts es eben keine Verbrenner mehr im Haushalt, da muss er jetzt durch... :)


Ich frage mich, ob Dein Verbrennerkollege, die zusätzlichen Stopps im Nachhinein als angenehm, oder unangenehm empfindet.
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