Langstrecke extrem - 1539km an einem Tag

Re: Langstrecke extrem - 1539km an einem Tag

Beitragvon IO43 » Mo 26. Mär 2018, 13:14

Es ging. Natürlich ist man nach 23 Stunden erschöpft, wobei ich das erste Mal auf der Rückfahrt kurz hinter Ingolstadt Gähnen musste. Da war es ja schon fast geschafft. Daheim angekommen, habe ich mich noch 20 Minuten mit meiner Partnerin unterhalten und dann bin ich ins Bett. Konnte dann gut einschlafen. Bin aber um 10 Uhr auch schon wieder aufgestanden. Mein Akku scheint noch einen recht guten State Of Health zu haben und ist sehr schnellladefähig! :lol:
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Re: Langstrecke extrem - 1539km an einem Tag

Beitragvon tbschommer » Mo 26. Mär 2018, 15:26

Danke für den klasse Bericht, IO43 :)

Am schlimmsten bei den Ladeabbrüchen ist, dass bei Zeittarifen trotzdem kassiert wird, wenn der Stecker nicht entfernt wird - gell, Innogy? :x
Ioniq Style in Blazing Yellow am 02.05.2017 abgeholt (Sangl #72) :)
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Re: Langstrecke extrem - 1539km an einem Tag

Beitragvon gekfsns » Mo 26. Mär 2018, 20:26

@IO43
bin immer noch beeindruckt von Deiner Reise. Hab sie zum Teil live auf Glympse verfolgt.
Die Aktion gibt mir Zuversicht, dass das mit meinem kommenden Familienurlaub schon klappen wird. Werde allerdings meine Strecke mit einer Übernachtung teilen. Nicht so sehr wegen mir, sondern eher weil sonst meine Kinder unausstehlich werden und die Urlaubsstimmung schon am ersten Tag auf dem Tiefpunkt wäre :lol:

Die Ladeinfrastruktur mit der saublöden App von Innogy und den vielen Ladeabbrüchen ist schon problematisch, hab am Wochenende erst einem Ioniq Kollegen per Telefon aus der Urlaubsreise-Patsche geholfen der mit fast leerem Akku vor so einer Innogy Säule stand und es unlösbare Probleme mit seiner App gab. Ich hab dann mit meinem Handy von zu Hause aus die Ladung für ihn gestartet - hat mindestens 15 Minuten und 5 Versuche gebraucht bis die Ladung wirklich dauerhaft funktioniert hat. Einmal war sogar der Stecker verriegelt und konnte nur noch mit der Notentriegelung gelöst werden - die Säule meldete nur man möge doch bitte das Auto verbinden, Notaus brachte auch nichts.
Ich hörte ihn paar Minuten während dem Auspacken des kompletten Urlaubsgepäcks fluchen. Als die Ladung dann endlich lief konnte ich sie mit der App nicht mehr abbrechen - sie meldete "Verbindungsprobleme". Diesmal half der NotAus an der Säule. Die eCharge App brachte noch Stunden später jede Menge Fehlermeldungen. Die Abrechnung meldet heute 0min und 0kWh. Hätte ich keinen BEW Vertrag sondern und hätte ich den "Spaß" mit Kreditkarten erledigt, hätten die vielen erfolglosen Versuche ein Vermögen gekostet - für mich wäre Innogy ohne BEW-Vertrag absolut nicht nutzbar.

So genug gejammert - freue mich schon auf Deinen nächsten Reisebericht IO43 :thumb:
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Re: Langstrecke extrem - 1539km an einem Tag

Beitragvon nr.21 » Mo 26. Mär 2018, 22:24

Kann die Aussagen nur bestätigen. Bin vor ein paar Tagen von Berlin nach Baden-Baden gefahren. Keine einzige Bezahlsäule hat ohne Probleme funktioniert. Die E-Charge App sagt, die Säule funktioniert, das Geld wird abgebucht, die Ladung startet nicht. Einige Male hat es die Hotline geschafft, die Ladung zu starten, aber zwei Säulen gingen gar nicht (Eichelborn Nord, Osterfeld Ost).
Zwar waren auch ein paar kostenlose Säulen defekt, aber das wusste man schon ( Köckern Ost und Thüringer Wald Nord, zB)

Es ist wirklich gruselig. Wahrscheinlich ist der Markt an fähigen Programmierern so leergefegt, dass die da nur herumstümpern bei der Behebung der ganzen Probleme
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Re: Langstrecke extrem - 1539km an einem Tag

Beitragvon IO43 » Di 27. Mär 2018, 07:19

In Sachen Infrastruktur war es jedenfalls schon mal besser.
Vielleicht klappt es bei mir im Sommer mir dem Norwegen-Urlaub, dann kann ich mal einen Vergleich ziehen, ob die Säulen dort auch so spinnen. ;)

Während die Fahrt in der Zusammenfassung auf 999km begrenzt war, zeigt der Verlauf die komplette Strecke an.
20180327_070147.jpg
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Re: Langstrecke extrem - 1539km an einem Tag

Beitragvon geko » Di 27. Mär 2018, 07:47

Ha, in Norwegen hatte ich nicht einen Ausfall. Weder im Sommer 2017, noch im Januar 2018. Dort stehen ja auch je Standort idR 3-4 Säulen von mindestens 2-3 verschiedenen Herstellern, um auch Serienfehler z.B. bei einem Softwareupdate eines Herstellers ausschließen zu können. Die Norweger verstehen den Begriff Redundanz. Außerdem gibt es auch am abgelegensten Ort 4G-Empfang, so dass die Ladung zuverlässig gestartet und gestoppt werden kann bei Fortum Charge & Drive. Deren RFID habe ich nicht einmal genutzt.
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Re: Langstrecke extrem - 1539km an einem Tag

Beitragvon e-werni » Di 27. Mär 2018, 10:07

nr.21 hat geschrieben:
Wahrscheinlich ist der Markt an fähigen Programmierern so leergefegt, dass die da nur herumstümpern bei der Behebung der ganzen Probleme


Diese "fähigen" Programmierer beheben keine Probleme, sondern schaffen laufend neue! :shock: :x :evil:

P.S. War einst selber einer von denen, und hätte mich nie getraut, derartigen Unfug abzuliefern.
Seit einigen Jahren in Rente, bleibt mir über die einstigen Kollegen nur ein ungläubiges Kopfschütteln... :roll:
Seit 12.03.2018: HYUNDAI IONIQ electric Launch Plus Bj. 2017
Bis 12.03.2018: RENAULT ZOE R90 Intens Z.E. 40 Bj. 2017
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Re: Langstrecke extrem - 1539km an einem Tag

Beitragvon tyman » Di 27. Mär 2018, 10:12

Hi Folks,
danke für den sehr informativen Bericht.
Obwohl ich nun seit 4,5 Jahren elektrisch fahre, habe ich noch nie eine lange Reise mit den E-Autos unternommen.
Und das bringt mich dann auch zu meinem provokativen Punkt:
Sind wir uns eigentlich einig, dass wir alsbald das E-Auto genauso verwenden wollen, wie ein fossiles?
Keine Planung mehr am Computer zur Vorbereitung, keine Probleme mit Ladetechnik, keine Notwendigkeit der "Reichweitenangst" bzw. dem Ersatz derselben durch "Ladeangst"...
Sind wir doch mal ehrlich: mit einem E-Auto zu reisen, ist doch immer noch weit entfernt vom Komfort einer Verbrennerreise. Tankstellen gibt es überall, die Technik funktioniert immer und das Bezahlsystem und die Kosten pro getankter Einheit sind klar und funktionieren.
Wir sind doch Alle immer noch Pioniere, die das Reisen und Fahren mit E-Autos nicht mehr missen wollen, weil es am Ende einfach besser ist. (Aber was bedeutet besser?).
Aber Kompromisse machen wir jeden Tag. Mit einem Verbrenner hättest Du vollgetankt und los gehts. Keine Planung, keine "Ladeangst", nix. OK - die Umwelt verpestet und ggf. nicht so entspannt gefahren.
Aber - ich wiederhole mich - bis wir beim echten Reisekomfort zu den Verbrennern aufgeschlossen haben, dauert es halt noch. Kein Wunder haben die doch >100 Jahre Vorsprung...
Just my few thoughts...
Olaf
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Zoe Intens Black - Bagheera (12/2013-09/2017)
Hyundai Ioniq Aurora Silber - STORNIERT (von Hyundai geheilt...)
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Re: Langstrecke extrem - 1539km an einem Tag

Beitragvon phonehoppy » Di 27. Mär 2018, 10:19

Vielen Dank fuiesen interessanten Erfahrungsbericht! Meine längste Strecke an einem Stück war bisher 1060 km, allerdings mit dem i3. Auch das ging, und weil ein großer Teil der Strecke durch Holland verlief, konnte ich den direkten Vergleich zwischen den Niederlanden und Deutschland anstellen, was die Ladeinfrastruktur angeht. Ich habe mich in Holland auf Fastned verlassen, und das war's. In Deutschland (es war Oktober 2017) gab es zwar schon genügend Tank & Rast-Ladesäulen, die damals auch noch fast alle kostenlos waren (der Innogy und e.on-Quatsch fing erst Januar 2018 an). Allerdings gab es an meiner Strecke an jedem Standort nur 1 Triple-Lader, und man musste bangen, ob er auch funktioniert. Keine Redundanz, keine Überdachung, kein Licht in der Nacht...
Zuletzt geändert von phonehoppy am Di 27. Mär 2018, 11:20, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Langstrecke extrem - 1539km an einem Tag

Beitragvon plock » Di 27. Mär 2018, 10:20

e-werni hat geschrieben:
nr.21 hat geschrieben:
Wahrscheinlich ist der Markt an fähigen Programmierern so leergefegt, dass die da nur herumstümpern bei der Behebung der ganzen Probleme


Diese "fähigen" Programmierer beheben keine Probleme, sondern schaffen laufend neue! :shock: :x :evil:

P.S. War einst selber einer von denen, und hätte mich nie getraut, derartigen Unfug abzuliefern.
Seit einigen Jahren in Rente, bleibt mir über die einstigen Kollegen nur ein ungläubiges Kopfschütteln... :roll:

Mit solchen Aussagen wäre ich vorsichtig. Und gerade wenn du, wie du behauptest, selbst mal Programmierer und nicht gerade bei einer Behörde angestellt warst, müsstest du wissen, dass die Vorgaben von der Chefetage kommen. Hingeschluderte Software ist in den meisten Fälle nicht die Schuld des Programmierers, sondern meist auf mangelhafte Projektplanung zurückzuführen, so zumindest meine Erfahrung.
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